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BeitragVerfasst: 28. März 2014, 14:03:27 PM 
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Registriert: 26. Juli 2008, 18:21:17 PM
Beiträge: 27
Hallo,

ich habe nicht so die Ahnung, was bereits alles technisch machbar ist, darum wollte ich kurz mal folgende Frage loswerden: Ist es eigentlich Amateurspektroskopikern mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln machbar, über die Radialgeschwindigkeit Exoplaneten nachzuweisen? Gibt es da Leute, denen das schon gelungen ist?

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clear skies,
Nico

Mein Blog: ZauberDerSterne.de


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BeitragVerfasst: 28. März 2014, 14:53:43 PM 
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Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3459
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Ja, Nico, das wurde schon gemacht. Pioniere waren die Kollegen von Spectrashift (http://www.spectrashift.com/tau_boo.shtml). Die haben dazu einen Czerny-Turner-Spektrographen genutzt. Später hat Christian Buil das mit dem kommerziellen Eshel gemacht (http://www.astrosurf.com/buil/extrasolar/obs.htm). Für solche Messungen braucht es einige Erfahrung und ein sehr stabiles (thermisch und mechanisch falls am Tubus) System.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 29. März 2014, 12:46:40 PM 
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Registriert: 26. Juli 2008, 18:21:17 PM
Beiträge: 27
Danke für die Info, Thomas. Gibt's denn unter den hiesigen deutschen Amateuren jemanden, der sich schon mal an Exoplaneten versucht hat?

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clear skies,
Nico

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BeitragVerfasst: 30. März 2014, 13:38:36 PM 
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Registriert: 01. August 2006, 16:08:56 PM
Beiträge: 3823
Wohnort: 68163 Mannheim
Hallo Nico,

meines Wissens hat in Deutschland das noch kein Amateur gemacht. Das ist auch nicht so einfach, weil du auf Genauigkeiten in der Radialgeschwindigkeit von möglichst besser als 100 m/s kommen musst. Das geht fast nur mit temperaturstabilisierten, hochauflösenden und fasergekoppelten Spektrographen wie Echelle-Spektrographen. Ein solcher ist gerade von Daniel Sablowski konzipiert und gebaut worden.

Die Genauigkeit eines normalen Spektrographen wie der LHIRES III endet bei etwa +-3 km/s (wenn du gut bist).

Auch die Auswertung ist nicht trivial, weil viele Effekte korrigiert werden müssen, die in der normalen Spektroskopie keine Rolle spielen. Die normale heliozentrische Korrektur der Radialgeschwindigkeiten genügt da nicht mehr. Da müssen auch Effekte wie die Beschleunigung der Erde durch den Mond und die Planeten berücksichtigt werden. Und wenn man es ganz weit treiben will (im Bereich m/s) sogar Änderungen der Erdrotation durch Jahreszeiten (Eisverteilung, Vegetationsperioden etc). Das ist dann Arbeit für hochspezialisierte Teams.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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