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 Betreff des Beitrags: Datenlieferung
BeitragVerfasst: 15. März 2012, 11:45:14 AM 
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Hallo zusammen,

Angesichts bisheriger Kampagnen (eps Aur, WR 140, etc.) und einer realistischen Einschätzung für ProAm-Kooperationen, würde ich gern wissen, wer an solchen Beobachtungen mit seinen Instrumenten teilnehmen bzw. Daten liefern kann. Mich interessieren nur die folgenden Parameter:

1. Typisches 2-Pixel-Auflösungsvermögen bei Halpha.
2. Typisches S/N bei welcher Magnitude und Belichtungszeit
3. Der erreichbare Spektralbereich (inkl. Kalibration).

Gruß, Thomas


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 Betreff des Beitrags: Datenlieferung
BeitragVerfasst: 20. März 2012, 09:58:56 AM 
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Zitat:

1. Typisches 2-Pixel-Auflösungsvermögen bei Halpha.

Mit dem eShel erreiche ich ein 1 Pixel R von 12.000 bei halpha


2. Typisches S/N bei welcher Magnitude und Belichtungszeit

bei 5m beträgt R etwa 200 bei 60 min Exp
3. Der erreichbare Spektralbereich (inkl. Kalibration).

4700 -7000A

Mit dem Lhires sind sehr variable Werte erreichbar je nach eingesetztem Gitter und Spalt, die Konfiguration kann also hier der allfälligen Fragestellung variantenreich angepasst werden........

Gruss
Berthold


Gruß, Thomas





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 Betreff des Beitrags: Re: Datenlieferung
BeitragVerfasst: 20. März 2012, 11:44:40 AM 
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Zitat:
1. Typisches 2-Pixel-Auflösungsvermögen bei Halpha.
Bei meinem Lhires III, 22 um Spaltweite
2400 g/mm: 0,2 Angström/2Pix
1800 g/mm: 0,4 Angström/2Pix
1200 g/mm: 0,8 Angström/2Pix
Zitat:
2. Typisches S/N bei welcher Magnitude und Belichtungszeit
gam Cas (2.5 mag), Kontinuum,
15 min Belichtung, S/N 820 mit dem 1800 g/mm Gitter (blazed)
30 min Belichtung, S/N 140 mit dem 2400 g/mm Gitter (holographisch)
Zitat:
3. Der erreichbare Spektralbereich (inkl. Kalibration).
400 bis 900 nm, kalibriert mit ThAr (oder andere HKL wie Nb, Mo)

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 13:26:01 PM 
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Hallo Lothar

Bei einer Verdopplung der Belichtungszeit hat man etwa Faktor 1,4 im S/N. Der Disperisonsunterschied ist ca. 2400/1800 = 1,33 und wird in etwa mit der Belichtungszeit kompensiert. Und dann soll das Gitter um Faktor 820 / 140 = 5,9 im S/N (im Signal davon das Quadrat) schlechter sein?

Kann es sein, dass der Wert von 820 nicht representativ ist?

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 13:35:44 PM 
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Hallo Berthold!
Zitat:
Mit dem eShel erreiche ich ein 1 Pixel R von 12.000 bei halpha
Ich kenne kein "1 Pixel R". Es gibt nur 2 Pixel R (Nyquist) oder 3 Pixel R. Bei Deine Angabe bedeutet R = 6000. Stimmt das?

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 16:37:38 PM 
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Zitat:
Kann es sein, dass der Wert von 820 nicht representativ ist?
Hi Daniel,
alle angegebenen Werte sind nicht repräsentativ sondern gemessene Einzelergebnisse, entnommen aus ein paar willkürlich ausgewählten Spektren :lol:

Die Lichtintensität auf der CCD und damit das S/N hängt bei mir stark vom seeing und von der Fokussiergüte ab und schwankt durchaus kräftig. Außerdem unterscheiden sich auch die Spaltweiten. Auch die Gitter haben sich im Laufe der Zeit geändert.

Um hier belastungsfähige Aussagen zu machen müsste ich mir die Mühe machen, eine Reihe von Spektren genauer zu charakterisieren mit allen Kenngrößen und eine Statistik drüber legen.

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Lothar

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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 16:50:55 PM 
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Zitat:
Ich kenne kein "1 Pixel R". Es gibt nur 2 Pixel R (Nyquist) oder 3 Pixel R.
Hallo Thomas,

die reale Auflösung eines Spaltspektrographen ist doch durch die Breite (FWHM) der Spaltabbildung auf der CCD definiert, egal, ob diese Abbildung auf 2, 3 oder 4 Pixel erfolgt.

Sicher ist eine Anpassung der CCD-Pixelgröße auf diese abgebildete Spaltbreite wünschenswert (Nyquist), und 2 bis 3 Pixel zur Abdeckung der FWHM sind optimal, letztlich für die Auflösung des Spektrographen aber nicht entscheidend.

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Lothar

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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 17:46:13 PM 
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Hallo

Ich denke Berthold meint bei 1x1 binning.

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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 17:49:22 PM 
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Hallo Lothar

Naja, ich denke es wurde an einer Stelle im Spektrum bestimmt, die auserordentlich glatt war. Wahrscheinlich würde das S/N knapp daneben schon ganz anders aussehen.

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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 18:00:24 PM 
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Zitat:
Naja, ich denke es wurde an einer Stelle im Spektrum bestimmt, die auserordentlich glatt war. Wahrscheinlich würde das S/N knapp daneben schon ganz anders aussehen.
Das wohl auch. Die Bestimmung eines S/N unterliegt eben auch Willkürlichkeiten, z.B. durch die Auswahl des Bereichs, den man als linienfrei annimmt. Das kann man in einem glatten Bereich voraussetzen, was aber auch zur Überschätzung des S/N führen kann.
Deshalb ist es ja auch sinnvoll, bei Spektren verschiedener Beobachter des gleichen Objekts (z.B. Be Ha Linien) den Wellenlängen-Bereich zu vereinbaren, der zur S/N Bestimmung dienen soll.

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Lothar

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BeitragVerfasst: 20. März 2012, 19:41:45 PM 
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berthold
Zitat:


Hallo

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Daniel Sablowski



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BeitragVerfasst: 21. März 2012, 12:15:05 PM 
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Hallo Lothar!
Zitat:
Deshalb ist es ja auch sinnvoll, bei Spektren verschiedener Beobachter des gleichen Objekts (z.B. Be Ha Linien) den Wellenlängen-Bereich zu vereinbaren, der zur S/N Bestimmung dienen soll.
Das ist sicher richtig, doch auch ein abgestimmtes Wellenlängenintervall muss nicht die beste Wahl sein. Ich denke, man sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass das S/N "kommastellengenau" zu bestimmen ist. Ich frage nur, um einen Anhaltspunkt für zukünftige Messungen zu erhalten. Ich möchte nicht wissen, ob das S/N 313 oder 320 ist sondern ob es 300 oder 500 ist. Das lässt sich aus Erfahrung durchaus sagen, auch wenn kein völlig linienfreies Intervall gefunden wurde..

Bisher haben sich nur Du und Berthold geäußert. Seid ihr also die einzigen deutschen Amateure, die Daten liefern können?

Gruß, Thomas


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