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PostPosted: 06. January 2019, 09:11:39 AM 
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Hallo zusammen, ich Bitte um Diskussion sowie Zustimmung oder Ablehnung folgendes Themas.

Der VdS-Vorstand möge seine Arbeit transparenter gegenüber den ordentlichen Mitgliedern machen und einen regen Vereinsdialog anstreben.

Hintergrund: Zwischen den Hauptversammlungen alle zwei Jahre ist die Rechenschaft über die Vorstandsarbeit defizitär. Arbeitsziele, Entscheidungen sowie deren Gründe aber auch Sitzungsprotokolle werden nicht hinreichend kommuniziert.


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PostPosted: 06. January 2019, 22:03:43 PM 
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In diesem Sinne bitte ich auch sehr gerne um konkrete Fragen zu einzelnen Themen die z.B. auf der letzten Sitzung oder anders wann besprochen wurden!


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PostPosted: 06. January 2019, 22:10:44 PM 
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Wie soll man da eine Frage formulieren? Ich beschreibe ein Defizit und möchte das abgestellt sehen (Heinz Hilbrecht übrigens auch).


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PostPosted: 06. January 2019, 22:19:24 PM 
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Mein Posting war als Zusatz zu verstehen: Ja, wir müssen sicherlich generell die Transparenz verbessern. Aber vielleicht gibt es ja Dinge, die irgendwen grade jetzt interessieren die auf einer der Sitzungen passiert sind. Dann gerne her damit. Das soll einer grundsätzlichen Diskussion nicht im Weg stehen, sondern ein Angebot einer schnellen Hilfe sein falls Interesse an konkreten Themen ist.


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PostPosted: 06. January 2019, 22:44:38 PM 
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Hallo Thomas und alle,

über die Vorstandssitzungen wird schon seit Jahren im VdS-Journal berichtet. Das ist freilich wieder nur so eine Verlautbarung ohne Diskussionsmöglichkeit. Für mehr Kommunikation habe ich eben die Sitzungstermine 2019 eingestellt:

viewtopic.php?f=118&t=5541

Die Tagesordnungen bergen eigentlich keine großen Geheimnisse und könnten hier auch publiziert werden, aber das möchte ich ohne Rücksprache mit den VorstandskollegInnen nicht gleich machen.

Viele Grüße
Sven


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PostPosted: 09. January 2019, 12:26:20 PM 
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Hi Sven, die Einstellung der Termine ist gut. Was mich aber eher interessieren würde sind die Sitzungsprotokolle um die Diskussionen und Meinungen innerhalb des Vorstands einschätzen zu können. Bisher weiß ich dahingehend so gut wie nichts. Es ist für Vereinsmitglieder sicherlich wichtig, das zu verfolgen um über die mittelfristigen Vereinsplanungen informiert zu sein. Dazu gehört bei mir auch, dass ich bei anstehenden Wahlen (sofern ich bei der MV bin) eine Entscheidungshilfe habe.
Gruß, Thomas


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PostPosted: 09. January 2019, 12:44:06 PM 
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Hi,

ich sehe auch keinerlei Einwände, Tagesordnungen und Protokolle für Mitglieder zur Verfügung zu stellen. Wenn es mal Stellen gäbe die persönlich einzelne Mitglieder betreffen und zu schützende Aspekte berühren (Konfliktfälle, Zahlungsverzug etc.) dann kann man die ja vorher herausnehmen.

Allerdings, das sind Sachen die wirklich nur Vereinsmitglieder etwas angehen. Das sollte daher nicht hier in den Thread gepostet werden, sondern z.B. im Mitgliederbereich der Website abgelegt werden, so dass wir sicher wissen, dass nur Mitglieder Zugang haben.

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 09. January 2019, 19:58:47 PM 
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Hallo Thomas,

fast hätte ich Dominik zugestimmt, aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen sehen nicht vor, dass alle Mitglieder Einsicht in die Protokolle der Vorstandssitzungen haben. Es ist noch nicht einmal vorgeschrieben, dass überhaupt ein schriftliches Protokoll geführt werden muss; gleichwohl wird das in der Fachliteratur empfohlen.

Wenn wir die Protokolle allen Mitgliedern zur Verfügung stellen wollen, muss das in der Satzung verankert werden. Also: bitte Antrag zur MV stellen.

Grüße
Sven


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PostPosted: 09. January 2019, 20:09:27 PM 
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Das stimmt so nicht, das Vereinsrecht verhindert die Veröffentlichung keinesfalls. Man hat zwei Alternativen:

1. Vereinssatzung sieht Einsichtsrecht vor: Es muss ein Protokoll bei der Vorstandssitzung geführt werden, und die Mitglieder können Einsicht verlangen.

2. Keine Regelung in der Satzung: Kein Einsichtsrecht für Mitglieder.

Das schließt aber nicht aus, dass der Vorstand das freiwillig tut. Ihr könnt das also zwanglos tun. Ich kann es aktuell nur nicht einfordern.


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PostPosted: 09. January 2019, 20:17:14 PM 
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Hi Sven und Thomas,

ja, genau so hatte ich das doch eigentlich gemeint: auch wenn der Vorstand nicht dazu verpflichtet ist, könnte man doch die Protokolle / Tagesordnungen dennoch zur Verfügung stellen, oder? Ich würde wie gesagt nur vermuten, dass man ggfls. Passagen schwärzen sollte die direkte Rechte einzelner Mitglieder betreffen. Dieser Punkt ist natürlich aber von *sehr* begrenzter Praxisrelevanz...

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 09. January 2019, 20:20:05 PM 
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Völlig richtig, aber:

1. Wenn sich nur ein Vorstandsmitglied dagegen ausspricht und auf die gesetzlichen Regelungen hinweist, ist der Antrag vom Tisch.

2. Wenn es langfristig bestand haben soll, muss die Regelung in die Satzung.

Natürlich können wir freiwillig und ohne Verpflichtung ausführlicher als bisher über die Themen der Vorstandssitzungen berichten. Macht halt Arbeit und wäre Aufgabe der Schriftführerin.

Andresrum: was interessiert dich denn genau?


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PostPosted: 09. January 2019, 20:29:03 PM 
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Aber Sven, auch das ist so nicht ganz richtig.

1. Nur wenn das Persönlichkeitsrecht eines Vorstandsmitglieds berührt ist (siehe Grundgesetz), kann er/sie genau dagegen ein Veto einlegen. Bei allen anderen Punkten gelten Mehrheitsentscheidungen.

2. Das geht auch ohne Satzungsänderung bis die Vorstandsmehrheit sich dem entgegenstellt. Und bis dahin könnt ihr die Satzung meinetwegen ändern. Ein Antrag auf der MV von mir ist dazu nicht nötig, der kann auch aus dem Vorstand kommen.

Mir ist bereits aufgefallen, dass ihr das Vereinsrecht entweder nicht korrekt umsetzt oder es überstrapaziert. Ich fände es schon prima, wenn ihr euch so vertraut damit macht, bis ihr entspannt damit umgehen könnt.

Mich interessiert nichts Besonderes an euren Sitzungen. Ich finde lediglich, dass eine offene Vorstandspolitik vertrauensbildend ist. Ich habe angesichts meiner Erlebnisse hinsichtlich des Umgangs mit den Vereinsregularien etwas Nachholbedarf. Und ich glaube, auch andere würden das begrüßen.


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PostPosted: 09. January 2019, 20:34:19 PM 
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Naja, ich möchte Sven da aber doch zustimmen: es gehört sich einfach nicht, Dinge zu veröffentlichen bei denen Anwesende davon ausgingen dass sie nicht veröffentlicht werden. Man kann natürlich in Zukunft einfach fragen bzw. könnte einen solchen Plan auf der Sitzung ankündigen.

Ich weiss aber auch nicht so recht, Thomas, nimm das bitte nicht persönlich, aber mir fällt auch extrem auf, dass wir sehr oft über Formalia debattieren. Ich persönlich glaube nicht, dass DAS die Themen sind die die VdS in die Zukunft bringen...


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PostPosted: 09. January 2019, 20:50:21 PM 
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Dann soll es eine Entscheidung des Vorstands sein. Steht schon auf der Tagesordnung für den 23.2.


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PostPosted: 09. January 2019, 20:56:08 PM 
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Entschuldigung, Dominik, ich habe nicht auf die Regularien verwiesen, sondern habe gesagt, das ich das vorschlage (Zitat) um die Diskussionen und Meinungen innerhalb des Vorstands einschätzen zu können. Daraufhin hat Sven auf die Satzung verwiesen und ich habe ihn korrigiert. Das ist weder abwegig noch ungehörig, wie ich meine, insbesondere nicht, wenn alle Vorstandsmitglieder da miteintscheiden können. Ich rede ja nicht von vergangenen Sitzungen.

Es kann ja sein, dass ich hier gerade wie ein Erbsenzähler wirke, doch das liegt daran, dass Vereinsregularien fehlinterpretiert werden. Das ist mir schon bei der letzten MV aufgefallen und ich habe beim Vorstand schriftlich darauf hingewiesen. Ich hätte die letzte MV anfechten können.

Hinsichtlich der Zukunft der VdS meine ich, dass nicht die Regularien das wichtigste sind sondern Vertrauen. Das jedoch setzt voraus, dass man das Gefühl hat, der Vorstand weiß genau was er tut, also die Regularien kennt. Das habe ich aber gerade nicht. Diese Bringschuld solltet ihr abtragen.

Thomas


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PostPosted: 09. January 2019, 21:08:49 PM 
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Vorweg, ich sagte doch, es ist nicht persönlich gemeint. Es ist doch nur so, dass wir alle nicht in einer Welt leben die sich in ein paar Seiten Satzung und ein paar hundert Seiten Kommentar in einem Buch dazu pressen lässt. Vertrauen basiert für mich persönlich nicht auf der Frage, ob unter allen Umständen die erste Frage lautet "wo kann ich das nachschlagen?", sondern "handeln die Personen mit den besten Absichten betreffend das gemeinsame Anliegen".

Ich kann persönlich auch nur sagen, dass ich wohl niemals die Zeit haben werde mich so tief ins Vereinsrecht einzuarbeiten wie das ein spezialisierter Jurist kann. Wenn also die Voraussetzung sein sollte, dass der Vorstand auf dem Level der Speerspitze der juristischen Erkenntnis (also niemand, auch ein Spezialist würde je widersprechen können) weiss was er tut, dann solltest Du mich nicht wählen. Das einzige was ich versprechen kann ist mich im Rahmen der gebotenen Vernunft nach bestem Wissen und Gewissen und den Regeln entsprechend für das Wohl des Vereins einzusetzen.


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PostPosted: 09. January 2019, 21:15:43 PM 
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So sehe ich es auch. Es ist m.E. nur wichtig, dass man auch "mit den besten Absichten" keinen Mist gegen die Regeln macht (die manchmal eben doch wichtig sind).


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PostPosted: 09. January 2019, 21:23:10 PM 
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OK, in so weit dann völlig einverstanden, natürlich! Und es ist selbstverständlich, dass ich auch bereit bin für jeden gemachten Fehler einzustehen.

Ich hatte wie Sven Deinen Satz bezüglich 'Meinungen einschätzen' eben auch so aufgefasst, dass Dich das vielleicht bezüglich einer speziellen Frage besonders interessiert. Wäre ja legitim, und stünde dem generellen Anliegen nach mehr Transparenz nicht im Weg. Wir werden über generelle Veröffentlichung im Vorstand diskutieren, aber das schliesst doch keineswegs aus, dass wir Dir (oder jedem anderen Mitglied) auf konkrete Anfrage einfach auch jetzt gleich schon die betreffenden Dokumente zeigen.


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PostPosted: 09. January 2019, 21:23:40 PM 
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https://pbs.twimg.com/media/Dwe-n5FXQAAq6yK.jpg:large

:roll:


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PostPosted: 09. January 2019, 22:37:33 PM 
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Sven Melchert schreibt: "Die Tagesordnungen bergen eigentlich keine großen Geheimnisse und könnten hier auch publiziert werden, aber das möchte ich ohne Rücksprache mit den VorstandskollegInnen nicht gleich machen."

Rücksprache ist OK. Ich möchte aber wissen, wer sich dafür und wer dagegen ausgesprochen hat.

Vor längerer Zeit kam ich in die Frage, wie ich denn die Protokolle der Vorstandssitzungen einsehen kann, in einem Fall, bei dem Entscheidungen meine Arbeit im Verein betrafen. Ich bekam den Vorschlag, nach Heppenheim zu fahren und die Protokolle dort zu lesen. Offensichtlich sind die Protokolle vor der Mitgliedschaft nicht geheim, nur werden Hürden aufgestellt.

Der Rat mit Heppenheim hat meine Laune nicht verbessert. Was für ein arroganter Verein, der mir nicht einmal das Protokoll mailen will, bei dem Beschlüsse meine Arbeit für den Verein direkt betreffen.

Lieber Sven, bitte teile der Vorstandschaft mit, dass die Vorab-Veröffentlichung der Tagesordnung nur das Minimum ist. Ich bin in anderen Vereinen, da ist das seit Ewigkeiten üblich. Selbstverständlich hängen auch die Protokolle dann am schwarzen Brett oder werden per Mail (oder Mitglieder-Portale der Webseite) verschickt. Anscheinend sehen andere Vereine keinerlei juristisches Problem, die Mitgliedschaft zu informieren und in der Diskussion mit den Mitgliedern zu stehen.


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PostPosted: 09. January 2019, 22:43:00 PM 
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Guten Abend Heinz,

mir wäre wirklich neu, dass jemand geschrieben hätte man müsse nach Heppenheim fahren? Das was ich erinnere war, dass an die Schriftführerin verwiesen wurde, die das Protokoll hätte weiterschicken können. Hattest Du denn der Schriftführerin eine Email geschickt?

Aber, ja, das ist ja ein konkreter Fall wo man doch Auskunft geben kann --> jetzt ist ein bisschen das Problem, dass ich das Protokoll auch nicht bei mir habe, aber so weit ich erinnere, war der Beschluss in der Frage die Du ansprichst einstimmig.

Davon mal abgesehen: Wortwahlen wie "arrogant" sind eigentlich einer produktiven Diskussion nicht zuträglich. Wir kommen doch sicher vorwärts, aber dafür ist ein anständiger Diskurs notwendig.

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 12. January 2019, 17:39:05 PM 
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Lieber Dominik,
ich wiederhole hier mal nicht, was ich zu lesen hatte, was einer produktiven Diskussion auch nicht förderlich war. Die Reise nach Heppenheim wurde mir wirklich vorgeschlagen, nur war eine Zusicherung noch nicht möglich, dass ich dort wirklich lesen konnte.

Ich habe auch hier mehrfach gesagt, dass es mir nicht mehr um die Fälle der Vergangenheit geht. Die zeigen nur das Problem und sie zeigen, woher Misstrauen und Vorbehalte gegen die VdS-Führung stammen. Die Betroffenen, die Mitgliedschaft fragen, Entscheidungen erklären - darum geht es mir.

Warum das Vorstandsgremium fragen und erklären sollte, zeigt der ganz einfache Fall der Vereinbarung zwischen den Fachgruppen und dem Vorstand. Für sich genommen, war das Papier ein Katalog von Forderungen und Bürokratie. Es kam ohne das "warum" dieses Papiers und wurde entsprechend negativ aufgenommen. Es lag an mir zu erklären, dass dahinter das Finanzamt steckt, rechtliche Vorschriften, die der Verein zwingend einzuhalten hat.

Verstehst Du? Bis zu meinen (!) Erklärungen war das ein Zettel mit der Forderung: "Hier müsst Ihr unterschreiben, sonst ..." Etwas zu erklären, liegt nicht in den Reflexen.

Ich war lange ein leidenschaftlicher Verteidiger der VdS, wollte aktiv sein für den Verein. Parallel habe ich mir viele Geschichten angehört, wie mit Aktiven umgesprungen wurde. Ich konnte es nicht glauben, bis ich es am eigenen Leib erlebt habe. Da wurde "durchgezogen", ohne Fragen, ohne Information, ohne Erklären. Ich habe vorher (!) zwei Jahre lang um ein Gespräch gebeten, persönlich bei Otto Guthier und Astrid Gallus. Das immer wieder (später auch von Dir) versprochene "Gespräch auf Augenhöhe" fand niemals statt. Es wurde entschieden, mit "friss oder stirb". Verzeih' mir bitte, wenn mir dann Worte wie "arrogant" in den Sinn kommen. Warum mir das heute sichtbare Ergebnis der Entscheidungen die Galle hochkochen lässt, sage ich Dir in Würzburg.

"Transparenz" ist kein Mechanismus, sondern ein Stil und eine Kultur. Sie ist eine Bringschuld der Entscheidungsträger. Ich erlebe das in Vereinen und auch in der Firma, in der ich arbeite. Es wird gefragt, Gedanken und Ideen sind willkommen. Dabei erlebe ich, dass andere auch bessere Ideen haben, als ich sie hatte. Da macht das Mitziehen Spaß.

"Transparenz" bedeutet auch "Team". Teams funktionieren, wenn Informationen frei fließen und gemeinsam entschieden wird. "Team" müssen dabei vor allem diejenigen sein, die von Entscheidungen betroffen sind. Funktionen in der Hierarchie (Chef, Vorstand, etc.) sind dabei nebensächlich. Der Grund ist einfach: In einer komplexen Welt ist der Einzelne verloren, denn niemand bringt die Kompetenz für alles mit. Nur die Kompetenz des Teams macht die Komplexität beherrschbar. Kompetenzen gibt es dabei auf allen Ebenen - je mehr, desto besser. Die Funktion der Führungsebene ist dabei vor allem Zuhören. Das setzt vorher Fragen voraus, damit das Team sich damit auseinander setzen kann. "Kommunikation" ist dabei das Schlüsselwort.

Ich kenne viele Vereine und Betriebe, wo es so funktioniert. Die heben regelmäßig die Welt aus den Angeln und haben auch kein Nachwuchsproblem. Wo es noch "Chefs" gibt, regiert die Zweit- und Drittklassigkeit und da will auch keiner mitmachen. Menschen wollen "Selbstwirksamkeit" erleben (wie die Psychologie das nennt): Das eigene Leben bestimmen können, Vertrauen in die Fähigkeiten anderer haben, helfen zu können und Hilfe zu bekommen. Das sind auch die Grundlagen für ein glückliches Leben, wie die Forschung zeigt.

Für all diese Dinge sind Kommunikation, Transparenz und Geduld wichtige Voraussetzungen. Geduld, weil die Meinungsbildung des Teams etwas Zeit braucht. Das setzt längerfristiges Denken voraus. Zeit- und Sachzwänge müssen die Ausnahme sein. Ungeduld ist nicht teamfähig, sie entsteht meist auch nur aus persönlichen Interessen. Zeit- und Sachzwänge entstehen meist nur durch Mangel an Vorbereitung, also eine fehlerhafte Selbstorganisation.

Entscheidungen bewegen ein Team nur, wenn die Einsicht in das "warum" und die gemeinsamen Ziele klar sind. Teams wollen auch ein vernünftiges Verhältnis von Aufwand und Ertrag, denn am Ende geht es auch um die Kapazitäten der Ausführenden und die Sinnhaftigkeit der Arbeit.

"Sinnhaftigkeit" ist niemals selbsterklärend. Sie entsteht durch gemeinsame Einsicht. Dabei sind grundlegende Fragen wichtig, die scheinbare Selbstverständlichkeiten infrage stellen und die in Diskussionen geklärt werden müssen. Ein Beispiel, um Zusammenhänge aufzuzeigen:

Der diesjährige Astronomietag hängt sich ans Jubiläum der IAU. Was hat die VdS mit dem Jubiläum zu tun und woher kommen dabei für uns die Vorteile?
Warum ist deshalb der Zeitdruck bei der Neugestaltung der VdS-Webseite nötig, damit die pünktlich für den Astronomietag funktioniert?

Prinzipielle Entscheidungen wirken in konkrete Arbeit. Der Zeitdruck ist nur "sinnhaft", wenn die erste Frage überzeugend beantwortet ist. Hilferufe (Mitarbeit bei der Webseite) werden kaum eine Reaktion bekommen, wenn es nicht vorher Konsenz zu den "höheren Zielen" gibt. Die reale Arbeit wird sonst nicht "sinnhaft" empfunden. Vielmehr sind sogar Gegenreaktionen denkbar: Wenn die schon solche Entscheidungen treffen, müssen sie die Suppe auch selbst auslöffeln.

Viel Text für Selbstverständlichkeiten, die jeder Mensch in sich spürt, der einmal in sich hinein hört. Ich sage "Selbstverständlichkeiten", weil in der VdS alles auf Freiwilligkeit und Ehrenamt beruht. Niemand muss die Zähne zusammenbeißen, weil eine Arbeitsstelle und das Einkommen zählen, wenn Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit nicht gegeben sind (wobei viele dann einfach den Betrieb wechseln). Umso wichtiger ist es für Vereine, genau solche Rahmenbedingungen zu schaffen. Es gibt keinen Zwang zur Mitarbeit, die Motivation kommt allein aus der Erwartung von Glücklichsein: Selbstwirksamkeit, Sinnhaftigkeit und Gemeinschaft.

Aus diesem Grund ist die Diskussion an diesem Ort sehr grundsätzlich für unseren Verein. Jede einsame Entscheidung, jeder Mangel an Mitsprache, jedes Monopolisieren von Information ist schädlich. Die autoritätshörige Gesellschaft ist Vergangenheit. Jugend hat heute alle Möglichkeiten, sich selbst Strukturen zu schaffen, in denen sie sich glücklich fühlen kann. Selbst der 60-Jährige, der hier schreibt, lebt in seinem Berufsleben mit der Dienstanweisung an alle Teams: "Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz." Eine Pflicht, Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit herzustellen, gemeinsam an ständiger Verbesserung zu arbeiten. Dafür werde ich sogar bezahlt.

Warum also soll ich sogar Mitgliedsbeiträge zahlen, für einsame Entscheidungen aus der Chefetage, für die Verweigerung von Mitsprache und Information? Die Vorstandschaft möge bitte verstehen, dass maximale Transparenz und Mitsprache einfach selbstverständlich sind (und nicht nur bei den Mitgliederversammlungen). Wenn sie das endlich für die Vorstandsarbeit eingerichtet hat, können wir diskutieren, wo wir noch eine Schippe drauflegen können. Selbstverständlichkeiten sind nämlich nicht das Ziel, sondern erst der Anfang. Aber das ist dann Sache der Teams.

Ich grüße Dich herzlich
Heinz


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PostPosted: 12. January 2019, 18:58:55 PM 
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Joined: 09. January 2017, 11:08:32 AM
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Hallo Heinz,

Du weisst ja aber auch, dass sowohl Sven und Du, als auch Du und ich mehrfach gesprochen hatten. Aber gut, ich sagte ja schon, es kann auch nicht um die Vergangenheit gehen. Transparenz ist eine wichtige Sache, keine Frage. Aber zum Beispiel Dinge wie die Fachgruppenvereinbarungen werden ja sehr wohl mit Vertretern der Fachgruppen regelmäßig und ganz ausführlich auf den FG-Treffen besprochen. Es ist keineswegs so, als würde keine Kommunikation stattfinden! Ebenso haben die FGs eine wirklich fast einzigartige und große Freiheit in der Gestaltung, von autoritär kann hier wirklich keine Rede sein. Der Vorstand maßt sich nicht an zu entscheiden wie die FGs inhaltlich arbeiten oder miteinander kommunizieren.

Alles auf der Welt muss natürlich Grenzen haben. Was nicht gehen könnte wäre z.B. wenn FGs mit Ressourcen des Vereins (also der VdS) Parallelstrukturen aufbauen würden über die die Mitgliederversammlung nicht informiert würde und keine Entscheidung treffen könnte. Das ist natürlich kein Vorwurf, ich spreche hier nur eine wirklich gut (aber auch ernst) gemeinte Warnung aus, denn ein Untergraben der MV als "souverän" der VdS ist keine Basis für ein Vereinsleben.

"Druck" bezüglich einer Website gibt es sicherlich nicht wegen der IAU. Den gibt es, weil das momentane System eine absolute Zumutung ist (rein technisch), und wir diese Zumutung bald niemandem mehr zumuten wollen. Das sehen ja auch viele andere so. Übrigens ist der Astronomietag aber so und so auch gar nicht terminlich an irgendeinen IAU Termin gebunden? Er ist, wie es in der Vergangenheit nach Meinung der Mitgliedssternwarten eben gewünscht wurde, an einer der ersten Abend-Halbmonde des Frühjahrs, wie schon viele Jahre!

Also, natürlich gibt es überall Raum zur Verbesserung. Genau so gibt es aber auch manchmal die Vorstellung, nur weil einem selbst etwas nicht gefällt sei es autoritär und falsch. Davor müssen wir uns auch alle hüten!

Es ist mir nochmal wichtig zu sagen, dass der Vorstand nicht die Absicht hat irgendwas autoritär zu entscheiden. Es ist nur manchmal so, dass Dinge einfach angegangen werden müssen. Nimm mal das Thema des Astronomietages: aber hallo, wie froh wären wir, wenn es dazu mehr Vorschläge gäbe! Ist easy, einfach eine Mail an irgendwen vom Vorstand schreibe, ich kann versprechen das wird *sehr* gerne aufgenommen! Nur wenn halt keine da sind, muss man sich irgendwann dennoch eines überlegen, denn viele Mitgliedssternwarten möchten das viele Monate im Voraus wissen. Und, das ist das Wesen der Dinge, es wird dann nicht jedem jedes Jahr gleich gut gefallen. Das ist auch OK! Nur irgendwie muss man es halt machen.

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 13. January 2019, 01:11:01 AM 
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Joined: 03. October 2016, 16:08:01 PM
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Location: Laufenburg (Baden)
Lieber Dominik,
zuerst einmal Danke, dass Du hier so intensiv in allen Threads diskutierst und Deine Meinung vertrittst. Sven Melchert ist auch hier, auch dafür Danke. Sonst aber sehe ich keinen aus der Vorstandschaft ... Bemerkenswert.

Hast Du meinen Text wirklich gelesen? Es geht nicht um die ollen Kamellen und Streitigkeiten. Es geht um "Selbstwirksamkeit, Sinnnhaftigkeit und Team". Auch das Beispiel mit dem Astronomietag ist ein konstruiertes Beispiel, wie Zwänge unnötig entstehen können. Du ergibst Dich diesen Zwängen in Deinem letzten Satz: "Nur irgendwie muss man es halt machen."

Muss man eben nicht. Da liegt Dein kapitaler Fehler. Du musst nichts machen, was nicht im Team abgesprochen ist und im Team auch angegangen wird. Die Vorstandschaft ist nicht das Team, sonst würden die hier auch an der Kommunikation teilnehmen (ich schließe Sven Melchert aus, der sich auch hier beteiligt). Wenn die "Team" denken würden, wären die ganzen Katastrophen nicht passiert.

"Selbstwirksamkeit, Sinnnhaftigkeit und Team" - ist das nicht eine schöne Welt, in der es sich zu leben lohnt? Die Glücksforschung sagt, das ist das Rezept zum Glücklichsein. Nicht mehr und nicht weniger verlange ich.

Das Forum verschafft uns die Möglichkeit zur Teambildung, zur Mitsprache, zur Sinnbildung. Kein Wunder, dass diese Diskussion hier im Forum entsteht. Das ist die Zukunft des Vereins. Ob es weiter autoritär und arrogant zugeht, hängt von den führenden Akteuren ab, ob sie zuhören, Transparenz erzeugen und Fragen stellen, bevor sie Entscheidungen treffen. Dafür müssten sie sich mal für das Forum interessieren und nicht im gestern leben. Vielleicht könntet Ihr mal Überzeugungsarbeit leisten, dass Kommunikation auch für die VdS überlebenswichtig ist.

Du kritisierst auch Parallelstrukturen, die angeblich die Ressourcen des Vereins missbrauchen. Wo lebst Du? Ein Mailserver ist blitzschnell und gratis geschaltet, eine Seite in den sozialen Medien entsteht per Mausklick. Die VdS ist überflüssig, wenn es um Parallelstrukturen geht. Je mehr die VdS Menschen verprellt, desto mehr Parallelstrukturen entstehen, ohne Ressourcen des Vereins. Ich habe da nicht meine Hände im Spiel, das entscheiden die Akteure selbst und sie beobachten den Verein genau. Auch das müsste mal gesehen werden, statt die Entwicklung in die Verantwortung von Kritikern oder eine Fachgruppe der VdS zu schieben. Da liegt sie nicht, da gibt es längst andere Strukturen.

Ich grüße Dich und hoffe auf genaues Lesen
Heinz


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PostPosted: 13. January 2019, 01:29:45 AM 
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Joined: 09. January 2017, 11:08:32 AM
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Hallo Heinz,

ich habe das durchaus genau gelesen! Es gilt schliesslich aber auch zu bedenken, dass ein Verein letzten Endes eine Demokratie ist. Man soll und muss in vielen Formen miteinander sprechen, ganz klar. Demokratie beinhaltet allerdings auch die Tragweite demokratischer Wahlen, die größer ist als die der spontanen Meinungsbildung in Foren aller Art (nicht nur diesem hier). Es gibt ein oberstes Gremium, das ist die MV. Und in deren Vertretung ist in der Zwischenzeit eben der gewählte Vorstand in der Pflicht, nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen für den Verein zu treffen. Daher, ja, manchmal muss man Dinge eben tun. Das beinhaltet, dass man sich so gut es geht informiert und Meinungen aus dem gesamten Verein berücksichtigt. Aber es wird nie so sein, dass alle mit allen Entscheidungen einverstanden sind.

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 13. January 2019, 09:27:42 AM 
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Womit wir wieder bei der Kritik von Martin Hörenz in diesem Thread sind: viewtopic.php?f=125&t=5509 in dem er beklagt, dass der Vorstand nur eine 2-3%ige Legitimation hat... es ist eben alles miteinander verbunden: Mangelhafte Transparenz, ein schlechter Wahlmodus, die Missachtung der Satzung, fehlende Rückkopplung in den Verein. Ich möchte nicht dramatisieren und habe zunächst Vertrauen in die VorstandskollegInnen, doch so langsam zeigt sich der strukturell schlechte Zustand der VdS. In dieser Hinsicht teile ich Heinz' Kritik.

Thomas


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PostPosted: 13. January 2019, 09:56:07 AM 
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Ich sagte bereits, ich hoffe ebenfalls, dass die Teilnahme an der MV steigt. Allerdings, bitte auch bedenken, hier äußern 3 Personen große Unzufriedenheit mit dem Vorstand. Was OK ist, und was ich gerne ernst nehme. Was allerdings auch nicht gerade repräsentativ für einen Verein mit mehreren tausend Mitgliedern ist. Ich finde es ein wenig befremdlich, wenn ihr manchmal den Eindruck vermittelt, als würdet ihr für viele sprechen. Ihr sprecht erstmal für die Personen Thomas und Heinz. So wie ich für Dominik.

Und, auch das muss ich mal sagen: wir können hier diskutieren und sollten das. Das dient dem Austausch, das dient dem Informationsfluss und ist prima. Wenn man aber mit formalen Dingen im Verein nicht zufrieden ist, dann gibt es einen festen Modus der ablaufen muss. Man kann Vorstandsbeschlüsse herbeiführen. Man kann Anträge an die MV stellen. Wenn beides nicht zum gewünschten Erfolg führt, dann kann man eben als guter Demokrat weiter an der Meinungsbildung teilnehmen. Was man nicht machen kann ist hoffen, dass der Verein sich den eigenen Wünschen anpasst weil man doch Dinge in einem Internetforum geäussert hat. Ich unterstelle das keinem, ich weiss nur, dass so Missverständnisse passieren. Daher schreibe ich das mal.


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PostPosted: 19. January 2019, 14:19:33 PM 
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Hallo Dominik,
ganz friedlich gemeint, ohne Vorwurf oder böse Gedanken:

Demokratie lebt nicht von Wahlen, die sind nur ein vorläufiger Endpunkt, regelmäßig gesetzt in demokratischen Gesellschaften.

Demokratie ist tatsächlich in diese Begriffe gekleidet: gesellschaftliche Diskussion und Willensbildung, Teilhabe an Information als Grundlage einer fundierten Meinungsbildung, gesellschaftliche Regeln für den Umgang der Volksvertreter mit dem Volk.

Demokratie lebt von der permanenten Diskussion, Erarbeitung von Positionen, sichtbar in den Parteien (vom Ortsverband bis zu großen Parteitagen), sichtbar in den Wahlkreisbüros der Abgeordneten mit Sprechstunden und Besuchen vor Ort.

Was ich sagen will: Demokratie ist ein permanenter Prozess, eine Kultur in einer Gesellschaft. Ich kann, darf und soll sogar gewählten Vertretern kritisch gegenüber stehen (in Ablehnung UND "ja, das macht Ihr gut und richtig"). Die Parlamentsmehrheit/Regierung mag ich gewählt haben oder nicht. Ich muss nicht einverstanden sein und habe deshalb ein Demonstrationsrecht, Gerichte um mein Recht einzuklagen, eine Verfassung die anständigen Umgang mit mir garantiert.

Den Zustand der VdS nenne ich undemokratisch, weil ich jahrelang meine Eingaben an den Vorstand gemacht habe, persönlich im freundlichen Gespräch sogar, jahrelang Versprechungen bekommen habe. Mir wurde bescheinigt, dass ich Positives für den Verein leiste, der Vorstand sich damit befassen will und ich eingeladen werde. Entschieden wurde dann über meinen Kopf hinweg an mir vorbei. Und ich bin kein Einzelfall, ich spreche es nur aus.

Die Möglichkeit von Eingaben an den Vorstand habe ich genutzt, es hat nur nichts genutzt, ich wurde jahrelang ignoriert (außer wenn ich Arbeit erledigen sollte, die war immer willkommen).

Ich hoffe, ich kann etwas von meiner Motivation erklären. Wenn hier nur wenige mitreden, mag es daran liegen, dass viele längst aufgegeben haben. Erklärend kann ich sagen, dass wir dieselben Diskussionen wie jetzt, heute, schon vor über 40 Jahren geführt haben. Da hat mancher die Geduld verloren.

Ich freue mich auf das persönliche Gespräch in Würzburg und grüße Dich herzlich
Heinz


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PostPosted: 19. January 2019, 16:11:19 PM 
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Dauernutzer

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Hallo Heinz,

es ist natürlich in Ordnung an gewählten Vertretern Kritik zu üben. Was ich sagen will ist etwas anderes: es wird immer auch zu Fällen kommen, wo man selbst eine Meinung vehement vertritt, äussert, und dann wird doch nicht entsprechend der Meinung gehandelt. Dann darf man auch nicht den Fehler machen, automatisch anzunehmen dass autokratisch gehandelt wurde. Es kann auch sein, dass eine Mehrheit die man selbst nicht kennt und nicht gehört hat -- zum Beispiel weil man regelmäßig das Meinungsbild im Forum verfolgt aber dafür nicht auf einer MV war -- eine andere Meinung vertreten hat.

Viele Grüße,
Dominik


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PostPosted: 19. January 2019, 19:07:17 PM 
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Meister
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Hallo Dominik,

genau deshalb möchte ich ja, dass die Tagesordnung der Vorstandssitzungen kommentierbar veröffentlicht wird. Das bringt die Chance zur Meinungsbildung durch Austausch von Argumenten. Es passiert mir häufig, dass ich meine Meinung ändere, weil andere kluge Argumente vorbringen. Die besten Ergebnisse erlebe ich, wenn Teams und Gruppen ihre Argumente austauschen.

"Autokratisch" ist allerdings, wenn Meinungen garnicht angehört werden oder es gar keine Möglichkeiten gibt, vor Entscheidungen eine Meinung zu äußern. "Demokratische Kultur" ist auch, dass Betroffene vor Entscheidungen angehört werden. In unserem Staat sind das Beteiligungsverfahren, die sogar gesetzlich vorgeschrieben sind.

In diese Richtung bewegen sich meine Maßstäbe. Da muss auch niemand immer meiner Meinung sein (das wäre auch autokratisch). Wenn ich aber die Argumente für die andere Meinung auch nicht höre, kann ich keinen Respekt für daraus abgeleitete Entscheidungen entwickeln. Woher auch, wenn die andere Meinung sich nicht erklärt?

Demokratie lebt von der Kommunikation und der breiten Verfügbarkeit von Information. Auch wenn ich hier kräftig meckere, muss doch niemand davon ausgehen, dass demokratische Kommunikationsstrukturen in unserem Verein zur "Meckerbude" werden. Vielmehr erwarte ich breitere und bessere Grundlagen für Entscheidungen (wir haben massenhaft Kompetenz im Verein), mehr Sicherheit für die Entscheidungsträger, die Äußerung von Anerkennung und auch mal ein Dankeschön an sie.

Auch "da möchte ich gerne mitmachen" erwarte ich, als Meinungsäußerung. Solche Reflexe entstehen eben auch, wenn Menschen schon im Entstehungsprozess von Entscheidungen beteiligt sind. Wer springt schon gerne auf einen fahrenden Zug, den andere offenbar schon steuern und alles festgelegt haben? Dann fühlen sich Menschen oft sogar aufdringlich, melden sich nicht, weil sie den Aktiven nicht auf die Füße treten wollen.

Dein Hinweis auf die Mitgliederversammlung: Schon OK, aber dort wird nicht die "Tagespolitik" beschlossen. Die Mitgliederversammlung kann deshalb nur ein Teil eines permanenten demokratischen Prozesses sein.

Und ich kann mich auch hier nur wiederholen: Wo ich Vereine mit Kultur der Mitsprache, Mitwirkung, großer Transparenz und Offenheit erlebe, da ist Aktivität, da wachsen die Vereine und da ist auch die Jugend. Ich habe auch erlebt, wie Vereine ihr "Demographieproblem" gelöst haben, indem sie die traditionellen, hierarchischen Entscheidungswege abgeschafft und durch Kommunikation ersetzt haben.

In diesem Sinn möchte ich verstanden werden: Ich argumentiere hier nicht gegen die VdS, sondern für einen attraktiven, aktiven und zukunftsfähigen Dachverband für uns Amateurastronomen. Es muss aber verstanden werden, dass die VdS sich dafür nicht auf die Mitgliederversammlung und andere "Alte Herren" berufen darf, sondern auf die Mitgliedschaft selbst und zwar bei allem was sie tut.

Ich grüße Dich herzlich
Heinz


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PostPosted: 09. March 2019, 14:31:13 PM 
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Hallo zusammen, vor zwei Wochen fand die letzte Vorstandssitzung statt. Stellt der Vorstand hier denn nun ein Protokoll oder ähnliches ein?
Gruß, Thomas


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PostPosted: 09. March 2019, 16:44:19 PM 
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Gab es eine Diskussion/einen Beschluss über die Veröffentlichung der Themenliste vor den Vorstandssitzungen?

Viele Grüße
Heinz


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PostPosted: 09. March 2019, 19:44:33 PM 
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Hallo,

eine Kurzzusammenfassung der Inhalte der Vorstandssitzung werde ich hier einstellen sobald wir sie gemacht haben. Ein komplettes Protokoll werden wir diesmal und auch in Zukunft nicht veröffentlichen. Wir haben darüber abgestimmt, und dagegen entschieden. Der Grund ist, dass die Protokolle sehr regelmässig Dinge enthalten (als Beispiel: Arbeitsverhältnisse von Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle), die Persönlichkeitsrechte Dritter berühren und daher nicht komplett öffentlich gemacht werden können. Das Herausredigieren dieser die Rechte Dritter betreffender Sachen ist so viel Arbeit, dass das nicht realistisch vom Vorstand zusätzlich zu leisten ist. Tut mir Leid, hier keine andere Auskunft erteilen zu können.

Wie gesagt, Kurzzusammenfassungen werden aber hier veröffentlicht, und es steht weiterhin das Angebot, detaillierte Auskunft persönlich zu erhalten. Gegebenenfalls nach Verpflichtung zur Verschwiegenheit, falls Rechte Dritter berührt sind (siehe oben).

Mir ist sehr klar, dass diese Nachricht vielleicht für manche enttäuschend ist. Ich sehe aber keine andere Option, und der Beschluss des Vorstandes in dieser Sache war einstimmig und eindeutig.

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 12. March 2019, 20:38:00 PM 
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Meine Frage ist nicht beantwortet:
Werden in Zukunft die Tagesordnung und die Themen der Vorstandssitzungen im Voraus bekannt gegeben? Die Behandlung dieser Frage wurde uns versprochen.

Falls es hier kein einstimmiges "Ja" gab, möchte ich gerne wissen, wer "Nein" gestimmt hat.

Vielen Dank
Heinz


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PostPosted: 12. March 2019, 20:59:12 PM 
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Hallo,

wir haben nur über die Protokolle abgestimmt. Die Tagesordnungen können wir gerne dann für die nächste Sitzung auf die Liste setzen. Wie die Abstimmung ausgeht wäre anmaßend wenn ich das jetzt schätzen wollte.

Viele Grüsse,
Dominik


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PostPosted: 13. March 2019, 15:27:39 PM 
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Quote:
Der Grund ist, dass die Protokolle sehr regelmässig Dinge enthalten (als Beispiel: Arbeitsverhältnisse von Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle), die Persönlichkeitsrechte Dritter berühren und daher nicht komplett öffentlich gemacht werden können. Das Herausredigieren dieser die Rechte Dritter betreffender Sachen ist so viel Arbeit, dass das nicht realistisch vom Vorstand zusätzlich zu leisten ist.

Ihr schafft es nicht, Protokolle in Bulletform zu schreiben um kritische Teile dann zwanglos zu löschen? Ihr macht das handschriftlich? Ich kann euch eine Vorlage vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt senden. Bei uns ist das so üblich.
Quote:
Die Tagesordnungen können wir gerne dann für die nächste Sitzung auf die Liste setzen.
Wie Heinz schon geschrieben hat, ihr habt das schon längst zugesagt. Warum agiert ihr hier nur auf Aufforderung?


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PostPosted: 13. March 2019, 15:41:07 PM 
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OK, wenn der Tonfall hier nun wieder in diese Richtung gehen sollte: Ich brauche sicherlich weder Hilfe beim Abfassen von Texten, noch agiere ich auf Anforderungen in Forenpostings(!)

Ich bin gerne bereit, konstruktiv zu helfen bei Fragen der Transparenz. Sowohl die Veröffentlichung der Tagesordnungen, als auch Entscheidungen über Protokolle, kann nur der Vorstand treffen.


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PostPosted: 13. March 2019, 15:56:04 PM 
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Dominik, statt sich hier zu echauffieren solltest Du als kooptierter Beisitzer unsere legitimen Fragen beantworten. Oder Du reagierst erst gar nicht sondern überlässt das Sven Melchert. Mir scheint, dass ihr nur auf wiederholte Anfragen reagiert und ich frage mich, warum ich meine Zeit mit sowas vergeuden muss. Ehrlich gesagt platzt mir langsam der Kragen und ich kümmere mich besser nur noch um "meine" FG und lasse die VdS und ihren Vorstand gänzlich in Ruhe. Ich rege mich eh nur auf über eure Arbeitsphilosopie. Im Verein "meiner" Sternwarte ist sowas undenkbar!


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PostPosted: 13. March 2019, 16:01:49 PM 
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... und noch was:
Quote:
... noch agiere ich auf Anforderungen in Forenpostings
Wenn das so ist, solltest Du das sofort sagen. Dann wissen wir bescheid und stellen uns darauf ein. Und Du brauchst Dich hier nicht zu exponieren.


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PostPosted: 13. March 2019, 16:35:41 PM 
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Erstens bin ich nicht kooptierter Beisitzer, zweitens habe ich einfach keine Lust, hier von sehr wenigen Personen ständig mit ihrer grundlegenden und grundlosen Unzufriedenheit mit dem Verein insgesamt belangt zu werden. Es ist einfach: wir können hier gerne konstruktiv diskutieren. Wenn man aber das gesamte Tun des Vorstandes eines Vereins nicht akzeptieren kann oder will, dann kann man und wird man das nicht über ein Forum ändern. Dann kann man entweder den Vorstand abwählen, sich selbst zur Wahl stellen, oder vielleicht entscheiden, dass man sich anderen Tätigkeiten zuwendet. Oder dass man in diesem Verein einfach nicht glücklich wird.


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PostPosted: 13. March 2019, 17:02:21 PM 
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Quote:
Erstens bin ich nicht kooptierter Beisitzer
Stimmt, Du bist sogar Beisitzer. Also noch mehr Verantwortung für das, was ich wahrnehme.
Quote:
zweitens habe ich einfach keine Lust, hier von sehr wenigen Personen ständig mit ihrer grundlegenden und grundlosen Unzufriedenheit mit dem Verein insgesamt belangt zu werden
Daß sich hier nur wenige beteiligen, ist in der Tat bedauerlich, doch das heißt nicht, dass die Kritik grundlos ist. Als Beisitzer solltest Du den Unmut über das Verhalten des Vorstands nicht einfach wegwischen. Dies besonders wenn es sich um grundlegende Kritik handelt.
Quote:
Es ist einfach: wir können hier gerne konstruktiv diskutieren.
Das ist meine Intention, daher auch mein Angebot einer Protokollvorlage. Aber die wischst Du beleidigt beiseite.
Quote:
Wenn man aber das gesamte Tun des Vorstandes eines Vereins nicht akzeptieren kann oder will, dann kann man und wird man das nicht über ein Forum ändern.
Das tut hier niemand. Zumindest ich weiß eure Arbeit (eigentlich) zu würdigen. Doch als kritisches und der VdS wohl gesonnenes Vereinsmitglied melde ich meine Bedenken natürlich an. Ich will Eure Eure Arbeit ja nicht nur konsumieren.
Quote:
Dann kann man entweder den Vorstand abwählen, sich selbst zur Wahl stellen, oder vielleicht entscheiden, dass man sich anderen Tätigkeiten zuwendet. Oder dass man in diesem Verein einfach nicht glücklich wird.
Ich kann den Vorstand ja nicht abwählen weil ich nicht mal eben 500km fahren kann und ausgerechnet Du eine Briefwahl ablehnst. Deine Reaktion nehme ich als Aufforderung eines Vorstands an ein Mitglied, entweder still zu sein oder zu gehen. Bemerkenswert...


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PostPosted: 13. March 2019, 17:16:06 PM 
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Nein, ich bin weder beleidigt, noch fordere ich irgendwen auf entweder still zu sein oder zu gehen! Ich habe mehrfach gesagt, dass ich gerne an konstruktiver, gerne auch an kritischer, Diskussion interessiert bin.

Das ist auch logisch, ich würde mir ja hier sicher nicht die Arbeit mit Antworten machen, wenn ich es für irrelevant halten würde.

Aber: jeder von uns kann entweder einen Tonfall anschlagen der zum Austausch animiert, oder eben nicht. Die anwesenden Vorstandsmitglieder haben in Dieterskirchen über den Vorschlag einer Veröffentlichung der Protokolle ausgiebig diskutiert. Wir haben es uns nicht leicht gemacht, keiner von uns will aus irgendwelchem Selbstzweck irgendetwas geheim halten. Warum auch? Aber wir sind nach gründlicher Abwägung zu dem Schluss gekommen, dass eine Veröffentlichung aus den genannten Gründen eben nicht zu leisten ist. Ich kann verstehen, dass das frustriert. Mich übrigens auch, ich hätte, wenn es die zwingenden Gründe nicht gäbe, auch herzlich gerne FÜR eine Veröffentlichung gestimmt. Aber bei allem Verständnis über den Frust, eine Diskussion hier im Forum wird diesen Beschluss nun nicht mehr ändern. Und schon gar nicht die Gründe die nunmal keine andere Alternative lassen.

Über die Veröffentlichung der Tagesordnung haben wir nicht abgestimmt. Ich kann ganz ehrlich auch hier nirgends sehen, dass wir das versprochen hätten? Und ich sagte bereits, meinetwegen kann das auf die nächste Tagesordnung. Was genau soll ich auch sonst sagen, ich bin Vorstandsmitglied mit einer Stimme von sieben. Ich kann wohl kaum die Entscheidung aller Kollegen vorweg nehmen, oder?


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PostPosted: 13. March 2019, 21:01:33 PM 
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Das hat sich alles mal ganz anders angehört.

Sven Melchert schreibt hier unter diesem Thema am 6. Januar:

"Die Tagesordnungen bergen eigentlich keine großen Geheimnisse und könnten hier auch publiziert werden, aber das möchte ich ohne Rücksprache mit den VorstandskollegInnen nicht gleich machen."

Dominik Elsaesser schreibt hier unter diesem Thema am 9. Januar:

"ich sehe auch keinerlei Einwände, Tagesordnungen und Protokolle für Mitglieder zur Verfügung zu stellen. Wenn es mal Stellen gäbe die persönlich einzelne Mitglieder betreffen und zu schützende Aspekte berühren (Konfliktfälle, Zahlungsverzug etc.) dann kann man die ja vorher herausnehmen."

Andere kann ich leider nicht zitieren, weil sie sich jeder Diskussion entzogen haben.

Jetzt also einstimmig: Protokolle bleiben geheim.
Unbehandelt trotz Versprechungen: Veröffentlichung der Tagesordnung vor der Sitzung.

Die Hinhaltetaktik, konzilianter Schein nach außen und einstimmiges Abschmettern per Beschluss, die Bleichgesichter sprechen mit gespaltener Zunge.

Auch mit dieser Vorstandschaft ist jedes Verhandeln sinnlos. Wir werden hingehalten, vertröstet, am Ende entscheidet die alte Autokratie, seit Jahrzehnten und wohl noch einige Jahrzehnte mehr.

Tschüss Ihr lieben Leute, es lebt sich besser im vorstandsfreien Raum. Ich bin dann mal weg ...


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PostPosted: 13. March 2019, 21:38:48 PM 
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Nun, natürlich können und wollen wir genau so wenig jemanden gegen seinen Willen im Verein festhalten...


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PostPosted: 13. March 2019, 21:52:27 PM 
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Ich hätte zu Beginn dieser Diskussion wirklich nicht erwartet, dass ich dermaßen kritisch werde wie Heinz und mich so eindeutig in Richtung seiner Meinung orientiere.

Dominik, Dein Auftritt als Vorstandsmitglied hier geht über die Grenzen des Anstands hinaus. Einem Vereinsmitglied kannst Du so nicht kommen (und auch keinem Diskussionspartner hier im Forum). Lass es bitte oder äußere Dich zu unserer Kritik nicht mehr.
Thomas

...vielleicht ist es tatsächlich keine so schlechte Idee die VdS-Mitgliedschaft einfach aufzugeben...


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PostPosted: 13. March 2019, 23:19:50 PM 
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Quote:
Nun, natürlich können und wollen wir genau so wenig jemanden gegen seinen Willen im Verein festhalten...
Hallo!

Ist das jetzt der Frust? Von einem Vorstandsmitglied habe ich diese schroffe Antwort nicht erwartet! Es kann doch nicht so schwer sein, dass hier ein Protokoll (PDF) eingestellt wird. In anderen Vereinen ist die Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen überhaupt kein Problem sondern eine notwendige Information für die Vereinsmitglieder.

Auch wenn es den Anschein hat, dass nur zwei Mitglieder die Debatte führen, interessieren sich bestimmt sehr viele Mitglieder dafür, was „ihr Vorstand“ so leistet und beschließt.

Ich meine, bei diesem Stand der Diskussion sollte der Vorsitzende sich mit einem Kommentar zu Wort melden. So sehe ich öffentlichkeitswirksame Vereinsarbeit.

Liebe Grüße
Manfred Gentsch


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PostPosted: 14. March 2019, 04:24:24 AM 
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Nein, im Allgemeinen bin ich nicht frustriert, ich bin nur ehrlich gesagt maßlos enttäuscht über den von mir als teilweise unsäglich und wirklich anmaßend empfundenen Tonfall, den Thomas und Heinz hier anschlagen. Dass meine Postings gestern und heute mal einen weniger diplomatischen Tonfall hatten liegt auch daran, dass ich es vorher wirklich lange anders versucht habe, aber anscheinend nicht durchgedrungen bin. Was genau soll ich denn tun, ausser zu sagen es wurde darüber diskutiert, aber die Möglichkeit nicht gesehen? Vielleicht mag man mal meine Postings hier so lesen, mir liegt sehr viel an Transparenz, und ich gebe mir wirklich große Mühe, das was geht eben umzusetzen.

Manfred, bitte lies doch zum Beispiel oben nochmal nach, wir (Vorstand) haben wirklich ausgiebig diskutiert ob die Protokolle eingestellt werden können, und sind leider zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht zu leisten ist. Ich hätte mir es selbst anders gewünscht, und musste mich auf der Sitzung von Fakten eines Besseren belehren lassen.

Ich stecke nicht wenig Arbeit in die VdS, wie natürlich viele andere auch. Nicht immer läuft alles so wie ich es mir wünsche, das ist normal. Ich akzeptiere das. Meinetwegen kann man mich so hart kritisieren und angehen wie man will. Ich bin sicherlich der letzte der versuchen würde mit irgendwas zu drohen (was ja aber auch gleich unterstellt wurde!) Aber, wenn hier nun schon wieder angekündigt wird, sich "vorstandsfreie Räume" zu schaffen, wie soll ich das denn bitte anders interpretieren, als so, dass einfach kein Wunsch an konstruktiver Arbeit besteht, oder aber sogar der Entschluss zum Austritt gefallen ist (denn ein Verein hat per Gesetz immer einen Vorstand, geht gar nicht anders)?

Mein Fazit: Wir können entweder sachlich und in freundlichem Tonfall diskutieren, oder eben gar nicht. Für Ersteres stehe ich gerne weiterhin zur Verfügung, aber wenn dann ohne Häme, ohne polternde Forderungen. Das bin ich gern bereit so zu halten, nur kann das keine Einbahnstrasse sein!


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PostPosted: 14. March 2019, 07:20:59 AM 
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Joined: 20. January 2013, 20:03:54 PM
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Eine Bite an alle: Wir sind Stern*freunde*. Können wir diese gegenseitieg, unter uns Astronomen vorhandene Grund-Sympathie nicht als Ausgangspunkt jedes Eintrags hier nehmen?

Mr behagt der Tonm nicht, und so etwas ist unter uns Astronomen auch nicht üblich.

_________________
Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Ninja Dobson 320/1440


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PostPosted: 14. March 2019, 08:20:25 AM 
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Dauernutzer

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Lieber Heinz und alle,

es ist richtig, wir haben nicht darüber gesprochen, ob die Tagesordnung allgemein veröffentlicht werden kann. Bei der letzten Sitzung wäre das aus dem gleichen Grund wie beim Protokoll nicht möglich gewesen, da ein Tagesordungspunkt behandelt wurde, über den wir erst im Laufe des ersten Halbjahres öffentlich informieren möchten. Sobald die Katze aus dem Sack ist, werdet ihr das nachvollziehen können.

Allgemein möchte ich um Respekt und Vertrauen gegenüber dem Vorstand werben. Wir informieren so umfänglich und schnell wie möglich. Kommunikation ist allen nicht nur wichtig, sie wird auch sehr intensiv geführt. Manchmal so intensiv, dass man vor lauter Kommunikation nicht zur eigentlichen Arbeit kommt (ich bin jeden Abend mindestens eine Stunde damit beschäftigt, allein die neuen E-Mails zu beantworten).

Zu Dominiks schroffer Antwort an Heinz fehlt hier im Forum einiges an Hintergrund. Wer sich darüber wundert, sollte wissen, dass wir bereits reichlich Austausch per E-Mail und anderen Kanälen hatten und keinen Konsens erzielen konnten. Da kann einem bei allem Langmut irgendwann einmal der berühmte Geduldsfaden reißen, wenn man die gleichen absurden Vorwürfe noch einmal im Forum lesen muss. Meiner ist mittlerweile auch recht dünn, muss ich sagen.

Viele Grüße
Sven


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PostPosted: 14. March 2019, 10:22:04 AM 
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Joined: 03. October 2018, 09:45:00 AM
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Hallo VdS,

dies ist mein erster Beitrag hier. Ich möchte mich daher kurz vorstellen.
Mein Name ist Bernd, ich komme aus Niedersachsen und bin Mitgliede der VdS
seit Januar 1975.
Durch die Zeitschrift Sterne und Weltraum bin ich damals auf diesen Verein aufmerksam geworden.
Mit Begeisterung interessiere ich mich für Astronomie. Für mich war damals die Zeitschrift Sterne und Weltraum
und die Vereinigung der Sternfreunde eine Einheit, was wohl so nicht ganz richtig ist.
Später wurde dann das Journal für Astronomie herausgegeben. Dieses Journal finde ich sehr gut gemacht und
ich möchte mich auf diesem Wegen bei allen bedanken, die an der Erstellung beteiligt sind.

Ich möchte jetzt zum Thema kommen.
Ich lese hier schon eine ganze Weile mit.
Als langjähriges Mitglied der VdS wundert es mich schon, nie Protokolle der Vorstandssitzungen erhalten zu haben,
nicht wenigstens mal einen Hinweis, wo diese zu finden sind.
In der Anfangszeit meiner Mitgliedschaft gab es noch kein Internet, eine Veröffentlichung irgendwelcher
Dokumente wäre nur mit viel Aufwand möglich gewesen. Aber die Zeit hat sich weiter entwickelt. In der heutigen
Zeit ist es möglich die Mitglieder ohne großen Aufwand zu erreichen.
Leider wird diese Möglichkeit vom Vorstand der VdS aus meiner Sicht nicht genutzt.
Ich plädiere hier für eine transparente Darstellung der Vorstandsarbeit. Selbstverständlich haben einige Dinge,
bei denen einzelne betroffen sind in der Veröffentlichung nichts zu suchen. Bei einer strukturierten Tagesordnung
sollte es doch aber leicht möglich sein, aus dem Gesamtprotokoll ohne viel weitere Arbeit eine veröffentlichungsfähige Version zu gestalten.
Für mich stellt sich die VdS im Moment so dar:
Es gibt Mitglieder und es gibt einen Vorstand, der da irgendwie etwas macht.

In der Hoffnung auf mehr Transparenz
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

Bernd.


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