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 Betreff des Beitrags: Auswertungen mit MIDAS
BeitragVerfasst: 26. Dezember 2011, 19:47:14 PM 
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Hallo Christian,


wie so keine Chance??? Jeder kann sich die Skripte von Günters Seite runterladen.....verstehe ich nicht ganz, weil Du sagst, Du habes keine CHance....


beste Grüße
berthold


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BeitragVerfasst: 05. Januar 2012, 16:25:24 PM 
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Hallo und einen schönen guten Tag!

Ich habe vorgestern das erste Mal mit Hilfe von Günter Gebhard's Anleitung versucht, mit MIDAS zu arbeiten und es sind mir einige Fragen aufgetaucht. Wäre jemand von Euch so nett, mir ein paar Ratschläge zu geben?
Im Oktober 2011 habe ich etliche Aufnahmen von Mirach mit dem SA100 gemacht, auch Darks und Flats. Die Daten habe ich nun zum Üben hergenommen.

Die erste Unklarheit habe ich auf Seite 5 des Scriptums. Das Ergebnis bei READ/DESCRIPTOR stern1.fts lautet bei NPIX 772 60 , also nur 60 Pixel in der Y-Achse. Wurde das Bild schon vorher beschnitten und wenn ja, wie?

Ich erhalte nach Eingabe von READ/DESCRIPTOR mirach_1.fit für NPIX 1391 für die X-Achse und 1037 für die Y-Achse.

Ferner verstehe ich die Syntax bzw. den Ausdruck auf Seite 5 unten nicht:

EXTRACT/IMAGE bs1 = as1 [<,2:>,59]

Ok, der Spektralstreifen in der Beschreibung ist 60 Pixel breit. Es wird beim Programmieren von Null an gezählt, also 59. Die Variablen sind auch logisch. Was ich nicht verstehe, ist der Ausduck <,2:> Was bedeuten der Beistrich und der Doppelpunkt in den spitzen Klammern?

Das Nächste wäre das Zurechtdrehen des Spektralstreifens, in meinem Fall etwa 33°.

Ausgangssituation:

Bild

Nach dem Zurechtdrehen erhielt ich folgendes Bild:

Bild

Der Spektralstreifen befindet sich nun also ganz oben im Bild. Wie kann ich ihn weiter nach unten verschieben in Midas? Den unnötigen Himmelshintergrund müsste ich ja auch beschneiden können? Wie geht das?

Ein Problem habe ich auf den Seiten 8 und 9 des Scriptums:
Wenn ich den Mittelwert aus dem Median der beiden Rechtecke nachrechne, komme ich auf 0.0014335/2 = 0.00072 . Im Script steht aber 0.0006. Ich nimm die Werte 5.039 und 9.29 zur Bildung des Mittelwertes, wie es drin steht.

Viele Fragen! ;-)

Soweit bin ich mit meiner ersten Übung jedenfalls gekommen:

Bild

Beste Grüße

Gerhard und alles Gute für das Neue Jahr !


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BeitragVerfasst: 05. Januar 2012, 17:15:53 PM 
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Zitat:
Hallo Gerhard,
Zitat:
Das Ergebnis bei READ/DESCRIPTOR stern1.fts lautet bei NPIX 772 60 , also nur 60 Pixel in der Y-Achse. Wurde das Bild schon vorher beschnitten und wenn ja, wie?
Vermutlich hat Günter die frames der CCD auf den brauchbaren Ausschnitt beschnitten, damit die Dateien kürzer sind (zum Übertragen).
Das wird z.B. auch in Günters OPA- und SMS-Skripten gemacht, damit unnötiger Pixelbalast nicht weitergeschleppt wird (und die Dateien vergrößert). Es ist ja nur der Spektrumstreifen und der umgebende Himmelshintergrund brauchbar.
Zitat:
Ferner verstehe ich die Syntax bzw. den Ausdruck auf Seite 5 unten nicht:

EXTRACT/IMAGE bs1 = as1 [<,2:>,59]
Das bedeutet, dass ein Bildausschnitt aus as1 in die Datei bs1 übertragen wird, und zwar von der ganz linken Spalte (vom Anfang = <) und Zeile 2 bis zur Spalte ganz rechts (rechter Rand des Bildes = >) und Zeile 59.
Also < ist einfach eine Abkürzung für die erste Spalte (egal ob sie von 0, 1 oder x an gezählt wird) und > für ganz rechts = letzte Spalte. Man gibt in dem Befehl extract/image als Parameter eben die beiden Ecken des Ausschnittsfensters an, getrennt durch den Doppelpunkt :
Zitat:
Das Nächste wäre das Zurechtdrehen des Spektralstreifens, in meinem Fall etwa 33°.
Das Problem des Rotierens kannst du generell vermeiden, in dem du die CCD so drehst, dass die Spektrenstreifen waagerecht liegen.
Zitat:
Der Spektralstreifen befindet sich nun also ganz oben im Bild. Wie kann ich ihn weiter nach unten verschieben in Midas? Den unnötigen Himmelshintergrund müsste ich ja auch beschneiden können? Wie geht das?
Hättest du im Befehl rebin/rotate als zweiten Parameter den Rotationsmittelpunkt angegeben, und zwar das Pixel, das etwa in der Mitte des Spektrumstreifens liegt, wäre das Bild um diesen Punkt gedreht worden und der Spektrumstreifen würde dann immer noch etwa in der Mitte liegen.
Hilfe zu jedem Befehl bekommst du mit help "Befehl":

Midas 002> help REBIN/ROTA
REBIN/ROTATE 04-MAY-1994 KB

Purpose:
Rotate a 2-dim image by given angle around rotation point and rebin
with new stepsizes.
Syntax:
REBIN/ROTATE in out [rot_specs] [ref_frame] [ref_flag]
in = name of input frame
out = name of output frame (will be created by this command)
rot_specs = angle,rotx,roty,scalx,scaly (a) or KEYWORD (b)
angle = rotation angle in degrees (positive angle leads to
counterclockwise rotation);
rotx,roty = coordinates of point around which the image will be
rotated,
or C for using coordinates of center pixel as "rotation
point"; ......
Zitat:
Viele Fragen! ;-)

Soweit bin ich mit meiner ersten Übung jedenfalls gekommen:
Ja Gerhard, am Anfang ist es mühsam, Midas zu lernen. Aber es lohnt sich, weil damit wirklich ziemlich alles Spektroskopische erledigt werden kann. Am Anfang helfen die Skripte von Günter sehr (insbesondere für die Auswertung realer Aufnahmeserien: OPA bzw. SMS).

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2012, 11:35:25 AM 
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Hallo Lothar!

Ich bedanke mich vorerst einmal recht herzlich für die wertvolle Unterstützung! Werde heute gleich noch einmal einen neuen Durchgang versuchen und bin so frei, bei etwaigen Problemen wieder Fragen zu stellen.

Herzliche Grüße

Gerhard


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 Betreff des Beitrags: Auswertungen mit MIDAS
BeitragVerfasst: 06. Januar 2012, 14:50:45 PM 
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Am Donnerstag, den 05.01.2012, 15:25 +0100 schrieb Gerhard Hauke:
Zitat:
Hallo und einen schönen guten Tag!
Zitat:
Die erste Unklarheit habe ich auf Seite 5 des Scriptums. Das Ergebnis
bei READ/DESCRIPTOR stern1.fts lautet bei NPIX 772 60 , also nur 60
Pixel in der Y-Achse. Wurde das Bild schon vorher beschnitten und wenn
ja, wie?
Hallo Gerhard,

die Rohdaten habe ich gleich mit der Kamerasoftware so erzeugt. Wie das
nachträgliche Beschneiden geht wird ja mit extract/image vorgeführt.

Zitat:
Ich erhalte nach Eingabe von READ/DESCRIPTOR mirach_1.fit für NPIX
1391 für die X-Achse und 1037 für die Y-Achse.

Ferner verstehe ich die Syntax bzw. den Ausdruck auf Seite 5 unten
nicht:

EXTRACT/IMAGE bs1 = as1 [<,2:>,59]
In den eckigen Klammern stehen die Koordinaten von zwei Eckpunkten:
links unten und rechts oben. So, wie sie da stehen sind das aber keine
Pixelkoordinaten, sondern Weltkoordinaten (falls ich das richtig
begriffen habe).

Damit hat es folgendes auf sich:

Ein CCD-Bild besteht aus einem Rechteck aus Pixeln, der Anzahl NPIX(1) *
NPIX(2). Dabei ist NPIX(1) die Anzahl der Pixel in x-Richtung, und
NPIX(2)...

Die Pixel kann man auch direkt ansprechen indem man ein (==>) vor die Nummer
schreibt.
Bei extract/ima also [@3,@7:@50,@23]

Dann gibt es auch noch die Weltkoordinaten, die im Fitsheader als START
und STEP gespeichert sind.

Beispiel:
START/d/1/2 2.5 47.11
STEP/d/1/2 0.23 0.56

Dann hat das Pixel @1,@1 die Weltkoordinaten 2.5,47.11 und das Pixel
@2,@3 die Weltkoordinaten 2.73,48.23

Und dann gibt's das auch noch krummlinig, weil man bei Himmelsaufnahmen
die Innenseite der Himmelskugel fotografiert.


Leider verwendet die Camerasoftware für Amateure nicht die
Weltkoordinaten, sondern lässt auch bei Ausschnitten die Koords bei 0,0
oder 1,1 beginnen. Bei Weltkoordinaten würden bei der Dunkelstrom- und
Flatfieldkorrektur gleich die richtigen Pixel in allen drei Aufnahmen
verarbeitet werden.

Zitat:
Ok, der Spektralstreifen in der Beschreibung ist 60 Pixel breit. Es
wird beim Programmieren von Null an gezählt, also 59. Die Variablen
sind auch logisch. Was ich nicht verstehe, ist der Ausduck <,2:> Was
bedeuten der Beistrich und der Doppelpunkt in den spitzen Klammern?
[]
bedeutet, dass ein Bereich gemeint ist

[2:4]
die Strecke mit den Endpunkten 2 und 4.

[3,2:7,11]
das Rechteck mit den Ecken (3/2), (7/2), (7/11) und (3/11)

[3,8,12:27,38,44]
der Quader mit insgesamt 8 Ecken, die ich jetzt nicht hinschreiben mag.

Alles in Weltkoords :-)


Gruß
günter

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Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2012, 16:36:21 PM 
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Hallo Günter!
Das "(==>)" entspricht also in etwa den relativen Koordinaten im AutoCAD, mit dem ich sehr oft privat arbeite ?
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Dir als Ersteller einer großen Lernhilfe und hoffe, mit weiteren Fragen nicht lästig zu sein!
Herzliche Grüße
Gerhard
Post Scriptum: Sorry, war ein Denkfehler! Ich dachte an Zeichnungskoordinaten! Siegfried Hold hat meinen Biocomputer korrigiert! ;-)


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BeitragVerfasst: 08. Januar 2012, 19:13:33 PM 
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Hallo,

bin nach einigen Startschwierigkeiten wieder auf "MIDAS-Ebene". Da ist Gerhard nicht ganz unbeteiligt!
Dazu einige Fragen:
1. Wie erstelle ich einen eigenen Katalog?
Für meine Sonnenaufnahmen im Bereich HK kalibriere ich mit HG-Linien.
2. Die richtige Voreinstellung in "smstype" ist vermutlich "f",für ein Spektrum über das ganze Bildfeld.
3. Kann ich da die Zeilen (Y) des gewünschten Bereiches vorgeben?
Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße
Siegfried


Dateianhänge:
gamCas.gif
gamCas.gif [ 17.35 KiB | 20801 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 08. Januar 2012, 20:29:28 PM 
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Hallo,

habe inzwischen gestöbert. Das Thema "Linienkatalog" wurde schon einmal besprochen!
http://spektroskopieforum.vdsastro.de/v ... highlight=

Gruß
Siegfried


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 Betreff des Beitrags: Auswertungen mit MIDAS
BeitragVerfasst: 08. Januar 2012, 21:58:52 PM 
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Am Sonntag, den 08.01.2012, 18:13 +0100 schrieb Hold Siegfried:
Zitat:
Hallo,
Zitat:
1. Wie erstelle ich einen eigenen Katalog?
einen beliebigen Katalog kannst Du mit

CREATE/ICAT katalogname regulärerAusdruck

Wobei regulärerAusdruck ein Muster ist, das auf die Namen der Bilder
passt, die in den Katalog aufgenommen werden sollen. Eine typische
Unixmanier.

Wenn es da aber kein gutes Muster gibt, dann kannst Du auch einen leeren
Katalog erzeugen. Siehe HELP CREATE/ICAT und dann mit ADD/ICAT Bilder
hinzufügen.

Zitat:
Für meine Sonnenaufnahmen im Bereich HK kalibriere ich mit HG-Linien.
2. Die richtige Voreinstellung in "smstype" ist vermutlich "f",für ein
Spektrum über das ganze Bildfeld.
Ja.
Zitat:
3. Kann ich da die Zeilen (Y) des gewünschten Bereiches vorgeben?
Ja, allerdings schon ganz am Anfang. Siehe Anleitung Seite 15.

Gruß
günter

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BeitragVerfasst: 09. Januar 2012, 23:34:28 PM 
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Hallo Günter,

heißt das ich kann eine ASCI Tabelle importieren?
ZB. erstellt mit einem Editor 1.Spalte Sequence und 2.Spalte Wave und dann mit der im Help vorgegebenen Syntax einfügen.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 10. Januar 2012, 12:31:03 PM 
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Zitat:
Hallo Günter,

heißt das ich kann eine ASCI Tabelle importieren?
ZB. erstellt mit einem Editor 1.Spalte Sequence und 2.Spalte Wave und dann mit der im Help vorgegebenen Syntax einfügen.

Gruß
Siegfried
Hallo Siegfried,

wir sollten mal telefonieren. Ich schicke Dir meine Nummer per PN.

günter

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BeitragVerfasst: 10. Januar 2012, 22:30:59 PM 
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Hallo Günter,

da gibt es eine ziemlich große Auswahl an ASCII Editoren, aber nicht alle laufen unter Fetora14.
Ich steh da im Wald und sehe keinen Baum! Was soll ich nehmen?

Viele Grüße
Siegfried


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 Betreff des Beitrags: Auswertungen mit MIDAS
BeitragVerfasst: 11. Januar 2012, 08:39:35 AM 
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Am Dienstag, den 10.01.2012, 21:30 +0100 schrieb Hold Siegfried:
Zitat:
Hallo Günter,

da gibt es eine ziemlich große Auswahl an ASCII Editoren, aber nicht
alle laufen unter Fetora14.
Ich steh da im Wald und sehe keinen Baum! Was soll ich nehmen?

Viele Grüße
Siegfried
Probiere doch mal gedit oder nano
günter

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BeitragVerfasst: 14. Januar 2012, 17:32:37 PM 
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Recht schönen guten Tag !

Ich versuche schon einige Zeit, mich zusammen mit Siegi Hold mit den Editoren GEdit und dem konsolenorientierten NANO abzuplagen. Vielleicht habe ich einen Kurzschluß, aber mit dem frisch installierten NANO bekomme ich in Zusammenhang mit einer *.tbl Datei, die mir Siegi vorhin schickte, nur dieses Binär-Resultat:
Bild
Soll das so sein? Mit GEdit bekommen wir gar keine brauchbaren Resultate, sondern nur Fehlermeldungen.
Bitte, müßte eine entsprechende Kalibrier-Datei nicht die Endung *.txt haben, um leserlich angezeigt werden zu können? Oder soll man das *.tbl - Format vorher in ein leserliches Format umwandeln und , wenn ja, bitte wie?

Herzlichen Dank für Hinweise schon im Vorhinein!

Herzliche Grüße

Gerhard

Soll ja editiert und unter anderer Datei-Bezeichnung z.B. abgespeichert werden.


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 Betreff des Beitrags: Auswertungen mit MIDAS
BeitragVerfasst: 14. Januar 2012, 18:45:22 PM 
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Am Samstag, den 14.01.2012, 16:32 +0100 schrieb Gerhard Hauke:
Zitat:
Recht schönen guten Tag !
Hallo Gerhard,

die Midastabellen *.tbl sind tatsächlich in ein einem Binärformat, das
nur Midas lesen kann. Wenn ihr aus hg.tbl ein Textformat herstellen
wollt, dann müsst ihr im Prinzip mit Midas in eine Datei drucken.

Das geht so:

Zuerst festlegen in welche Datei gedruckt werden soll. Der Name der
Datei ist völlig nebensächlich, er kann eine Endung haben oder auch
nicht. Also ich nehme jetzt mal als Name "meine_Tabelle". Lehrzeichen
sind nicht erlaubt, Groß- und Klein-Schreibung sind bei Dateinamen zu
beachten, bei Midasbefehlen nicht, es schaut halt schöner aus.

ASSIGN/PRINT FILE meine_Tabelle

Alle nachfolgenden Print-Befehle schreiben in die Datei meine_Tabelle.

PRINT/TABLE hg.tbl

meine_Tabelle ist nun eine Textdatei, die mit jedem Editor bearbeitet
werden kann. Dazu muss sie nicht meine_Tabelle.txt heißen.

Danach würde ich die Druckzuweisung wieder löschen, sonst wird
meine_Tabelle vielleicht überschrieben.

ASSIGN/PRINT

und die Printbefehle werden zum Standarddrucker geschickt, wenn einer
eingerichtet ist.

_________________
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BeitragVerfasst: 15. Januar 2012, 17:40:55 PM 
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Servus Günter!
Auf die Gefahr hin, daß ich mich sehr unbeliebt mache: Es gibt doch Alternativen zu dem - ich wage die Behauptung aufzustellen - Steinzeitprogramm MIDAS? Erinnert stark an DOS. Ich weiß, daß zwischen 8 Bit und 32 Bit eine riesige Kluft besteht.
Ich hörte heute davon, daß Spezialisten in Graz mit einem Programm arbeiten, das unter der Windows-Oberfläche läuft .
Eigentlich interessiert es uns alle doch mehr, gute Ergebnisse zu erzielen , als sich mit komplizierten professionellen Programmen herumzuärgern. Das sollte auch mal gesagt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard


Zuletzt geändert von Gerhard Hauke am 15. Januar 2012, 18:38:42 PM, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15. Januar 2012, 17:50:48 PM 
Zitat:
mit einem Programm arbeiten, das unter der Windows-Oberfläche läuft .
http://www.iwf.oeaw.ac.at/
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard
Wo ist der Downloadlink auf o.g. Webseite?

Gruß, Rainer


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BeitragVerfasst: 15. Januar 2012, 18:00:55 PM 
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Guten Abend, Rainer!
Den Link bekomme ich in den kommenden Tagen. Es wird sich aber trotzdem leider nur um eine abgespeckte Version handeln. never mind. Bei Eagle braucht man auch nie mehr als 2 Layer. ;-)
Herzliche Grüße
Gerhard


Zuletzt geändert von Gerhard Hauke am 15. Januar 2012, 18:05:58 PM, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Januar 2012, 18:04:19 PM 
Zitat:
Guten Abend, Rainer!
Den Link bekomme ich in den kommenden Tagen. Es wird sich aber trotzdem leider nur um eine abgespeckte Version handeln. never mind. Bei Eagle braucht man auch nie mehr als 2 Layer. ;-)
Herzliche Grüße
Gerhard[/url][/code]
Ist der Quellcode offen, wie bei Midas? Oder wird die
Software sozusagen als "Blackbox" genutzt, bei der man nicht
weiß, wie es zu den Ergebnissen kommt?

Rainer


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Januar 2012, 18:10:56 PM 
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Ich weiß es noch nicht, Rainer. Sobald es Neuigkeiten gibt, melde ich mich!
Herzliche Grüße
Gerhard aus Österreich
Ich nimm aber schon an, daß die Spezialisten bei uns in Graz ganze Arbeit leisten! ;-)


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 Betreff des Beitrags: Auswertungen mit MIDAS
BeitragVerfasst: 15. Januar 2012, 18:30:23 PM 
Kann unter der angegebene link leider kein windows programm finden ,wo versteckt es sich?
Wolfgang

Am Jan 15, 2012 um 16:40 schrieb Gerhard Hauke <fg-spek-data@vdsastro.de (fg-spek-data@vdsastro.de)>:


Zitat:
Servus Günter!
Auf die Gefahr hin, daß ich mich sehr unbeliebt mache: Es gibt doch Alternativen zu dem - ich wage die Behauptung aufzustellen - Steinzeitprogramm MIDAS? Erinnert stark an DOS. Ich weiß, daß zwischen 8 Bit und 32 Bit eine riesige Kluft besteht.
Ich hörte heute davon, daß Spezialisten in Graz mit einem Programm arbeiten, das unter der Windows-Oberfläche läuft .
http://www.iwf.oeaw.ac.at/
Eigentlich interessiert es uns alle doch mehr, gute Ergebnisse zu erzielen , als sich mit komplizierten professionellen Programmen herumzuärgern. Das sollte auch mal gesagt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard






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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Januar 2012, 19:49:43 PM 
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Beiträge: 3825
Wohnort: 26725 Emden
Zitat:
Ich hörte heute davon, daß Spezialisten in Graz mit einem Programm arbeiten, das unter der Windows-Oberfläche läuft.
Hallo Gerhard,

die Amerikaner Profs arbeiten überwiegend mit IRAF:
http://iraf.noao.edu/

Das läuft auch unter windows und ist "interaktiver" per Mausklick etc. zu bedienen. Ist aber auch nicht "einfach" und du hast den Nachteil, dass dir hier in D kaum jemand helfen kann.

Außerdem gibt es ja noch die französischen Amateur-Programme wie IRIS, VSpec und weitere, die du hier findest: http://astrosurf.com/aras/ .

Was deinen Bedürfnissen am besten entspricht musst du selbst austesten.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 10:58:05 AM 
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Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3466
Hallo Gerhard!
Zitat:
Auf die Gefahr hin, daß ich mich sehr unbeliebt mache.
Keine Sorge, kritische Anmerkungen gegen den Mainstream sind hier gern gesehen. :)
Zitat:
Eigentlich interessiert es uns alle doch mehr, gute Ergebnisse zu erzielen , als sich mit komplizierten professionellen Programmen herumzuärgern.
Das beantwortet jedoch nicht die entscheidende Frage, welches Programm (schwer oder leicht zu bedienen) denn die besten Ergebnisse liefert. Es ist durchaus bemerkenswert, daß für amateurseitig entwickelte Programme seit einiger Zeit immer wieder Updates erscheinen, was nicht gerade Vertrauen einflößt. Und einen direkten Ergebnisvergleich zwischen Profi- und Amateurwerkzeugen kenne ich bisher nicht. Lothar hat recht: Du solltest Dich entsprechend Deiner Bedürfnisse entscheiden und dabei Rainers Anmerkung zur Black Box beachten. Wenn Du aber wirklich verlässliche Daten mit Fehlerbalken liefern willst, musst Du einen entsprechenden Reduktionsaufwand betreiben. Im Übrigen gibt es in der FG einige Kollegen, die schon lang erfolgreich mit MIDAS arbeiten und dies nach einer Einarbeitung sehr schnell durchführen. Am Anfang sind alle Programme kompliziert.
Zitat:
Das sollte auch mal gesagt werden.
Das ist völlig ok!
Zitat:
Das läuft auch unter windows und ist "interaktiver" per Mausklick etc. zu bedienen.
Ich habe meine Daten in Kanada mit IRAF reduziert, konnte dabei aber auch nicht öfter mit der Maus arbeiten. Das können die neuen Versionen?
Zitat:
Ist aber auch nicht "einfach" und du hast den Nachteil, dass dir hier in D kaum jemand helfen kann.
Allerdings! IRAF finde ich besser als MIDAS hat aber eine ganz andere Struktur. Daß die Amateure MIDAS nutzen hat etwas mit der exzellenten Begleitung durch Günter Gebhard zu tun. Die IRAF-Dokumentation ist jedenfalls eine Katastrophe.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 13:28:14 PM 
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Beiträge: 638
Wohnort: Schulberg
Hallo,

die Kritik von Gerhard kann ich gut nachvollziehen!
Wir als nicht Linux-Kenner plagen uns ab einen Textfile (eben eine Linientabelle) zu erstellen und in Midas einzubauen.
Die Werkzeuge OPA und SMS sind relativ rasch erlernbar, aber eine kleine Abweichung davon bringt einen Linux Unwissenden
gewaltig in trudeln!
Bei meiner sehr begrenzten Zeit für die Astronomie ist die Bereitschaft Linux zu lernen "enden wollend"!!
Natürlich bin ich daran interessiert gute Ergebnisse zu liefern, aber es gilt eben die zur Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen.

Liebe Grüße
Siegfried


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 13:49:29 PM 
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Ja, Siegfried, das wird jeder gut verstehen können. Ich sagte ja, man kann das Tool entsprechend der Bedürfnisse wählen. Ihr müsst MIDAS doch gar nicht nehmen. Ich habe gar nichts gegen VSpec und Co. Das sind schöne Programme. Genau wie Gerhard die Grenzen von MIDAS bennent, spreche ich aber auch deren Grenzen an. Wenn ihr auf hochgenaue Daten verzichten könnt - bitte sehr.

Angesichts der Einstiegsunterstützung hier im Forum und angesichts des Ergebnisses, finde ich aber, daß sich die anfängliche Mühe lohnt. Immerhin läuft das von Profis geschriebene "Steinzeitprogramm" MIDAS bei den Profis auch schon seit der "Steinzeit" erfolgreich. Wer lieber mit der Maus als mit Zeilenkommandos arbeitet, soll das gern tun. Doch auch in Windows-Tools muss man sich einarbeiten.

In der Spektroskopie geht es im Gegensatz zu Fotos nicht mehr um Ästhetik sondern es bedarf akkurater Schritte. Das kostet Zeit und Mühe.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 14:27:20 PM 
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Guten Tag Thomas!

Man möge mir bitte meinen ungeschickt gewählten Ausdruck verzeihen. War absolut nicht bösartig gemeint! Ich sehe das Problem in der gewaltigen Komplexität des Programmes, von dem man für unsere Zwecke eigentlich nur einen ganz kleinen Teil benötigt. Ich habe absolut nichts gegen textorientierte Programme! Wie Siegfried meint, tauchen oft Probleme auf, die in einem anderen Programm eigentlich keine darstellen. Wir wollten z.B. eigentlich den in MIDAS integrierten Editor verwenden, haben aber das wirklich bestimmt simple Problem mit dem Abspeichern der Datei.
Unter F2 erscheint ja ein Fenster mit etlichen Befehlen, die offensichtlich die Belegung des Ziffernblockes auf der Tastatur unter UNIX darstellen. Links oben sieht man ein Feld, in dem "GOLD" steht, also die "Shift"-Taste für die schwarz hinterlegten Befehle.
Nun, ich habe z.B. eine ASCII-Tabelle erstellt, benenne die nun um und will selbige sichern. Und da kommt das erste Problem auf mich zu: Es gibt zwar unter MIDAS den Befehl SAVE/REGRESSION table name, aber den kann ich ja nicht anwenden, solange ich im Editor verweile?
Das mit der wirklich unfeinen Bemerkung ist mir deshalb herausgerutscht, weil man oft stundenlang im Kreis läuft und trotz schönstem Wetter den Rechner nicht abschaltet, weil es einem einfach keine Ruhe lässt und irgendwann fängt man zu fluchen an. Daß man das eher nicht öffentlich tun darf im Zorne, ist mir eigentlich auch bewußt!
Ich hoffe, daß ich deswegen jetzt nicht die knallrote Karte bekomme!

Herzliche Grüße

Gerhard aus der sonnigen Steiermark


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 15:01:32 PM 
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Zitat:
Man möge mir bitte meinen ungeschickt gewählten Ausdruck verzeihen. War absolut nicht bösartig gemeint! Ich sehe das Problem in der gewaltigen Komplexität des Programmes, von dem man für unsere Zwecke eigentlich nur einen ganz kleinen Teil benötigt. Ich habe absolut nichts gegen textorientierte Programme! Wie Siegfried meint, tauchen oft Probleme auf, die in einem anderen Programm eigentlich keine darstellen. Wir wollten z.B. eigentlich den in MIDAS integrierten Editor verwenden, haben aber das wirklich bestimmt simple Problem mit dem Abspeichern der Datei.
Unter F2 erscheint ja ein Fenster mit etlichen Befehlen, die offensichtlich die Belegung des Ziffernblockes auf der Tastatur unter UNIX darstellen. Links oben sieht man ein Feld, in dem "GOLD" steht, also die "Shift"-Taste für die schwarz hinterlegten Befehle.
Nun, ich habe z.B. eine ASCII-Tabelle erstellt, benenne die nun um und will selbige sichern. Und da kommt das erste Problem auf mich zu: Es gibt zwar unter MIDAS den Befehl SAVE/REGRESSION table name, aber den kann ich ja nicht anwenden, solange ich im Editor verweile?
Das mit der wirklich unfeinen Bemerkung ist mir deshalb herausgerutscht, weil man oft stundenlang im Kreis läuft und trotz schönstem Wetter den Rechner nicht abschaltet, weil es einem einfach keine Ruhe lässt und irgendwann fängt man zu fluchen an. Daß man das eher nicht öffentlich tun darf im Zorne, ist mir eigentlich auch bewußt!
Ich hoffe, daß ich deswegen jetzt nicht die knallrote Karte bekomme!
Hallo Gerhard,

wohl jeder, der Midas verwendet, flucht ab und zu mal. Aber wie oft habe ich schon über IRIS und VSpec geflucht (letzteres stürzt unerbittlich ab, wenn man einen Fehler macht). Im Falle von Midas habe ich aber immer (!!!) innerhalb der Fachgruppe Hilfe erhalten, meist von Günter oder Otmar.

Textfiles (ascii, .txt) erstelle ich immer in einem separaten Terminal in einem Texteditor (z.B. emacs), und nicht innerhalb Midas (das ja in einem eigenen Terminal = Eingabe- und Ausgabefenster) läuft. Das sind z.B. selbst erstellte Linientabellen, die man dann in Midas mit entsprechenden Befehlen in eine .tbl exportiert um sie als Linienkatalog für Kalibrierungen verwenden zu können.

Falls du nicht weiterkommst, schicke mir per Email deinen Linienkatalog als .txt und ich erzeuge dir daraus einen Linienkatalog, den du dann in sms oder opa oder in "händischen" Kalibrierungen verwenden kannst (an Stelle von Neon).

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 15:25:29 PM 
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Keine Sorge, Gerhard, ich habe nichts "ungeschickt" oder gar "bösartig" aufgenommen. :) Im Gegenteil, ich finde eine klare Ansage und Darstellung der Zweifel sehr wichtig hier. Dazu ist unser Forum doch da! Ich hatte sowohl mit MIDAS als auch mit IRAF gearbeitet und hatte glücklicherweise Kollegen im Rechnerraum, die mir mit Engelsgeduld geholfen hatten. So soll es sein. Dein geäußerter Frust weckt uns in unserer Trägheit glücklicherweise auf.

Ich finde, dass wir dieses Thema durchaus mal hinsichtlich weiterer Gebrauchsanleitungen wie Günters Texte und Jürgens VMware-Hilfe (Otmar nicht zu vergessen) in Bad Boll besprechen sollten. Das ist sicher ein langer Prozess, den könnte man aber gemeinsam nachhaltig gestalten. Ich habe ja schon mit der VMware-Seite in unserer FG-Webseite angefangen. Dann müssen wir vielleicht nicht IMMER an die drei herantreten.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 16:39:25 PM 
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Hallo Lothar!

Vielen Dank für Dein freundliches Angebot! Ich mache gerne davon Gebrauch, möchte aber vor allem, daß Siegfried weiterkommt, denn er hat doch recht wenig Freizeit, aber trotzdem die notwendige Begeisterung! Ich habe den Editor NANO installiert und der ist als konsolenorientiertes Programm bestimmt auch brauchbar.
Zitat:
Aber wie oft habe ich schon über IRIS und VSpec geflucht (letzteres stürzt unerbittlich ab, wenn man einen Fehler macht).
Das stimmt leider...

Hallo Thomas!
Zitat:
Ich finde, dass wir dieses Thema durchaus mal hinsichtlich weiterer Gebrauchsanleitungen wie Günters Texte und Jürgens VMware-Hilfe (Otmar nicht zu vergessen) in Bad Boll besprechen sollten.
Günters Anleitung ist bestimmt sehr hilfreich und sehr gut gemacht, aber gerade anfängerspezifisch sollte es umfangreicher sein, meine ich. Natürlich kann man selber viel herausfinden, aber, was ich mir wünsche, ist ein Scriptum für Einsteiger mit Screenshots, wie es Urs Flükiger für IRIS und VSpec produziert hat. Ich finde, wenn man das mal ganz durchgearbeitet hat, geht bei einem zweiten Durchgang auch ohne Hilfe schon das Meiste.

Herzliche Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 18:20:07 PM 
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Zitat:
Vielen Dank für Dein freundliches Angebot! Ich mache gerne davon Gebrauch, möchte aber vor allem, daß Siegfried weiterkommt, denn er hat doch recht wenig Freizeit, aber trotzdem die notwendige Begeisterung!
Hallo Gerhard,

kennst du das Programm Skype? Darin kann man (video)telefonieren (kostenlos), sich direkt schriftlich unterhalten, Fotos und Dateien direkt übertragen, den Bildschirminhalt übertragen etc. Also eine sehr aktive Kommunikation durchführen. Ist sehr praktisch, wenn man sich gegeseitig am PC helfen will.
http://www.skype.com/intl/de/home/

Wenn du willst kann ich dir abends damit unter die Arme greifen (oder Siegfried).

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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Zuletzt geändert von Lothar Schanne am 16. Januar 2012, 21:54:22 PM, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 16. Januar 2012, 18:39:31 PM 
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Hallo Lothar!
Ja, Skype haben wir beide installiert, Siegfried und ich! Das Übertragen des Bildschirminhaltes funktioniert perfekt! Ich kenne jemanden, der mir das Programmieren von µC's beigebracht hat und mit ihm habe ich heute so eine Videokonferenz gehabt. Mein 12" - Newton - Hauptspiegel wäre ohne dieses großartige Hifsmittel wahrscheinlich heute noch nicht fertig. Alois aus Vorarlberg hat mich beim Parabolisieren mithilfe vom Skype erstklassig unterstützt.
Vielen Dank für Dein Angebot! Nachdem Siegfried mit seinem Wissensstand schon wesentlich weiter als ich ist, wäre es bestimmt ganz vorzüglich, wenn ihr beide auf Skype zusammenkommen würdet! Eine Konferenzschaltung zu dritt funktioniert ja auch sehr gut!
Fabelhafte Idee mit dem Skype!
Herzliche Grüße
Gerhard


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BeitragVerfasst: 20. Januar 2012, 18:21:04 PM 
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Guten Tag miteinander!

Bis Seite 17 von Günter's Anleitung ist es mir inzwischen recht gut ergangen, doch jetzt hänge ich bei einem - bestimmt simplen - Problem.
Es geht um die Befehle Midas 047>IDENTIFY/LONG name
und um Midas 048>CALIBRATE/LONG 0.5 2

Bei Befehl 047 kommt ja von MIDAS die Info, daß man hier nur mit der linken Maustaste, bzw. irgendeiner Taste auf der Tastatur oder im Speziellen mit der Leertaste arbeiten darf, keinesfalls aber mit der Returntaste.
Nun, das Markieren der Linien mit der linken Maustaste und die Eingabe bei IDENT ? stellen kein Problem dar, auch, wenn es nicht immer beim ersten Mal klappt.
Nach Eingabe des ersten Wertes muß ich aber schon mal die Eingabetaste betätigen, sonst geht nichts weiter.
Problem: Nach Eingabe des letzten Wertes (bei mir sind es nur zwei Werte) kann ich weder mit "irgendeiner" Taste und auch nicht speziell mit der Leertaste aussteigen! Total unmöglich. Es geht nur entweder mit CTRL C oder mit RETURN, aber dann werden die eingegebenen Wellenlängen nicht übernommen und beim Befehl 048 kommt die Fehlermeldung:
"number of lines in catalog (total,selected) : 9 , 9
number of lines in table line (total,selected) : 22 , 22
not enough identifications ... Exiting."

(Werte weden nicht in den Buffer übernommen) Was mache ich falsch?

Herzliche Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 20. Januar 2012, 18:58:46 PM 
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Zitat:
Nach Eingabe des ersten Wertes muß ich aber schon mal die Eingabetaste betätigen, sonst geht nichts weiter.
Ja, wie soll sonst der PC wissen, dass deine Eingabe von Zahlen zu Ende ist und er den Wert übernehmen soll?
Zitat:
Problem: Nach Eingabe des letzten Wertes (bei mir sind es nur zwei Werte) kann ich weder mit "irgendeiner" Taste und auch nicht speziell mit der Leertaste aussteigen! Total unmöglich. Es geht nur entweder mit CTRL C oder mit RETURN, aber dann werden die eingegebenen Wellenlängen nicht übernommen und beim Befehl 048 kommt die Fehlermeldung:
"number of lines in catalog (total,selected) : 9 , 9
number of lines in table line (total,selected) : 22 , 22
not enough identifications ... Exiting."
Nach der Identifizierung der Linien im Graph-Fenster mit der rechten Maustaste klicken. Dann weiß das Skript, dass keine weiteren Linien mehr identifiziert werden sollen.
"Use second left mouse button or space bar to exit" in Günters Skript sagt genau das.

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Lothar

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BeitragVerfasst: 20. Januar 2012, 23:43:58 PM 
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Guten Abend, Lothar!
Zitat:
Use second left mouse button or space
Vielen Dank, aber für mich bedeuted obiger Ausdruck eher ein sehr patschertes "English"! ;-) Könnte man nicht netterweise " use right mouse button for exit " schreiben? Würde einem Anfänger sehr dienlich sein.

Mit der Leertaste allein kommt man nämlich auch nicht aus dem Befehl raus und für einen erneuten Versuch mit dem "second left mouse button" fehlt mir heute schon die Geduld.

Mein gedankliches Problem lag darin, daß die rechte Maustaste sehr oft mit der RETURN-Taste identisch ist und darin, daß ich nicht noch mehr Zeit investieren wollte, ohne Fragen zu stellen.

Einen Erfolg hatte ich schon ZUFÄLLIG bis zum REBIN/LINEAR und anschließendem PLOT/ROW name, wahrscheinlich, weil ich es gewagt hatte, die USE SECOND LEFT MOUSE BUTTON zu drücken, obwohl ich nur instinktiv wußte, was gemeint ist. ;-) So eine Gedankenbremse gehört entfernt.

Mit herzlichen Grüßen

Gerhard

P.S.: Was ich mir als Erweiterung für den IDENTIFY-Befehl wünschen würde, wäre eine Objektfang-Funktion, ähnlich wie der Objektfang bei AutoCAD. Der Objektfang-Punkt "ENDPUNKT" würde reichen und wäre eine sehr große Hilfe, denn man trifft den gewünschten Punkt auf der Linie nur selten auf Anhieb. Meist benötigt man etliche Versuche, bis die Eingabezeile kommt.
Meiner Ansicht nach wäre mit solch einer Funktion auch das Resultat wesentlich genauer.


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BeitragVerfasst: 21. Januar 2012, 14:30:11 PM 
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Zitat:
Könnte man nicht netterweise " use right mouse button for exit " schreiben? Würde einem Anfänger sehr dienlich sein.
Hallo Gerhard,

ich hatte anfangs auch an derselben Stelle meine Probleme. Generell gehst du aus deinem interaktiven Graph immer raus mit einem rechten Maustastenklick. Dann weiß Midas, dass du fertig mit dem Auswählen bist und springt wieder in das Midas-Terminal.
Zitat:
... denn man trifft den gewünschten Punkt auf der Linie nur selten auf Anhieb. Meist benötigt man etliche Versuche, bis die Eingabezeile kommt.
Meiner Ansicht nach wäre mit solch einer Funktion auch das Resultat wesentlich genauer.
Das Resultat ist immer bestmöglich genau. Weil Midas nicht den Skalenpunkt (Pixel) nimmt, den du angeklickt hast sondern subpixelgenau das Linienmaximum berechnet (über eine modellierte Gaußkurve). Nur muß der angeklickte Punkt innerhalb der Linie sitzen (was bei scharfen Linien nicht immer leicht zu erklicken ist).

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BeitragVerfasst: 21. Januar 2012, 15:59:37 PM 
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Gerhard,

identify/long arbeitet im Kontext long. Da kannst du eine Variable tol verändern. Diese ist per default auf 4 gesetzt. Mit z.B.
set/long tol=8
wird die Toleranz, wie weit du neben eine Linie klicken darfst, vergrößert (aber es wächst auch die Gefahr, dass eine Nachbarlinie identifiziert wird).
Der Zahlenwert für tol musst du selbst rausfinden, aber 6 bis 8 hat bei mir immer gute Resultate gebracht. Dann musst du nicht mehr so oft auf eine Linie klicken, bis sie gefunden ist.

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BeitragVerfasst: 21. Januar 2012, 17:51:26 PM 
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Hallo Lothar!

Ich dachte bei dem Befehl ja eigentlich auch an die Gaußkurve.
Zitat:
Nur muß der angeklickte Punkt innerhalb der Linie sitzen (was bei scharfen Linien nicht immer leicht zu erklicken ist).
Und zum Beispiel genau da könnten die Programmierer ansetzen, glaube ich. Ein Fadenkreuz zum Anwählen halte ich deshalb für den Befehl IDENTIFY als ungeeignet. Gut wäre ein in der Größe variables Objektfang-Quadrat! Zur Not würde ein fix eingestelltes Quadrat aber auch reichen.

Ich meine das so:

Bild

Bild

Endpunkt im O_Fang reicht! Die Acad_Version, die ich verwende, ist ja auch schon gut 14 Jahre alt! Ich hab' noch mit den DOS-Versionen gearbeitet. ;-)
War immer mein Hobby! Platinenzeichnen und herstellen und AutoCAD.
Deswegen möchte ich meine Idee hier einbringen. Vielleicht liest ja auch ein Programmierer mit. ;-)
Die Methode ließe sich doch auch bestimmt auf den min/max-Wert einer Spektrallinie übertragen? Verbesserungen sind doch bestimmt immer gefragt? Ich bringe nur eine Idee ein.

Herzliche Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 22. Januar 2012, 13:52:35 PM 
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Guten Tag Lothar!
Zitat:
identify/long arbeitet im Kontext long. Da kannst du eine Variable tol verändern. Diese ist per default auf 4 gesetzt. Mit z.B.
set/long tol=8
Vielen Dank für Deinen Hinweis! Den Punkt habe ich komplett übersehen.

Herzliche Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 22. Januar 2012, 15:36:45 PM 
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Hallo Gerhard,

dei Objektfanginstrument ist also bereits in Midas über diese Variable tol bereits eingebaut :lol:

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Lothar

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BeitragVerfasst: 17. Februar 2012, 13:45:17 PM 
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Hallo !

Gestern habe ich ein Mini-Script verfasst, das die Positions-Pfeile für die diversen Wellenlängen beinhaltet.

Bild

Ich habe also zuerst das FITS-File in MIDAS importiert und anschließend mit dem Script die Pfeile gesetzt, doch jetzt kommt mein Problem: Ich möchte in das Script gern auch die Text-Label integrieren. Meine Frage: Wie macht man das? LABEL/GRA <text> ist ja interaktiv. Ich will einfach nur die schon gemachten Bezeichnungen in das Script übernehmen.

Danke im Voraus für Eure Hilfe!

Viele Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 17. Februar 2012, 13:56:54 PM 
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Hallo Gerhard,

On 02/17/2012 12:45 PM, Gerhard Hauke wrote:
Zitat:
Hallo !

Gestern habe ich ein Mini-Script verfasst, das die Positions-Pfeile
für die diversen Wellenlängen beinhaltet.

Ich habe also zuerst das FITS-File in MIDAS importiert und
anschließend mit dem Script die Pfeile gesetzt, doch jetzt kommt mein
Problem: Ich möchte in das Script gern auch die Text-Label
integrieren. Meine Frage: Wie macht man das? LABEL/GRA<text> ist ja
interaktiv.
Du kannst bei LABEL/GRA auch Positionen angeben. Dann ist es nicht mehr
interaktiv. Oder verstehe ich da etwas falsch?

HELP LABEL/GRA

Purpose:
Write a label on graphics device; the position of
the label can
be given with the cursor or directly on the command line
Syntax:
LABEL/GRAPHIC label [x_pos,y_pos[,wo|,mm|,sc|,no]] [angle]
[size] [pos_ind]

Herzliche Grüße,
Otmar


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BeitragVerfasst: 17. Februar 2012, 15:56:26 PM 
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Hallo Otmar!
Also doch nur auf die Art? Das heißt, ich muß für z.B. 20 Linien überall die X- und Y-Positionen ermitteln? Wie komme ich zu den Positionen?
Es ist mir klar, daß MIDAS sehr viel kann, aber das halte ich für sehr rückständig, abgesehen davon, daß es nicht mal möglich ist, alle Labels mit abzuspeichern. Es ist ja nicht einmal möglich, einen Pfeil oder einen Text nach der Eingabe zu ändern! Also, bei der 15. Linie ein Fehler und frisch und fröhlich alles nochmal von vorne? :-( Kein absoluter Fortschritt.
Viele Grüße
Gerhard


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BeitragVerfasst: 10. September 2012, 22:08:16 PM 
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Hallo,
ich bin heute auf ein Problem mit SMS gestoßen. Wenn man bei extract/sms nur zwei von insgesamt vier Neonlinien identifiziert, bricht das ganze Programm zusammen. Ich möchte die beiden äußeren Neonlinien unberücksichtigt lassen, da sie wegen der Verzeichnung des Achromaten im Lhires möglicherweise im inneren Spektrumsbereich höhere Ungenauigkeiten mitbringen. Muß ich zu diesem Zweck alle Aufnahmen beschneiden oder gibt es eine einfachere Lösung?
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 10. September 2012, 23:32:18 PM 
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Hallo Christian ,

sehr merkwürdig ......in SMS muss man nur 2der neonlinien identifizieren, die anderen erkennt SMS " automatisch !

Wenn Du Deinen lhires mit dem originären Achromaten betreibst, so hat der 1:10. Und wenn Du nur vier Linien drauf bringst auf Deinen Chip, so ist das sicher kein "Vollformat" Chip, also, dann ist der auf einmal erfassbare Spektralbereich max . vielleicht 600 Angstroem . Nach meiner Erfahrung bildet das der 1:10 Achromat fehlerarm (-los) ab. Ich habe ja meinen lhires auf 1:4 umgebaut ! Und selbst damit werden alle erfassten neonlinien scharf abgebildet bei einem 1200 L Gitter und dem KAF 3200.. Meistens liegt es daran, dass die Kamera nicht GENAU SENKRECHT zur optischen Achse des Lhires steht. Deswegen verwende ich den Neigeflansch von Neumann.......dass BEIDE äußeren Neonlinien unscharf sind, ist allerdings, wie gesagt, sehr merkwürdig , ich kann mir das ar nicht vorstellen.......

Cheers Berthold


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BeitragVerfasst: 11. September 2012, 08:40:34 AM 
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Zitat:
Wenn Du Deinen lhires mit dem originären Achromaten betreibst, so hat der 1:10. Und wenn Du nur vier Linien drauf bringst auf Deinen Chip, so ist das sicher kein "Vollformat" Chip, also, dann ist der auf einmal erfassbare Spektralbereich max . vielleicht 600 Angstroem .
Hallo Berthold,
meine Atik 383L+ hat einen Vollformatchip, kann also eine Spektralbereich von ca. 210 A erfassen.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 11. September 2012, 09:16:10 AM 
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Also das verstehe ich überhaupt nicht.......200 Angstroem ?! Bildet der 1:10 Achromat doch sicher scharf ab.......?! Wenn Du meine letzten Spectren siehst von WR 134 , dann erkennst Du, dass diese Spektren einen Spektralbereich von 450 Angstroem umfassen und das ist glatt das Doppelte, als was Du zu haben angibst und das noch dazu mit einem 1:4 Achromaten als Objektiv und Colli.........

Beste Grüße
Berthold


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BeitragVerfasst: 11. September 2012, 09:24:47 AM 
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Zitat:
Muß ich zu diesem Zweck alle Aufnahmen beschneiden oder gibt es eine einfachere Lösung?
Viele Grüße
Christian
Es geht tatsächlich einfacher.
Du kannst aus der Tabelle der Wellenlängen einen Bereich selektieren:

Innerhalb von SMS, vor der Identifizierung:

set/long wrang=6340,6528

und wenn Du tatsächlich nur zwei Linien verwenden willst:

set/long dcx=1

Zurückstellen mit
set/long wrang dcx

günter

_________________
Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)


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BeitragVerfasst: 24. September 2012, 12:09:39 PM 
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Hallo,

gibt es in MIDAS, so wie bei VSPEC, einen Tiefpassfilter für sehr schwache Signale? Bzw. wie sollte man da in MIDAS vorgehen. Inzwischen bin ich soweit das ein normiertes Profil
in 5 Minuten fertig ist, dank SMS von Günter!

Viele Grüße
Siegfried


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BeitragVerfasst: 24. September 2012, 12:45:55 PM 
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Alles gibt's.

FILTER/SMOOTH
FILTER/GAUSS
FILTER/MEDIAN

Kennst Du CREATE/GUI HELP ?
Es öffnet sich ein neues Fenster mit dem Bedienungskomfort der 80er Jahre.

Oder auch HELP FILTER

hG

günter

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BeitragVerfasst: 26. September 2012, 23:19:19 PM 
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Hallo Günter,

danke für die Info, funktioniert alles. Welche Filtereinstellung würdest Du empfehlen, da gibt es doch sicher Erfahrungswerte.

Viele Grüße
Siegfried


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