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BeitragVerfasst: 27. Oktober 2020, 19:43:45 PM 
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Skywatcher-Okularauszüge sind ähnlich aufgebaut, ob sie nun an einem Newton oder einem Refraktor hängen. Wahrscheinlich sogar unabhängig davon, ob sie 1:10-Untersetzung haben oder nicht.

Am Refraktor ist es wichtiger, alles ordentlich einzustellen, weil der Auszug durchrutscht. Wenn das Rohr steil gen Himmel zeigt.

Zum Einstellen braucht man zwei Imbus-Schlüssel, 2,5 und 2mm.

Das oberste Bild zeigt die Verschraubung, die auf der Unterseite sichtbar ist. Die voll gezeichneten Schrauben benötigen 2,5 mm - die anderen 2 mm.

Die Farben:
Grün: Zug- und Druck-Schrauben zur Einstellung des Teflon-Lagers
rosa: Konterschraube
Blau: Befestigung und Reibungseinstellung
Orange: Feststellschraube

Ich empfehle, den Auszug abzubauen.

Zuerst lockert man die Konterschraube und die Feststellschraube. Danach entfernt man die blauen Befestigungsschrauben. Man kann die Stahlachse mit den Handrädern jetzt abnehmen und das Lager einstellen (Bild 2). Mit Hilfe der Zug- und Druckschrauben wird das Lager 1) parallel zur Achse gestellt und 2) auf möglichst wenig Reibung eingestellt: Die Achse sollte gerade noch auf dem Lager aufliegen. Wenn man das zu fest stellt, also die Zugschrauben weit lockert und die Druckschraube fester anzieht, dann dreht sich die Welle schwer mit einem leicht knirschenden Geräusch. Das kann man mal kurz probieren, das darf aber keineswegs so bleiben. Ansonsten ist das Teflonlager bald hinüber. Es muss also alles parallel sein und sich leicht bewegen lassen.

Dann setzt man die Mechanik wieder auf und befestigt ihn, drittes Bild. Man muss das Auszugsrohr so einsetzen, dass die Reibfläche (gelb) auf der Achse läuft. Die vier Befestigungsschrauben werden so eingedreht, dass die Achse plan auf der Fläche liegt und nicht schief. Man kann dazu in den Auszug hineinschauen. Gegen die Gummischeiben (habe ich symbolisiert) stellt man den Druck der Achse auf die Reibfläche ein. Zum Schluss die Konterschraube wieder festziehen, nur leicht - das reicht.

Auf diese Weise kann man den Auszug so justieren, dass er am Refraktor einen Zwei-Zoll-Zenitspiegel und ein 500-Gramm-Okular trägt. Sicherlich bekommt man ihn auch so fest, dass man kiloschwere Kameras "hochziehen" kann. Aber das überlastet diesen Auszug, dafür ist er nicht gebaut. Er wird rasch verschleißen.


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Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Skywatcher Evostar 120/900 ED, Ninja Dobson 320/1440
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