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PostPosted: 22. October 2007, 15:36:02 PM 
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Hallo Ernst, PS: noch eine Korrektur zu meiner Mail vom Freitag: Die EW von H-Gamma vei p Cygni (19.08.2006) beträgt - 3,1 A! Ich bin in der Tabelle in die falsche Spalte gerutscht.
Hallo Bernd, aber auch Lothar und Berthold!

Mit dieser Anwort switche ich um auf P Cygni im entspr. Unterforum.
Am Rande des Langenselbold-Treffens und mit Bezug auf das verabredete "P Cyg-Projektgespräch" mit Otmar im Mai in Heidelberg, habe ich mit Lothar vereinbart, dass er eine EXCEL-Tabelle entwirft, in der die uns zugänglichen bzw. beobachteten Spektrallinien bei gegebenem JD mit ihren EW´s, erreichter spektraler Auflösung und eventueller Radialgeschwindigkeit für die beteiligten Beobachter entwirft. Solltest du zusätzliche Informationen in diesen Tabellenentwurf einbringen wollen, nur zu....
Sobald Lothar dieses Tabellengerüst für alle Beteiligten (Berthold, Lothar, Du und ich) bereitgestellt hat, würde ich dich dann bitten, deine bisher hier im Forum vorgestellten Messwerte dort einzutragen.

Die so bis Mai protokollierten Messungen sollten sodann im Sinne einer Gesprächsgrundlage
behilflich sein, um mit Otmar´s Hilfe eine wissenschaftsdienliche Auswertestrategie zu entwickeln.

Best Grüße,
Ernst


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 Post subject: P Cygni
PostPosted: 22. October 2007, 15:48:46 PM 
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Hallo Ernst,

gerne....ich bin dabei!

Berthold


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PostPosted: 22. October 2007, 21:45:46 PM 
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Hallo Ernst, Berthold, Bernd ...

bin gerade dabei, Spektren von P Cyg im gesamten Spektralbereich aufzunehmen, angefangen von ca, 6800 A in Richtung kürzerer Wellenlängen. Einfach um zu sehen, welche Linien für mich und Berthold noch mit einem vernünftigen S/N erreichbar sind (messe jeweils 15 min pro Spektralbereich = ca. 150 A breit, 2400er Gitter). Werde darüber berichten.

Lieber Gruß
Lothar


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PostPosted: 22. October 2007, 21:52:17 PM 
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bin gerade dabei, Spektren von P Cyg im gesamten Spektralbereich aufzunehmen...
...so gut möchte ich es auch mal haben. Mitten in der Woche beobachten... :roll:


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PostPosted: 23. October 2007, 10:44:35 AM 
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bin gerade dabei, Spektren von P Cyg im gesamten Spektralbereich aufzunehmen, angefangen von ca, 6800 A in Richtung kürzerer Wellenlängen.
Hallo Bernd, Berthold, Ernst,

habe gestern von 21.00 bis 02.00 MESZ gerade mal den Bereich 6800 bis 5500 A abdecken können. Dabei habe ich nur 15 min (im Roten) und 30 min (weiter im Gelben) belichtet, um einen Überblick zu bekommen. Es sind viele interessante komplexe Linien zu sehen, großteils in reiner (zweigipfliger) Emission (Fe?), teilweise mit P Cyg-Absorptionskante (He?).

P Cyg ist zwar in der Ha-Linie wegen der starken Emission recht hell, aber als 4,8 mag-Stern ist sein Kontinuum schwierig zu detektieren, weshalb ich mindestens ca. 1 h Belichtungszeit ansetzen muss, um schwächere Linien mit ausreichendem S/N zu erfassen. Also wird eines klar: Wir müssen uns für die Beobachtung die Linien aufteilen, allein aus zeitlichen Gründen.

Noch weiter in Richtung Hbeta wird auch das CCD zunehmend unempfindlicher, was diesen Spektralbereich schwieriger macht.

Nach einer weiteren Meßkampagne, in der ich den Rest des erreichbaren Spektralbereiches ablichte, werde ich die Auswertung machen und euch über die Ergebnisse informieren (Spektren, Exceltabelle, Vergleich mit Literatur + Kommentare und aus meiner Sicht sinnvolles Meßprogramm dazu als Grundlage zur Diskussion mit Otmar).

Lieber Gruß
Lothar


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PostPosted: 23. October 2007, 11:00:55 AM 
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Hallo Lothar,

ich bin auf deine Resultate sehr gespannt. Bitte bestimme mal die EWs der verschiedenen Linien. Will mal sehen, ob ich so etwa richtig liege.

Viele Grüße

Bernd


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PostPosted: 23. October 2007, 11:36:13 AM 
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Hallo Lothar,

ich habe bei H-Beta schon eine erträglichere Dispersion (0,52 A/Px = 81 A/mm) und bei H-Gamma 0,36 A/Px bzw. 56 A/mm,siehe Beispielspektrum). H-Delta zeigt mein Chip nicht mehr. Dennoch: Vielleicht könnte ich die folgenden Linien übernehmen: He I 5016A, (He I 4922 A,) H-Beta, He I 4472 A, H Gamma.
Mein S/N ist in diesem Bereich besser als bei H-Alpha, denn ich kann den G- und den B-Kanal addieren. Der Chip der EOS 20 D ist für diesen Spektralbereich gemacht.

Viele Grüße

Bernd


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PostPosted: 23. October 2007, 12:32:08 PM 
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ich habe bei H-Beta schon eine erträglichere Dispersion (0,52 A/Px = 81 A/mm) und bei H-Gamma 0,36 A/Px bzw. 56 A/mm,siehe Beispielspektrum). H-Delta zeigt mein Chip nicht mehr. Dennoch: Vielleicht könnte ich die folgenden Linien übernehmen: He I 5016A, (He I 4922 A,) H-Beta, He I 4472 A, H Gamma.
Mein S/N ist in diesem Bereich besser als bei H-Alpha, denn ich kann den G- und den B-Kanal addieren. Der Chip der EOS 20 D ist für diesen Spektralbereich gemacht.
Hallo Bernd,

das ist gut, dass du besonders im kurzwelligeren Bereich unter 500nm erfolgreich messen kannst. Dort liegt gerade die Schwäche unserer CCD's.

Was mich überrascht ist, dass in deinem Spektrum die Hbeta-Linie keine P Cyg-Absorption zeigt, aber Hgamma und die HeI-Linien (wie es auch zu erwarten und in der Literatur auch für Hbeta beschrieben ist. z.B. O. Stahl 1993).

Ist das bei allen deinen gemessenen Spektren so?

Lieber Gruß von der sonnigen Mosel (hier reift die Spätlese)

Lothar


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PostPosted: 23. October 2007, 13:09:21 PM 
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Hallo Lothar,

ja das ist bei allen meinen Spektren so. Ich denke, das ist hinsichtlich der Dispersion gerade so die Grenze, ab der das p Cygni-Profil sichtbar wird. Auch ist bei H-Beta die Emission gegenüber der Absorptionskomponente relativ stark.

Viele Grüße

Bernd


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PostPosted: 23. October 2007, 13:51:51 PM 
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ja das ist bei allen meinen Spektren so. Ich denke, das ist hinsichtlich der Dispersion gerade so die Grenze, ab der das p Cygni-Profil sichtbar wird. Auch ist bei H-Beta die Emission gegenüber der Absorptionskomponente relativ stark.
Hallo Bernd,

die PCyg-Absorption ist aber links und rechts der Hbeta-Linie bei den HeI-Linien aufgelöst. Wieso dann nicht bei Hbeta? Verstehe ich nicht.

Lieber Gruß
Lothar


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PostPosted: 23. October 2007, 14:05:48 PM 
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Hallo Lothar,

vielleicht eben weil die im Vergleich zu den He I-Linien besonders starke Emission bei H-Beta die Absorption "zuschmiert" und die noch zu geringe Dispersion dies nicht auflöst.

Viele Grüße

Bernd


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PostPosted: 23. October 2007, 15:22:33 PM 
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vielleicht eben weil die im Vergleich zu den He I-Linien besonders starke Emission bei H-Beta die Absorption "zuschmiert" und die noch zu geringe Dispersion dies nicht auflöst.
Hi Bernd,

ja, so könnte es sein.

Lothar


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PostPosted: 23. October 2007, 23:35:33 PM 
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Hallo,

Gott sei Dank hat das Wetter gehalten so daß ich heute Abend das Spektrum von P Cyg komplettieren konnte. Der gesamte Bereich zwischen 6820 A und der Hgamma-Linie ist jetzt lückenlos durchgemessen. Erste Auswertungen ergeben eine gute Reproduzierbarkeit der Linien und ihrer Profile, wie sie im Spektrenatlas von Otmar enthalten sind. Es fehlt praktisch nichts. Anliegend ein Beispiel von FeIII und SiII-Linien in Emission.

Ich werde meine Spektren mit dem Spektrum von Otmar vergleichen und schauen, welche Linien variabel sind.

Anschließend werde ich das Ergebnis zur Verfügung stellen.

Beste Grüsse
Lothar


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PostPosted: 23. October 2007, 23:49:32 PM 
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Hallo Freunde.

es ist einfach so schön, dass ich es wie unter Zwang hier vorstellen muss.

Unten der Spektrenfaden eines Ausschnitts von P Cyg -wie aufgenommen - und dazu die Auswertung. Ich finde es nicht nur interessant sondern auch schön... einfach ästhetisch. Sowas begeistert mich immer wieder auf's Neue. So macht Wissenschaft Spaß !

Liebe Grüsse
Lothar


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PostPosted: 24. October 2007, 09:51:32 AM 
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Schöön, sehr eindrucksvoll.......Du bist der Größte....!

herzlicher Gruß
Berthold


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PostPosted: 24. October 2007, 20:55:56 PM 
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Hallo,

wer sich das optische Spektrum von P Cyg im Detail anschauen will kann das hier tun:
http://www.lsw.uni-heidelberg.de/users/ ... yg/?wave=0

Gruß
Lothar


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PostPosted: 28. October 2007, 13:15:21 PM 
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Hallo,

ich habe nun alle Aufnahmen in verschiedenen Wellenlängenbereichen vom 23.10.2007 ausgewertet. Leider stehen im Bereich unter 480 nm keine Neonlinien mehr zur unabhängigen Kalibrierung zur Verfügung.

Es sind praktisch alle Linien bis hinunter zur H gamma darstellbar, die auch im Spektralatlas von Otmar vorhanden sind, auch mit befriedigendem S/N und mit gleicher Auflösung.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, welche Linien zeitliche Variabilitäten zeigen wie DAC's, EW-Variationen etc. Dazu lese ich z.Z. Literatur.

Werde die Spektren in einem paper zusammenstellen, mit dem Atlas von Otmar vergleichen und Literaturbekanntes zu den einzelnen Linien vermerken (Variabilitäten, phys. Hintergründe dazu, offene Fragen = Forschungsbedarf, soweit für mich erkennbar).

Danach melde ich mich in der Sache wieder und werde das paper den an einer konzertierten Beobachtungsaktion potentiell interessierten Beobachtern zur Verfügung stellen = Grundlage für die angestrebte Diskussion mit Otmar.

Lieber Gruß
Lothar


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PostPosted: 28. October 2007, 15:59:34 PM 
Quote:
Danach melde ich mich in der Sache wieder und werde das paper den an einer konzertierten Beobachtungsaktion potentiell interessierten Beobachtern zur Verfügung stellen = Grundlage für die angestrebte Diskussion mit Otmar.

Hallo Lothar,
vielen Dank für die Info.
Bin gespannt, wie sich das "wissenschaftsdienliche Auswerte-/Beobachtungskonzept darstellt".

Ernst


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PostPosted: 28. October 2007, 18:46:49 PM 
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Hallo,

hier ein Vergleich eines von mir gemessenen Spektrums (3 x 10 min Belichtungszeit) zwischen der Hbeta- und Hgamma-Linie (schwarz) mit dem "Standardspektrum" von Otmar (rot, um 0,5 nach oben verschoben, auf dessen website zur Verfügung stehend, http://www.lsw.uni-heidelberg.de/users/ ... yg/?wave=0). Jeweils auf das Kontinuum normiert.

Die Linien sind gut reproduziert. Allerdings sind die Intensitäten systematisch bei Otmars Spektrum höher. Mal abwarten, wie das in anderen Wellenlängenbereichen ist.

Gruß
Lothar

A comparison of a measured spectrum (3 x 10 min exposure time) between the Hbeta- and Hgamma-Linie (black) with the "standard" of Otmar (red, by 0.5 upwards, on the website http://www.lsw.uni-heidelberg.de/users/ ... yg/?wave=0). Continuum normalized.

The lines are well reproduced. However, the intensities at Otmars spectrum are systematically higher.


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PostPosted: 29. October 2007, 10:12:22 AM 
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Hallo Lothar,

Lothar Schanne wrote:
Quote:
Hallo,

hier ein Vergleich eines von mir gemessenen Spektrums (3 x 10 min
Belichtungszeit) zwischen der Hbeta- und Hgamma-Linie (schwarz) mit dem
"Standardspektrum" von Otmar (rot, um 0,5 nach oben verschoben, auf
dessen website zur Verfügung stehend,
http://www.lsw.uni-heidelberg.de/users/ ... yg/?wave=0). Jeweils auf
das Kontinuum normiert.

Die Linien sind gut reproduziert. Allerdings sind die Intensitäten
systematisch bei Otmars Spektrum höher. Mal abwarten, wie das in anderen
Wellenlängenbereichen ist.
Ich bin beeindruckt von Deinen Spektren! Die Unterschiede zwischen den
Spektren sind sehr wahrscheinlich auf Variabilität zurückzuführen. Das
ist so die Größenordnung der Variationen. Die meisten Linien variieren
auch in etwa gleichartig. Wenn die Emission z.B schwächer wird, dann in
fast allen Linien - aber nicht genau gleichzweitig und in der gleichen
Stärke. Wenn Du aber das Monitoring über den großen Wellenlängenbereich
machen willst, brauchst Du einen Echelle, sonst wird das zu mühsam.
Quote:
Gruß
Lothar
Herzliche Grüße,
Otmar


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PostPosted: 29. October 2007, 10:36:17 AM 
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Quote:
Ich bin beeindruckt von Deinen Spektren!
Danke für die Blumen Otmar.
Quote:
Die Unterschiede zwischen den
Spektren sind sehr wahrscheinlich auf Variabilität zurückzuführen. Das
ist so die Größenordnung der Variationen. Die meisten Linien variieren
auch in etwa gleichartig. Wenn die Emission z.B schwächer wird, dann in
fast allen Linien - aber nicht genau gleichzweitig und in der gleichen
Stärke.
Dazu noch eine Bemerkung: Nach der Literatur gibt es ja auch photometrische Variabilitäten in der Größenordnung von typischerweise 0,2 mag. Wenn die vorwiegend durch Schwankungen im Kontinuum verursacht werden, könnten Variabilitäten in den normierten Spektren und der EW's der einzelnen Linien auch durch das variable Kontinuum entstehen (dann aber bei allen Linien proportional ohne Veränderung des Linienprofils).
Quote:
Wenn Du aber das Monitoring über den großen Wellenlängenbereich
machen willst, brauchst Du einen Echelle, sonst wird das zu mühsam.
Ja, deshalb wollen wir uns die Arbeit auch aufteilen. So ein Baches würde mir natürlich auch gefallen, müßte nur einen Sponsor finden :wink:

Lieber Gruß
Lothar


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PostPosted: 29. October 2007, 11:03:40 AM 
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Hallo Lothar,

Lothar Schanne wrote:
Quote:
Dazu noch eine Bemerkung: Nach der Literatur gibt es ja auch
photometrische Variabilitäten in der Größenordnung von typischerweise
0,2 mag. Wenn die vorwiegend durch Schwankungen im Kontinuum verursacht
werden, könnten Variabilitäten in den normierten Spektren und der EW's
der einzelnen Linien auch durch das variable Kontinuum entstehen (dann
aber bei allen Linien proportional ohne Veränderung des Linienprofils).
Das ist ein guter Punkt. Der Einfluss der Variationen des Kontinuums auf
die Stärke der Emissionen im normierten Spektrum lässt sich aber im
Prinzip korrigieren - vorausgesetzt, die Helligkeit ist bekannt. Auch
unabhängig von diesem Problem wäre gleichzeitige Photometrie aber sehr
interessant um eventuelle Korrelationen zu untersuchen.

Herzliche Grüße,
Otmar


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PostPosted: 29. October 2007, 12:25:49 PM 
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Quote:
Auch unabhängig von diesem Problem wäre gleichzeitige Photometrie aber sehr
interessant um eventuelle Korrelationen zu untersuchen.
Vielleicht könnte man hierfür Kooperationspartner in der BAV finden?

Gruß
Roland


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PostPosted: 29. October 2007, 13:08:39 PM 
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Hallo Lothar,

ich kann so nichts weiter zu dem Spektrum sagen, vor Allem nicht, wie das nun zu weiteren Ansätzen von Untersuchungsfolgen führen könnte......eindrucksvoll für mich ist, was (wir) DU!! noch dazu in diesem Spektralbereich für erstaunlich gute Spektren erzeugen können (kannst)im Vergleich mit den Berufsastronomen mit deren ungleich höherem "know-how" und weitaus leistungsfähigeren Instrumenten......schon beeindruckend...weil unsere Chips ja im kurzwelligen Bereichen eine rapide abfallende Effiziens haben...Ich glaube, dass die Berufsastronomen weiteaus effizientere Chips für diesen Spektralbereich haben als wir......

Gruß
Berthold


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PostPosted: 29. October 2007, 18:11:25 PM 
Quote:
Hallo Lothar, Das ist ein guter Punkt. Der Einfluss der Variationen des Kontinuums auf die Stärke der Emissionen im normierten Spektrum lässt sich aber im Prinzip korrigieren - vorausgesetzt, die Helligkeit ist bekannt. Auch unabhängig von diesem Problem wäre gleichzeitige Photometrie aber sehr interessant um eventuelle Korrelationen zu untersuchen. Herzliche Grüße, Otmar

Hallo PCygni-Freunde!

Die Arbeiten von N. Markowa et al. in 2001 (A&A 366; 935-944 und A&A 376; 898-906) zeigten zweierlei:

1) wie schwierig es war, einigermaßen simultane, photometrische und spektroskopische Daten zu bekommen

2) dass (wegen nicht ausreichender Simultanität) in dem stark reduzierten (aber immer noch sehr beachtlichen) Datenset hinsichtlich der very-long-term-Variation (7,4 Jahre), die photometrischen Daten (UBV) mit den spektroskopischen Daten (Halpha-EW) positiv korreliert sind. Dies wurde besonders in den Halpha-Daten deutlich, die um den Betrag der Kontinuumsvariation korrigiert waren.

Mit Bezug auf Roland`s eMail, möchte ich sagen, dass es mir in mehreren Anläufen in den vergangenen Jahren nicht gelungen ist, im Kreise der BAV auch nur die Spur einer photometrischen Beobachtungsbeteiligung an PCyg zu erzeugen (von der erforderlichen Simultanität ganz zu schweigen). Die Ablehnung ging sogar soweit, dass ich zu hören bekam, CCD-Photometrie doch selbst durchzuführen, wenn dies erforderlich sei.

Um ehrlich zu sein habe ich wenig Hoffnung, dass es uns gelingt, über Jahre hinweg eine spektroskopisch / photometrische Simultanität zu erzeugen, die deutlich über dem liegt, was N. Markova et al. in ihren Arbeiten erreicht haben. Meiner Ansicht nach stellt sich doch die Frage, inwieweit wir tatsächlich in der Lage sind, den bisherigen, professionell erarbeiteten Kenntnisstand zu erweitern. Oder sollte ich besser sagen - ergänzen?

Umsomehr sehe ich dem Projektgespräch mit Otmar mit großer Spannung entgegen. Das wir dennoch einiges beitragen können, dessen bin ich mir allerdings sicher.

Ernst


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PostPosted: 25. November 2007, 20:11:08 PM 
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Hallo Bernd, Berthold und Ernst,

anbei ein Entwurf für eine solche Tabelle.
Es wird dann für jede Spektralllinie, die wir untersuchen wollen, ein Tabellenblatt mit den Daten und ein Tabellenblatt für Grafiken geben. Die Grafiken werden automatisch generiert.

Sobald die Tabelle hier ausdiskutiert ist, werde ich die anderen ca. 21 Linien einfügen, die interessant (variabel) sein und von uns auch beobachtet werden können.

Bitte um Vorschläge zur Tabelle.

Liebe Grüsse
Lothar


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Monitoring EW P Cyg.xls [27.5 KiB]
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PostPosted: 25. November 2007, 21:01:02 PM 
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Hm, und dann soll wohl jeder seine gewonnenen Meßwerte in diese Tabelle eintragen oder wie soll ich mir das vorstellen? Im Prinzip finde ich das schon ganz gut, wenn man weiß, wo man sich da eintragen kann, wenn man glaubt, was Vertretbares zusammengemessen zu haben.Und wie erreicht man diese Tabelle dann?....ich studiere halt den WR 140 weiter, habe gestern wieder ein paar -wie ich glaube - ganz gute Spektren abgegriffen. Der Mond stört und die hohe Luftfeuchtigkeit hat ebenfalls sehr gestört. Da ich nicht so leicht das Gitter wechseln kann und möchte, könnte ich die anderen Messungen nur mit niedriger Dispersion und geringen R ableiten. Daran dürfte aber wohl kaum einer Interesse haben, deswegen fallen zur Zeit meine Be Stern Messungen eher spärlich aus. An meiner anderen Anlage beschäftige ich mit adaptiver Optik.....richtig spannend, was da abgeht...A 07 SBIG....ist halt was ganz Anderes und gehört nur marginal hierher, deswegen mache ich hier auch einen Punkt.


Berthold


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PostPosted: 25. November 2007, 23:18:56 PM 
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Wenn wir viele Linien beobachten wollen, dann müssen wir uns die Arbeit aufteilen. Aber das kommt ja noch.
Moin Berthold,
noch zur Ergänzung: wenn die Struktur der Tabelle ausdiskutiert und von uns akzeptiert ist, erstelle ich die Tabellenblätter für die anderen Linien. Und fasse in einem kurzen paper zusammen, warum wir diese Linien beobachten sollten (was sagen sie aus? Literaturhinweise, Zitate etc.). Anschließend können wir uns einigen, welche Linien wir tatsächlich und in welchem Rhythmus bis zu dem Projektgespräch zur Gewinnung einer Datengrundlage beobachten wollen und wer welche Linien sinnvollerweise übernimmt.
Außerdem sollten wir dann unsere bereits existierenden Meßdaten in die Tabellen eintragen, soweit verfügbar.

Lieber Gruß
Lothar


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PostPosted: 26. November 2007, 12:35:39 PM 
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Hallo Lothar,

so habe ich mir das auch vorgestellt. Ich würde, sobald die Tabelle beschlossen ist, meine bisher vorliegenden Werte eintragen. Allerdings werde ich wohl mit meinen bisherigen Möglichkeiten bei den meisten Linien keine Emissions- und Absorptionskomponenten extra bestimmen können.
Noch eine Anmerkung: Wir sollten uns zur Bestimmung des S/N für jede Linie möglichst auf einen (linienfreien) Spektralbereich einigen, denn ich habe gemerkt, dass das ermittelte S/N in einem Spektrum je nach Wahl des Spektralbereiches sehr stark variieren kann. Vielleicht ist der Spektralatlas von p-Cygni hilfreich, um geeignete Bereiche herauszufinden.

Viele Grüße

Bernd


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PostPosted: 26. November 2007, 13:06:24 PM 
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Allerdings werde ich wohl mit meinen bisherigen Möglichkeiten bei den meisten Linien keine Emissions- und Absorptionskomponenten extra bestimmen können.
Hallo Bernd,
ich bin mir auch noch nicht im klaren, ob wir die getrennten Komponenten für alle Linien brauchen. Wir müssen auch noch definieren, wie wir diese einheitlich bestimmen (Integrationsbereiche). Da werde ich mich an Literaturangaben orientieren (Vergleichbarkeit)
Quote:
Vielleicht ist der Spektralatlas von p-Cygni hilfreich, um geeignete Bereiche herauszufinden.
Werde mich drum kümmern.
Herzlicher Gruß
Lothar


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PostPosted: 26. November 2007, 16:56:10 PM 
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Hallo Bernd, Berthold und Ernst,

anbei ein Entwurf für eine solche Tabelle.
Es wird dann für jede Spektralllinie, die wir untersuchen wollen, ein Tabellenblatt mit den Daten und ein Tabellenblatt für Grafiken geben. Die Grafiken werden automatisch generiert.
Sobald die Tabelle hier ausdiskutiert ist, werde ich die anderen ca. 21 Linien einfügen, die interessant (variabel) sein und von uns auch beobachtet werden können.
Bitte um Vorschläge zur Tabelle.
Hallo Lothar,
vielen Dank für deinen Tabellenentwurf.
Die Auswertung von Absorptionskomponenten (AK) führt meiner Meinung nach zu gewissen Komplikationen.

So schrieb mir Otmar (11/2005) zur AK von Halpha:
"Bei Halpha besteht die Gefahr, dass durch kleine Änderungen in der spektralen Auflösung die AK neben der riesigen Emission aufgefüllt wird. Ausserdem ist sie stark gesättigt, d.h. selbst starke Variationen in der Massenverlustrate verändern die AK nur wenig. Die AK in HeI6678 reagiert da viel empfindlicher auf Massenverlustvariationen, weswegen eine Auswertung über Modellierung mit Gaussfunktionen sinnvoll ist."

Komplikation 1: die unterschiedliche spektrale Auflösung schlägt bei uns Beteiligten schon einmal voll zu Buche.

Komplikation 2: wenn Modellierung, dann einheitlich > an welchen Linien (HeI ?)

Vor dem Hintergrund obiger Einschätzung von Otmar, würde ich v.a. und zunächst ihn um eine kritische Stellungnahme bitten wollen.

Ernst


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PostPosted: 26. November 2007, 17:21:59 PM 
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Hallo Ernst,

Ernst Pollmann wrote:
Quote:
Vor dem Hintergrund obiger Einschätzung von Otmar, würde ich v.a. und
zunächst ihn um eine kritische Stellungnahme bitten wollen.
Es ist klar, dass instrumentelle Unterschiede ein Problem sein können.
Das lässt aber nun leider nicht vermeiden. Bei der Absorption von Halpha
in P Cygni ist das sicher besonders ausgeprägt. Bei anderen Linien ist
das nicht so kritisch. Da die Struktur der Tabelle aber für alle Linien
gleich sein soll, würde ich es dabei belassen.

Wichtiger als diese Tabelle erscheint mir aber eine Datenbank mit den
Spektren. Dann kann jeder die Messungen selbst machen. Was ist denn
eigentlich aus dem Spektrendatenbank-Projekt geworden? Ich habe das
nicht mehr so verfolgt. Wenn ich mir aber z.B. die WR140-Spektren von
Berthold ansehe, dann finde ich es sehr schade, dass ich die nicht als
FITS-Files herunterladen kann. Als PDF-Files sind sie nicht wirklich
nützlich für andere.
Quote:
Ernst
Herzliche Grüße,
Otmar


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PostPosted: 26. November 2007, 17:27:00 PM 
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Quote:
Die Auswertung von Absorptionskomponenten (AK) führt meiner Meinung nach zu gewissen Komplikationen.
So schrieb mir Otmar (11/2005) zur AK von Halpha:
"Bei Halpha besteht die Gefahr, dass durch kleine Änderungen in der spektralen Auflösung die AK neben der riesigen Emission aufgefüllt wird. Ausserdem ist sie stark gesättigt, d.h. selbst starke Variationen in der Massenverlustrate verändern die AK nur wenig. Die AK in HeI6678 reagiert da viel empfindlicher auf Massenverlustvariationen, weswegen eine Auswertung über Modellierung mit Gaussfunktionen sinnvoll ist."
Komplikation 1: die unterschiedliche spektrale Auflösung schlägt bei uns Beteiligten schon einmal voll zu Buche.
Komplikation 2: wenn Modellierung, dann einheitlich > an welchen Linien (HeI ?)
Hallo Ernst,
alle Argumente von Otmar und dir sind mir bewußt und einsichtig. Sie sind zweifelslos in der weiteren Diskussion zu berücksichtigen. Bei der Ha-Linie hat die praktisch gesättigte Absorption wohl keinen diagnostischen Wert. Bei den HeI-Linien sieht das schon anders aus. Natürlich muss die Auflösung es gestatten, die Komponenten vernünftig voneinander zu trennen (die Kriterien sind zu definieren). Wir müssen uns an den Anregungen orientieren, die Otmar uns sicher geben wird, und an der uns zugänglichen Literatur: Welche Linien und welche ihrer Eigenschaften wurden bisher beobachtet und ausgewertet? Und welche dieser Untersuchungen können wir mit unseren Mitteln mit hinreichender Genauigkeit weiterführen? An diesem Thema bin ich ja dran.

Im Moment geht es mir vor allem um die Struktur der Tabelle. Was würdet ihr anders/besser machen? Habe ich wichtiges vergessen?

Liebe Grüsse
Lothar


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PostPosted: 26. November 2007, 17:44:27 PM 
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Hallo,

es wäre kein sehr großer Aufwand für mich, wenn ich jeweils eine *.fit und/oder eine *.csv datei dazustellen würde, falls das von Interesse sein wäre...

Berthold


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 Post subject: Tabelle
PostPosted: 03. December 2007, 22:25:38 PM 
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Hallo P Cyg - Freunde,

anbei der Tabellenentwurf mit einer Reihe von Linien (Halpha bis Hgamma, diverse HeI und einige Si-, Fe-Linien), die wir recht gut vermessen können. Alle HI und HeI Linien haben das typische P Cyg Profil und zeigen eine gewisse Variabilität.

Wichtig ist, wie bereits Otmar erwähnt hat, dass wir die Spektren in einer Datenbank als .fit zusammen führen. Denn viele interessante Aspekte können nicht in einer einfachen Tabelle aufgenommen werden, weil sich beispielsweise Linien überlappen und deshalb ein EW-Bestimmung nicht immer sinnvoll ist, obwohl deutliche Variabilitäten vorhanden sind. Oder die Profile sich ändern oder RV-Variationen auftreten, die ebenfalls nicht mit der EW erfasst werden.

Zu einigen Linien werde ich noch was schriftliches verfassen und hier vorstellen.

Ein Spektrum von P Cyg ist hier zu finden
http://www.lsw.uni-heidelberg.de/users/ ... yg/?wave=0

Viele Grüsse
Lothar


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FG Spektroskopie Viellinienmonitoring EW P Cyg.xls [187 KiB]
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PostPosted: 04. December 2007, 10:08:01 AM 
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Hallo Lothar,

ich habe eine Frage zu Deinem schönen P Cyg Spektrum, dass Du am 23.11. eingestellt hast. Es sieht so aus als wenn die Linien alle etwas geneigt sind, oder täusche ich mich ? Hast Du eine Ahnung wie das zustande kommt ?

Viele Grüsse

Klaus


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PostPosted: 04. December 2007, 16:27:44 PM 
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Quote:
ich habe eine Frage zu Deinem schönen P Cyg Spektrum, dass Du am 23.11. eingestellt hast. Es sieht so aus als wenn die Linien alle etwas geneigt sind, oder täusche ich mich ? Hast Du eine Ahnung wie das zustande kommt ?
Hallo Klaus,
kleiner Schönheitsfehler, der Spalt steht nicht exakt senkrecht zur Dispersionsrichtung des Gitters. Ich erhebe also keinen Anspruch darauf, die Rotation von P Cyg gemessen zu haben :wink:. Hat aber keinerlei praktische Bedeutung, solange der Winkel nicht grösser ist. Verschlechtert etwas das Auflösungsvermögen.
Normalerweise ist der Spektrenfaden auch nicht so breit, hatte extra etwas defokussiert, damit er breiter und damit ästhetisch eindrucksvoller wird ("pretty picture").
Liebe Grüsse
Lothar


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PostPosted: 13. December 2007, 15:52:42 PM 
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Hallo Lothar,

entschuldige bitte, dass ich mich erst jetzt zu deiner Tabelle bezüglich der Datenerfassung zu p Cygni melde. Momentan habe ich beruflich aber derart viel um die Ohren, dass ich kaum noch Gedanken für die Spektroskopie entwickeln kann.

Ich würde gern meine bisherigen Ergebnisse zu p Cygni zur Verfügung stellen. Es handelt sich um 4 Spektren aus den Jahren 2006 und 2007.

Zwei Dinge sind mir derzeit jedoch unklar:

1. Sind meine mit relativ geringer Dispersion (0,36 A/Px bei H-Gamma, 0,51 A/Px bei H-Beta und 1,2 A/Px bei H-Alpha) erhaltenen Spektren und die daraus berechneten EW angesichts der hochaufgelösten Spektren von Berthold, Ernst und von dir für das Monitoring überhaupt geeignet? (Ein Pixel sind bei mir 6,4 µm.)

2. Wie kann ich zu einem *.fit - Format gelangen? (Ich nehme die Spektren mit einem Canon- eigenen Rohformat CR 2 auf und bearbeite sie mit Excel und MK 32 und wieder Excel weiter). Ich würde die Spektren schon gern in der Datenbank hinterlegen, damit die Berchnungen auch nachvollziehbar sind.


Viele Grüße

Bernd


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PostPosted: 13. December 2007, 16:44:08 PM 
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Hallo Bernd,

Bernd Hanisch wrote:
Quote:
1. Sind meine mit relativ geringer Dispersion (0,36 A/Px bei H-Gamma,
0,51 A/Px bei H-Beta und 1,2 A/Px bei H-Alpha) erhaltenen Spektren und
die daraus berechneten EW angesichts der hochaufgelösten Spektren von
Berthold, Ernst und von dir für das Monitoring überhaupt geeignet? (Ein
Pixel sind bei mir 6,4 µm.)
Ich bin zwar nicht Lothar, aber für Äquivalentbreiten ist Auflösung
nicht so wichtig.
Quote:
2. Wie kann ich zu einem *.fit - Format gelangen? (Ich nehme die
Spektren mit einem Canon- eigenen Rohformat CR 2 auf und bearbeite sie
mit Excel und MK 32 und wieder Excel weiter). Ich würde die Spektren
schon gern in der Datenbank hinterlegen, damit die Berchnungen auch
nachvollziehbar sind.
FITS aus Excel geht wohl nicht direkt. Aber Excel sollte die Spektren in
ein Textfile exportieren können, das in zwei Spalten die Wellenlänge und
den Fluss enthält. Von da aus gibt es dann sicher mehrere Möglichkeiten,
z.B. specview:

http://www.stsci.edu/resources/software ... e/specview

Dieses Programm kann einfache Textfile einlesen, und als FITS wieder
abspeichern. Das Format der Textfiles ist hier:

http://specview.stsci.edu/javahelp/Inge ... le_formats

beschrieben unter dem Abschnitt "1.6.17 Text based format"

Wenn es mit FITS Probleme geben sollte: Textfiles sind für einen Import
in die Datenbank auch kein Problem.
Quote:
Viele Grüße
Bernd
Herzliche Grüße,
Otmar


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PostPosted: 13. December 2007, 16:50:42 PM 
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Hallo Otmar,

vielen Dank für die Hinweise. Ich werde das mal ausprobieren.

Viele Grüße

Bernd


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PostPosted: 13. December 2007, 16:51:25 PM 
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Otmar Stahl wrote:
Quote:
z.B. specview:
Nachtrag: specview habe ich erwähnt, weil es ohne Softwareinstallation
als Java-Applet direkt im Browser laufen kann:

http://specview.stsci.edu/applet/specvi ... t_run.html

Herzliche Grüße,
Otmar


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PostPosted: 18. December 2007, 21:15:16 PM 
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Hallo Freunde,

die jetzige gute Wetterperiode nutze ich, um ein zweites Mal die wichtigsten Linien von P Cyg (Tabelle) zu vermessen, um auf Variabilität zu prüfen.
Werde die nächsten Tage darüber berichten (sobald ich zum Auswerten gekommen bin, derzeit messe ich nur).

Liebe Grüsse
Lothar


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