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 Post subject: Projekt Eulennebel (M97)
PostPosted: 04. February 2019, 12:51:01 PM 
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Moin,

gestern Nacht konnte ich mein Projekt Eulennebel starten.
Es gelangen 20 x 1200sec Luminanzaufnahmen mit der Atik 383L+ am TEC 140mm APO:

Image

In den nächsten klaren Nächten (die momentan nicht in Sicht sind...) werden noch RGB und Schmalbandaufnahmen folgen.

Ziel soll ein L-RGB-Ha-OIII-Komposit sein.

Gruß,

Michael

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PostPosted: 04. February 2019, 15:24:18 PM 
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Starkes Projekt, Michael! Ich empfehle deutlich längere Belichtungszeiten in der Größenordnung 100 Stunden. Wer weiß, was da noch an äußeren Auswurfschalen auftaucht. Vielleicht auch mit Barlow-Linse.
Gruß, Thomas


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PostPosted: 04. February 2019, 15:33:50 PM 
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Hi,

geplant sind erst einmal ca. 25 Stunden. Ich habe hier oben nicht so viele klare Nächte. Ich erwarte im Schmalband auch Details im äußeren Bereich.
Barlow lasse ich weg, weil die nur Licht schluckt. Für den Innenbereich könnte man dann noch Belichtungen mit dem C9.25 nachlegen.

Mal schauen...

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PostPosted: 04. February 2019, 16:23:34 PM 
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Ja, das Wetter... :( Vielleicht taucht das ja schon was bei 25 Stunden auf. Dann evtl. weiter belichten, ist ja glücklicherweise egal, wie lange es dauert. Ich erlebe, dass ein extrem hoher Kontrast oft unterschätzt wird. Die Barlow schluckt zwar Licht, doch auch das kannst Du ja durch Belichtungszeit kompensieren.

Gruß, Thomas


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PostPosted: 18. February 2019, 12:59:04 PM 
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Ein weiteren Zwischenstand poste ich hier:

Image

Das Bild ist ein PsydoRGB aus Ha- und OIII-Aufnahmen.
Dazu einen Luminanzkanal aus den oben gezeigten Luminanzaufnahmen, aufgehellt mit den Ha- und OIII-Aufnahmen.

Luminanz: 20x1200sec + Ha + OIII als Aufhellung
Ha: 22x1200sec
OIII: 25x1200sec

Das ist nur ein Zwischenergebnis. Es fehlen noch definitiv OIII-Aufnahmen, um den Halo besser hervorzuheben.
Außerdem fehlen noch die RGB-Aufnahmen.

Viele Grüße,

Michael

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PostPosted: 27. February 2019, 16:18:06 PM 
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Letzte Nacht konnte ich noch 15x1200sec OIII dazu sammeln.

Der Halo wird jetzt deutlich sichtbar:

Image

Jetzt fehlen noch die sichtbaren Farben und eine bessere Schärfung des Kerns.

Gruß,

Michael

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PostPosted: 27. February 2019, 17:53:52 PM 
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Kern geschärft:

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PostPosted: 28. February 2019, 16:20:50 PM 
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Das Endergebnis nach einer Nacht RGB:

Image

Gesamte Belichtungsdauer: > 34 Stunden
20 x 1200sec Luminanz
22 x 1200sec Ha
40 x 1200sec OIII
3 x 7 1200sec RGB

und hier noch einmal eine Ausschnittsvergrößerung:

Image

So, und jetzt freue ich mich auch einmal auf ein anderes Objekt :)


Viele Grüße,

Michael

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PostPosted: 28. February 2019, 17:27:01 PM 
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Großartiges Ergebnis, Michael! Hast Du eine Idee zur Ursache der Schlieren im Bild?
Gruß, Thomas


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PostPosted: 28. February 2019, 18:33:37 PM 
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Die kommen aus den Schmalbandaufnahmen. Es waren helle Mondnächte und etwas kommt doch immer durch, fürchte ich.

Ich bekomme die leider nicht ganz weg. Höchstens den Hintergrund insgesamt dunkler...
Ich sehe die nur auf meinen mobilen Geräten, wenn ich die Helligkeit hoch drehe.

Auf meinem kalibrierten Monitor sind sie nicht mehr zu sehen.

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PostPosted: 28. February 2019, 18:53:00 PM 
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Heißt das, dass der Filter (welcher?) in der Fläche keine einheitliche Bandbreite besitzt? Ist sowas normal bzw. preisabhängig. Ich frage weil ich demnächst einige Filter kaufen werde.
Gruß, Thomas


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PostPosted: 28. February 2019, 19:17:18 PM 
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Es ist nur eine Vermutung, dass es daran liegt. Der verwendete OIII-Filter hat 8,5 nm - es scheint, dass da etwas Mond durch kommt.

Anbei ein Einzel OIII-Bild. Du siehst die vielen kleinen "Staub-Körner".
Die sind nur im Schmalband da und besonders bei OIII. Durch die Überlagerung und das Glätten werden die zu Schlieren.
Ich bekomme die leider nicht raus. In dunklen Nächten, ohne Mond, sieht das viel besser aus...


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PostPosted: 28. February 2019, 19:19:54 PM 
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Und hier das geglättete Summenbild OIII:


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PostPosted: 28. February 2019, 19:29:19 PM 
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Hintergrund dunkler:

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PostPosted: 28. February 2019, 19:52:38 PM 
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Also ich sehe da keine Staubkörner sondern Artefakte aus dem Dark oder Bias-Bild. Ich vermute erhöhte Empfindlichkeiten einzelner Pixel im Dark. Die verschwinden im Summenbild weil sie statistisch auftreten. Hast Du das Bias und das Dark bei jedem Bild abgezogen? Hast Du durch Flats dividiert? Wenn die tatsächlich nur in OIII auftauchen, verstehe ich nicht richtig, was da los ist weil das m.E. vom Chip kommt.


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PostPosted: 28. February 2019, 19:56:53 PM 
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Anders als bei den L, Ha und RGB Aufnahmen sind die aber da und gehen durch die Aufsummierung auch nicht weg.

Ja, logisch. Bias, Darks, Flats und Flatdarks.
Mache ich immer.

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PostPosted: 28. February 2019, 20:44:26 PM 
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Hast Du es mal mit einem Median statt mit dem mittleren Bild versucht?


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PostPosted: 28. February 2019, 21:17:15 PM 
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Ich mache immer Sigma...

Das probiere ich noch einmal aus.

Ansonsten werde ich einmal eine Bearbeitung als LRGB für sas Feld machen und Ha und OIII nur für den Nebel und den Halo.

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PostPosted: 28. February 2019, 21:58:17 PM 
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Der Median hat gegenüber dem Mittelwert den Vorteil, dass extreme Abweichungen vom Mittelwert herausgerechnet werden. Ich bin mir bei Deinem Beispiel nicht ganz sicher was da pssiert, doch in einzelnen Bildbereichen können starke und viele Intensitätsspitzen dazu führen, dass bei der Glättung ganze Bildbereiche in der Intensität angehoben bzw. herabgesetzt werden. Was machst Du bei der Glättung? Wendest Du einen Fit an?


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PostPosted: 28. February 2019, 23:02:37 PM 
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DBE in Pixinsight.

Aber ist Sigma nicht auch eine Medianaddition?

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PostPosted: 01. March 2019, 08:13:09 AM 
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Ich weiß nicht, was Du mit "sigma" meinst, Michael. Ich kenne das nur als Standardabweichung (Rauschen). Ich spreche aber vom Mittelwert bzw. dem Median.
Gruß, Thomas


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PostPosted: 01. March 2019, 10:50:40 AM 
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"Median
Dies ist die Standard-Methode beim Erstellen des Master-Dark, Flat und Offset/Bias. Der Mittelwert für alle im im Stack befindlichen Pixel wird für jedes Pixel berechnet.

Maximum
Dies ist eine extrem einfache Methode, die mit größter Sorgfalt angewendet werden sollte. Es wird dabei der Maximalwert aller im Stack befindlichen Pixel für jedes Pixel berechnet.
Diese Methode kann ganz sinnvoll sein, wenn man herausfinden will, was an einem Stack schiefgelaufen ist, da man alle Defekte der kalibrierten Bilder damit sichtbar macht.

Kappa-Sigma Clipping
Diese Methode wird verwendet, um abweichende Pixel iterativ auszusondern.
Dazu werden zwei Parameter gesetzt: Die Anzahl der Iterationen (Wiederholungen) und der Multiplikationsfaktor (Kappa), mit dem die Standard-Abweichung (Sigma) multipliziert wird.
Bei jeder der eingestellten Wiederholungen wird erneut die Standard-Abweichung (Sigma) der Pixel im Stack berechnet.
Jedes Pixel, dessen Wert dabei am weitesten von dem errechneten Wert (Kappa * Sigma) entfernt ist, wird ausgesondert.
Der Mittelwert der Pixel, auf das sich die Sigma-Abweichung bezieht, wird aus den verbliebenen Pixel des Stacks berechnet.

Median Kappa-Sigma Clipping
Diese Methode ist ähnlich wie die Kappa-Sigma Clipping-Methode, aber anstatt die Pixel, deren Werte nicht stimmen, auszusondern, werden sie durch Pixel mittleren Wertes ersetzt." [Hilfe vom DSS]


Ich verwende zum Stacken Astroart 6, und in der Regel das Sigma-Clipping. Damit werden z.B. Flugzeuge o.ä. am besten herausgerechnet.
Ich habe das OIII-Bild einmal mit einer reinen Median-Stack durchlaufen lassen.
Das gleiche Resultat.
Es MUSS am Mond liegen, weil die Schlieren sonst nicht vorkommen, weder bei den Luminanzaufnahmen, noch bei den RGB-Aufnahmen. Bei den H-Alphas sind sie schwach vorhanden. Da war der Mond aber noch nicht ganz so störend.



Ich habe jetzt das Aufhellen im Sternfeld mit den OIII-Aufnahmen reduziert und nur im Nebelbereich die OIII-Aufhellung verwendet.
Das Ergebnis ist im Hintergrund deutlich ruhiger:

Image

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PostPosted: 01. March 2019, 10:58:16 AM 
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Ja, das ist besser. Wenn es also am Mond liegt, komme ich auf meine obige Fragen zurück:
Quote:
Heißt das, dass der Filter (welcher?) in der Fläche keine einheitliche Bandbreite besitzt? Ist sowas normal bzw. preisabhängig. Ich frage weil ich demnächst einige Filter kaufen werde.
Hast Du dazu eine Idee?


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PostPosted: 01. March 2019, 11:56:15 AM 
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Quote:
Ja, das ist besser. Wenn es also am Mond liegt, komme ich auf meine obige Fragen zurück:
Quote:
Heißt das, dass der Filter (welcher?) in der Fläche keine einheitliche Bandbreite besitzt? Ist sowas normal bzw. preisabhängig. Ich frage weil ich demnächst einige Filter kaufen werde.
Hast Du dazu eine Idee?
Es gibt ja auch Schmalbandfilter mit einer Bandbreite von nur 3nm.
Die werden sicherlich da unproblematischer sein.

Einheitlich (über die Fläche) sind die wohl alle. Aber ich denke, dass der 8,5nm noch den Mond so durchlässt, dass sich Gradienten bilden.
Ich habe das so, wie in diesen Nächten, aber bei dem Filter noch nie beobachtet. Da ich die Bildbearbeitung eigentlich immer gleich mache, und ja auch die Stackingmethode als Ursache ausfällt, wäre für mich momentan der einzige Ansatz, dass der Mond zu nah und zu hell am Objekt stand.

Ist bei Deinem Monitor denn der Hintergrund ebener? Oder siehst Du noch Schlieren?

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PostPosted: 01. March 2019, 12:04:21 PM 
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Die Schlieren sind bei mir nun so gut wie weg.

Welchen Filter hast Du denn und woher? Was kostet der?


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PostPosted: 01. March 2019, 12:37:46 PM 
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Ich habe einmal die Baader L-RGB-Filter (2") verwendet:
https://www.teleskop-express.de/shop/pr ... ilter.html

und für die Schmalbandaufnahmen den Baader Ha, 7nm:
https://www.teleskop-express.de/shop/pr ... winde.html

sowie den Baader OIII 8,5nm:
https://www.teleskop-express.de/shop/pr ... winde.html

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PostPosted: 01. March 2019, 12:46:21 PM 
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Danke!


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