Forum der Vereinigung der Sternfreunde

Forum of the German Amateur Astronomy Association
Aktuelle Zeit: 18. Oktober 2018, 07:08:15 AM

Alle Zeiten sind UTC+02:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 28 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 21. Januar 2018, 11:54:09 AM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo zusammen!

Gestern habe ich das neue VdS-Journal Nr. 64 erhalten. Ich könnte jetzt in den allgemeinen Lobes-Tenor für die wieder einmal guten Artikel einstimmen, doch mir sind ein paar Punkte zum gesamten Heft aufgefallen, die ich hier zum nachdenken und diskutieren anspreche. Denn nur wohlwollende Kritik bringt die VdS weiter.

Ich bin mir nicht sicher, ob ein Bericht zur Landschaftsfotografie wirklich in das Journal gehört (auch wenn er gut geschrieben ist), dies besonders unter der Rubrik "Astrofotografie". Nun könnte man meinen, dass Vereinsmitglieder auch so etwas gern lesen. Doch werden wir dann bald auch nächtliche Tieraufnahmen unter dem Sternhimmel sehen? Warum werden im Gegenzug andere fachbezogene Artikel abgelehnt weil sie angeblich für Amateure zu anspruchsvoll sind? Ist das Journal für "Amateure" oder für die Fachgruppenmitglieder? Immerhin schreibt die Redaktion, dass sie "Beiträge der Mitglieder benötigt" und dass dies auch "ein wissenschaftlich fundierter Artikel sein kann". Also was denn nun?

In dem Bericht zur VdS-Mitgliederversammlung werden neue Internet-Aktivitäten angesprochen. Warum fehlt dann aber ein Hinweis auf unser Forum? Und warum wird in dem Artikel nicht darauf verwiesen, dass einige FGs das Forum ignorieren? Auf der Versammlung wurde das angesprochen.
Der Bericht unterschlägt außerdem komplett diverse Anträge zur Tagesordnung sowie Entscheidungen, die diese Tagungsordnung verletzen? Außerdem wurde ein besorgniserregender Trend zur Vergreisung des Vereins vorgestellt. Warum wird über solche für die VdS wichtigen Punkte nicht berichtet? Dass das alles in dem aus dem Vorstand und der Redaktion kommenden Artikel gar nicht erst auftaucht ist merkwürdig. Weitermachen wie bisher ist jedenfalls riskant.

Ich empfinde schon länger eine nachlassende Qualität des VdS-Journals und würde mir wünschen, wenn die Redaktion Ihre Arbeit entsprechend beleuchten könnte. Ein Diskurs zu meinen Anmerkungen innerhalb des Vereins ist bei mehreren Tausend Mitgliedern sicher schwierig, doch wo soll man das machen wenn nicht hier im Forum? Ich würde mich über andere Meinungen sehr freuen.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 22. Januar 2018, 16:06:44 PM 
Offline
Nutzer

Registriert: 09. Januar 2017, 11:08:32 AM
Beiträge: 14
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Anmerkungen!
Ich möchte aus meiner Sicht hier unbedingt beitragen, dass die Fachgruppen natürlich ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der VdS sind. Allerdings ist die VdS mehr als die Summe der Fachgruppen, es gibt eine nicht geringe Zahl an Mitgliedern, die zwar die Arbeit der Fachgruppen sehr wertschätzen und unterstützen, aber sich vor allem der Astronomie in der gesamten Breite verbunden fühlen, und/oder auch Bereichen die von keiner Fachgruppe abgedeckt werden. In diesem Sinne ist meiner Meinung nach die Frage, für wen die VdS (und das Journal) "da" sei zu beantworten mit "für alle VdS Mitglieder, und auch für diejenigen die die Astronomie als Nichtmitglieder in die Breite tragen".

Eine nachlassende Qualität stelle ich ehrlich gesagt in keiner Weise fest, im Gegenteil, es ist hoch erfreulich eine wie große thematische Breite und Tiefe mittlerweile abgedeckt wird!

Ein Bericht zu einer Veranstaltung ist natürlich immer nur möglich wenn inhaltlich komprimiert wird. Es liegt in der Natur der Dinge, dass dabei nicht immer Einigkeit besteht was nun explizit erwähnt wird und was nicht. Ich kann aber auf jeden Fall versichern, dass die angesprochenen Themen und Wünsche vom Vorstand keinesfalls vergessen werden.

Viele Grüsse,
Dominik


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 07:02:51 AM 
Offline
Dauernutzer

Registriert: 25. Oktober 2016, 20:00:27 PM
Beiträge: 115
Hallo Thomas und alle Mitlesenden,

Heft 64 hatte Redaktionsschluss am 1. August und musste Ende November in die Druckerei, damit es Anfang Januar fertig ist. Dass dort bereits ein Beitrag zur Mitgliederversammlung erschien, ist Alex Geiss zu verdanken, der sofort nach der Mitgliederversammlung einen Bericht geschrieben hatte. Den hatte ich ergänzt, aber alles, was auf der MV besprochen wurde, konnte dort nicht enthalten sein. Bitte Geduld bis Heft 65 haben, das wird Anfang April erscheinen.

Grüße
Sven


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 09:00:03 AM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Dominik!
Zitat:
… es gibt eine nicht geringe Zahl an Mitgliedern, die zwar die Arbeit der Fachgruppen sehr wertschätzen und unterstützen, aber sich vor allem der Astronomie in der gesamten Breite verbunden fühlen…
Das ist sicherlich der Fall!
Zitat:
… für alle VdS Mitglieder, und auch für diejenigen die die Astronomie als Nichtmitglieder in die Breite tragen.“
Das teile ich nicht. Ich finde, das ist in erster Linie ein Journal für die Vereinsmitglieder weil sie dafür zahlen! Unser Journal heißt ja „Zeitschrift der Vereinigung der Sternfreunde“ und nicht „Zeitschrift für Sternfreunde“. Und es ist ein Journal für die Fachgruppen weil das Gruppen der VdS sind. Und erst danach wird es zusammen mit SuW auch für Nichtmitglieder verlegt. Sollte die Redaktion das anders sehen, stellt sich m.E. schnell die Frage warum man Vereinsmitglied ist. Schon an unserem Austausch zwischen nur zwei Personen zeigt sich, dass dieser Punkt vielleicht mal geklärt werden sollte (gibt es dazu im Forum noch andere Meinungen?).
Zitat:
Eine nachlassende Qualität stelle ich ehrlich gesagt in keiner Weise fest, im Gegenteil, es ist hoch erfreulich eine wie große thematische Breite und Tiefe mittlerweile abgedeckt wird!
Na ja, meinen Eindruck muss man nicht teilen. Ich finde das Journal weniger ansprechend als früher. Insbesondere wenn anspruchsvollere Fachartikel entgegen der Selbstdefinition des Journals mit abenteuerlichen Begründungen abgelehnt werden, Reiseberichte, Naturaufnahmen und Handzeichnungen aber regelmäßig erscheinen. Ich erinnere an die Selbstbeschreibung des Journals (Zitat: Zur Gestaltung unserer Journale benötigen wir Beiträge der Mitglieder. Dies kann sowohl ein wissenschaftlich fundierter Artikel als auch ein einfaches Beobachtungserlebnis sein.). Ich spreche jetzt ganz bewusst als Aktiver der FG-Spektroskopie. Die Spektroskopiker kommen ohne mathematische Beschreibungen nicht aus. Wenn der Redaktion das zu komplex ist, ist es wenig überraschend wenn seit Jahren aus unserer FG keine Artikel mehr erscheinen. Aber bitte, ich will jetzt hier nicht nostalgisch wie ein alter Knacker a la "früher war alles besser" daherkommen. In das wiederholte stereotype "Schulterklopfen" a la "tolles Journal" will ich aber nicht einstimmen. Das bringt die Redaktion ja nicht weiter.
Zitat:
Ein Bericht zu einer Veranstaltung ist natürlich immer nur möglich wenn inhaltlich komprimiert wird. Es liegt in der Natur der Dinge, dass dabei nicht immer Einigkeit besteht was nun explizit erwähnt wird und was nicht. Ich kann aber auf jeden Fall versichern, dass die angesprochenen Themen und Wünsche vom Vorstand keinesfalls vergessen werden.
Das ist wohl wahr. Doch Anträge zur Tagesordnung und deren satzungswidrige Behandlung wären durchaus ein Thema, meine ich… zumindest kursorisch. Hier wird ja an den Verein berichtet. Oder doch nicht? Womit wir wieder an obigem Punkt wären. Sven hat das ja nun für die Nr. 65 angekündigt.

Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn meine Anmerkungen als Diskussionsgrundlage dienen und andere zum Gespräch einladen.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 11:03:39 AM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 20. Januar 2013, 20:03:54 PM
Beiträge: 337
Wohnort: Leipzig
Guten Morgen,

ich freue mich über jedes VdS-Heft, und auch über dieses. Ich habe jetzt keine vergleichenden Untersuchungen angestellt, aber mir ist eine nachlassende Qualität nicht aufgefallen.

Zu den fachlich anspruchsvolleren Aufsätzen:
Ich habe immer mal einen etwas theorielastigen Aufstz geschrieben. Mir ist noch nichts abgelehnt worden. Das müßte ja dann der Fachgruppenredaktuer tun, oder? Gibt es Fälle, wo der Vorstand oder die Endredaktion etwas rausgekickt hat? Das kann ich mir kaum vorstellen.
Bei allem theoretischen Anspruch: Der Aufsatz muss den Lesern etwas bieten. Das muss nicht unmittelbar und sofort sein, auch nach 10 Jahren kann es sinnvoll sein, etwas nachzulesen. Aber als Autor (und als Redakteur) sollte man die Verpflichtung auf sich nehmen, zumindest einen Teil des Aufsatzes so aufzubereiten, dass er allgemein verständlich ist, das schon etwas höhere Allgemenwissen der Amateure voraussetzend.

> Reiseberichte, Naturaufnahmen und Handzeichnungen aber regelmäßig erscheinen

Berichte üebr astronomische Reisen gehören dazu. Dass darinnen Landschaftsbilder vorkommen, ist ganz normal und richtig. Eine Reisevortrag bei einem Amateurtreffen ist fast nie ein reiner astromischer.
Das Zeichnen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Hobbys, weil nur eine vernünftige Zeichnung das am Okular Gesehene wirklich wiedergibt. Kommt m.E. im Journal zu kurz.

_________________
Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Ninja Dobson 320/1440


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 16:45:52 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Uwe!
Zitat:
Ich habe immer mal einen etwas theorielastigen Aufstz geschrieben. Mir ist noch nichts abgelehnt worden. Das müßte ja dann der Fachgruppenredaktuer tun, oder? Gibt es Fälle, wo der Vorstand oder die Endredaktion etwas rausgekickt hat? Das kann ich mir kaum vorstellen.
  1. - In 2016 hatte ich den beiliegenden Artikel eingereicht. Dieser wurde nach Mitteilung der Redaktion und dem FG-Redakteur aus zwei Gründen abgelehnt. Zunächst sei er "abgeschrieben". Es handelt sich wie im Untertitel dargelegt um die Übersetzung aus unserem eigenen Lehrbuch, hier das Kapitel „Measurement Errors and Statistics“ (das einzelne Kapitel kann man für 30 Euro beim Springer-Verlag online kaufen). Außerdem sei er "zu kompliziert" weil dort Gleichungen drin sind, die von Amateuren nicht verstanden werden (die meisten Gleichungen werden quasi "zu Fuß" erläutert). Ich war zwar nicht wenig irritiert, habe das aber hingenommen, obwohl das ganz sicher ein Thema für andere Arbeitsfelder ist.
  1. - In 2017 wurde ich dann bei einem anderen Artikel über Echelle-Spektroskopie von unserem FG-Redakteur mit drei "Referees" (!) konfrontiert inkl. zwei Profiastronomen. Ich hatte mich dann geweigert, fehlerhafte Vorschläge in den Text aufzunehmen und auch diese Ablehnung hingenommen. Den Text habe ich dann etwas aufgebohrt, ihn ins Englische übersetzt und bei den Profis als referierten Artikel platziert (http://stsci.de/pdf/eversberg2016b.pdf).


Wir alle müssen Artikel tolerieren, die uns nicht interessieren. Wenn es mir als Autor eines komplexeren Bereichs aber partout schwer gemacht wird, kann ich es auch gänzlich lassen. Für die VdS, deren Fachgruppen und Mitglieder ist das aber vielleicht weniger schön. So verprellt man seine Autoren und publiziert tendenziell nur noch schöne Bilder.
Zitat:
Berichte üebr astronomische Reisen gehören dazu. Dass darinnen Landschaftsbilder vorkommen, ist ganz normal und richtig. Eine Reisevortrag bei einem Amateurtreffen ist fast nie ein reiner astromischer. Das Zeichnen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Hobbys, weil nur eine vernünftige Zeichnung das am Okular Gesehene wirklich wiedergibt. Kommt m.E. im Journal zu kurz.
Klar, jeder hat seine Präferenzen und ich akzeptiere eine Mehrheitsmeinung, auch wenn ich persönlich finde, dass astronomisch fremde Texte nicht ins Journal gehören. Doch welche Meinung vertreten die Redaktion bzw. die FG-Redakteure und wie kommen sie zu dieser Meinung? Warum werden anspruchsvollere Artikel von Redaktion bzw. FG-Redakteuren nicht akzeptiert? Es wäre wünschenswert wenn das innerhalb der VdS sowie FG-übergreifend (also hier im Forum!) diskutiert werden könnte weil auch die Redaktion und alle anderen Beteiligten m.E. "Diener der Mitglieder" sind.

Gruß, Thomas


Dateianhänge:
messfehler.pdf [424.58 KiB]
30-mal heruntergeladen
Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 17:11:35 PM 
Offline
Nutzer

Registriert: 09. Januar 2017, 11:08:32 AM
Beiträge: 14
Hallo Thomas,

bleiben wir bitte bei dem was wirklich gesagt wurde. Ich schrieb, dass das Journal für die VdS - Mitglieder sei, _und_ (also nicht in erster Linie) auch für Leute interessant die Astronomie anderweitig betreiben. Der entscheidendere Punkt ist aber, dass es als Journal der VdS eben nicht nur ein Journal der Fachgruppen ist, da es Themen und Mitglieder gibt die sich in Bereichen bewegen in denen keine Fachgruppe tätig ist.

In dieser Hinsicht kann man sich in der Tat fragen, ob nicht ein Artikel über Fotografie bei Nacht auch in der VdS wirklich sehr viel mehr Leser findet als die von Dir angesprochenen Fälle wo es nicht zur Publikation kam. Das spricht dann weder gegen das Journal noch gegen die Redaktion, sondern ist eine Frage des Eingehens auf die Leserschaft. Womit ich jetzt keineswegs sagen möchte, dass ich mir nicht auch technische Artikel im Journal vorstellen kann. Aber die Redaktion muss einen großen Ermessensspielraum zur Annahme und im Einzelfall auch Ablehnung haben. Dazu gab es ja auf der MV auch sehr deutliche Zustimmung. Aus meiner Sicht nutzt die Redaktion diesen Spielraum absolut im Sinne ihrer Leserinnen und Leser.

Ich halte übrigens auch die Ansicht für nicht korrekt, dass man über Spektroskopie nur in mathematisch-technischer Form berichten könnte. Es wäre sehr wohl möglich, Eure aktuellen Tätigkeiten auch absolut allgemeinverständlich darzustellen. In der Tat würde ich mich sehr über einen solchen Artikel freuen, andere bestimmt ebenso!

Viele Grüsse,
Dominik


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 18:12:15 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Dominik!
Zitat:
In dieser Hinsicht kann man sich in der Tat fragen, ob nicht ein Artikel über Fotografie bei Nacht auch in der VdS wirklich sehr viel mehr Leser findet als die von Dir angesprochenen Fälle wo es nicht zur Publikation kam.
Das heißt übersetzt, dass ein Artikel umso attraktiver ist je mehr Leser man vermutet… Das setzt darüber hinaus voraus, dass sich Leser nur in ihrem eigenen Bereich bewegen.
Zitat:
Das spricht dann weder gegen das Journal noch gegen die Redaktion, sondern ist eine Frage des Eingehens auf die Leserschaft.
Doch, das spräche für mich sehr wohl gegen das Journal weil ich es in erster Linie als Vereinsorgan ansehe.
Zitat:
Womit ich jetzt keineswegs sagen möchte, dass ich mir nicht auch technische Artikel im Journal vorstellen kann.
Glücklicherweise! Das ist für mich ein zentraler Punkt der VdS. Allerdings ist der letzte Artikel z.B. aus der FG Spektroskopie im Sommer 2016 erschienen. Wie soll ich in der FG Autoren einwerben, wenn es hier so läuft?
Zitat:
Aber die Redaktion muss einen großen Ermessensspielraum zur Annahme und im Einzelfall auch Ablehnung haben. Dazu gab es ja auf der MV auch sehr deutliche Zustimmung.
Auf der MV wurde das Thema nicht hinreichend besprochen weil a) entsprechende Anträge zur Tagesordnung nicht vollumfänglich angekündigt wurden, b) entgegen der Satzung eine Aussprache unmöglich war und c) kaum Zeit eingeplant wurde. Daraus eine „Zustimmung“ abzuleiten ist jetzt mal sehr sportlich.
Zitat:
Aus meiner Sicht nutzt die Redaktion diesen Spielraum absolut im Sinne ihrer Leserinnen und Leser.
Deine Einschätzung akzeptiere ich.
Zitat:
Ich halte übrigens auch die Ansicht für nicht korrekt, dass man über Spektroskopie nur in mathematisch-technischer Form berichten könnte. Es wäre sehr wohl möglich, Eure aktuellen Tätigkeiten auch absolut allgemeinverständlich darzustellen. In der Tat würde ich mich sehr über einen solchen Artikel freuen, andere bestimmt ebenso!
Also ein Artikel für Spektroskopie-Laien und der FG-Beteiligte eher wenig interessiert. Haben wir schon im Schwerpunktthema Nr. 53 vollumfänglich gemacht. Und jetzt noch einmal? Entschuldigung, aber das empfinde ich als Aufruf zur Mittelmäßigkeit. Im Übrigen, Du insinuierst damit, dass Artikel an viele Leser gerichtet sein sollten. Warum eigentlich? Ich halte doch auch Artikel aus, die mich überhaupt nicht interessieren oder die ich eigentlich nicht verstehe. Und warum erreichen anspruchsvolle Themen angeblich nicht viele Leser? Woher wisst Ihr, wie man Fachfremde anregen kann?

Übrigens, mir fällt gerade auf, dass außer Sven kein Redaktionsmitglied überhaupt im Forum registriert ist. Und auch nicht die Mehrheit des VdS-Vorstands. Auch das wäre mal ein Gespräch wert.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 18:20:35 PM 
Offline
Nutzer

Registriert: 09. Januar 2017, 11:08:32 AM
Beiträge: 14
Hallo Thomas,

was bedeutet denn "Vereinsorgan" für Dich konkret? Dass jedes Vereinsmitglied jeden Artikel unbedingt drucken lassen kann, also durch die Redaktion keinerlei Kontrolle sondern nur Layout und Planung stattfindet?

Viele Grüsse,
Dominik


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 18:33:11 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Dominik!

Nein! Eine Redaktion braucht natürlich Handlungsspielraum. "Spielraum" ist aber keine bedingungslose "Freiheit" zu tun, was dieser sehr kleine Kreis will. Die Redaktion arbeitet im Auftrag des Vereins und damit im Auftrag der Mitglieder und damit auch in meinem Auftrag. Ich habe das Vertrauen, dass die Redaktion gute Arbeit leistet doch die von mir erwartete Ausgewogenheit und eine Diskussion zur Zielgruppe fehlt mir. Mein Vertrauen ist dadurch gestört. Ich sehe in Deinen Antworten, dass zumindest Du eine andere Definition dieser Zielgruppe hast als ich und ich vermute das auch bei der gesamten Redaktion. Ich empfehle einen entsprechenden Diskurs, den ich hier mal angestoßen habe. Und ich empfehle eine ausgewogenere Artikelwahl ohne Rücksicht auf die eigenen Präferenzen.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 18:36:00 PM 
Offline
Neueinsteiger

Registriert: 23. Januar 2018, 17:24:09 PM
Beiträge: 3
Wohnort: Flensburg
Hallo Thomas,

zu der von Dir eröffneten Diskussion möchte ich auch etwas sagen.

Deine Kritik an einer angeblich abnehmenden Qualität des VdS-Journals kann ich in keiner Weise teilen. Auch Ausgabe 64 überzeugt durch die gleichbleibend und gewohnt gute Qualität. Da passt alles, da sind Schwerpunkte, da sind subjektive und objektive Momente, da sind "Vereinsinfos" ... da sind eben alle Sachen drin, die in eine (vorrangig) Mitgliederzeitschrift reingehören! Ja, die Menge und Qualität der zum Schwerpunkt eingereichten Mitgliederbeiträge kann wechseln, unterschiedlich sein ... aber auch damit bleibt die Qualität einer Mitgliederzeitschrift, die genau diesen Wechsel abbildet ... gleichbleibend (!) gut! Und ... der eine mag dies, der andere mag das ... wenn Du keine atmosphärischen Sternhimmelaufnahmen magst ... blätter einfach weiter ... es gibt genug, für die genau das zum ... zum HOBBY (!!!) gehört. Es sind halt Amateure, keine Profis ... auch wenn es den ein oder anderen Profi unter den Amateuren gibt. Gibt es ... bedeutet ja nur, dass auch diese Profis den Gegenstand ihres Berufes ... lieben!

Deiner Kritik an einer angeblichen Zensur möchte ich allerdings etwas schärfer entgegentreten. Soweit Du hier Informationen zu diesem Vorwurf gegeben hast ... handelt es sich um Textauszüge aus einem Buch, deren Veröffentlichung in "unserer" Zeitschrift abschlägig beschieden worden ist. Zeitschriften ... sind nun allerdings Schriften für eine ganz bestimmte Zeit: die aktuelle Zeit! Zeitschriften sind damit nicht der Ort für Buchtexte, die grundsätzlich auf Dauer angelegt sind. Buchtexte werden in Büchern veröffentlicht! Ich glaube, lieber Thomas, dass Du Dich hier einfach sachlich etwas vertust. Deine Texte (die ich sehr genau rezipiert habe) können von einer Zeitschriftenredaktion gar NICHT angenommen werden, weil sie dort genremäßig einfach nicht hineingehören.

Ich glaube, auch Dominik hat hier schon sinngemäß geantwortet: Dein Anliegen der Spektroskopie gehört in der passenden Form unbedingt in das VdS-Journal! Aber das wäre eben nicht in Form einer buchmäßig verfassten wissenschaftlichen Ausarbeitung sondern als Bericht darüber, dass es dieses Buch gibt! Eine Ankündigung, ein Subskriptionsangebot, ein Verweis auf Bezugsquellen ... ja, eine Rezension in eigener Sache! So gehören Fachpublikationen in unsere Zeitschrift. Ich denke, dass in dieser Form auch dieses Internet-Forum in der VdS vorgestellt werden sollte! Es wäre sogar anzuregen, dass man aussagekräftige Leserbriefe mit Pros und Kontras in dieser Sache im Journal abdrucken könnte.

Insofern bin ich also etwas anderer Ansicht als Du, lieber Thomas. Wichtig fände ich, dass dieses leicht blitzende, weil frisch ausgegrabene Kriegsbeil um das VdS-Journal und seine Macher ... aber wieder eingebuddelt werden möge! Wir brauchen keinen Streit sondern in der Sache engagierte Mitstreiter, damit die bereits beste Qualität des Journals durchaus noch besser werden kann!!! :)

LG Gotthard


Zuletzt geändert von Gotthard Stuhm am 23. Januar 2018, 19:46:31 PM, insgesamt 3-mal geändert.

Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 18:51:19 PM 
Offline
Nutzer

Registriert: 09. Januar 2017, 11:08:32 AM
Beiträge: 14
Hallo Thomas,

vorweg, nur damit kein Missverständnis entsteht: Ich bin nicht Redaktionsmitglied. Ich vertrete aber den Standpunkt, dass die Redaktion sehr wohl vor Veröffentlichung abschätzen (und völlig präzise wird das natürlich nie gehen) dürfen muss, ob zumindest ein gewisser Anteil der Leserinnen und Leser Interesse an dem jeweiligen Artikel haben oder von ihm profitieren wird.

Zum Guten oder Bösen, im Job wären hier das Maß aller Dinge die Zitate. Ich habe grade mal geschaut, für Deinen Echelle-Spektrografen-Vergleich der dann bei PASP veröffentlicht wurde findet ADS kein einziges Zitat. Kann schon mal passieren, aber was motiviert denn die Einschätzung, dass die VdS-Mitglieder an diesem hochgradig technischen Thema mehr Interesse gehabt hätten?

Viele Grüsse,
Dominik


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 19:31:58 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 20. Januar 2013, 20:03:54 PM
Beiträge: 337
Wohnort: Leipzig
Lieber Thomas,

es ist immer unangenehm, wenn ein Aufsatz abgelehnt wird. Das ist mir natürlich auch schon passiert, und ich war – sagen wir mal – unangenehm berührt. Ein solcher Moment ist aber auch dazu da, einmal in sich zu gehen und über Inhalt und Zielrichtung nachzudenken. Oder kurz. Wofür schreiben wir?

Für das VdS-Journal ist die Antwort recht klar: Für die Leser, und das sind die Mitglieder. Es scheint klar zu sein, für die Leser zu schreiben, ist aber nicht immer so. Manche wissenschaftliche Aufsätze werden als Referenz publiziert, ohne dass die Leserschaft im Vordergrund steht. Bei uns stehen sie aber dort.

Das bedeutet nun nicht, dass jeder Aufsatz jeden interessieren muss und auch nicht, dass er von jedem oder auch nur von der Mehrheit bis ins letzte verstanden werden soll. Aber es müssen dennoch genügend Amateure übrigbleiben, die den Artikel (vermutlich) gern lesen werden.

Wir treffen uns einmal im Jahr und besprechen die Zukunft des Journals. Bei diesen Gelegenheiten habe ich viel von Otto gelernt: Es werden Artikel gelesen, die anschaulich, gut bebildert und vor allem kurz sind. Ich war auch als Autor geneigt, möglichst viel in einen Aufsatz hineinzupacken, und habe mich umgestellt.

Vielleicht ist es für dich einfacher, dir das vorzustellen, wenn du dir selbst einen Aufsatz vor Augen führst, dessen Thema dich nur am Rande interessiert. Wann würdest du diesen dennoch lesen? Würdest du dich durch fünf Seiten Text ohne Bilder quälen? Ich nicht.

Ihr Spektroskopiker seid mir ein Vorbild, weil ihr auf so hohem fachlichem Niveau und mit meßtechnisch/wissenschaftlichem Anspruch arbeitet - Chapeau. Hierfür habt ihr dieses Forum (den Vorgänger) aus dem Boden gestampft, wo die Fachleute unter sich auf diesem Level diskutieren können und Ratschläge austauschen. Es gibt auch andere Publikationsmöglichkeiten, welche man nutzen kann, um ein Fachpublikum anzusprechen.

Mit dieser Art der Arbeit steht ihr aber der normalen Amateurastronomie ferner als andere Fächer. Wenn sich jemand nicht für die Sonne interessiert, kann er dennoch mit einer Sofi-Brille einen großen Sonnenfleck beobachten. Wen Meteore nicht interessieren, der freut sich dennoch über eine helle Sternschnuppe. Spektroskopie lässt sich auf diese Weise kaum erschließen, wenn man einmal von der Benutzung eines Objektivprismas oder eines Gitters absieht (was man auch erst mal kaufen und zurechtbasteln muss). Das ist schade, aber dafür habt ihr die ganzen anderen Vorzüge eures Fachgebiets. Ich selbst habe mich letztlich auch deshalb der Kometenastronomie angeschlossen, weil die Beobachtungen zumindest einen kleinen wissenschaftlichen Wert haben. Ich verstehe das also und schätze das.

Ich habe mir deinen abgelehnten Aufsatz zu den zwei Echelle-Spektrographen angesehen und er gefällt mir gut. Ich weiß aber wenigstens einmal, was ein Echelle-Spektroskop ist. Sicherlich wäre dieser wirklich gut aufgemachte, ordentlich bebilderte Aufsatz keine Zumutung für unser Journal gewesen. Aber wer hätte ihn wirklich gelesen und zumindest ansatzweise verstanden? Wohl nur die Spektroskopiker selbst. Nun kann man auch für diese schreiben. Die Artikel sollten aber auch andere erreichen, zumindest zum Teil.

Nch ein paar Worte zu den Landschaftsfotografien. Manchmal fragen mich meine Freunde, warum ich Astronomie mache. Und für die meisten Amateure gilt wie für mich selbst: Zur Freude, zur Erbauung, weil die Sternenwelt zur Natur gehört und astronomische Beobachtungen stets auch eine Naturbeobachtung sind. Daran kann doch nichts falsch sein! Und alle anderen auf diese Schönheiten hinzuweisen, und zu ersten eigenen, ganz bescheidenen Beobachtungen zu ermutigen, dazu, den Blick einfach zum Himmel zu heben: Das bereichert unser Leben. Diese Landschaftsfotos sind ein beispielhafter Beitrag dazu.

_________________
Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Ninja Dobson 320/1440


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 19:41:33 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Dominik!
Zitat:
Ich vertrete aber den Standpunkt, dass die Redaktion sehr wohl vor Veröffentlichung abschätzen … dürfen muss, ob zumindest ein gewisser Anteil der Leserinnen und Leser Interesse an dem jeweiligen Artikel haben oder von ihm profitieren wird.
Angesichts von rund 50 Teilnehmern auf unseren jährlichen Spektroskopie-Konferenzen scheint das wohl nicht gelungen zu sein… :D
Zitat:
Zum Guten oder Bösen, im Job wären hier das Maß aller Dinge die Zitate. Ich habe grade mal geschaut, für Deinen Echelle-Spektrografen-Vergleich der dann bei PASP veröffentlicht wurde findet ADS kein einziges Zitat. Kann schon mal passieren, aber was motiviert denn die Einschätzung, dass die VdS-Mitglieder an diesem hochgradig technischen Thema mehr Interesse gehabt hätten?
Sorry, ich muss jetzt lachen! Suchst Du eine Ausrede? Du willst jetzt den Nutzen für den Leser mit einem Profi-Werkzeug messen. Und dies für einen Profi-Artikel, der gerade mal ein Jahr ist und für das VdS-Journal anders geplant war…? Herrje! Ich schlage vor, Du wendest Dich mal an die FG Spektroskopie und fragst die, wie gut sie meinen Artikel finden.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 19:48:29 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Uwe! Tendenziell teile ich das alles. Ich setze ein paar wenige Nuancen anders, doch die sollte mittlerweile schon klar sein. Hier sollte sich auch mal andere äußern.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 19:49:13 PM 
Offline
Nutzer

Registriert: 09. Januar 2017, 11:08:32 AM
Beiträge: 14
Hallo Thomas,

der Punkt ist, dass wenn ein Artikel über den wir hier kritisch diskutieren weil er der Redaktion des VdS-Journals zu technisch erschien schon in einer Fachzeitschrift keine Resonanz findet, dann die Entscheidung der Redaktion meiner Meinung nach vermutlich richtig war. Wenn es in der FG Spektroskopie begeisterte Leser des Artikels gibt, umso besser, dann hast Du schonmal nicht umsonst geschrieben, ihnen steht der Artikel ja dank open access jederzeit zur Verfügung. Aber nicht jeder spezialisierte Text aus den FGs passt inhaltlich ins Journal des gesamten Vereins.

Viele Grüsse,
Dominik


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 20:23:04 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Dominik, ich kann mir kaum vorstellen, dass Du mit den Gepflogenheiten von Profijournalen nicht vertraut bist. Wie soll auf einen Artikel verwiesen werden in dem es um handelsübliche Spektrographen geht wenn dieses Thema bei den Profis beinahe unbekannt ist? Damit auch noch eine Entscheidung der VdS-Redaktion bewerten zu wollen, an der Du nicht beteiligt warst, kommentiere ich jetzt mal besser nicht. Ich ärgere mich gerade über Deine windige Argumentation...

Reflektiert das im Vorstand und der Redaktion oder lasst es. Ich positioniere mich dann entsprechend.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 20:58:59 PM 
Offline
Nutzer

Registriert: 09. Januar 2017, 11:08:32 AM
Beiträge: 14
Thomas, wenn Du vorher schon wusstest dass der Artikel wohl auch bei PASP keine Resonanz finden wird, warum hast Du ihn dann überhaupt dort eingereicht?

Aber gut, in jedem Fall reflektiert die Redaktion und auch der Vorstand beständig den Inhalt des Journals. Möglicherweise äussern sich ja auch noch mehr Redaktionsmitglieder hier. Verpflichtet dazu sind sie jedoch nicht, zumal Dir ja die Entscheidung bereits zum damaligen Zeitpunkt ausführlich mitgeteilt wurde.

Mich persönlich würde es übrigens auch freuen, wenn das Forum eine größere Resonanz erfahren würde. Da wir aber natürlich niemanden zur Teilnahme zwingen können (und wollen!!), kann das vor allem dadurch geschehen, dass ein sachlicher und höflicher Diskurs stattfindet. Vielleicht magst Du in dieser Hinsicht auch nochmal über die genaue Wortwahl Deiner Postings in diesem Thread nachdenken? Aber auch das ist natürlich allein Deine Entscheidung!

Viele Grüsse,
Dominik


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 21:44:25 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Zitat:
Thomas, wenn Du vorher schon wusstest dass der Artikel wohl auch bei PASP keine Resonanz finden wird...
Dominik, das ist eine abwegige Interpretation!
Zitat:
Möglicherweise äussern sich ja auch noch mehr Redaktionsmitglieder hier. Verpflichtet dazu sind sie jedoch nicht...
Als Vorstandsmitglied sollte Dir klar sein, dass das nicht ganz stimmt. Spätestens auf der nächsten MV werden Sie auf Antrag zur Tagesordnung dazu verpflichtet sein. Bei letzten Mal wurde das ja unmöglich gemacht. Ich empfehle, die Vereinssatzung zu lesen.
Zitat:
Vielleicht magst Du in dieser Hinsicht auch nochmal über die genaue Wortwahl Deiner Postings in diesem Thread nachdenken?
Nein, eigentlich nicht. Ich bin jedoch bekümmert, dass Du mit meinen klaren Worten Probleme hast. Für einen sachlichen Austausch ist das sehr schade. Ich werde mittlerweile in einer FG-Mailingliste lächerlich gemacht... Ich lerne also aktuell sehr viel über einige VdS-Mitglieder. Aber wie heißt es so schön: Wer in Bewegung will, muss mit Gegenwind rechnen.

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 21:52:08 PM 
Offline
Nutzer

Registriert: 09. Januar 2017, 11:08:32 AM
Beiträge: 14
Thomas, Du möchtest ernsthaft auf der nächsten MV einen Antrag stellen, der die Mitglieder der Redaktion verpflichtet sich hier im Forum zu äussern? Letzten Endes, die MV hätte die Entscheidung, ich bin mir aber nicht sicher, ob die Redaktion unter derartigen Umständen noch motiviert wäre ihre hervorragende Arbeit für uns alle ehrenamtlich zu leisten. Ich rate (meine ganz persönliche Meinung, keine Äußerung des Vorstandes) daher von derartigen Ideen grundsätzlich ab. Auf der MV selbst wird sich die Redaktion sicherlich gerne äussern, das steht für mich ausser Frage. Ich sprach wirklich vom Forum, dessen Nutzung sicherlich wünschenswert, aber nicht verpflichtend ist.

Ich persönlich habe übrigens mit Deiner Wortwahl und mit Deiner Meinung kein Problem, wirklich nicht. Ich bin auch nicht verärgert. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass Deine Äusserungen offenbar verschiedentlich als überaus fordernd und ein wenig aggressiv wahrgenommen werden. Das wiederum führt erfahrungsgemäß nicht zu erhöhter Bereitschaft von Neueinsteigern, sich hier "aus der Deckung zu wagen". Sinnvolle Vorwärtsbewegung erreicht man ja auch üblicherweise indem man Mitmenschen motiviert, nicht indem man sie verärgert.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 21:57:49 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
...schauen wir mal.


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 23. Januar 2018, 23:57:25 PM 
Offline
Neueinsteiger

Registriert: 23. Januar 2018, 17:24:09 PM
Beiträge: 3
Wohnort: Flensburg
Hallo zusammen,

weil Thomas darum gebeten hatte, dass sich auch andere zu Wort melden, hatte ich einen kurzen Beitrag hier gepostet.

Leider scheint sich hier aber ein höchst privater Disput zwischen einem um Mäßigung bemühten Dominik und einem irgendwie in eine dem VdS-Journal gegenüber überkritische Position verbohrtem Thomas abzuspielen ... bei dem andere Sichtweisen überhaupt keine Rolle spielen, bzw. nicht zur Kenntnis genommen werden. Es scheint so, dass sich hier ein offenbar schon viel länger aufgestauter Druck entlädt, der zu einer sachlichen Diskussion nur noch wenig zugänglich macht.

Betroffen macht mich, dass hier jetzt auch die Mitglieder der Mailingliste verunglimpft werden. Niemand hat dort Thomas in irgendeiner Weise angegriffen, lediglich Peter hat den überraschenden Post in diesem Forum von Thomas als eine "Bescherung" bezeichnet. Ja ... das ist auch nicht ganz abwegig, da für dieses Thema nicht das Gespräch in der Mailingliste gesucht worden ist, zu der sich Thomas erst kürzlich als Mitglied angemeldet hatte, sondern die Kritik ohne "Vorwarnung" hier erschien. Eigenartig ist auch, dass Thomas in der Mailingliste, in der sich viele sehr positiv zu einem Artikel über atmosphärische Astrophotos äußern, sich jetzt zum allerersten Mal mit einem Beitrag meldet ... in dem er schreibt: "doch ich werde mich hier nicht mehr dazu äußern. Gruß, Thomas".

Thomas, ich finde, so geht es nicht! Zu einer sachlichen Kritik und Diskussion gehört auch, dass man nicht nur "austeilt" sondern dass man den Dialog sucht. Sonst erweckt eine solche Kritik den Eindruck der "beleidigten Leberwurst".

Ich möchte noch einmal bitten, zu einer sachlichen Betrachtungsweise zurückzufinden. Das VdS-Journal ist eine Mitgliederzeitschrift von Hobby- und Amateurastronomen, es ist kein wissenschaftliches Publikationsorgan. Es soll Sternfreunden die Möglichkeit geben, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, über das eigene Hobby berichten zu können und die Freude (etwas sehr Emotionales!) über den wundervollen Himmel teilen zu können. Ja ... da soll, darf und muss es sogar in wissenschafticher Hinsicht abgespeckt sein, da muss es populärwissenschaftlich sein! Ich möchte dort keine mathematischen Abhandlungen über die Relativitätstheorie lesen, (dazu sind dort zu wenige mit der Tensorrechnung oder den Grundlagen der Topologie vertraut!) ... sondern den Hinweis, dass sich Interessierte zu diesem Thema ein neues Buch einer Fachgruppe kaufen können, oder dass Vereinsmitglieder sich zu diesem Thema bei einem Seminar getroffen haben. Und da steht dann tatsächlich im Bericht, dass die sogar einen geselligen Teil bei dieser Freizeitveranstaltung genossen haben.

Den sachlichen Teil Deiner Kritik an der VdS-Redaktion / dem Vorstand solltest Du vielleicht in einem persönlichen Gespräch mit der Redaktion / dem Vorstand klären. Ich bin mir sicher, dass dort eine konstruktive Einflussnahme durchaus willkommen ist!

LG Gotthard


Zuletzt geändert von Gotthard Stuhm am 24. Januar 2018, 01:36:02 AM, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
   
BeitragVerfasst: 24. Januar 2018, 01:03:01 AM 
Offline
Dauernutzer

Registriert: 25. Oktober 2016, 20:00:27 PM
Beiträge: 115
Lieber Thomas,

vorab: ich komme heute erst spät dazu, diese Diskussion zu verfolgen, und nehme eine sich aufschaukelnde Emotionalität wahr. Das möchte ich dir bewusst machen und dich bitten, beim Formulieren deiner Kritik Fingerspitzengefühl zu bewahren.

Nun zum VdS-Journal, das eigentlich "Journal für Astronomie" heißt. Wie kommt das eigentlich zustande, wer entscheidet hier was, warum wird jetzt hier im Forum darüber diskutiert?

Dreh- und Angelpunkt des Journals sind die Fachgruppen, die dort über ihre amateurastronomischen Aktivitäten berichten. Jede Fachgruppe hat dazu einen Fachgrupppenredakteur, der sich um Artikel aus der Fachgruppe bemüht, sie sammelt, korrigiert und für das nächste Heft bei der Endredaktion einreicht. Es gibt ausführliche Hinweise für Autoren, damit jeder weiß, wie Artikel zu verfassen und vorzubereiten sind:

http://www.vds-astro.de/index.php?id=307

Die langfristige Planung wird im Rahmen der jährlichen Fachgruppentreffen besprochen, dort die zukünftigen Schwerpunktthemen festgelegt, Feedback gegeben und Kritik geübt sowie an der Prozessoptimierung gearbeitet. In dieser Beziehung ist in den vergangenen Jahren sehr viel geschehen, das sieht man "von außen" auf den ersten Blick nicht. Sprich: wer an der Gestaltung des Journals mitarbeiten möchte, ist herzlich eingeladen, am Fachgruppentreffen teilzunehmen. Das mag im Zeitalter von Mailinglisten, Foren, Facebook, Twitter und anderen modernen Kommunikationsmöglichkeiten anachronistisch anmuten, doch du kennst das bestimmt auch: man braucht einen Termin und den persönlichen, direkten Austausch, um wirklich etwas voranzubringen.

Pro Jahr erscheinen vier Ausgaben des Journals. Für jede gibt es einen Redaktionsschluss, eine oder zwei Wochen später tagt die Endredaktion, geht alle Artikel durch, erfasst Textmengen und Bildanzahl, schätzt den Gesamtumfang, erstellt eine Artikelliste mit sinnvoller Reihenfolge. Zu den Fachgruppenartikeln kommen dann noch die anderen Rubriken wie Vereinsnachrichten, Himmelsvorschau, Terminkalender, Impressionen, Leserbriefe, Rezensionen, und was das Heft sonst noch so hergibt.

Nach der Endredaktion steht die Artikelliste, wird über die Mailingliste der Fachgruppenredakteure zur Kontrolle verbreitet und die Korrekturarbeit beginnt. Texte, Bilder, Diagramme und anderes werden in Form gebracht und für das Layout vorbereitet. Üblicherweise in drei Teilen: zuerst das Schwerpunktthema, dann die Fachgruppenbeiträge und anschließend der Rest.

Wenn alles im Layout ist, gehen PDF-Dateien zur Kontrolle an die Fachgruppen. Dann heißt es, die Korrekturen einzusammeln, zu bündeln und an die Layouterin weiterzugeben. Auf der Zielgeraden folgen Beiträge "Nach Redaktionsschluss", damit wir möglichst aktuell sind, das Editorial und diverse Infos der Geschäftsstelle wie neue Mitglieder, Jubiläen oder Spenden. Sind wir damit fertig, werden die Bilder farbverbindlich angedruckt, kontrolliert, bei Bedarf korrigiert. Und och bevor dieses Heft endlich den Weg zur Druckerei nimmt, ist auch schon wieder Termin zur Endredaktion für das nachfolgende Heft.

Auf unser Journal bin ich wirklich stolz. Es bietet einen weltweit einzigartigen Querschnitt amateurastronomischer Aktivitäten. Das Engagement der Fachgruppen verblüfft uns jedes Mal. So viel Einsatz für den Verein, für andere Hobbyastronomen, für Neumitglieder, großartig! Und wenn auch die Stunden am späten Abend oder am Wochenende für das Journal manchmal lästig sind: Was wir hier machen, macht Sinn, bereitet uns Zufriedenheit. Im Unterschied zur digitalen Publikation wird man für die Mühen anschließend mit einem gedruckten Heft belohnt. Dessen Inhalt man zwischenzeitlich völlig vergessen hat, weil man bereits am nächsten Heft arbeitet ...

So weit ein kleiner Einblick in die Entstehung unserer Vereinszeitschrift -- von Sternfreunden für Sternfreunde.

Grüße
Sven


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 24. Januar 2018, 08:42:10 AM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Gotthard,

dieser „private Disput“ ist für mich nicht wirklich „privat“ sondern greift ein für alle Mitglieder wichtiges Thema auf und ist eine kontroverse Auseinandersetzung zu einem bestimmten Inhalt. Ic h werde mit Dominik und allen anderen weiterhin gemeinsam einen „Kaffee trinken können“. Sollte ich ab irgendeinen Punkt respektlos gewirkt haben, so tut mir das leid. Ich vermute, das liegt daran, dass ich den frustrierenden Eindruck gewinne, wir reden aneinander vorbei. Außerdem wird mir m.E. mit Argumenten geantwortet, die so nicht stimmen. Es ist aber sicher richtig, dass ein direkter Dialog besser ist.

Das ist nicht irgendein aufgestauter Druck. Ich habe das weiter oben möglichst genau erklärt – der Umgang der Redaktion mit eingereichten Artikeln. Und ich habe auch das aktuelle Ergebnis dieses Umgangs erläutert – fehlende Artikel aus der Spektroskopie. Und da das Journal ein zentraler Punkt meiner Mitgliedschaft ist, ärgert mich das.

Wenn jemand meine Kritik zur Aufnahme eines bestimmten Artikels in das Journal als „abqualifizieren“ des Artikels selbst bezeichnet, obwohl ich den Artikel schon in meinem ersten Posting als (Zitat) „gut geschrieben“ bezeichne, so hat er meine Beiträge nicht hinreichend gelesen (selbst der Autor hatte das bemerkt) . Und wenn meine Kritik dann auch noch so kommentiert wird „Wer sich über einen solchen Artikel missfällig äußert, hat die Amateur-Astronomie nicht verstanden.“ finde ich das nicht gerade freundlich daher geflötet. Ob das Grund für Empörung ist oder nicht, muss ich den Lesern überlassen. Und nun habe ich Deiner Ansicht nach die Mailingliste der Astrofotografen „verunglimpft“ in die ich gegangen bin weil es mich interessierte (Euer Sprecher insinuiert wiederholt, ich hätte andere Gründe). Im Übrigen, warum soll ich ein Thema in der Mailingliste besprechen, welches nur indirekt Euer Thema ist? Ich diskutiere VdS-Angelegenheiten nicht in einem abgeschlossenen Bereich, den kaum ein Mitglied mitbekommt. Wenn ihr Euch keinem offenen Diskurs öffnet und für Beiträge eine „Vorwarnung“ braucht, kann ich da nichts machen. Im VdS-Forum stehe ich zu jedem Dialog bereit. In Eurer Mailingliste wird ja nun behauptet, ich würde „kneifen“, mich also vor einer Diskussion drücken… Also, hier bin ich, ich stehe zu meiner Kritik und diskutiere die auch aus. Wo seid Ihr?

Besonders verärgert mich der stete Trend, meine Einschätzung als Versuch zu werten, aus dem VdS-Journal ein Wissenschaftsjournal zu machen. Bitte zeig mir die Stelle aus der man das herauslesen kann. Noch einmal: Ich kritisiere die Tendenz, unterschiedliche Artikel aus unterschiedlichen FGs unterschiedlich zu behandeln. Das habe ich jetzt aber schon mehrfach geschrieben…

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 25. Januar 2018, 03:38:14 AM 
Offline
Neueinsteiger

Registriert: 23. Januar 2018, 17:24:09 PM
Beiträge: 3
Wohnort: Flensburg
Hallo Thomas,

eine kurze Antwort auf Dein Statement:

Ich glaube schon, dass es hier bei der ganzen Diskussion eher um eine gefühlsmäßig motivierte Überreaktion geht. Warum auch immer, ich habe keine Ahnung, in welcher Form die Spektroskopiker eventuell in der Vergangenheit im Journal zu kurz gekommen sein könnten. Auf jeden Fall entlädt sich hier Unmut, der dazu verleitet, den Boden der Fakten zu verlassen.

In der Mailingliste ist niemand lächerlich gemacht worden. Absolut nicht! Wenn Du den Dialog dort verweigert hast, weil Du mit Leuten, die Dich lächerlich machen, Dein Wissen nicht teilen möchtest ... hast Du da irgendetwas missverstanden. Dass man das als "kneifen" interpretieren kann, liegt an der Weigerung in den Dialog zu treten.

Man muss allerdings - da hast Du recht - dort auch gar nicht diskutieren. Muss man nicht.

Wenn Du aber hier schreibst: "Wo seid Ihr?" ... dann musste ich sogar erst noch einmal darauf hinweisen, dass z.B. ich, ein Mitglied der Mailingliste ... bereits wirklich hier war. Echt !!! Wurde allerdings erst etwas später bemerkt! Insofern: wie beim Hase und beim Igel ... :))

Kommen wir zu Deinem Vorwurf, Deine Kritik als "Versuch zu werten, aus dem VdS-Journal ein Wissenschaftsjournal zu machen". Du bittest darum: "Bitte zeig mir die Stelle aus der man das herauslesen kann." Aus diesem Grunde habe ich hier kurz eine längere Passage aus Deinem eingereichten Text beigefügt. Dieser Textauszug sollte auch Dir - bei objektivem Fokus - wirklich deutlich machen, dass dieser Text mit dem Charakter eines breitenwirksamen Sternfreunde-Journals absolut nicht kompatibel ist. Das, was dort an Fachkenntnissen vorausgesetzt wird, hat mit "normalem" Hobby nichts mehr zu tun. Dazu benötigt man eine basale akademische Vorbildung! Der Text IST akademisch und widerspricht einer (in positivem bürgelschem Sinne) volkstümlich ausgerichteten Astronomie.

Die VdS ist kein Verband von professionellen, akademisch orientierten/gebildeten Fachastronomen. Ich möchte diesen Verband zum Beispiel meinen Schülern in der Mittel- und Oberstufe als möglichen Zugang zur Beschäftigung mit der Astronomie und evtl. sogar zur Wegbegleitung zu einem astrophysikalischen Studium empfehlen können. Das geht aber nur, wenn man niemanden mit abgehobenem Wissen abschreckt. Ach ja ... meine Schüler aus der 10 haben mir die Astrophysik von Spatschek mit dem Kommentar zurückgegeben: "Nee, danke!" Und ich denke ... der ist gar nicht schlecht ... aber der sieht innen drinnen so ähnlich aus wie Dein Textauszug.

Was das Journal benötigt, das wären Berichte darüber, wie Schüler mit einfachen spektroskopischen Mitteln selbst die ersten Schritte zur Astrophysik auftun können. Wichtig wären Erfahrungsberichte aus der spektroskopischen Arbeit von Amateuren, Hinweise auf Literatur, Berichte von Tagungen und Seminaren, die Spaß auf mehr machen! Wissenschaftliche Abhandlungen ... sind hier im Journal eher fehl am Platze!

Dein Anliegen, die Qualität zu heben, teile ich durchaus!!! Aber da sollten ganz andere Wege gefunden werden. Was spricht z.B. gegen eine Reihe von wissenschaftlichen Büchern, Taschenbüchern, Einführungswerken in die vielfältigen Bereiche der Astronomie, die von der VdS herausgegeben werden? Warum sollte es nicht aus den verschiedenen Fachgruppen fachspezifisch viel stärker fokussierte und wissenschaftlich fundiertere Einzelveröffentlichungen oder sogar regelmäßig erscheinende "FG-Journale" geben? In dieser Richtung sollte man die Qualität unseres Vereines anheben. Das wäre mein Vorschlag.

LG Gotthard

Dateianhang:
Textauszug Eversberg.jpg
Textauszug Eversberg.jpg [ 354.59 KiB | 589 mal betrachtet ]


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 26. Januar 2018, 10:00:51 AM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 11. Dezember 2009, 21:26:32 PM
Beiträge: 1263
Wohnort: 14478 Potsdam
Liebe Freunde,

als der (früher einer der) FGS Redakteure richtet sich natürlich ein gewisses Gewicht der Eversbergschen Kritik gegen mich. Die Argumente der Ablehnung der Artikel wurden in beiden Fällen ausführlich und nachvollziehbar dargelegt und ich sehe keinen Bedarf dies nun ein weiteres Mal hier im Forum zu tun.

Vielmehr möchte ich einen konstruktiven Vorschlag machen:
Eine physikalische (bzw. mathematische) Relation kann immer auf zwei Arten dargestellt werden:

1. In Form einer Gleichung (nicht gut für das VdS Journal)
2. In Form einer aussagekräftigen Graphik (besser für das VdS Journal geeignet)

Insofern kommt es AUCH auf die ART der Präsentation des Inhaltes an, ob ein Thema einem Leserkreis entsprechen kann oder nicht. Im Falle der Erstellung einer GUTEN Graphik anderstatt einer Gleichung, bedeutet dies natürlich erheblichen Mehraufwand für den Autor.

Des Weiteren denke ich, dass ein Artikel zur PRAKTISCHEN Anwendung des Lehrbuchthemas "Statistik" im Bereich der Amateurspektroskopie auf viel mehr Resonanz bei Redaktion UND Lesern gestossen wäre.

Und warum gibt es in letzter Zeit wenig Artikel im VdS Journal aus der FGS (meine Einschätzung):

1. Offensichtlich, weil keine eingereicht werden. UND NICHT, weil ablehnt wird. Absurd.
2. Spektroskopie ist mehr als LRGB Bilder zu schießen und sie zu verarbeiten. Es bedeutet so viel mehr Arbeit nach der nächtlichen Beobachtung am PC. Und wir alle haben neben dem Hobby noch was anderes zu tun .... was war's noch? Ah, Beruf, Familie, Freunde, andere Hobbys ... (???). Vllt bleibt einfach wenig Zeit sich dann noch hinzusetzen und Stunden für einen Arikel zu investieren. Absolut nachvollziehbar.
Davon abgesehen muss man auch sagen: Für den Schwerpunkt hatten wir soooo viele Beiträge bekommen, hat für zwei STe genügt. ;) Auch schön!

Was Du machen könntest, Thomas: Andere zum Schreiben motivieren und helfen? Du kannst sowas ja ganz gut! So bewegt man was!

(==>) Gotthard:
Zitat:
Warum sollte es nicht aus den verschiedenen Fachgruppen fachspezifisch viel stärker fokussierte und wissenschaftlich fundiertere Einzelveröffentlichungen oder sogar regelmäßig erscheinende "FG-Journale" geben? In dieser Richtung sollte man die Qualität unseres Vereines anheben. Das wäre mein Vorschlag.
Gibt es in der FGS seit Jahren, das "Spektrum" ;)

http://spektroskopie.vdsastro.de/journal-30.html

LG,
D

_________________
Daniel P. Sablowski

https://www.kunstmann.de/buch/axel_hack ... 42000/t-2/
https://dpsablowski.wordpress.com
https://github.com/DPSablowski
http://www.aip.de
http://hobbysternwarte-ploesen.de.tl/


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 26. Januar 2018, 23:17:09 PM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3177
Wohnort: Köln
Hallo Daniel!

Ich werde jetzt hier nicht FG-interne Themen ausbreiten zumal ich hier eigentlich nur die Journal-Redaktion angesprochen hatte. Du kannst hier auch gern die bereits hier dargelegten Ablehnungsargumente („abschreiben“, „zu fachspezifisch“) als „ausführlich und nachvollziehbar“ verkaufen. Doch einem Autor „abschreiben“ vorzuwerfen, gehört zum härtesten Tobak in der wissenschaftlichen Welt, es ist ehrabschneidend. Und wenn die Redaktion (meinetwegen auch der FG-Redakteur, um allen gerecht zu werden) nicht einmal ansatzweise in einen konstruktiven Dialog tritt, darf man sich über eine ablehnende Haltung zum Journal nicht wundern. Dies insbesondere wenn Erwiderungen ins Persönliche abgleiten.

Es ist ein Zeichen einer schlechte Argumentation, wenn die Position des Opponenten als „absurd“ abgetan wird, ohne stichhaltige Gegenbelege anzuführen (erst wird eingereicht, dann abgelehnt - nicht umgekehrt). Ich darf Dich daran erinnern, dass die beiden letzten (und dann abgelehnten) Artikel die einzigen (!) aus unserer FG seit 2016 waren. Im Umkehrschluss heißt das, dass fehlende Artikel (auch) darin begründet sind, dass Autoren von Dir mit Referees konfrontiert und Artikel dann abgelehnt werden. Wenn Du schon hier Position beziehst, solltest Du Dich verstärkt um Autoren bemühen und als Fürsprecher meines Spektroskopie-Artikels auftreten. Egal! Ich möchte die VdS bereichern. Doch im vorliegenden Fall und mit einer „Schöne-Bilder-Philosophie“ für die Zukunft wird das vielleicht nicht nur mir sehr schwer gemacht. Ich gehe davon aus, dass mit solch einer Haltung zu den zentralen Werkzeugen der Spektroskopie und einer technisierten Welt (dazu gehören auch Formeln) die Artikelzahl aus unserer FG nicht wesentlich wachsen dürfte. Es ist ein Trauerspiel (und gegen die Vereinssatzung) wenn die Redaktion (und die Mitglieder?) nicht einmal einen einzigen Artikel mit ein paar Formeln aushält. Immerhin halten im Gegenzug einige Vereinsmitglieder permanent Artikel aus, die eher für Laien geschrieben sind. Über die Aufgaben eines Redakteurs in der Spektroskopie und unserer Haltung zum VdS-Journal werden wir auf der nächsten Tagung in Frankfurt hinreichend diskutieren können.

Noch ein Hinweis: Du liegst mit Deiner Vermutung sicher richtig, dass für viele Amateure nur wenig Zeit für Artikel bleibt. Nun aber forderst Du erst recht Mehrarbeit durch (ich zitiere) „GUTE Graphiken statt Gleichungen“ bei „erheblichem Mehraufwand für den Autor“. Ein widerspruchsfreier und wohlwollender Umgang mit uns Autoren wäre hilfreich!

Ich kann Gotthards Behauptungen im Schulnetzwerk meines eigenen Observatoriums nicht bestätigen. Trotzdem schlage ich vor, Du schreibst in seinem Sinne selbst einen Artikel zur PRAKTISCHEN Anwendung des Lehrbuchthemas "Statistik" im Bereich der Amateurspektroskopie. Damit kannst Du dann andere zum Schreiben motivieren und helfen. Du kannst sowas lernen. So bewegt man was!

Gruß, Thomas


Nach oben
   
BeitragVerfasst: 27. Januar 2018, 08:00:46 AM 
Offline
Meister
Benutzeravatar

Registriert: 20. Januar 2013, 20:03:54 PM
Beiträge: 337
Wohnort: Leipzig
Liebe VdSler,

ich bin von Beruf Projektleiter und muss ständig Probleme und Problemchen lösen. Was ich gelernt habe: Es lohnt nur zu überlegen Wie geht es von hier aus weiter?
Es ist meist sinnlos, genau ergründen zu wollne, was eine Situation hervorgerufen hat und noch weniger wissen zu wollen, wer schuld ist.

Das gilt m.E. auch hier. Es ist wünschenswert, wenn sich die Spektroskopiker immer mal im Joural melden würden, da sind wir einig. Wir sind weiter einig, dass die Artikel einigermaßen verständlich sein müssen, iund da kann ja jeder von uns beitragen. Ich bin auch bereit, mal etwas vorher durchzusehen.

Zitat:
Egal! Ich möchte die VdS bereichern.

Ist in diesem Sinn ein wichtiger Satz.

_________________
Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Ninja Dobson 320/1440


Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 28 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC+02:00


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Limited
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de