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 Betreff des Beitrags: Astroseismologie
BeitragVerfasst: 27. Januar 2014, 20:55:55 PM 
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Hallo,
ich glaube, daß der folgende Link von Interesse ist.

http://astro.phys.au.dk/KASC/seismology/seism.html#plot

Man kann das Pulsieren der Sterne spektroskopisch nachweisen, allerdings sind dazu sehr viele Spektrogramme mit sehr hohem S/N erforderlich.
Viele Grüße
Christian


Zuletzt geändert von Christian Netzel am 23. März 2014, 21:44:39 PM, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27. Januar 2014, 22:08:16 PM 
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Das ist ja sicher interessant,
nur was könnte ich denn spektroskopisch auf der Sonne beobachten?

Sollte man einen Spektralbereich (mit terr. Linien) über
z.B. eine Stunde beobachten (ca. 60 Spektren) und
dann aus der relativen Verschiebung der Wellenlänge einzelner Linien
etwas ableiten?

Viele Grüße

Dieter


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 14:16:11 PM 
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Hallo Dieter,
die Schwingungen der Sonne haben eine Frequenz von ca. 3 mHz, mit anderen Worten die Dauer beträgt ca. 5 min. Die Belichtungszeit für ein Spektrum sollte also auf jeden Fall kürzer als 2,5 Minuten sein. Die Amplitude beträgt ca 0,5 - 1 km/s und wächst leicht mit der Höhe in der Atmosphäre. Zusätzlich gibt es periodische Veränderungen der Linienintensität. Dies alles nach Michael Stix, The Sun. Als Linien werden dort Mg b2 Ti I 517,37 nm angegeben.
Weitere Einzelheiten kann man dort nachlesen.
Ich bin erneut auf dieses Thema bei der Lektüre von Malcolm Longair, The Cosmic Century gestoßen. Dort wird die Entwicklung der Astronomie, insbesondere der Astrophysik und der Kosmologie im 20. Jahrhundert behandelt. Die Darstellung ist ausgezeichnet und Formeln werden meistens in Anhänge verbannt.
Dort werden auch weiter Schwingungen mit einer Dauer von 20 - 30 min und 160 min erwähnt.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 14:40:31 PM 
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Zitat:
Dies alles nach Michael Stix, The Sun.
Das Buch kostet ca. 100,- € !

Das führt mich auf die Frage: Buch oder Interferenzfilter.
Ich muss mal sehen, ob ich es mir an der Uni ausleihen kann.

Viele Grüße
Dieter


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 Betreff des Beitrags: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 15:34:01 PM 
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Entschuldigung, aber mir ist hier neben vielem Anderen unklar, was "3mHz" bedeutet.


Ich weiß , dass 1Hz eine Schwungung pro Sekunde bedeutet. Dann sind 3 Hz.......naja also!


1 MHz bedeutet nach meinem Medizinerwissen 1Million Schwingungen pro Sekunde . Die Abkürzung bzw. die Dimension mhz kenne ich nicht und damit ist mir unklar , wieso 3 mhz 5 Schwingungen pro Minute sein sollen. Aber wahrscheinlich ist das eine Besondere Dimension, die ich halt nicht kenne. Wie muss ich das bitte verstehen?

Herzlicher Gruss Berthold

Am 28.01.2014 um 13:16 schrieb Christian Netzel <fg-spek-phys@vdsastro.de (fg-spek-phys@vdsastro.de)>:

Zitat:
Hallo Dieter,
die Schwingungen der Sonne haben eine Frequenz von ca. 3 mHz, mit anderen Worten die Dauer beträgt ca. 5 min. Die Belichtungszeit für ein Spektrum sollte also auf jeden Fall kürzer als 2,5 Minuten sein. Die Amplitude beträgt ca 0,5 - 1 km/s und wächst leicht mit der Höhe in der Atmosphäre. Zusätzlich gibt es periodische Veränderungen der Linienintensität. Dies alles nach Michael Stix, The Sun. Als Linien werden dort Mg b2 Ti I 517,37 nm angegeben.
Weitere Einzelheiten kann man dort nachlesen.
Ich bin erneut auf dieses Thema bei der Lektüre von Malcolm Longair, The Cosmic Century gestoßen. Dort wird die Entwicklung der Astronomie, insbesondere der Astrophysik und der Kosmologie im 20. Jahrhundert behandelt. Die Darstellung ist ausgezeichnet und Formeln werden meistens in Anhänge verbannt.
Dort werden auch weiter Schwingungen mit einer Dauer von 20 - 30 min und 160 min erwähnt.
Viele Grüße
Christian






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 Betreff des Beitrags: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 15:49:26 PM 
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Hallo Berthold,

On 01/28/2014 02:36 PM, Berthold Stober wrote:
Zitat:
Entschuldigung, aber mir ist hier neben vielem Anderen unklar, was "3mHz" bedeutet.
mHz sind milliHz = 0.005 pro Sekunde.
Zitat:
Ich weiß , dass 1Hz eine Schwungung pro Sekunde bedeutet. Dann sind 3 Hz.......naja also!


1 MHz bedeutet nach meinem Medizinerwissen 1Million Schwingungen pro Sekunde . Die Abkürzung bzw.
die Dimension mhz kenne ich nicht und damit ist mir unklar , wieso 3 mhz 5 Schwingungen pro Minute sein sollen.
Aber wahrscheinlich ist das eine Besondere Dimension, die ich halt nicht kenne. Wie muss ich das bitte verstehen?
0.005 pro Sekunde sind 0.3 pro Minute. Die Sonne pulsiert mit vielen
Frequenzen, aber es gibt einen Peak zwischen 2 und 7 mHz, der einer
Periode von etwa 5 Minuten entspricht. Es sind also nicht 5 Schwingungen
pro Minute sondern etwa eine Schwingung in 5 Minuten.
Zitat:
Herzlicher Gruss Berthold
Herzliche Grüße,
Otmar
Zitat:
Am 28.01.2014 um 13:16 schrieb Christian Netzel <fg-spek-phys(==>)vdsastro.de (fg-spek-phys(==>)vdsastro.de)>:


Zitat:
Hallo Dieter,
die Schwingungen der Sonne haben eine Frequenz von ca. 3 mHz, mit anderen Worten die Dauer beträgt ca. 5 min. Die Belichtungszeit für ein Spektrum sollte also auf jeden Fall kürzer als 2,5 Minuten sein. Die Amplitude beträgt ca 0,5 - 1 km/s und wächst leicht mit der Höhe in der Atmosphäre. Zusätzlich gibt es periodische Veränderungen der Linienintensität. Dies alles nach Michael Stix, The Sun. Als Linien werden dort Mg b2 Ti I 517,37 nm angegeben.
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Dort werden auch weiter Schwingungen mit einer Dauer von 20 - 30 min und 160 min erwähnt.
Viele Grüße
Christian










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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 16:07:11 PM 
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Zitat:

Das Buch kostet ca. 100,- € !
Hallo Dieter,
bei Amazon bekommst Du das auch für 75,- EUR + 3,- EUR Versandkosten, wenn Du etwas Geduld hast und es Dir aus den USA schicken lässt.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 16:20:47 PM 
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http://www.zvab.com/basicSearch.do?anyW ... or=&title=

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 16:40:58 PM 
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http://www.amazon.de/The-Cosmic-Century ... ic+Century


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 17:17:59 PM 
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Zitat:
Hallo Thomas,
ich glaube, Dieter meint das Buch von Michael Stix, The Sun.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 17:18:31 PM 
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Dankeschön lieber Otmar, "Milliherz", das ist auch sowas, was ich noch nie gehört habe.....

Herzlicher Gruss
Berthold


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 17:20:20 PM 
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Hallo,

soweit zur Theorie, und wer schafft die erforderliche Auflösung?

Viele Grüße
Siegfried


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 17:25:42 PM 
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Zitat:
ich glaube, Dieter meint das Buch von Michael Stix, The Sun.
Noch besser: 17.60 Euro

http://www.zvab.com/basicSearch.do?anyW ... or=&title=


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 20:55:43 PM 
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Zitat:
Hallo,

soweit zur Theorie, und wer schafft die erforderliche Auflösung?

Viele Grüße
Siegfried
Hallo Siegfried,
ich habe diesen Link einfach nur zur Information eingestellt, da die Asterioseismologie heute zum festen Bestandteil der Astrophysik gehört und vielleicht der eine oder andere davon noch nichts gehört hat. Die Grundidee ist wie bei der Geoseismologie, durch den Verlauf von Schallwellen das Innere von Sternen zu erkunden. Die Schallwellen werden durch variable, von der Tiefe abhängige Schallgeschwindigkeiten gebrochen. Mittels der entsprechenden Zustandsgleichung (z. B. in den höheren Schichten die Zustandsgleichung für ideale Gase, in der Schule vereinfacht zu Boyle-Mariotte) kann dann die Materialbeschaffenheit festgestellt werden. Das ganze war und ist eine wichtige Methode, um die theoretischen Sternmodelle zu überprüfen.
Mit einem Lhires kann man hier sicher nicht machen. Aber Dieter könnte wahrscheinlich mit seinem hochauflösenden Spektrographen am Beispiel der Sonne einiges erreichen.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 28. Januar 2014, 21:09:16 PM 
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Das Buch gibt es hier an der Uni. Ich muss mir aber die relevanten Seiten
erstmal durchlesen, ob da experimentell etwas durchführbares steht.
Von der Auflösung komme ich auf ca. 50 m/s. Das sollte reichen.

Vielleicht wird ja ein kleines Projektchen draus.

Viele Grüße
Dieter


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 Betreff des Beitrags: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 29. Januar 2014, 10:38:27 AM 
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Hallo,

On 01/28/2014 07:55 PM, Christian Netzel wrote:
Zitat:
eingestellt, da die Asterioseismologie heute zum festen Bestandteil
der Astrophysik gehört und vielleicht der eine oder andere davon noch
nichts gehört hat.
Bitte Astroseismologie oder Asteroseismologie. Von "Asterioseismologie"
habe ich auch noch nichts gehört ;-)

Herzliche Grüße,
Otmar


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2014, 13:11:16 PM 
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Hallo Christian,

danke für die Informationen. Habe einmal, nach Vorschlag von Dieter, die Rotation der Sonne gemessen. Mit dem 1800/l Gitter schon grenzwertig, da sieht man gleich die Grenzen des Systems!

Gruß
Siegfried


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Sonnenrotation.png [ 353.33 KiB | 5935 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 30. Januar 2014, 16:48:12 PM 
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Hallo Siegfried,
daß man mit einem Lhires schnell die Grenzen erreicht, ist klar. Trotzdem finde ich das Ergebnis sehr schön. Ich konnte Dieters Vorschlag nicht finden. Wie hast Du das gemacht. Warum hast Du nicht das 2400er Gitter benutzt?
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2014, 21:36:35 PM 
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Hallo Christian,

zum Zeitpunkt der Aufnahme hatte ich noch nicht das 2400er Gitter, sollte die Messung wiederholen!
Der Bericht von Dieter Gorezki ist auf der Seite von Ernst Pollmann, unter Projects/High-resoluted solar-spectroscopy, zu finden.
http://www.astrospectroscopy.de/

Viele Grüße
Siegfried


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2014, 22:00:00 PM 
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Siegfried, warum machst Du den Spalt nicht zu? Licht hast Du mit der Sonne doch genug.

Thomas


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2014, 22:34:40 PM 
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Was meinst Du mit "zumachen"
Da arbeite ich schon mit einem 15µm Spalt und lt. Simspec passt es auch gut.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 30. Januar 2014, 23:00:44 PM 
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Ah, ok, dann hast Du ja schon eine Super-Auflösung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 16. März 2014, 22:11:21 PM 
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Hallo Zusammen,

ich habe mal 162 Spektren von der Sonne der Reihe nach aufgenommen und
jeweils die Wellenlänge von 9 solaren Linen mit MIDAS vermessen (Danke Günter!).
Die Kalibration erfolgte mit 8 terr. O2-Linien in diesem Spektralbereich.
Damit habe ich dann eine Fourieranalyse mit EXCEL durchgeführt.
Das Ergebnis habe ich angehangen.
In der Tat sieht man eine schwache Signatur bei 5,4 und 6,4 Minuten.
Ob das nun signifikant ist, kann ich nicht beurteilen. Die Aufnahmeserie
will ich im Sommer nochmal wiederholen, da Excel als Eingabe 64, 128 oder 256
Daten haben will. Deshalb konnte ich auch nur 128 Spektren verwerten.
Außerdem sind von den 128 Spektren scheinbar nur 64 relevant, der Rest wird gespiegelt.
Damit ist die Datenlage doch etwas dürftig.

Viele Grüße
Dieter


Dateianhänge:
Analyse 1.pdf [46.52 KiB]
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 Betreff des Beitrags: Re: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 16. März 2014, 22:39:08 PM 
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Hallo Dieter,
ich könnte eine Auswertung mit Maple vornehmen. Dies akzeptiert jede Anzahl von Eingabewerten und gibt genau dieselbe Anzahl zurück. Du kannst aber auch die Lücke bis zur nächstgrößeren Zweierpotenz mit Nullen auffüllen, ohne daß sich etwas ändert.
Im übrigen gibt es noch eine weiter Methode, indem man auf die Fouriertransformierte eine Besseltransformation anwendet.

http://adsabs.harvard.edu/abs/1996A%26AS..118..529P

Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 19. März 2014, 11:20:43 AM 
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Wohnort: 26725 Emden
Zitat:
In der Tat sieht man eine schwache Signatur bei 5,4 und 6,4 Minuten.
Ob das nun signifikant ist, kann ich nicht beurteilen. Die Aufnahmeserie
will ich im Sommer nochmal wiederholen, da Excel als Eingabe 64, 128 oder 256
Daten haben will. Deshalb konnte ich auch nur 128 Spektren verwerten.
Hallo Dieter,

für die Ermittlung von Perioden in Datensätzen gibt es sehr bequeme spezielle softwares, die auch die unterschiedlichsten mathematischen Auswerteverfahren einsetzen können. Z.B. Peranso.
Ich habe sowas irgendwo auf meinem PC vergraben, kann aber heute nicht zugreifen, weil ich gerade bei meiner Tochter in der Schweiz bin und gleich einen Berg erwandere. aber hier kannst du auch eine Anwendung davon sehen: http://astrospectroscopy.eu/spektren/Pr ... 080204.pdf
Kapitel 5.

Wenn du willst kannst du mir deine Daten mailen, dann lasse ich sie mal durch Peranso laufen.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 19. März 2014, 14:13:21 PM 
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Hallo Lothar,
ist das von Dir genannte Programm in der Lage nach mehreren Perioden gleichzeitig zu suchen? Bei Doppelsternen hat man es nur mit einer Periode zu tun, in der Astroseismologie aber u. U. mit einer Vielzahl!
Ich wünsche Dir eine schöne Wanderung.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Asterioseismologie
BeitragVerfasst: 19. März 2014, 18:58:53 PM 
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Hallo Zusammen,

vielen Dank für die Hinweise.
Ich habe das Prozedere erstmal inkl. FFT komplett auf MIDAS umgestellt.
Das Problem ist, dass ich eine größere Anzahl von Spektren generiere, bei
denen jeweils 10 solare Linien und 8 terr. Linien auszuwerten sind.
Es wird aus jedem Spektrum die zentrale Wellenlänge und die FWHM ermittelt.
Diese Daten werden dann einer FFT unterworfen und gemittelt (getrennt nach solar und terr.).
Bei der FWHM zeigt sich nichts, das kann man vergessen.
Dann wird der Mittelwert der solaren Linien dividiert durch den Mittelwert der
terr. Linien. Diese zeigen auch ein gewisses Zippel-Zappel, das mit denen der
solaren Linien teilweise übereinstimmt.
Das Ergebnis habe ich ja schon dargestellt. Da sind sich Excel und Midas einig.
Nur mit Excel ist es umständlicher.

Ein Nebeneffekt dieser Serienaufnahmen ist, dass die solaren Linien eine über
die Beobachtungszeit systematische Rotverschiebung der zentralen Wellenlänge
von ca. 130 m/s zeigen. Die terr. Linien natürlich nicht.
Nach MIDAS (comp/bary) sollte diese durch die Erdbewegung bei 100 m/s liegen.

Jedenfalls warte ich den Sommer ab, um das Experiment nochmal mit einer
größeren Datenbasis zu wiederholen.

Viele Grüße
Dieter


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