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Hallo,
ich habe an einigen Spektren von Ernst, Lothar und mir Normierungen vorgenommen. Ich denke, dass die Berechnungen unsere bisherigen Diskussionsergebnisse zur Problematik der Kontinuumfestlegung bestätigen.
Ich habe für alle Spektren die gleichen Stützstellen (Bereiche) verwendet und jeweils Polynome 1. bis 4. Grades hindurch gelegt. In den Tabellen sind die damit errechneten EW-Werte zusammen gefasst.
1. An einem Spektrum von mir habe ich den Einfluss der Länge des abgebildeten spektr. Bereichs auf die Sicherheit der Kontinuumbestimmung untersucht:
Mit der Größe des spektralen Bereichs und damit der möglichen Stützstellen nimmt wie erwartet die Abhängigkeit von der gewählten mathematischen Funktion ab, was die Messwertstreuung sicherlich verringert. Das Ergebnis dürfte ebenso bei der Anwendung anderer Funktionen als Polynome ausfallen. Man bekommt mehr Sicherheit bei der Beurteilung des Kontinuumverlaufs im unmittelbaren Bereich der breiten Halpha-Linie. Im Detail zeigt sich aber auch, wie schwierig es ist, Stützstellenbereiche zu finden, die eindeutig das Kontinuum präsentieren. Die absolute Genauigkeit wird dadurch begrenzt.
2. an einigen Spektren von Ernst, Lothar und mir habe ich in dem gemeinsam abgebildeten Spektralbereich bei identisch gesetzten Stützstellen ebenso Polynome hindurch gelegt:
Je geringer die Krümmung des Spektrums, desto geringer der Einfluss der gewählten mathematischen Funktion. Unterschiedliche Krümmungen der Spektren führen unvermeidlich zu unterschiedlichen Ergebnissen. Es ist schwierig zu beurteilen, welches Polynom den tatsächlichen Verlauf am genauesten wiedergibt.
Eine Verbesserung der Vergleichbarkeit der Ergebnisse unterschiedlicher Beobachter und die Verringerung der Streuung der Messwerte ist meiner Ansicht nach nur durch die "Begradigung" der Spektren durch die Flatfieldkorrektur möglich. Krümmung und Neigung der Spektren sollten dann nur noch von der Temperatur der verwendeten Lichtquelle bestimmt werden und damit weniger geräteabhängig sein.
Gruß
Roland
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