Hallo Sander,
Zitat:
Hallo Frank,
*Zitat:*
in Bezugnahme auf das, was Sander geschrieben hat: Der Ansatz
Superresolution muss kein Nullsummenspiel sein:
wenn der Detektor nicht gut ist (thermischer Rauschbeitrag der Pixel),
dann gewinnt man ein besseres SNR, wenn man das
Spektrum nicht so stark verdünnt, das Spektrum also auf weniger Pixel
verteilt als nach Samplingtheorem wünschenswert,
und die höheren Ortsfrequenzen dadurch rekonstruiert, [...]
Ich sehe nicht, warum das Verfahren im spaltlosen Fall nicht auch
nützlich sein könnte.
spaltlos ist so aehnlich wie mit Spalt, solange die Aufloesung von der
Optik bestimmt wird, und nicht vom Seeing. Hat das Seeingscheibchen
aber eine merkliche Beitrag zum Aufloesung, musste man sie
charakterisieren.
Ja, genau so denke ich auch. Das System muss hinreichend scharf sein
(die effektive PSF mit Seeing und allem Drum und dran darf nur wenige
Pixel überdecken). Ob die Ursache der
PSF Abbildungsfehler oder zeitlich gemitteltes Seeing ist, das ist wohl
egal. Man muss nur recht gut wissen, wie die effektive PSF ausschaut...
Zitat:
Und ich meine das bei 1-D Spektren die Retrieval von Spaltfunktion und
Inputspektrum gleichzeitig nur bei sehr hohen S/N erfolgreich sein kann.
Es sei denn, ich habe beim ueberlesen der zitierten Literatur etwas
nich verstanden (das koennte gut sein, denn die Mathe ist zu
kompliziert fuer mich um das auf der schnelle voll zu begreifen), und
der Spaltfunktion wird in der Berechnung nicht (oder nicht sehr genau)
benoetigt.
Ich weiss dass das Program Giotto eine wunderbare Leistung bringt,
wenn es darum geht Planetenbilder vom Webcam auf Superresolution zu
bringen. Das funktioniert ganz hervorragend.
Aber wir sprechen dann erstens von sehr helle Objekte, wo durch die
kurze Belichtungszeit das Seeing zum grossen Teil eingefroren wird.
Zweitens sprechen wir von 2-D Objekte, wo es (wie von Thomas bemerkt)
sehr viel mehr Korrelationen gibt als in einem Spektralfaden.
Verstehe das Argument nicht wirklich: das Inversionsproblem wird im
2D-Fall ja auch entsprechend schwieriger, denn dann soll die Auflösung
ja auch in 2 Richtungen verbessert werden...
Zitat:
Vielleicht wurde so etwas aehnliches funktionieren mit viele aufnahmen
von verbreitete Spektren (verbreitet durch astigmatiche Optik, den die
Verbreiterung muss immer konstant sein). Die Verbreiterung macht dann
aber das S/N wirder schlechter, was laut Frank's Argumentation nicht
wuenschenswert waere...
Ich bleibe deshalb ein wenig skeptisch dass das alles letztendlich
doch ein "Nulsummenspiel" ist.
Kann schon sein dass meine Zurueckhaltung nicht gerechtfertigt ist.
Vielleicht gibt es Abkuerzungen die in der Praxis funktionieren,
obwohl sie rein mathematisch nicht korrekt sind.
In das zitierte Paper "small kernel..." werden die Fourierkomponenten
gekappt (was auf mir soweit befremdet wirkt, dass erst geglaettet
wird, und dann wieder die Aufloesung erhoeht??). Ein ganz andere
Ansatz, "pixons", die ich persoenlich sehr interessant finde, naehert
die PSF mit eine Superposition von wenige Parabeln (
http://www.pixon.com). Das alles wurde erfolgreich fuer 2-D Bilder
entwickelt. Informationsreduktion auf 1-D wird die Sache deutlich
schwieriger machen. Ich selbst habe relativ viel Zeit investiert in
"blind deconvolution" (= geleichzeitige Bestimmung von inputspektrum
und Faltfunktion) von Spektren, aber konnte Artefakte nie befriedigend
los werden. Die Situation hier koennte besser sein, wenn man eine
Reihe von viele "identische" Aufnahmen benutzen kan (aber auch dann
koennte man seine Belichtungszeit investieren in ein Spektrum was von
sich aus schon hoehere Aufloesung hat).
Ja, wenn die Kamera kein mit dem Signal konkurrierendes Störsignal (z.
B. thermisches Rauschen) einträgt, dann verwendet man gleich eine
höhere Dispersion und gut iss.
Das Umgekehrte wird auch gelten.
Toll wäre natürlich, man bekäme die PSF woanders her und müsste sie
nicht aus dem Spektrum beziehen... vielleicht erst einen Stern in 0.
Ordnung beobachten (ggf mit Farbfilter, falls
chromatischer Fehler des Systems nicht vernachlässigbar), dann das
Gitter drehen um das Spektrum aufzeichnen. Die PSF-Rekonstruktion
erfolgt anhand der ersten Aufnahmesequenz
(den Stern jedesmal etwas auf dem Detektor verschieben) und diese PSF
wird dann bei der Behandlung der nachfolgend aufgenommenen Sequenz der
Spektren als bekannt vorausgesetzt.
Viele Grüße
Frank
Zitat:
Gruesse, Sander
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