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PostPosted: 25. May 2010, 11:01:57 AM 
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Hi Martin

Zwei Fragen zu dem Bild:

Sieht man da nur die Lampenfassung, oder ist das die ganze Elektronik?

Mit was gehst du da in das Netzteil rein (ich meine die 3 Stecker unten links)?

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Daniel P. Sablowski

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PostPosted: 25. May 2010, 15:43:54 PM 
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Hallo Daniel,

ist ein älteres Bild, mit externer Spannungsquelle (HP6516A, max. 3 kV) für erste Versuche. Die Stecker sind für Hochspannung und ein Abgrifff auf einen 1k Vorwiderstand, mit dem der Strom bestimmt bestimmt wurde (1 mA --> 1 V). Heute ist die ganze Elektronik im Kasten drin, Stromstabilisierung mit MOSFET, Eingang 220 V Wechselstrom, Ausgang max. 300 V, 5 - 15 mA regelbar:

Dummerweise ist auf diesem Bild weder Kathode noch Glasfaser sichtbar.
Ich habe das erste Bild gezeigt, da dort die Kollimatorlinse und Glasfaser noch sichtbar sind.

Im Moment arbeite ich anderen Problemen, deshalb dieser provisorische Aufbau.

Gruss, Martin


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File comment: 1. stabilisierte Version der HKL
HKL elektronik simpel.jpg
HKL elektronik simpel.jpg [ 224.12 KiB | Viewed 14499 times ]
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PostPosted: 25. May 2010, 16:20:19 PM 
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Hi Martin

Was ist das für eine Spannungsquelle HP6516A? (DC/DC-Hochspannungswandler)?

An welchen Problem arbeitest du?

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PostPosted: 25. May 2010, 22:25:34 PM 
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Hallo

hier mein Spektrum von sheliak mit der Fiberinjektuion von shelyak :) . Nicht gerade sehr berauschend......ist wohl auch nur zum Anschauen, so was kann man wohl kaum auswerten!

Muß noch einiges üben, um das besser hinzubekommen.....was ich zu sehen meine:

ganz li. unten die heliumemission, dann die Wasserstoffline ebenfalls in Emssion, dann ganz schwach die Siliziumlinien und dann vielleicht h beta und ganz oben.....h-gamma?

Entschuldigung bitte, ich weiß es könnte völliger Blödsinn sein, den ich da aus meinem Kaffeesatz glaube lesen zu können.....wie gesagt zum Messen kann man sowas nicht gebrauchen


gruß
berthold :oops:


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versuch_betalyrae.png
versuch_betalyrae.png [ 168.36 KiB | Viewed 14487 times ]
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PostPosted: 25. May 2010, 23:12:33 PM 
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Hallo Daniel,

das HP6516A ist die Kiste rechts im Bild, von einem Kollegen ausgeliehen, ein solides Gerät, nach einigem Suchen habe ich dafür ein Manual aus dem Jahr 1967 gefunden. Das Manual war sehr hilfreich, mit detailliertem Schaltplan und Komponentenliste, so dass ich durch Einbau eines Vorwiderstands die Strombegrenzung von 8 auf 15 mA variabel Tunen konnte (im Bild noch die Originalversion mit Maximalstrom 8mA, wie auf dem Display ersichtlich ist). Solche Manuals findet man heute nicht mehr. Gerät jetzt ersetzt durch Eigenbau, zwar nur 300V anstatt 3000V, dafür 10 kg leichter und im Lampengehäuse drin. Ebenfalls sichtbar PC mit Spektrum der HKL, ausgewertet mit eShel von Sheliak, in der Kiste dahinter ist das Spektrometer eingebaut.

Zu Deiner zweiten Frage: Im Moment arbeite ich an der Einkopplung von Teleskop zu Faser, an der Wasserkühlung der CCD, Driftmessungen sowie Auswertesofteware. Leider geht das alles nicht gleichzeitig, da ich daneben noch beruflich tätig bin.

Gruss, Martin


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File comment: Echelle Aufbau
DSCN1209s.jpg
DSCN1209s.jpg [ 269.49 KiB | Viewed 14484 times ]
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PostPosted: 26. May 2010, 06:53:58 AM 
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Hi Martin

Das sieht ja alles ganz toll aus. Das Gewicht dieser Netzteile mit Trafo ist auch nicht ganz vorteilhaft.
Also hast du dir auch einen Echelle gebaut?

Könntest ja mal ein Spektrum von der Th/Ar reinsetzen.?

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PostPosted: 26. May 2010, 08:53:03 AM 
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Hallo Daniel,
Quote:
Könntest ja mal ein Spektrum von der Th/Ar reinsetzen.?
habe ich schon gemacht, schau mal unter Projektionsobjektiv:
http://spektroskopieforum.vdsastro.de/v ... highlight=

Gruss, Martin


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PostPosted: 26. May 2010, 19:55:00 PM 
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Hallo diejenigen, die das noch interessieren könnte.... :wink:

Das ist ein ThoArg Spektrum nach 80 sec durch die 50µm Faser. Die hellsten Spots haben etwa 40.000 ADU, sind also nicht gesättigt.

Nie ganz klar ist mir, woran ich drehen muß an den Spektrographenelementen , um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.......ich muß immer rumversuchen...naja, könnte mir das ja auch mal aufschreiben :-)

Reicht die Qualität dieses Eichspektrums aus und ist sowas verwendbar?

Es gibt ja noch Andere, die solche Spektren erzeugen können. Ich möchte bitte fragen, ob 80 sec im Rahmen sind oder eigentlich viel zu lang. Ich möchte daraus eine Abschätzung der Effiziens des echelle's hier ableiten.....

cheers
befrthold


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thoarg_ex.jpg
thoarg_ex.jpg [ 324.34 KiB | Viewed 14444 times ]
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PostPosted: 26. May 2010, 20:09:53 PM 
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Hallo Berthold

Ich würde sagen, prinzipiell schon verwendbar.

Ich sage auch, dass 80 Sekunden in Ordnung sind, wenn ich das mal mit Baches vergleiche, der ja einen Spalt hat.

Der Schatten oben rechts im Bild geht mir nicht ein. Das könnte auch dazu führen, dass überlappende Linien fehlen, die Midas braucht, um die Ordnungen zusammenzufügen. Ich kenne den Überlapp nicht, müsste ich mir mal genauer anschauen. Das sollte man mal ausprobieren, aber nichtsdestoweniger sollte dieser "Schatten" behoben werden.

Auch das durchlegen, einer Funktion, durch die Ordnungen, könnte ein Problem werden, da die Ordnungen im "Kernschatten" nicht mehr zusehen sind.?

Ich hoffe, das hat dir geholfen.

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Daniel P. Sablowski

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PostPosted: 26. May 2010, 23:10:41 PM 
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Hallo Berthold,

Daniel hat es schon gesagt: Das im rechten Teil der Aufnahme die Ordnungen bzw. Th-Linien "gelöscht" sind, ist sehr eigenartig. Kann mir im Moment gar nicht vorstellen, was das ist.

Lieber Gruß
Lo

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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PostPosted: 26. May 2010, 23:38:23 PM 
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Hallo Berthold,

ja das ist schon brauchbar. Wie Daniel bemerkt, stört der dunkle Streifen etwas. Ich denke,das kommt daher, wenn der Blazewinkel nicht richtig eingestellt ist, habe ich bei mir auch schon gesehen. Wenn Du am Gitterwinkel drehst, wandert er, aber die Kamera muss ebenfalls nachgestellt werden. Ein Tip: zünde mit einer Halogenlampe fokussiert auf die Glasfaser, so dass genügend Licht in das Spektrometer einfällt. Im Dunkeln kannst Du dann den Kollimator so justieren, dass das Echellegitter ausgeleuchtet wird. Die Reflexion des Echellegitters sollte das Kameraobjektiv zentrisch ausleuchten (mit weisser Karte checken), eventuell das Gitter etwas kippen, dann muss nur noch die Kamera ausgerichtet werden. So hat's zumindest bei mir funktioniert. Zur Überlappung, die ist ok, wie man aus dem folgenden Bild sieht, wo ich die entsprechenden Linienpaare verbunden habe (Wellenlänge zunehmend von rechts nach links und von oben nach unten, üblicher ist das um 180° gedrehte Bild). Dann kann's losgehen mit der Zuordnung, ausgehend von den intensiven Argonlinien unten.

Vielleicht hilft Dir das ein Stück weiter.

Gruss, Martin


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File comment: Bertholds Spektrum, "zusammengesetzt"
ThAr spectral range.JPG
ThAr spectral range.JPG [ 175.82 KiB | Viewed 14430 times ]
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PostPosted: 26. May 2010, 23:46:09 PM 
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Zunächst einmal herzlichen Dank an Alle, die mir hier geantwortet haben.....so was hilft eben weiter, besonders natürlich die mail von Martin.....dankeschön!

Die Effiziens im Spektrographen scheint dann wohl acceptabel zu sein?

Es war mir klar dass das echellespektrum unbedingt ZENTRISCH in das objektiv fallen MUSS

berthold
Quote:

Hallo Berthold,

ja das ist schon brauchbar. Wie Daniel bemerkt, stört der dunkle Streifen etwas. Ich denke,das kommt daher, wenn der Blazewinkel nicht richtig eingestellt ist, habe ich bei mir auch schon gesehen. Wenn Du am Gitterwinkel drehst, wandert er, aber die Kamera muss ebenfalls nachgestellt werden. Ein Tip: zünde mit einer Halogenlampe fokussiert auf die Glasfaser, so dass genügend Licht in das Spektrometer einfällt. Im Dunkeln kannst Du dann den Kollimator so justieren, dass das Echellegitter ausgeleuchtet wird. Die Reflexion des Echellegitters sollte das Kameraobjektiv zentrisch ausleuchten (mit weisser Karte checken), eventuell das Gitter etwas kippen, dann muss nur noch die Kamera ausgerichtet werden. So hat's zumindest bei mir funktioniert. Zur Überlappung, die ist ok, wie man aus dem folgenden Bild sieht, wo ich die entsprechenden Linienpaare verbunden habe (Wellenlänge zunehmend von rechts nach links und von oben nach unten, üblicher ist das um 180° gedrehte Bild). Dann kann's losgehen mit der Zuordnung, ausgehend von den intensiven Argonlinien unten.

Vielleicht hilft Dir das ein Stück weiter.

Gruss, Martin





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PostPosted: 27. May 2010, 07:01:44 AM 
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Hallo

Ok, Überlapp reicht aus. Ich hatte nur bei dem Schatten bedenken, dass die überlappenden Linien im Schatten liege. Also oben im Blauen, aber das geht auch noch, selbst mit Schatten.

Der Justage-Tipp von Matrin sollte auf jeden Fall angenommen werden.

Schön Berthold, es wird doch.

:-)

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PostPosted: 27. May 2010, 07:36:56 AM 
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Hi Berthold

Ich weis nicht, ob man die Effiziens alleine an diesem Bild und der Belichtungszeit fest machen kann.
Ich denke man sollte auf jeden Fall das R und die Empfindlichkeit der CCD mit hinzuziehen.
Der Vergleich mit Baches war so aus dem Bauch raus. Baches muss und soll ja nicht als Standard dienen.

:-)

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Hallo Berthold

Also wenn das Auflösungsvermögen R = Lambda/dLambda ist, dann ist die Effiziens e = E*R eines Spektrographen gegeben durch das Produkt der Étendue E und dem Auflösungsvermögen R.

In der Praxis wird E definiert zu:

E = (Fläche der Pupille) * (Fläche des Feldes) / (Abstand Pupille - Feldblende)

Das kommt alles von der Helmholtz-Lagrange-Invarinaz. Man kann auch noch anders definieren, aber die obige scheint mit als die praktischste.

Was halt noch fehlt in dieser Definition, ist die Berücksichtigung des LWL´s, das müsste man dann eher messen. Dann kann man sozusagen den eintretenden Fluss zu eins definieren und dann eine relative Effiziens ableiten.

Vielleicht etwas theoretisch, aber so hab ich das in einem Praxisbuch "Spectrograph Design Fundamentals" (ISBN-10: 0-521-86463-1) von John James gefunden.

Naja :-)

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Hab ich gerade im Netz gefunden!

Gruß Tobias


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Hallo

Das ist natürlich eine Idee, nach dem pin hole oder Spalt wieder eine Projektionslinse zu setzen und mit der dann in den LWL reingehen. Justierung, vor allem dauerhaft, ist da nicht ganz leicht, man muss trotzdem irgendwie sehen können, das wirklich genau auf den LWL fokussiert wird. Scheint mir eine gute Idee, aber sehr aufwändig.

So wie das aussieht, wird erst kollimiert und dann mit einem Fiberkollimator eingekoppelt. Das würde die Justierung schon etwas flexibler machen.

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Hallo Leute

Vielleicht hab´t ihr´s schon gesehen, aber hier http://spectroscopy.files.wordpress.com ... 0_0514.pdf gibts mal wieder was neues von den Bachesentwicklern, Flaches und auch einiges zur Fibereinkopplung.
Da gibt´s auch Effizienzangaben, zum Vergleich.

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Hallo Daniel,
die ganze Sache wurde am 8. Mai auf der Spektroskopietagung in Bebra in natura vorgeführt. Es war einfach faszinierend, wie Dr. Gerardo Avila und Dr. Carlos Guirao den Spektrographen in ca. 3 h zusammengesetzt und justiert haben!
Viele Grüße
Christian


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PostPosted: 02. June 2010, 18:00:52 PM 
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Hallo Christian

Ich war mit Professor Heber in Bebra, leider konnte ich den Vortrag nicht hören. Ist sehr interessant was die machen, zweifellos.

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Daniel P. Sablowski

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PostPosted: 25. July 2010, 12:00:28 PM 
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Hallo,

die fiberinjection von shelyak scheint nun richtig zu funktionieren, jedenfalls scheinen das die Messungen vom 24.7.2010 nun endlich ergeben zu haben!

Es ist zwar alles noch weit weg, von dem, was ich mir so vorstelle, aber immerhin halten sich die Belichtungszeiten nun in vernüftigen Rahmen und ich weiß nun, daß das über die Faser der richtige Weg auch für uns Amateure ist zumindest solange wie wir über keine Bezugsquelle verfügen, die zu vernünftigen Konditionen eine aluminiumbedampfte Glasplatte mit einem 50µm Loch oder einem entsprechenedem Spalt liefert, der 100µm lang ist.......

Aus Testgründen hatte ich den Spektrographen im Freien neben meiner Kuppel aufgebaut, weil es mir in der Kuppel nicht dunkel genug schien (Laptop!). Aber ich hatte nicht bedacht, dass wir praktisch Vollmond haben, so habe ich es bei den länger belichteten Spektren von Pcygni und von beta lyrae irgendwie mit Fremdlicht zu tun. Auch ist die Focuslage nicht optimal! Aber ich war so aufgeregt, endlich vernünftige Spektren mit der Fser zu bekommen, dass ich nicht an Allem gleichzeitig drehen konnte und wollte. Leider habe ich keine Thoriumlampe...Lothar hatte seine in Heidelberg gebraucht und meine ist leider noch nicht da.......so kann man halt die Spektren von vorneherein nicht reduzieren, Flats habe ich zwar durch die Shelyakinjektion gemacht.......auch das geht jetzt zu vernünftigen Belichtungszeiten....aber das reicht halt nicht....ich zeige jetzt mal, was ich so fertig bekommen habe heute Nacht......könnte ja sein, dass es den Einen oder Anderen interssiert.

cheers
berthold


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File comment: habe keine Duneklbilder gamacht und konnte daher auch keine abziehen....:-))
sum_arkturus_5x20sec100724.jpg
sum_arkturus_5x20sec100724.jpg [ 112.09 KiB | Viewed 13909 times ]
File comment: >80.000 nach nur 100sec finde ich nun ganz gut, obwohl der Stern natürlich recht hell ist
verscan_arctu_100724_5x20sec.jpg
verscan_arctu_100724_5x20sec.jpg [ 119.49 KiB | Viewed 13909 times ]
File comment: hier war irgendwie Fremdlicht im echelle, weiß auch nicht, der durch den Vollmond aufgehellte Himmer scheidet ja wohl als Ursache aus(?) Aber man sieht die Heliumemission, die h-alpha h-beta und h-gamma linie und die beiden Natriumlinien
sum_belyrae_100725_9x180sec.jpg
sum_belyrae_100725_9x180sec.jpg [ 74.93 KiB | Viewed 13909 times ]
File comment: hier auch das Fremdlichtproblem, aber das werde ich schon auch noch hinbringen.....abgesehen davon, dass das Alles mit dem C11 war mit dem C14 kann es eigentlich nur besser werden, was ist dei emission ganz "unten"? Das ist rotseits von 6678!
sum_pcyg_100725_9x180sec.jpg
sum_pcyg_100725_9x180sec.jpg [ 65.41 KiB | Viewed 13909 times ]
File comment: Bei Vega ist ja fast gar nichts zu sehen!!! :-))
Nur.....warum sieht man hier die Natriumlinien des Interstellarraumes nicht?

sum_vega_100725_4x60sec.jpg
sum_vega_100725_4x60sec.jpg [ 92.83 KiB | Viewed 13909 times ]
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PostPosted: 08. August 2010, 13:56:16 PM 
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So jetzt hat shelyak mir eine neue Faser geschickt, nachdem die Erste ohne erkennbare Ursache trotz Metallummantelung gebrochen war. Ichhabe heute- es ist bedeckt bei uns - thoriumspektren gemacht und diese so gut es eben geht mit Vspec provisiorisch vermessen. Ich habe eine FWHM von 5,2 Pixeln. Dies sit bei einer Pixelgröße von 7,4µm und einer faser von 50 µm am limit, was ich erreichen kann mit diesem Apparat. Schärfer geht es mit dieser Kiste eben nicht...aber gut, man kann halt eben nicht Alles auf einmal haben.......

Immerhin kann ich jetzt auf Anhieb komplette Datensätze erzeugen......damit bekomme auch auch noch die passenden Sternspektren hin, da bin ich mir ziemlich sicher.....(wenn ich das sagen darf)

cheers
berthold


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File comment: ich kriege ungter vspec nicht das ganze Bild des Spektrums auf den Schirm, wo das nun wieder dran liegt, weiß ich leider nicht, aber amn kann das Ergebnis nun selbst ablesen.....
thorium_100807_vspec.jpg
thorium_100807_vspec.jpg [ 92.75 KiB | Viewed 13793 times ]
File comment: so siehts unter maxim aus
thorium_100807.jpg
thorium_100807.jpg [ 120.59 KiB | Viewed 13793 times ]
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PostPosted: 09. August 2010, 09:27:45 AM 
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Hallo Lothar und alle sonstigen Interessierten......

meine Untersuchungen bezüglich der shelyak Fasereinkopplung haben ergeben, dass die nicht ohne Weiteres mit einem C14 betrieben werden kann. Ich habe das nämlich versucht. Wenn man am C14 den üblichen reducer 6.3 verwendet, dann verringert sich die Öffnungszahl auf etwa 8,5 , was etwa 3 Metern Brennweite entspricht.

Das habe ich ausgemessen.

Abgesehen davon , dass diese Öffnungszahl nicht zu der Fasereinkopplung paßt.....das scheint in Wirklichkeit so empfindlich doch nicht zu sein....sind die 3 Meter Brennweite nachführungsmäßig kaum beherrschbar. Zu oft und zu lang sind einfach die Zeiten, in denen die Faser nicht voll beleuchtet ist.

Merkwürdigerweise zieht man keinen bedeutenden Nutzen davon, dass das Seeingscheibchen bedeutend größer ist als das 50 µm pinhole. Das verstehe ich nicht.....ist aber so.

Das geht nur ordentlich mit diesem Reducer (6.3) und einem C11........genau dafür ist aber auch die Fiberinjection gedacht und gemacht.....:-))


cheers
berthold


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PostPosted: 09. August 2010, 17:04:56 PM 
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Jetzt ist es doch noch schärfer im Roten.......dafür wird es im Blauen doch unscharf, also ganz so gut, wie erst von mir eingeschätzt ist der Farblängsfehler dieses Canon objektives wohl doch nicht korrigiert :roll:

bräuchte nun ein paar klare Nächte.........

berthold


(habe fast den Eindruck, als ob ich hier mit mir selbst rede........) :shock:


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thor_1zu1.gif
thor_1zu1.gif [ 83.88 KiB | Viewed 13760 times ]
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PostPosted: 11. August 2010, 12:38:38 PM 
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Hallo,

das ist die kallibrierte 3. Ordnung meines ThorArg Eichspektrums

berthold


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kallibrierte_3.Ordnung.gif
kallibrierte_3.Ordnung.gif [ 58.21 KiB | Viewed 13735 times ]
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Ich habe jetzt die gleiche Ordnung mal mit midas durchgerechnet...soweit ich das konnte(!):

Danach ist in dieser Ordnung Das R = 9394, die FWHM 0.696 Anhström/px. Diese werte scheinenmir plausibel zusein und sollten wohl nun auch stimmen.

Das sind Werte, wie ich sie im Routinebetrieb mit dem Lhires und dem 1800er Gitter nicht ereiche.

Das R steigt zu dem zum Blauen noch an. Das muß ich aber erst noch in einer solchen Ordnung bearbeiten......


berthold


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Hallo,

nach langwierigem Bemühen, und der Hilfe von Günter, kann ich nun wenigstens einzelne Ordnungen aus dem Echellespektrum reduzieren, ordentlich Vermessen und auch einen gescheihten Graphen ausdrucken......nachdem ich nun weiß, wie ich das unter midas machen kann, werde ich nun noch andere Ordnungen reduzieren......mal sehen, was ich dann zu melden habe.......


berthold


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Nachtrag:

da die ordnungen von "unten" gezählt werden, so wie ich das meine zu verstehen......handelt es sich hier um die 20. und nicht umd die 3. Ordnung.

Man sieht bei der FWHM, dass das dieses Mal mit Vspec übereinstimmt, nicht aber die Angabe der Lineardispersion.......nur mal so als Ergänzung.

Die Daten von midas stimmen aber.......

berthold :)


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PostPosted: 17. August 2010, 12:43:01 PM 
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Hallo,

jetzt hat mir Otmar freundlicherweise die Ordnungen 32 -35 meines ThorArg Spektrums reduziert. Es ist offenbar auch für professionelle Astronomen schwer, die Linien dieser meiner ThoArg Lamp, den Linien der üblich verfügbaren Atlanten zu zuordnen.

Ich habe dann in den reduzierten Ordnungen das jeweilige R berechnet.

In der 32.Ordnung - also ganz im Roten - fällt das auf 20% des sonstigen R ab!

cheers
berthold


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PostPosted: 17. August 2010, 14:45:10 PM 
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Hi Berthold

Wunderhübsch!

Na, das ist doch mal ein richtiges Erfolgserlebnis, nach all den Strapatzen.
Mich würde nun auch mal das S/N bei verschieden hellen Sternen interessieren, aber das Wetter - wie so oft.

Leider konnte ich meine Einkopplung bisher auch nicht testen, könnte höchstens paar Regentropfen einfangen.

Da kannst Du Dich ja nun mal an die Konstruktion eines Kastens machen und mal die Temperaturabhängigkeit untersuchen, um herauszufinden, ob sich eine Thermokiste lohnt. Falls Du so eine bauen willst, kann ich Dir helfen. Einen Peltierkühler und eine feinfühlige Heizung zu konstruieren ist gar nich so einfach, musste ich feststellen.

Also, bleib dran, toll!!

_________________
Daniel P. Sablowski

https://www.kunstmann.de/buch/axel_hack ... 42000/t-2/
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Hallo lieber Berthold und lieber Otmar,

absolut Klasse das Ergebnis !!! Vielleicht schafft Ihr das ja auch noch für einige blaue Linien ?

Grüsse
Klaus


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PostPosted: 19. August 2010, 10:22:23 AM 
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Hallo Liste,

gestern hat sich Otmar fast den ganzen Tag für mich im Chat Zeit genommen und hat mir in äußerst geduldiger Weise beigebracht, wie ich mein ThoAr-spektrum mit midas reduzieren und kalibrieren kann. Dazu hat er mir ein skript geschrieben.....nur 5 oder 6. Zeilen lang....das aber hat es in sich: Mit einem einzigen "klick" werden alle 21 Ordnungen innerhalb eines Lidschlages reduziert und können sofort geplottet werden. Das ist einfach begeisternd!

Dazu hat er mir Einiges über den Feroskatalog gesagt und den CASPEC Atlas.

Ferner hat er für mich die Konstante, die sich für mein ThoArg-spektrum aus dem Produkt von Ordnungszahl + Zentralwellenlänge ergibt, berechnet. Noch dazu hat er die Konstante berechnet, die man durch die Ordnungsnummer teilen muß, um die lineardispersion zu erhalten. Weil nämlich die Linienindentifikation aus den hochaufgelösten Spektren der Profithoriumatlanten sehr heikel ist,kann ich an hand dieser Konstanten sofort abschätzen, ob meine Linienzuordnung stimmen kann.

Zuvor hat mir Günter ein skript verfaßt, mit dem ich bei 2 bekannten Wellenlängen eine Ordnung kalibrieren kann. Dieses Programm ist nicht minder wichtig, als alles Andere, denn ohne dieses ist es sehr mühsam, die Abszisse von pixel auf Angström umzurechnen.



Zum guten Schluß hat sich Otmar ziemlich optimistisch geäußert, dass das wahrscheinlich ein funktionierendes System wird, um routinemäßig - wenn auch nicht sehr hoch aufgelöste - Echellespektren zu erzeugen und zu bearbeiten. Möglicherweise habe ich in den kommenden Nächten erste Chancen dafür einige Beweise zu liefern.

Facit: ich kann schon jetzt eventuell gewonnen Echellesternspektren auf einen Rutsch reduzieren. Das ist ein bedeutender Fortschritt für mich.

Was noch nicht in meiner Hand geht, ist die Kalibrierung von Sternspektren und das Ananderhängen der einzelnen Ordnungen zu einem Gesamtspektrum.

Ich bin mir nun aber sicher, dass mir das Otmar auch noch beibiegen wird.

Ich danke Günter und Otmar.

cheers
berthold


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PostPosted: 19. August 2010, 11:42:46 AM 
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Hallo Berthold,

herzliche Gratulation zu Deinen Fortschritten. Nur ein kurzer Gedanke zu Deiner Auflösung in Ordnung 32. Hast Du zur Berechnung von R die 2 intensiven Argonlinien verwendet? Die sind vermutlich gesättigt und ergeben deshalb nicht das korrekte R. Versuchs mal mit den anderen, schwächeren Linien, dann sollte etwas Vernünftiges herauskommen.
Mit meinem Spektrographen erreiche ich ebenfalls Werte über 10'000, allerdings verwende ich die Software Audela, die inzwischen gut funktioniert (mit Zusammensetzen der Spektren und Normierung). Ich war dafür auch eine Woche am OHP Workshop in der Provence.

Gruss, Martin


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PostPosted: 21. August 2010, 10:24:14 AM 
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Hallo,

so, jetzt scheint es zu gehen mit der LWL einkopplung und diesem Echellespektrographen. Es war zwar gestern aben doch leider teilweise mit Schleierwolken bedeckt.....aber das Folgende kann ich von pycygin zeigen. erste Reduktionen müssen noch etwas hinten angestellt werden. Das Kalibrieren der einzelnen Ordnungen anhand des CASPEC Kataloges ist für mich sehr mühsam und vor Allem zeitraubend........aber ich sehe schon Licht am Ende dieses Tunnels.......Ich habe noch Spektren von beta lyrae und gam cas am 20.8.2010 gemacht...die zeige ich später mal. Ich würde mich freuen wenn Martin und Daniel (Sablowski) auch Ihre Spektren von diesen Paradesternen hier zeigen könnten........

cheers
berthold

(der vor 2 jahren keinerlei Ahnung hatte, was ein echellespektrograph ist :) )


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File comment: das ist ein Querschnitt durch alle Ordnungen. wenn man hier mißt, sieht man, dass der Apparat in fast allen Ordnungen hart an der Grenze des teoretisch zu Erwartenden liegt hinsichtlich des Auflösungsvermögens....so um die 10.000
ordnungen.jpg
ordnungen.jpg [ 117.83 KiB | Viewed 13557 times ]
File comment: der rote Teil des Pcygni spektrums. Ganz ror ist li oben. Deutlich sind die interstellaren Natriumlinien zu sehen, woraus die Lineardispersion abgeschätzt werden kann. Die Schiefstellung der Ordnungen ist noch konstruktionsbedingt, mache aber nichts, wie
pcy_rot_li_ob.jpg
pcy_rot_li_ob.jpg [ 88.59 KiB | Viewed 13557 times ]
File comment: der blaue teil des Spektrums. Ganz balu ist re.unten.
pcy_bl_re_unt.jpg
pcy_bl_re_unt.jpg [ 89.02 KiB | Viewed 13557 times ]
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PostPosted: 22. August 2010, 13:19:47 PM 
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Hallo,

hier das Bild des Spektrums von beta lyrae vom 21.08.2010. Sterne dieser Helligkeit lassen sich wie man sieht nun verläßlich mit dieser Apparatur erstellen. Für die weitere Reduktion brauche ich noch etwas Zeit, so sieht man natürlich noch nicht viel. An dem Querschnitt sieht man jedoch, dass das Spektrum ein ordentliches S/N erwarten läßt und dass die Auflösung nahezu das theoretisch zu Erwartende erreichen sollte.

Ein Versuch an WR 140 zeigte jedoch, dass das mit 10 x 240 sec nicht reicht, um ein vernünftiges Ergebnis hier zeigen zu können. Eine Verdreifachung der Belichtungszeit sollte jedoch auch hier acceptablle Ergebnisse zeitigen.

Ferner habe ich getestet, dass die Shelyakeinkopplung in Verbindung mit einem C14 nur geht, wenn man die Brennweite des C14 auf 1000 mm runtersetzt (Reducer3.3) Mit einem Reducer 6.3 ist die Nachführung nicht excact genug. Es entstehen viele Sekunden während einer Aufnahme, während der die Faser dann einfach im Dunklen ist. Das ist bei einem Reducer 3.3 nicht so, da ist die FAser kontinuierlich zu beleuchten. Eigentlich sollte ich dafür aber ein größeres Echellegitter einsetzen.....habe ich aber nicht.

cheers
Berthold


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blyrae_200821.jpg
blyrae_200821.jpg [ 105.15 KiB | Viewed 13539 times ]
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So jetzt habe ich eine Ordnung des b_lyrae Spektrums reduziert. Es gibt noch Probleme mit der X-achse, weil ich nicht weiß, wie man unter midas Bilder so dreht, dass eben die Koordinaten der Pixel 0,0 links unten stehen. Ich kann zwar in midas ein Bild flippen aber eben nicht in dem genannten Sinne spiegeln. Ich weiß halt den Befehl nicht....... :)

cheers
berthold


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beta_lyraea-HALPHA.jpg [ 59.46 KiB | Viewed 13532 times ]
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PostPosted: 23. August 2010, 14:23:03 PM 
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Hallo,

und jetzt kommt's richtig rum.......Das R wurde an den Wasserlinien gemessen!

berthold


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File comment: schön ist zwar anders, aber so sieht's halt zunächst mal noch nur aus
blyrae100821_34.jpg
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Hallo Liste,

so, jetzt habe ich den Durchbruch geschafft. Daran hat Otmar einen sehr großen Anteil, d.h., wäre ohne ihn definitiv für mich unmöglich gewesen. Nochmals ganz herzlichen Dank auch an dieser Stelle. Als 15 Jähriger träumte ich mal davon, ob mir vielleicht ein Astronom eines Tages was zeigen könnte.....so ist das nun seit Längerem bestaunenswerte Wirklichkeit geworden.....

Ich will auch nicht vergessen Günter Gebhard hier zu danken, der sich der Aufgabe annahm, mir Linux beizubringen und viel von Midas. Ohne diese Anleitung, könnte ich jetzt gar nicht auf die Echelleauswertung aufsetzen.

Gut.....und Danke!

Das Spektrum ist selbsterklärend. Morgen normiere ich noch die Ordnung mit der Halpha linie. Diese Ordnung sieht noch besser aus. Otmar sagte mir, dass dieses Spektrum unter Verwendung von 138 (!!) Linien kalibriert wurde. Das ist schon sehr genau. Den Katalog für meinen Spektrographen hat mir Otmar auch erstellt. Ich weiß zwar wie das geht, ist aber nicht einfach zumal nicht für den Ungeübten.......

berthold


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PostPosted: 23. August 2010, 20:00:37 PM 
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Mein Lieber Berthold! Mir bleibt hier nur eine herzliche Gratulation und Respekt vor Deiner Leistung. Das ist doch der Hammer! :D Entscheidend ist also nicht das anstudierte Wissen sondern Beharrlichkeit, Begeisterung und auch die Unterstützung durch andere.

Gruß, Thomas


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PostPosted: 23. August 2010, 22:37:08 PM 
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Ja, Thomas,

danke....ich stand und stehe halt auch auf breiten Schultern...Otmar, Günter Klaus, Lothar....und nicht zuletzt halt auch auf Deinen. Alle zusammen sind halt notwendig gewesen, um mir die Begeisterung zu erhalten, alleine wäre das mir völlig unmöglich gewesen, dies fertig zu bekommen. Am meisten hat mich halt Otmar unterstützt, der relativ früh ansagte, dass dieser Weg schließlich zum Erfolg führen wird. Und im entscheidenden Moment hat er eben in gerade zu pädagogischer Weise mich weiter und weiter geführt......auch Wolfgang Arnold hat in seiner stillen Weise seinen Anteil. Denn wenn der mir nicht das Netzteil gebaut hätte....dann hätte ich halt gucken könnem wie und womit ich meine ThoArg Lampe zünden hätte können.......also Viele sind an diesem Ergebnis beteiligt! Und Allen sei gedankt!

berthold


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PostPosted: 24. August 2010, 21:40:43 PM 
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....und so sieht die H_alpha region des pcygni_echelle_spetrums vom 20.8.2010 als kalibrierter Extract der 34.ordnung aus........Das R liegt bei etwa 10.000, das kann man allerdings nur an dem ThoArg Spektrum messen......

berthold


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PostPosted: 24. August 2010, 22:10:21 PM 
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Hallo Berthold! Ich bin mir nicht ganz sicher, aber kann es sein, dass dies das erste voll kallibrierte und normierte Echelle-Spektrum im Forum ist? Bisher haben wir nur Chip-Aufnahmen gesehen. Nochmals Gratulation! Stellst Du die anderen Ordnungen zum Vergleich auch noch ein?

Gruß, Thomas


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PostPosted: 25. August 2010, 08:56:18 AM 
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Hallo Thomas,

ich schätze auch, dass das erste voll kalibierte Amateurechellespektrum von Pcygni ist, dass hier im Forum veröffentlicht wurde.

Es gibt allerdings nach meiner Meinung zwei nicht gerade unbedeutende Einschränkungen:

1. Das Spektrum wurde von einem Berufsastronomen kalibriert,
also eben nicht von mir . Dass Berufsastronomen sowas können, halte ich für nicht verwunderlich. Dass es einen gibt, der sich solch eines Krames annimmt, ist allerdings umso erwähnenswerter

Um so ein Spektrum kallibrieren zu können, ist einiger Aufwnad nötig. So muß zu dem jeweiligen Spektrographen ein eigener Linienkatalog erstellt werden. Das ist für ungeübte alles andere als trivial. Außerdem müssen dann auf dem 3D ThoArgSpektrum mindestens (in meinem Falle) 10 Linien identifiziert werden ( un das muß(!!!) stimmen) sonst ist alles für die Katz.

Kurz gesagt, das hat zunächst mal alles Otmar gemacht , nicht ich.

2. Ich habe nur aus Spaß an der Freud diese beiden Ordnungen normiert. Die übrigen Ordnungen sind noch nicht normiert, wobei zu sagen ist, dass bei pcygni ja über weite Strecken nur das auch noch schwache Kontinuum zu sehen ist. So macht es aus meiner Sicht wenig Sinn, die ganzen Ordnungen hier zu zeigen. Viele Linien hat der heiße Stern ja nicht.
Wenn ich eines Tages in der Lage bin, die ganzen Ordnungen zu einem (!) 2D Spektrum zusammenzuhängen, dann werde ich das schon zeigen, weil das die technischen Möglichkeiten eines Echellespektrografen sehr deutlich vor Augen führt.

Man sieht wohl noch h-gamma (hoffentlich stimmt das,w as ich hier sage!)aber das ist ziemlich weit im Blauen, da sind die Ordnungen leider nicht mehr ganz scharf und die CCD KAF 3200 bringt da auch nur noch wenig.

herzlicher Gruß
berthold


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PostPosted: 25. August 2010, 21:24:13 PM 
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Hallo Berthold,

neben meinem Respekt vor Deinem technischen Erfolg wollte ich lediglich generell anmerken, dass zur Echelle-Nutzung auch die Datenreduktion gehört. Das ist jetzt erstmalig hier dargestellt worden. Klar, Otmar hat das freundlicherweise gemacht und seine Unterstützung ist Gold wert, doch erst die Reduktion zeigt doch, dass Deine ganze Echelleentwicklung erfolgreich war. An zwei-dimensionalen Bildern kann man das nicht gut bewerten. Nachdem der Erfolg also klar ist, kannst Du die Datenreduktion auch noch lernen. Letzteres ist aber eine in MIDAS hinterlegte Routine und nur noch eine Fleißarbeit. Der wesentliche Erfolg ist aber Deine mit Hilfe anderer durchgeführte technische Umsetzung.

Bezüglich der anderen Ordnungen hatte ich nicht wegen der Spektrallinien gefragt (ich weiß, dass nicht in allen Ordnungen etwas zu sehen ist) sondern der Vollständigkeit halber und damit man sehen kann, dass das Echelleprinzip (die Abbildung des gesamten Spektralbereichs bei hoher Auflösung) funktioniert. Allerdings habe ich daran keinen Zweifel.

Gruß, Thomas


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PostPosted: 29. August 2010, 18:24:25 PM 
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Quote:
An zwei-dimensionalen Bildern kann man das nicht gut bewerten.
Hallo Thomas und alle Anderen,

Du meintest vermutlich, dass man das an DREI dimensionalen Spektren nicht so gut bewerten kann, das stimmt natürlich.

Ich habe jetzt mal die Ordnungen normiert, in denen man was sieht. Im Blauen sieht man bei diesem Stern und den gegebenen Beobachtungsbedingungen halt nur wenig, da rauscht es gewaltig.

Hoffentlich kann ich noch bis Samstag wenigstens eine Serie ordentlicher Echellespektren erzeugen, denn dann fahre ich zu Otmar, der versuchen will, mir die komplette Auswertung von echellespektren zu zeigen........Übrigens:

wenn ich mich einloggen will und jedesmal eingeloggt werden möchte, wenn ich mich anmelde, dann kann ich so ein Häkchen setzen, das ist aber derzeit unwirksam.....stört!

Otmar berichtete mir, dass seine Beiträge derzeit gar nicht ins Forum gelangen, das allerdings finde ich sehr störend, weil das für Alle ein großer NAchteil ist.......

cheers berthold


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File comment: hier spieltt sicher auch eine Rolle ,d ass die Nova3200 hier nicht mehr sehr empfindlich ist
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pcy_0rdung 46.gif
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PostPosted: 29. August 2010, 18:39:46 PM 
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Hallo Berthold, nur, damit wir eine einheitliche Nomenklatura verwenden: Als eindimensionales Spektrum bezeichne ich das normal von Dir dargestellte Spektrum Intensität gegen Wellenlänge. Ein zweidimensionales Spektrum ist die Bildhafte Darstellung auf dem Chip. Eine dreidimensionale Darstellung verwenden wir demnach nie.

Abgesehen davon, dass ich die Ursache für das erhöhte Rauschen im blauen nicht kenne (Chipempfindlichkeit? geringere Effizienz der Aparatur?) ist es doch toll, dass man schön die pCygni-Profile in allen Linien sieht und Dein Aparillo offensichtlich gut funktioniert. Was für ein Erfolg nach all Deiner Arbeit!

Gruß, Thomas

PS: Zu den Problemen des Forenservers muss Lothar etwas sagen.


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PostPosted: 29. August 2010, 18:48:45 PM 
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Hallo Thomas ich möchte das hier nicht weiter vertiefen, weil es im Prinzip ja nicht weiter führt......

wenn eine Funktion als Kurve dargestellt wird, dann kommt die in einem 2 dimensionalem Koordinatensystem daher: x = wellenlänge und y = Intensität, im Foto so wie es aus der CCD kommt, da ist doch das Spektrum in x und y Richtung auf dem Chip ausgedehnt die dritte Dimension ist dann die Helligkeit...die Z achse dann also.........oder ist das wieder falsch?


cheers berthold


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PostPosted: 29. August 2010, 19:37:29 PM 
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Nee, Berthold, so wichtig ist das auch nicht. Ich habe bisher nur immer eine andere Bezeichnung verwendet und war irritiert. In Deinem Sinne hast Du auch völlig recht, solange Du die Intensität als Dimension berücksichtigst.

Gruß, Thomas


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PostPosted: 30. August 2010, 09:30:39 AM 
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Hallo Berthold,

im internationalen Sprachgebrauch (soweit ich ihn kenne) werden fertig ausgewertete Spektren (also Intensitäten in einer Dimension = Pixel oder Wellenlängen) als 1D bezeichnet. Man hat also eine Reihe von Wertepaaren (a,Intensität), wobei a die Wellenlänge bezeichnet. Die Intensitäten sind also in einer Dimension, der Wellenlänge (oder Pixel) angegeben. Eine Auftragung der Intensitäten gegen die Wellenlängen (oder Pixel) ist dann natürlich ein zweidimensionaler Graph (Spektrum).

Eine Aufnahme mit der CCD oder auch daraus hergestellte, per Dark und Flat korrigierte Summenbilder, werden als 2D bezeichnet, weil jetzt die Intensitäten in 2 Dimensionen (x,y) definiert sind. Eine Auftragung der Wertetripel (x,y,Intensität) muss dann natürlich ein dreidimensionaler Graph sein (Histogramm).

Ist wirklich nicht wichtig und reine Konvention, vermeidet aber Mißverständnisse.

Lieber Gruß
Lo

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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PostPosted: 30. August 2010, 10:54:36 AM 
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Am Montag, den 30.08.2010, 09:30 +0200 schrieb Lothar Schanne:
Quote:
Hallo Berthold,

im internationalen Sprachgebrauch (soweit ich ihn kenne) werden fertig
ausgewertete Spektren (also Intensitäten in einer Dimension = Pixel
oder Wellenlängen) als 1D bezeichnet. Man hat also eine Reihe von
Wertepaaren (a,Intensität), wobei a die Wellenlänge bezeichnet. Die
Intensitäten sind also in einer Dimension, der Wellenlänge (oder
Pixel) angegeben. Eine Auftragung der Intensitäten gegen die
Wellenlängen (oder Pixel) ist dann natürlich ein zweidimensionaler
Graph (Spektrum).
Hallo Lothar,

es geht hier um die Anzahl der unabhängigen Variablen.

Bei einem ausgewerteten Spektrum ist das nur eine, nämlich die
Wellenlänge. Die Intensität ist eine Funktion der Wellenlänge.
Wenn man beide Wellenlänge und Intensität(Wellenlänge) braucht man
freilich ein zweidimensionales Blatt.


Bei einem CCD-Rohbild gibt es zwei unabhängige Variablen, Rechtswert x
und Hochwert y. Die Intensität ist wieder eine Funktion der beiden
unabhängigen Variablen.

Vor mir liegt eine Landkarte des Fichtelgebirges. Diese Landkarte ist
doch wohl zweidimensional. Die Farbe auf dieser Karte ist eine Funktion
von geog. Länge und Breite. Deswegen ist die Karte aber doch nicht
dreidimensional.

Bei unseren Wanderungen im Fichtelgebirge bin ich doch in einer
dreidimensionalen Gegend herumgelaufen und nicht in einer
vierdimensionalen.

Der Ort und die Zeit zu der ich an dem Ort war ergeben dann wieder einen
vierdimensionalen Graphen.


Quote:
Eine Aufnahme mit der CCD oder auch daraus hergestellte, per Dark und
Flat korrigierte Summenbilder, werden als 2D bezeichnet, weil jetzt
die Intensitäten in 2 Dimensionen (x,y) definiert sind. Eine
Auftragung der Wertetripel (x,y,Intensität) muss dann natürlich ein
dreidimensionaler Graph sein (Histogramm).

Ist wirklich nicht wichtig und reine Konvention, vermeidet aber
Mißverständnisse.
Erstellt ein Photograph nun dreidimensionalen Kunstwerke und ein
Bildhauer Objekte der 4. Dimension?

Quote:
Lieber Gruß
Lo
Mit freundlichem Grinsen

günter

_________________
Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)


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