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Thomas Eversberg u. Klaus Vollmann, Spectrosc. , 5.13.1
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Seite 1 von 1

Autor:  Christian Netzel [ 07. Februar 2017, 21:12:29 PM ]
Betreff des Beitrags:  Thomas Eversberg u. Klaus Vollmann, Spectrosc. , 5.13.1

Hallo Thomas, hallo Klaus,
ich habe mich in den letzten Tagen etwas mit den Echelle-Kapiteln in Eurem sehr interessanten Buch beschäftigt, das ich als sehr gelungen ansehe. Dabei ist mir im Kapitel über Shadowing folgendes aufgefallen:
Die Darstellung setzt einen konstanten Winkel ThetaB über die gesamte "Steiwand" voraus, besonders für Theta < 0. Ich frage mich nun, ob diese Bedingung in der realen Produktion insbesondere bei preiswerteren Gittern tatsächlich eingehalten werden kann.
Möglicherweise resultieren hieraus manche hier geäußerten Mängel. Könnt Ihr diesen Punkt noch etwas näher erläutern?
Für eine spätere 2. Auflage würde ich empfehlen, die sinc-Funktion zu definieren, da die eigentlich nur im angelsächsischen Bereich verbreitet ist und den meisten deutschen Lesern nicht bekannt se3in dürfte.
Viele Grüße
Christian

P.S.
Für alle, denen sinc nicht bekannt ist:
sinc x := sin x / x für x <> 0 und sinc 0 := 1
Der Wert für x = 0 ist so gewählt, daß sinc x dort nicht nur stetig, sondern auch differenzierbar ist.

Autor:  Thomas Eversberg [ 08. Februar 2017, 15:37:02 PM ]
Betreff des Beitrags:  Re: Thomas Eversberg u. Klaus Vollmann, Spectrosc. , 5.13.1

Hallo Christian!
Zitat:
Möglicherweise resultieren hieraus manche hier geäußerten Mängel.
Welche Mängel sind das denn?

Die sinc-Funktion haben wir nicht erläutert weil Suchmaschinen sofort die Antwort geben. Gruß, Thomas

Autor:  Christian Netzel [ 08. Februar 2017, 16:58:57 PM ]
Betreff des Beitrags:  Re: Thomas Eversberg u. Klaus Vollmann, Spectrosc. , 5.13.1

Hallo Thomas,
meine 1. Frage war zunächst:
Zitat:
Dabei ist mir im Kapitel über Shadowing folgendes aufgefallen:
Die Darstellung setzt einen konstanten Winkel ThetaB über die gesamte "Steilwand" voraus, besonders für Theta < 0. Ich frage mich nun, ob diese Bedingung in der realen Produktion insbesondere bei preiswerteren Gittern tatsächlich eingehalten werden kann.
Ich könnte mir vorstellen, daß eine Verletzung dieser Bedingung zu einer verminderten Resolving power führt.
2. Frage: Kann das sein?

Zur sinc-Funktion:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinc-Funktion
gibt zwei unterschiedliche Definitionen. Welche davon gemeint ist, geht natürlich aus Eurem Text eindeutig hervor. Mir war das auch schon vorher bekannt. Meine diesbezügliche Bemerkung war nicht als Kritik sondern als Anregung gemeint, da vermutlich nicht jeder Leser damit vertraut ist.
Der Wikipedia-Eintrag ist aber trotzdem sehr interessant. Erstens erfährt man, daß diese Bezeichnung noch gar nicht so alt ist und zweitens, daß es auch eine tanc-Funktion gibt, von der ich vorher nie etwas gehört habe.
Viele Grüße
Christian

Autor:  Thomas Eversberg [ 08. Februar 2017, 18:00:12 PM ]
Betreff des Beitrags:  Re: Thomas Eversberg u. Klaus Vollmann, Spectrosc. , 5.13.1

Hallo Christian!

Zu 1.: Das kann ich nicht wissen weil ich die Produktionstechniken für Gitter nicht genau kenne. Sollte der Blazewinkel für verschieden Bereiche auf dem Gitter signifikant variieren, müsste man das an einem verzerrten Spiegelbild sofort sehen können.

Zu 2.: Ja, das ist im Prinzip richtig. Doch eine signifikante Reduzierung des Auflösungsvermögens tritt erst bei Winkeländerungen statt, die man dann wiederum sehen könnte (siehe 1.).

Ich würde bei solchen Problemen zunächst bei der Qualität der Gitterfurchen suchen (siehe Abb. 6.15 im Buch - lege ich bei).

Gruß, Thomas

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