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PostPosted: 24. June 2019, 06:27:05 AM 
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Meister
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Joined: 20. January 2013, 20:03:54 PM
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Location: Leipzig
Wir haben ja eine Kometenflaute - an solche Verhältnisse wie jetzt kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Dennoch hatte ich Nachthimmelentzug und furh mit Karten für die Kometen Lemmon und Africano nach Mitternacht ins Dunkle. Mein weg dorthin fürhrt fast genau nach Nordern: Schon aus dem Auto heraus konnte ich die Leuchtenden Nachtwolken am Nordhimmel sehen. Insgesamt waren diese das am meisten lohnende Beobachtungsziel des Abends, wenngleich sie in der Stunde, in der ich draußen war, an Intensität und Höhe nachließne. Zunächst war der silbrige Schimmer etwa 5 Grad hoch und lag in einer Breite von etwa 40° über dem Nordnordosthorizont.

Der Komet Lemmon steht sehr tief, etwa 13°. Reste der Leuchtenden Nahctwolken hellten den Himmel dort auf, mein SQM-Gerät ergab 19,7 dort unten. Der hellste mit dem Auge sichtbare Stern war ß Aurigae, der Start für meinen Starhopp.
Ich verfolge die Berichte über diesen Kometen schon seit einiger Zeit. Die meisten Beobachter schätzen m1 um 10m5, auch die letzten elektronischen Messungen mIt voller Apertur (Steffen und Thoasm) liegen dort. Juan Gonzales schätzt 8m5 - seine Messungen blende ich inzwischen bei meinen Auswertungen aus.

Ich bestimmte gestern m1=10m8 bei d=1'2 und DC=4-5. Der Komet war sicher indirekt sichtbar, aber keineswegs auffallend. Ich hatte zunächst überlegt, das 7-cm-Fernglas zu nehmen, habe dann aber zum Glück doch den 12-Zöller ins Auto gepackt.
Lemmon bewegt sich bei anhnehmender Helligkeit nach Südwesten, die Beobachtungsbedingungen verschlechtern sich. Wer einen Blick auf diesen Kometen werfen möchte, sollte dies in den nächsten Tagen tun.

Ich schaute dann noch nach Africano. DIeser Komet steht zwar deutlich höher, ca 25°. Dennoch ist das zu niedrig für knapp 14 mag: Da habeich mit meier Ausrüstung nur eine Chance, wenn es sich um einen gut kondensierten Kometen handelt, der zenitnah steht.

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Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Ninja Dobson 320/1440


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PostPosted: 24. June 2019, 21:37:47 PM 
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Meister

Joined: 08. October 2016, 10:45:39 AM
Posts: 282
Location: Köditz
Schöner Bericht Uwe. Danke dafür.
Ich will es heute Nacht mal wieder probieren. C/2018 R3 steht aber langsam grenzwertig tief... Aber was Helleres gibt es ja momentan nicht. Vielleicht kommt ja bald noch eine Überraschung vorbei!

Viele Grüße

Steffen


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