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BeitragVerfasst: 25. März 2018, 10:07:21 AM 
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Registriert: 20. Januar 2013, 20:03:54 PM
Beiträge: 367
Wohnort: Leipzig
Liebe Kometenfreunde,

als ich gestern abend zum Mond schaute, wusste ich, was es für eine Nacht werden würde: Klar aber leicht dieseig verhangen. Der Mond hatte eine Hof, es war windstill, keine Wetteränderung zu befürchten.

Trotz dieser Einschränkung entschied ich mich, die Kometen des Morgenhimmels anzuschauen und fuhr heute (25. März) um drei an meinen ländlichen Beobachtungsplatz. Ich hatte meinen 12-Zöller mit, wie immer.

Der Himmel dort dunkel, SQML im Zenit 20,8. Aber eben von der Durchsicht um etwa ein halbes mag verringert.

Ich begann mit C/2015 O1 (Panstarrs), nahe der rechten Hand vom Herkules und fast im Zenit stehend: m1=11m3, d=1,4', etwas länglich. Ich konnte ihn nur indirekt sehen, ein Filter wirkte nicht (V=144x).

C/2016 N6(Panstarrs) befindet sich nahe des Polarsterns. Als ich meine Telrad dorthin richtete, sah ich eine 3-mag-Sternschnuppe, die so unglaublich schnelle war, wie ich es noch nie gesehen hatte. Es gibt immer etwas Beiwerk in einer Beobachtungsnacht. Der Komet selbst: m1=11m2, d=2', sehr rund (Walter würde ballförmig schreiben). Filter wirkte auch hier nicht, V=120x.

Zum Schluß, an die Dämmerung heran, versuchte ich mich an C/2016 M1 (Panstarrs). Er steht mitten im Adler, stand nur etwas 20° hoch. Ich malte mir unter diesen atmosphärischen Bedingungen keine Chancen aus. Dennoch sah ich ihn mit etwas Mühe: m1= 11,0 mag, Durchmesser nicht bestimmbar, V=144x. Da der Komet milchstraßennah in einem reich mit schwachen Sternen besetzen Feld steht, gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ich statt des Kometen einen Sternknoten gesehen habe.

Es hat sich gelohnt, trotz nicht idealer bedingungen ins Dunkle zu fahren.

_________________
Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Ninja Dobson 320/1440


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