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BeitragVerfasst: 31. Juli 2021, 15:01:01 PM 
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Registriert: 06. Dezember 2013, 17:14:00 PM
Beiträge: 38
Wohnort: Kaltenkirchen, Schleswig-Holstein
Hallo Echo-Jäger,

seit einiger Zeit habe ich mich den Radarechos der Meteore angenommen und empfange aktuell die Echos vom Sender GRAVES und vom Sender BRAMS von meinem Standort in Schleswig-Holstein aus. Die Entfernung der Sender sind rund 785 km und 555 km relativ groß, aber es funktioniert zu meiner Zufriedenheit. Nun habe ich eine Frage zum Verständnis der empfangenen Frequenzen bzw. Dopplerverschiebungen.

Bei GRAVES ist die Sachlage wegen seiner militärischen Ausrichtung komplizierter als bei BRAMS. Deshalb beziehen sich meine ersten Fragen auf BRAMS (50 MHz). Die Messungen führe ich zwischen ca. 15 Uhr und 10 Uhr Ortszeit durch. Hier liegen die Echos der Ionisationsspur fast immer sehr nahe bei 1340 Hz im USB und halten manchmal bis zu einer Minute an und länger. 1340 Hz entspricht als Doppler-Effekt interpretiert 8.0 km/s radial auf mich zu. Das Kopfecho, sofern sichtbar, verläuft natürlich in Bruchteilen einer Sekunde von höherer Frequenz runter bis zu diesem Wert oder umgekehrt, je nach geometrischer Situation zwischen Sender, Empfänger und Bewegungsrichtung des Meteoriten.

Anm: Ich bezeichne den Meteoroiden als Meteorit, sobald er in die Erdatmosphäre eingedrungen ist. Und das ist natürlich bei Meteoren der Fall, sonst wären sie nicht existent.

Was aber sorgt für den Doppler von 1340 Hz = 8.0 km/s bei der Ionisationsspur? Windgeschwindigkeit kommt jedenfalls nicht in Betracht, zumal es ja auch die Endgeschwindigkeit des Meteoriten ist, bevor er vollständig verdampft oder explodiert ist, entspricht. Selbst wenn die ionisierte Luft mitgerissen wird und der Ionisationsschlauch somit anfänglich auch 8 km/s besitzt, sollte er doch relative schnell kinetische Energie an die Umgebung abgeben und langsamer werden. Einen entsprechende Frequenzwanderung ist aber weder bei kurzen noch langen Echos zu beobachten. Mir ist die Lage der beobachteten Frequenz unklar.

Ich habe ein Beispiel eines Kopfechos (GRAVES) und ein Echo von BRAMS, bei dem das Kopfecho nur im Ansatz zu erkennen ist. Es geht um die mehrere Sekunden andauernde Ionisationsspur, deren Dopplerverschiebung um 1340 Hz (USB) von mir nicht navhvollzogen werden kann.


Dateianhänge:
GRAVES Kopfecho 2021-03-05-14-41-52.jpg
GRAVES Kopfecho 2021-03-05-14-41-52.jpg [ 139.23 KiB | 1023 mal betrachtet ]
BRAMS 2021-04-24-03-18-05.jpg
BRAMS 2021-04-24-03-18-05.jpg [ 318.91 KiB | 1023 mal betrachtet ]

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Clear Skies
Erik

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