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PostPosted: 07. June 2019, 09:19:10 AM 
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Joined: 25. October 2016, 14:03:36 PM
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Hallo miteinander,

aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Internationalen Astronomischen Union geht die Aktion NameExoWorlds in die zweite Runde und es gibt wieder die Möglichkeit für die Öffentlichkeit, Sterne und ihre Planeten zu benennen. Schulklassen, Kindergartengruppen und amateurastronomische Vereinigungen aus Deutschland sind in einem ersten Schritt dazu aufgerufen, bis zum 20. September Namen für den Stern HD 32518 und seinen vor 10 Jahren entdeckten Planeten HD 32518b vorzuschlagen, einen Gasplaneten mit etwa dreifachen Masse des Jupiter. Parallel starten in anderen Ländern entsprechende Aktionen für andere Sterne und ihre Planeten.

Worum geht es?

Die deutsche Öffentlichkeit darf einem Exoplaneten und seinem Stern einen Namen geben.
Der Name, den wir auswählen, wird von der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die für die Benennung von Himmelsobjekten zuständig ist, anschließend als ein offizieller Name geführt. Planet und Stern tragen derzeit lediglich eine Katalognummer: HD 32518 ist der Stern, HD 32518b ist der Planet.
Dass Exoplaneten, also Planeten, die einen anderen Stern umkreisen als die Sonne, einen echten Namen erhalten, ist äußerst selten. Bislang gab es erst eine entsprechende Aktion, im Jahre 2015. Ein Namensvorschlag aus Deutschland wurde damals nicht ausgewählt. Dieses Jahr hat Deutschland einen „eigenen“ Planeten, den wir benennen dürfen.
Anlass der Aktion ist das hundertjährige Bestehen der Internationalen Astronomischen Union als weltweite Organisation der professionellen Astronomen.

Was ist das für ein Stern? Was ist das für ein Planet?

Der Stern mit der Katalognummer HD 32518 ist ein roter Riesenstern im Sternbild Giraffe. Er hat ungefähr dieselbe Masse, aber einen zehn Mal größeren Durchmesser wie die Sonne. HD 32518 ist mit dem Fernglas, für geübte Beobachter unter besten Bedingungen aber auch mit bloßem Auge sichtbar.
Der Planet HD 32518 b ist ein Gasriese mit rund der dreifachen Jupiter-Masse. Er umkreist seinen Stern alle 157,5 Tage. Der Planet wurde 2009 von Michaela Döllinger (damals bei der ESO), Artie Hatzes (Landessternwarte Tautenburg), Luca Pasquini (ESO), Eike Guenther (LST) und Michael Hartmann (LST) mit der sogenannten Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt.

Wer darf Namen vorschlagen?

In der ersten Phase des Projekts vom 7. Juni bis zum 20. September 2019 werden Namensvorschläge gesammelt. Vorschlagsberechtigt sind Schulklassen, Kindergartengruppen und amateurastronomische Vereinigungen. Pro Schulklasse/Kindergartengruppe/Vereinigung soll nur ein Vorschlag (ein Name für den Stern plus ein Name für den Planeten) eingereicht werden.
Vorschläge können nur auf der Webseite http://www.exoplanet-benennen.de eingereicht werden. Ein paar Regeln (ähnlich wie bei der Benennung von Kleinplaneten) gibt es dabei zu beachten; einige Arten von Namen sind nicht zulässig. Mehr dazu steht auf der Webseite sowie (auf Englisch) unter http://www.nameexoworlds.iau.org/naming-rules

Der Auftakt

Der offizielle Auftakt der deutschen Version von NameExoWorlds ist (ein kleiner) Teil der DLR_Raumfahrt_Show, die am 7. Juni 2019 im Erfurter Stadion vor 15.000 Schülerinnen und Schülern stattfindet und bei der unter anderem die Astronauten Alexander Gerst und Ulf Merbold auftreten werden. Unser Projekt wird im Rahmen der Show von Dr. Michaela Döllinger (Landessternwarte Tautenburg, Mitentdeckerin von HD 32518b) und Dr. Markus Pössel (Haus der Astronomie Heidelberg, National Outreach Coordinator der IAU für Deutschland) kurz vorgestellt werden.

Wer trifft die Vorauswahl?

Aus den Namensvorschlägen wählt eine IAU-Kommission fünf Vorschläge aus, die dann zur öffentlichen Abstimmung gestellt werden. Der Kommission gehören an:
• Dr. Michaela Döllinger (Landessternwarte Tautenburg, Mit-Entdeckerin des Planeten)
• Prof. Dr. Thomas Henning (Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg)
• Dr. Carolin Liefke (VdS)
• Dr. Markus Pössel (National Outreach Coordinator für Deutschland der IAU)
• Dr. Ruth Titz-Weider (DLR, Institut für Planetenforschung, Berlin)
• Prof. Dr. Joachim Wambsganß (Präsident der Astronomischen Gesellschaft)

Wie wird abgestimmt?

Wer in Deutschland ansässig ist, darf vom 10. Oktober bis 10. November 2019 online unter http://www.exoplanet-benennen.de über die fünf „Finalisten“ abstimmen. Derjenige Vorschlag, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt, wird der IAU für die offizielle Namensgebung übermittelt.

Also: Fleißig mitmachen!

Viele Grüße
Caro


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