Forum der Vereinigung der Sternfreunde

Forum of the German Amateur Astronomy Association
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PostPosted: 06. January 2019, 22:19:33 PM 
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Dauernutzer

Joined: 07. October 2016, 21:15:02 PM
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Location: Berlin
So jetzt nochmal separat:

Printmedien stehen seit geraumer Zeit unter Druck, das Ende von interstellarum / Abenteuer Astronomie sollte auch der VdS zu denken geben. Hier sollten Vorschläge und Gedanken zur Verbesserung des Journals gesammelt/diskutiert werden, z.B.:

- Online-Abo / Reduktion unnötiger Printausgaben
- Weiterentwicklung, ggf. unter Einbindung zeitgemäßer Medien (Newsletter, soziale Medien etc.)
- Verbesserung der Strukturen (Wie kann man die Zeit von der Artikeleinreichung bis zur Veröffentlichung verbessern?)

Gruß
Martin


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PostPosted: 06. January 2019, 23:02:17 PM 
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Dauernutzer

Joined: 25. October 2016, 20:00:27 PM
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Hallo Martin und alle,

das ist ein guter Gedanke, hier einige Infos dazu:

-- die Frage nach dem Bedarf des VdS-Journals wird in der Umfrage gestellt, die dem kommenden Heft beiliegt (auch, ob lieber Print oder PDF)
-- die Reduktion der Printausgabe wird die Kosten nicht merklich senken (alles bis zu den Druckdaten bleibt gleich, die Druckkosten steigen bei niedrigerer Auflage pro Exemplar)
-- auf Twitter und Facebook sind wir schon aktiv. Newsletter müsste halt jemand machen.
-- derzeit vergehen vom offiziellen Redaktionsschluss bis zum Erscheinen sechs Monate (einen beispielhaften Terminplan hänge ich hier an). Das ginge schneller, dazu brauchen wir aber mehr Mitarbeiter in der Redaktion

Das Journal ist nach dem aktuellen Stand der Erfahrung mit der wichtigste Grund, Mitglied in der VdS zu sein. Die Fachgruppen und andere versorgen die Redaktion mit vielen Beiträgen -- das ist wirklich sensationell! Bevor wir hier etwas Grundlegendes ändern, braucht es sehr gute Gründe.

Viele Grüße
Sven


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VdS-Journal-70_Produktionsplan.pdf [39.82 KiB]
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PostPosted: 07. January 2019, 10:03:41 AM 
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Meister
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Joined: 20. January 2013, 20:03:54 PM
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Ich selbst halte das VdS-Journal für den wichtigsten Grund, Mitglied der VdS zu werden. Die Organisationskraft unseres Vereins ist ja nicht mehr in dem Maße nötig, wie es vor der Verbreitung des Internets noch war. Und wer in den Fachgruppen mitwirken möchte, braucht kein VdS-Mitglied zu sein.

Diese herausragende Positions unseres Journals wird von allen geteilt, mit denen ich darüber gesprochen habe. Gerade weil interstallarum / Abenteuer Astronomie vom Markt verschwunden ist, wird die bedeutung wachsen. Online stehen wir sofort in Konkurrenz zu allen möglichen Webseiten und Blogs. Gedruckt stehen wir neben SuW, das ist alles. (Konkurrenz zu SuW möchte ich hier nicht sagen, das stimmt ja nicht).

_________________
Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Ninja Dobson 320/1440


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PostPosted: 12. January 2019, 19:53:38 PM 
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Dauernutzer

Joined: 07. October 2016, 21:15:02 PM
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Location: Berlin
Hallo Uwe, hallo Sven,

das Journal ist der Hauptgrund für die VdS-Mitgliedschaft - da habe ich jetzt auch keine anderen anderen Stimmen aus den anderen Beiträgen entnehmen können. Mit dem Journal hat sich die VdS ein Alleinstellungsmerkmal aufgebaut, dass eine hohe Attraktivität versprüht. Angesichts des Zeitschriftensterbens bekomme ich da aber trotzdem etwas Bauchschmerzen, was die langfristige Entwicklung angeht - ich habe nun das Ende des STERNFREUND und von SONNE als gedruckte Version jeweils in der Redaktion miterlebt. Viele Fachgruppen haben ihre Schriften inzwischen in der gedruckten Form eingestellt, meist nach folgendem Schema:

1. Diskussion, wie es weitergeht
2. Einführung einer PDF-Version für Mitglieder/Abonnenten, parallel zur Druckversion (z.T. mit Versatz)
3. Online-Abo, d.h. es gibt die Wahl zwischen Print und Online (gleicher Preis)
4. Reduzierter Preis für die Online-Version (bzw. reduzierter Mitgliedsbeitrag)
5. Abschaffung der Print-Version, weil die wenigen Exemplare zu viel Aufwand bedeuten.

In der Fachgruppe SONNE sind wir diesen Weg gegangen, wobei wir die Schritte 3 und 4 über lange Jahre diskutiert, aber letzendlich übersprungen haben. Im AKM hat man den Mitgliedsbeitrag für die Abonnenten erhöht, die ein gedrucktes Exemplar haben wollen (dort ist man aktuell bei Pkt. 4). Momentan läuft das mit dem Journal alles noch sehr gut, ich höre auch Meinungen, die gern auf Papier verzichten würden. Dabei halten in der Regel eher die Älteren lieber an der Papierversion fest.

Ich halte es für wichtig, sich dazu strategisch Gedanken zu machen, nicht erst in 10 Jahren, wenn sich vielleicht alles erledigt hat (ohne aber kurzfristig alles über den Haufen zu werfen). Nur ein PDF als Hauptangebot der VdS dürfte dann zuwenig sein, um attraktiv zu bleiben - daher sollten die anderen Aktivitäten mit dem Journal in einer Gesamtstrategie stehen. Das könnte in einem nächsten Schritt bspw. eine App für Mitglieder sein, mit der man sein Journal in der Bahn lesen kann o.ä. (das mag sicher heute auch schon prinzipiell gehen, ist aber umständlich). Eine solche Gesamtstrategie sollte aber nicht nur im stillen Kämmerlein des Vorstandes entwickelt werden, sondern in Diskussion mit den Mitgliedern (siehe andere Diskussionsfäden). Dazu bin ich erstmal gespannt auf den Fragebogen, den ich hoffentlich nicht zur Post tragen und mich eine halbe Stunde wegen einer Briefmarke anstellen muss...

Zum Zeitplan des Journals - der ist natürlich historisch so gewachsen, aber trotzdem mit den Schleifen nicht optimal. Die Endredaktion benötigt 5 Wochen (die die Beiträge schon aufbereitet von den FG auf den Tisch bekommt), dazu kommen 6 Wochen für das Layout, 3 Wochen für Korrekturen und 3 Wochen für Druck und Versand???
- Was dauert in der Endredaktion so lange? Gibt es hier Optimierungspotential?
- Kann man das Layout nicht auf mehrere Schultern verteilen?
- Wer arbeitet ehrenamtlich und wer wird dafür bezahlt?

Viele Grüße
Martin


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PostPosted: 12. January 2019, 20:21:08 PM 
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Meister
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Joined: 20. January 2013, 20:03:54 PM
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Location: Leipzig
Lieber Martin,

recht vielen Dank für deine Zeilen. Im Prinzip hast du recht - wir müssen uns ständige Gedanken über das Journal machen. Und letztlich geschieht das ja zumindest einmal jährlich beim Treffen der Redakteure.

Dast Sterben der FG-Blätter (auch den Schweifstern gibt's nur noch als pdf) als Beleg für das künftige Schicksal des Journals anzusehen, halte ich jedoch für überzogen. Wir müssen beachten: All diese Publikationen sind entstanden, bevor es das Journal gab. Es war der einzige Weg für die Fachgruppen, vernünftig Informationen auszutauschen. Jetzt haben wir das Journal für Fachaufsätze und Foren und meinetwegen auch Mailinglisten für eher Aktuelles.

Unsere beiden Fachgruppen (und wohl noch einige andere) eint, dass wir Material erzeugen, was dauerhaft aufbewahrt werden sollte. Bei uns sind das die Kometenbeobachtungen, die auch historisch von Interesse sein können. Bei euch die Fleckenstatistiken. So etwas pasts nicht gut ins Journal und so etwas ist in Foren auch nicht gut aufgehoben. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass unsere FG-Blätter weiter erscheinen, wenngleich nicht mehr primär als Papier.

Nieman kann freilich sagen, was in 10 Jahren sein wird. Aber die nahe Zukunft des VdS-Journals sehe ich als gesichert. Der Zuspruch ist groß, und dei Verlockung, sich irgendwie die pdf-Versionen zu besorgen, hat uns noch keine merklichen Mitgliedersorgen beschert. Es ist ja nur mittel aufwendig: Wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der Mitglied ist, könnte man sich das ja geben lassen.

Es ist aber das Gegenteil der Fall: Das gedruckte Heft ist so schön, und 35€ sind ja nur der Gegenwert für ein Abendessen, dass dies schon gut zieht.

Darüberhinaus sollten wir aber bei den jährlichen Treffen durchaus fragen, was die VdS für Mitglieder bieten kann über das Journal hinaus. Das wird nicht so einfach sein. Ich finde es durchaus richtig, dass die Mitarbeit in den Fachgruppen nicht an eine Mitgliedschaft gebunden ist, das ist auch im Sinne der Satzung. Sicher muss dabei auch die Frage stehen, wie wir an junge Menschen heran kommen. Die müssen ja nicht glech Mitgleid sein, aber die VdS muss als Verein eben wirken. Auch jüngere werden mal älter und überehmen dann auch mehr Verantwortung - dafür ist die VdS ein guter Platz.

So, das waren erst mal mein nur lose zusammenhängenden Gedanken.

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Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
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PostPosted: 12. January 2019, 20:28:49 PM 
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Joined: 03. October 2016, 16:08:01 PM
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Am Stand der VdS, bei der Mitgliederwerbung auf der AME, habe ich auch auf die Wahrnehmung des VdS-Journals geachtet. Das VdS-Journal löst regelrecht Begeisterung aus, wenn das "wie man's macht" der Amateurastronomie drinsteht. Daneben "was dabei rauskommt". Diese starke Praxisnähe, die Hilfestellung für die eigenen Beobachtungen und -ziele, ist auch bei den Einzelverkäufen der Hefte zu spüren. Da wird plötzlich nicht mehr aufs Geld geachtet, die Leute packen einfach die Hefte ein.

In der Praxisnähe liegt für mich das Alleinstellungsmerkmal des VdS-Journals. SuW bringt eher die Wissenschaft und Aktuelles. Beides zusammen ist eine prima Kombination. Das VdS-Journal sammele ich, weil da vieles zeitlos ist. SuW kommt irgendwann ins Altpapier, weil Wissenschaft sich fortentwickelt und das Aktuelle dann auch mal vorbei ist.

Bei den Einzelverkäufen ist eine ähnliche Grundhaltung spürbar. Wenn Themenhefte sich an aktuelle Ereignisse binden (Finsternisse z.B.) bleiben die Hefte eher liegen. Genauso wenn das Heft kein sehr breites Interesse widerspiegelt (Spektrographie, obwohl mit erstklassigen Artikeln) oder sehr auf Bilder setzt (planetarische Nebel, obwohl auch ein tolles Heft).

Aus dieser Sicht, wäre also ein eher sparsamer Umgang mit Themenheften eine Idee. Aktuelle Themen macht SuW und das auch aktueller (wegen der schnelleren Redaktionszeiten). Das Titelbild des VdS-Journals weckt Interesse, sobald es einen Praxis-Bezug hat (Sternwarten-Selbstbau) oder wirklich ungewöhnlich/überraschend ist. Insofern würde ich auch die "Teaser" unten auf der Titelseite stärker auswählen: "Hier ist was drin, was Du in Deiner Praxis brauchen kannst."

Wenn die Leute die Hefte auf der Messe durchblättern fiel mir auf, dass sie noch so tolle, ganzseitige Astrofotos einfach überblättern. Aufmerksamkeit wecken Bilder mit erklärendem Text, "wie es gemacht wird".

Ein großer Teil des Praxisbezugs entsteht anscheinend auch durch Instrumente und Orte, in denen sich die Betrachter selbst entdecken. Ich habe häufig lobende Diskussionen erlebt, wenn ein Bild mit begrenztem Instrument aus Mitteleuropa trotzdem hochwertig rüberkommt. Das wirkt anscheinend motivierend und weckt Anerkennung.

Ich grüße alle Macher des VdS-Journals und danke für jedes Heft
Heinz


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PostPosted: 12. January 2019, 22:15:09 PM 
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Hallo zusammen! Ich würde die FG-Journale hier gar nicht diskutieren wollen weil die „kritische Masse“ an Entscheidern über die Auslegung dieser Publikationen innerhalb der FGs wohl schon erreicht ist. Mein „externer Senf“ macht es dann nicht besser. Nur ein Hinweis: Das Spektroskopiejournal „Spektrum“ gibt es schon seit Jahren kostenlos und nur online und wir haben damit keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Ich finde, der Verein muss eine Balance zwischen den externen und internen Interessen finden. Extern weil es wie von euch beschrieben als ideales Werbemittel für Amateurastronomie wirkt. Intern weil es eine Zeitschrift von und für Vereinsmitglieder ist.

Zur positiven externen Wirkung sind wir uns hier wohl ziemlich einig, daher brauche ich dazu nichts weiter zu schreiben. Die interne Wirkung halte ich hingegen für ambivalent und verbesserungsfähig. Mir ist daran gelegen, dass es als zentrales Vereinsorgan für alle Mitglieder und astronomische Artikel offen ist. Das heißt, Artikel sollten nur sehr behutsam editiert werden weil sie den spezifischen Charakter der Autoren besitzen. Außerdem sollten Artikel nicht abgelehnt werden. Die Redakteure halten sich nicht daran. Das muss abgestellt werden.

Gruß, Thomas


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PostPosted: 12. January 2019, 22:50:01 PM 
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Kategorisch nicht ablehnen ist so und so aber nicht durchführbar. Dann müsste man im Extremfall auch Astrologie drucken wenn von einem Vereinsmitglied eingereicht. Aber, Thomas, das bitte nicht falsch verstehen. Ich will Deine abgelehnten Artikel nicht in diese Ecke rücken. Mir ist sehr klar, dass Du ordentlich arbeitest und DAS nicht die kritische Frage ist. Ich will nur sagen, dass es die grundsätzliche Möglichkeit der Ablehnung geben muss.

Wie Du weisst, bin ich ein Anhänger der Unabhängigkeit der Redaktionen. Das würde auch so bleiben, wenn mal ein Artikel von mir abgelehnt würde.


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PostPosted: 12. January 2019, 22:53:02 PM 
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Hallo Dominik, Astrologie ist vereinsfremd und daher kein Argument. Warum sollten themengerechte Artikel abgelehnt werden können? Mir fällt kein Beispiel ein.


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PostPosted: 12. January 2019, 23:04:49 PM 
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Dauernutzer

Joined: 09. January 2017, 11:08:32 AM
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OK, dann nimm ein Vereinsmitglied das überzeugt ist, dass nie Menschen auf dem Mond gelandet wären. Das ist falsch aber nicht vereinsfremd. Natürlich schon in so fern, als wir beide sagen würden es ist Crankdom. Aber das sähe der Autor vollkommen anders, Du kennst das Problem denke ich gut. Du bist vermutlich auch DPG Mitglied, wo zwar glaube ich nichtmal formal, aber den Gepflogenheiten nach, jedes Mitglied das Recht auf einen Vortrag auf der Frühjahrstagung hat. Und kennst die resultierenden Sitzungen.

Nur, nochmal, das sind Extremfälle, anders gelagert als Deine Artikel. Die sind kein Crankdom. Ich stimme theoretisch zu, dass man die Auffassung vertreten kann, das Journal sei eine Art "Blog für alle", wo also jedes Vereinsmitglied unbegrenztes Schreibrecht hat. Das ist aber nicht die Auffassung der Redaktion, und auch nicht meine. Journale denen ich vertraue haben unabhängige Redaktionen, und dazu gehört das VdS Journal. Ich möchte mir als Vorstandsmitglied keine Einmischung anmaßen.

Dass die Ablehnung Dich sehr ärgert kann ich gut verstehen. In Artikeln steckt viel Arbeit. Aber ebenso steckt viel Arbeit im redigieren des Journals, und das sollten wir respektieren. Die Redaktion hat sich entschieden, inhaltliche Grenzen zu setzen. Sowohl was die Form von Artikeln angeht, als auch was Niveau und thematische Passung angeht. Das kann dann eben dazu führen, dass auch an sich nicht wissenschaftsfremde Artikel von Mitgliedern mal abgelehnt werden. Ich kann im Journal auch keinen Artikel zur Entfaltung von Neutrinospektren publizieren (vermute ich!). Aber ich sehe ein, dass dadurch die Lesbarkeit des kompletten Journals für eine große Mehrheit steigt und die VdS daher profitiert.


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PostPosted: 12. January 2019, 23:13:44 PM 
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OK, dann nimm ein Vereinsmitglied das überzeugt ist, dass nie Menschen auf dem Mond gelandet wären.
Du meinst, sowas hält unser Verein nicht aus? Schade, ich schon. In der nächsten Ausgabe würde ich dann hierauf verweisen und Auszüge veröffentlichen: https://www.springer.com/de/book/9783827430212

Mir ist egal was in der DPG passiert. Ich kümmere mich jetzt lieber um diese Diskussion hier.

Ich finde eine "unabhängige Redaktion" in einem speziellen Verein ein interesantes Konstrukt. Aber das ist ein Irrtum. Es ist ein Dienstleistungsorgan für die Mitglieder und keine Reportagezeitschrift. Das bleibt meine Kritik. Ihr könnt das ja weiterhin ablehnen, doch ihr löst das Problem damit nicht sondern sitzt es aus. Heinz wird sich bestätigt fühlen. :)


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PostPosted: 12. January 2019, 23:27:20 PM 
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Dauernutzer

Joined: 09. January 2017, 11:08:32 AM
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Sehr viele wissenschaftliche Zeitschriften gingen auch aus Vereinen hervor. Und es geht mir nicht ums Aushalten, sondern darum, dass wir ein Journal haben wollen dass die Mehrheit der Leser möglichst gut findet.

Und, zur Einordnung von allem was ich schreibe noch: ich äußere mich hier als Person, nicht für den gesamten Vorstand, und schon gar nicht die Redaktion (der ich nicht angehöre). Ich sage einfach meine Meinung, ich nehme an das ist im Sinne des Forums. Das nimmt auf keinen Fall irgendwelche Beschlüsse vorweg oder soll Diskussionen unterbinden. Es ist einfach meine persönliche Meinung.


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PostPosted: 12. January 2019, 23:38:03 PM 
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Und es geht mir nicht ums Aushalten, sondern darum, dass wir ein Journal haben wollen dass die Mehrheit der Leser möglichst gut findet.
Das finden die Leser bereits. Und dieses Urteil wird sich sicher nicht umkehren nur weil einige Artikel nicht nach meinem Geschmack sind. Ich halte ja schon lange Texte aus, die mich überhaupt nicht interessieren. Warum geht das nicht auch umgekehrt wenn ich mit Spektroskopie komme…?
Quote:
Und, zur Einordnung von allem was ich schreibe noch: ich äußere mich hier als Person, nicht für den gesamten Vorstand, und schon gar nicht die Redaktion (der ich nicht angehöre).
Ich weiß, doch Du wirst eben auch als Vorstandsmitglied wahrgenommen und hast das entsprechende Votum.
Quote:
Ich sage einfach meine Meinung, ich nehme an das ist im Sinne des Forums. Das nimmt auf keinen Fall irgendwelche Beschlüsse vorweg oder soll Diskussionen unterbinden. Es ist einfach meine persönliche Meinung.
Ja, ich erkenne das und das sollten auch die anderen wahrnehmen.

Noch was: Ich hatte im VdS-Journal mal angesprochen, dass man evtl. eine Auswahlinstanz (Referees) für Artikel installieren könnte. Daraufhin gab es zwei ablehnende Leserbriefe und ich habe das als Vereinsmeinung interpretiert (daher meine heutige Position). Später lerne ich dann, dass die Redaktion genau so etwas tut. Der Vorstand legt doch so viel Wert auf Voten aus dem Verein und gibt hier der Redaktion freie Hand. Solche Widersprüche führen dann tatsächlich zu Misstrauen. Ich jedenfalls finde das befremdlich.


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PostPosted: 12. January 2019, 23:46:27 PM 
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Dauernutzer

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Hi Thomas,

es geht doch aber auch nicht allgemein um Artikel zur Spektroskopie (solche hast Du doch bereits gedruckt bekommen). Sondern um einen ganz konkreten Artikel. Nicht um alle mit dem Thema, nicht um alle von Dir. Die Debatte ging um die Frage, ob dieser Artikel für die Leserschaft des Journals so relevant ist, dass ihm Seitenzahlen (und damit Ressourcen die dem Verein und damit der Leserschaft gehören) gewidmet werden sollen. Natürlich muss die Redaktion hier mutmaßen, man kann nicht über jeden Artikel basisdemokratisch abstimmen. Aber es ist eben eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen, die wir der Redaktion anvertraut haben. Das ist kein perfektes System, aber eines, von dem ich persönlich überzeugt bin, dass es im allgemeinen gute Entscheidungen und Journale hervorbringt.

Und, die initiale Ablehnung des fraglichen Artikels kam auch der FG Spektroskopie, nicht wahr? Glaubst Du nicht auch, dass schon die Endredaktion, und erst recht der Vorstand, hier sehr vorsichtig sein sollten die FG Redakteure zu überstimmen?

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 12. January 2019, 23:52:14 PM 
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Ich weiß, doch Du wirst eben auch als Vorstandsmitglied wahrgenommen und hast das entsprechende Votum.
Dazu noch: Ich vermute so gut kennst Du mich --> meine Meinungen sind keinesfalls immer mehrheitsfähig, und ich kann allein im Vorstand schon easy 6:1 überstimmt werden. Und das ist absolut OK so! Und je nach Situation kann es sicherlich auch mal vorkommen, dass ich eine persönliche Lieblingsmeinung zu einem Thema habe, bei dem es aber vor allem darauf ankommt, dass eine große Mehrheit der Aktiven aus einem bestimmten Bereich des Vereins sich im Beschluss wiederfindet. Und das werde ich dann beim Abstimmen nicht so ohne weiteres übergehen wollen.


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PostPosted: 13. January 2019, 09:39:51 AM 
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Dominik, mir scheint, Du sprichst hier über meinen Artikel zur Echelle-Spektroskopie. Um den geht es mir hier aber gar nicht, der wird in den nächsten Ausgaben erscheinen. Zur Erläuterung: Der FG-Redakteur war etwas eigenwillig unterwegs und ich musste die Endredaktion zunächst aufklären. Da wurde die Redaktionskette schlicht missbraucht indem ich als einziger der FG mit drei (!) Referees konfrontiert wurde...

Einige Zeit vorher wurde aber mein Artikel zur Fehlerrechnung von der Endredaktion abgelehnt weil sie meinten, das sei zu schwer für die Leser (!) und übersah dabei, dass selbst ein Redaktionsmitglied meinte, er habe etwas gelernt. Das war m.E. ein Aufruf zur Mittelmäßigkeit.

Thomas


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PostPosted: 13. January 2019, 09:48:39 AM 
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Dazu noch: Ich vermute so gut kennst Du mich --> meine Meinungen sind keinesfalls immer mehrheitsfähig...
Ich weiß das. Ich habe ja ebenfalls zwei Rollen hier im Forum: a) Regulärer Teilnehmer und b) Administrator. Ich bin mir sicher, dass die Teilnehmer mir eine Macht als Admin unterstellen. Das ist zwar in realiter nicht so, doch es ist eine Wahrnehmung, die die Kolleginnen und Kollegen u.U. beeinflusst. Im Falle der Vorstandsarbeit darf man aber eins nicht übersehen: Meine Meinung hat formal die Stärke ein Viertausendstel, Deine ein Zehntel weil nur 10 Leute im Vorstand sitzen. Und das bei einer Legitimation von etwa 2%. Ich sag ja, alles ist verbunden... :)


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PostPosted: 13. January 2019, 10:13:06 AM 
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Ja; lass mich hier aber auch mal sagen, dass auch ich das als Hobby mache. Ich bin gerne bereit, Meinungen anzuerkennen. Wenn Du und/oder andere der Ansicht sind der Vorstand sei nicht legitimiert weil zu wenige zur MV erschienen seien dann ist das eben so. In den meisten Demokratien muss man seine Stimme eben auch nicht abgeben wenn man nicht will. Wir können hier im Forum zu zweit, dritt oder viert (viel mehr Leute sehe ich leider nie in einem Thread) gerne diskutieren und ich hoffe es kommt produktiver Austausch zu Stande der uns allen ermöglicht den Verein besser zu machen. Nur wir werden, wenn das Problem mit der geringen Legitimation besteht das Dir so wichtig ist, dann maximal ein 20tel der Stimmen auch nur der auf der MV vertretenen Personen haben.

Es können auch wenige Stimmen wichtige Dinge sagen. Es kann manchmal einer reichen um eine richtig gute Idee zu haben. Ob dieser eine in einem Verein seine Ideen umsetzen und glücklich werden kann in dem die MV die Macht in den Händen hält muss jeder eine vor allem auch für sich selbst herausfinden.


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PostPosted: 13. January 2019, 10:24:37 AM 
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Vorsicht, niemand hat hier geschrieben, der Vorstand sei nicht legitimiert! Wir weisen aber auf eine extrem schwachge Legitimation hin. Darauf muss man mal hinweisen.
Quote:
Wenn Du und/oder andere der Ansicht sind der Vorstand sei nicht legitimiert weil zu wenige zur MV erschienen seien dann ist das eben so.
Das ist jetzt nicht einmal ein Argument.
Quote:
In den meisten Demokratien muss man seine Stimme eben auch nicht abgeben wenn man nicht will.
Ich kann es nicht einmal weil es mir beinahe unmöglich gemacht wird. Keiner kann mal eben 500km fahren um seinen Arm zu heben. Schafft diesen Mist endlich ab und führt Briefwahlen mit Kandidatenvorstellung ein. Anträge zur MV kann ja auch der Vorstand einbringen.


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PostPosted: 13. January 2019, 10:33:51 AM 
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Dauernutzer

Joined: 09. January 2017, 11:08:32 AM
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Du musst auch keine 500km fahren. Die Satzung sieht die Möglichkeit vor, dass jedes Mitglied von einem anderen Mitglied die Stimme übertragen bekommen kann. Such Dir einfach jemanden der hinfährt und bevollmächtige ihn/sie?

Wenn Du sagst der Vorstand sei schwach statt gar nicht legitimiert erkenne ich das genau so als Dir zustehende persönliche Meinung an wie ersteres. Ich sage nur nochmal, die MV wählt ja nicht nur den Vorstand. Sie beschliesst auch viele andere Sachen, z.B. auch die Höhe Deiner/meiner Mitgliedsgebühr. Ist das dann auch schwach legitimiert? Was ist eigentlich mit den Leitungen der FGs? Mit der Existenz des Forums und mit der Moderation des Forums? Über diese Sachen hat zum Teil noch nicht einmal die MV abgestimmt, sondern nur der Vorstand, oder, im Falle der FGs, noch eine andere Personengruppe. Sind das alles auch Dinge bei denen man ständig dazusagen möchte, dass sie schwach legitimiert sind? Ich jedenfalls nicht.


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PostPosted: 13. January 2019, 10:43:37 AM 
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Meister
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Du musst auch keine 500km fahren. Die Satzung sieht die Möglichkeit vor, dass jedes Mitglied von einem anderen Mitglied die Stimme übertragen bekommen kann. Such Dir einfach jemanden der hinfährt und bevollmächtige ihn/sie?
Danke! Solch einen Vorschlag finde ich schon ziemlich deprimierend.
Quote:
Sie beschliesst auch viele andere Sachen, z.B. auch die Höhe Deiner/meiner Mitgliedsgebühr. Ist das dann auch schwach legitimiert?
Ja, natürlich.
Quote:
Was ist eigentlich mit den Leitungen der FGs?
In der Spektroskopie werden die Sprecher auf den Jahrestagungen von etwa 50 Aktiven gewählt. Mehr Aktive haben wir auch kaum.
Quote:
Mit der Existenz des Forums und mit der Moderation des Forums?

Die Moderation des Forum wird in Abstimmung mit und letztlicher Macht durch den Vorstand durchgeführt. Also eine entsprechend schwache Legitimation. Ich befürworte auch hier eine Brief- oder Onlinewahl mit vorheriger Vorstellung.
Quote:
Sind das alles auch Dinge bei denen man ständig dazusagen möchte, dass sie schwach legitimiert sind?
Nicht ständig, doch man sollte es erkennen und dann entsprechend handeln.


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PostPosted: 13. January 2019, 13:59:59 PM 
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Neueinsteiger
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Joined: 04. December 2016, 15:07:00 PM
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Hallo,

meine Erfahrung als Nutzer mit sehr technikaffinem Hintergrund am Beispiel "Abenteuer Astronomie":

Ich habe mir "Abendteuer Astronomie" als Printausgabe und als Online-Abo bestellt, weil ich sehr viel Infos übers Smartphone und Tablet ziehe, aber die Online-Version fast gar nicht benutzt und hätte das Onlline-Abo auch 2019 gekündigt.
Die Printausgaben habe ich jedoch oft zur Hand genommen, weil sich die Artikel mit den Bildern einfach wesentlich besser "konsumieren" lassen, die Fotos wirken besser, wenn man sie "in der Hand" hat.

Und je mehr andere "Printausgaben" sterben, desto größer ist die Bedeutung derer, die Überleben!
Darum von mir ganz klar ein "Ja" zur Printausgabe mit einem kostenlosen PDF-Zugang.

Schönen Sonntag,
Martin

_________________
GSO 254/1016 Newton, Canon EOS 650D, QHY8L, Canon EOS 1000Da, Celestron CGEM, ...

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