Hi Tobias!
Du sprichst von dem Buil-Gerät, nicht wahr?
Zitat:
Und wie man schön sieht, es geht auch ohne APO Summicron, ein 0815 Nikon tuts wohl auch!
Vorsicht! Wo willst Du erkennen, dass die spektrale Auflösung bei verschiedenen Wellenlängen degradiert oder nicht? Außerdem war immer klar, dass man auch Objektive mit starken Farbfehlern nutzen kann. Dann muss man als Referenz nur den Bereich schlechtester Auflösung nehmen und alle anderen Wellenlängen entsprechend anpassen/verschlechtern. Buil hat sich dazu leider nicht geäußert. Aber wichtig ist das allemal!
Für mich bestätigt das Beispiel erstmal nur meine Ansicht, dass die Technik einfach nachvollziehbar und durchführbar ist. Klaus hatte schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass man das Spektrum hinter dem Cross-Disperser nur abfotografieren muss. Dieser erste Aufschlag macht genau das. Sehr schön aber nicht spektakulär. Buils Auflösung ist relativ gering, doch ich vermute, dass er das R bei Halpha bestimmt hat (er müsste höher kommen). Und die gebogenen Ordnungen kommen vom Prisma. Leider macht die Fiberoptik einen wesentlichen Vorteil, die hohe Effizienz, wieder zunichte. Das wird er aber wissen.
Aus seiner Beschreibung erkenne ich nicht, dass ihm die nichtlineare Dispersion innerhalb der einzelnen Ordnungen bewusst ist und er spricht dieses Problem auch nicht an. Da er aber mit Neon arbeitet, vermute ich, dass er nicht korrekt kalibriert. Neon hat zu wenige Linien um die fehlende Linearität der Dispersion zu kompensieren. Ich habe eher den Eindruck, dass er die benachbarten Ordnungen zunächst nur „zusammenklebt“. Seine am Ende der Seite dargestellte Prozedur legt das nahe.
Aber dieses Beispiel zeigt auch, wie simpel so was zu realisieren ist. Vor allem wird auch hier verdeutlicht, wie gut BACHES entworfen wurde.
Ich finde Deine Idee übrigens (
http://spektroskopie.fg-vds.de/forum/vi ... ight=#9742) spannender als diese hier und clever durchdacht. Dein Entwurf ist sehr elegant und schon ein nächster Schritt.
Gruß, Thomas