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BeitragVerfasst: 01. März 2012, 18:41:31 PM 
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Hallo

nachdem ich doch einige Monate - es sind eigentlich schon Jahre - rumprobiert und montiert habe und die Ergebnisse zwar nicht so ganz schlecht aber eben auch nicht zufriedenstellend waren, habe ich mir den eshel von Shelyak gekauft. Ich werde hier nun nach und nach über meine Erfahrungen mit dem Kasten berichten.......je nach dem wie die Resonanz sein wird, öfter oder eben auch seltener oder gar nicht mehr...mal sehen...

Bislang kann ich sagen, dass das Ding trotz des kleinen Echellegitters, was der nur haben kann...(genaue Daten habe ich nicht) ziemlich effizient zu sein scheint. Ich habe bislang eine ganze Reihe von Spektren mit dem Kasten aufgenommen....theta ori C, z.tauri, pleone, und noch einen Be Stern im orion......und Rigel.

Bei der Datenreduktion erhält man leider von Niemandem eine geduldige und beharrliche Unterstützung. Das hätte ich offen gestanden - nicht zuletzt auch in Anbatracht der Tatsache, das das Ding ja nicht eben billig ist - von Shelyak (O.Thizier!) schon erwartet, dass er mir hilft, mit ISIS oder Audela in diesem Zusammenhang umzugehen..aber da kommt so gut wie nichts!!! Sehr schade.

Ein ganz unwahrscheinlicher Zufall in meinem Leben hat es gefügt, dass sich Otmar Stahl meiner angenommen hat. Dieser Eshel hat ja ein Prisma als Crossdisperser genau wie ja auch der ferosspektrograph aus Heidelberg. Otmar hat sich die Zeit genommen für mich die Software vom feros so zu adaptieren, dass damit auch die Spektren des shelyakeshel ausgewertet werden können........und er hat mir das auch beigebracht, damit umzugehen.......so dass ich jetzt auch wenigstens die Spektren reduzieren kann......was nützt so ein Klapparatismus, wenn man die Daten gar nicht extrahieren kann??

Na gut......

Das von mir gemessne R von dem eshel liegt zwischen 4841 und 6675 Angström über 11.000, bei 6203 habe ich sogar12982 gemessen...jenseits der Grenzen geht es schnell in den Keller, wa wohl in erster Linie an dem Objektiv liegt und dessen Farblängsfehler. Könnte sein dass die sehr teuren Summicron asph 1:2/90mm von Leitz das besser können. Leider kann ich das nicht "mal eben so" prüfen.....

Derzeit ist das R bei 4278 Angström 5346 und bei 6834 Angström bei 5995......

Auf Otmars Empfehlungen habe ich Stabilitätsmessungen an dem Apparat durchgeführt...es liegen erst 5 Messungen vor ...aber das scheint doch sehr ernüchternd zu sein.......wenn ich mich nicht zu sehr verhauen habe........So wie es jetzt aussieht, ist das Ding anscheinend nicht stabiler als mein Märklinbaukasten echelle von früher.......das ist für die schnelle Auswertung sehr störend...außerdem sieht es dann so aus, dass man JEDES MAL Eichspektren machen muss.......))-:


Wenn weitere Messungen diese Instabilität bestätigen sollten.....naja.....dann hilft VIELLEICHT nur eine Klimakiste.....

beste Grüße
Berthold


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BeitragVerfasst: 01. März 2012, 19:05:38 PM 
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Hallo Berthold,
Deinen Bericht finde ich sehr interessant und ich hoffe, Du wirst uns ganz normale Lhirestiker :) weiter auf dem laufenden halten. Ich habe die Echelle-Diskussionen hier weitgehend verfolgt und hatte den Eindruck, daß das Hauptproblem weniger optischer als mehr statischer Natur ist. Ich habe das ganze bisher so verstanden, daß man die Fasereinkopplung gewählt hat, um diese Probleme zu umgehen, da man den Kasten auf eine feste Unterlage plazieren kann und dort auch tunlichst anrühren lassen sollte. Wie Baader dieses Problem gelöst hat, weiß ja offensichtlich außer ihm kein Mensch. Worin bestand denn die Stabilitätsprüfung? Hast Du die Temperaturabhängigkeit gemessen?
Was die Unterstützung beim Betrieb des Lhires durch Shelyak angeht, war diese auch in meinem Fall sehr bescheiden. Ich glaube die ganze Firma Shelyak ist eine "one man show".
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 01. März 2012, 19:51:55 PM 
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Zitat:
Derzeit ist das R bei 4278 Angström 5346 und bei 6834 Angström bei 5995......
Hallo Berthold,

das ist ja schade. Ich dachte, dass die Auflösung runter bis 4000 und oben bis 8000 erhalten bleibt.
Waren die Farbfehler deines Zeiss-Objektivs ähnlich?

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 01. März 2012, 22:02:56 PM 
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Hallo Christian

nun, ich habe zu jeder klaren Nacht halt Eichspektren aufgenommen, in einer Nacht sogar eines vor der Signalserie und eines nach der Signalserie.......und dann halt die Position er genannten Linie in allen thorargspektren gemessen und halt dabei die gezeigten Schwankungen gesehen. Das ist natürlich sehr unschön. Und...ja klar.......der ganze Krampf mit der fiber-Lichteinspeisung ist genau wegen dieser Problematik eingegangen worden.....man möchte den Spek ganz ganz ruhig und unberührt auf dem Tisch stehen lassen, eben genau, um diese Drift zu vermeiden...scheint nicht so viel zu bringen. Die einzige Erklärung , die ich habe, sind - wie gesagt - die Temperaturschwankungen im Zimmer, die sind nicht groß...aber auch noch nicht gemessen, werde das nachzuholen haben......

Hallo Lothar,


höchst erstaunlich!!! Das Zeissobjektiv 1:1,4/85 , welches konstruktionsbedingt auf seiten des eshels auf 1:1,7 abgeblendet wird ist noch - zwar nur einen Tick - schlechter als das Canonobjektiv.Der Aufwand , ein summicron 1:2/90 asph einzusetzen, ist sehr hoch, würde mindestens 3ooo.-€ kosten, würde aber schon denken, dass das Ding besser ist......

Christian hat völlig recht, wie Baader oder wohl auch welche in der Schweiz das Problem lösen ist mir unersichtlich, denn bei denen kommen ja nun unweigerlich mechanische Probleme dazu........aber....bei deutlich kleinerem Öffnungsverhältnis...vielleicht sind die inger dann nicht so empfindlich ( fände das allerdings nicht so logisch im Augenblick........

cheers
berthold


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BeitragVerfasst: 01. März 2012, 22:42:59 PM 
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Zitat:
Das Zeissobjektiv 1:1,4/85 , welches konstruktionsbedingt auf seiten des eshels auf 1:1,7 abgeblendet wird ist noch - zwar nur einen Tick - schlechter als das Canonobjektiv.Der Aufwand , ein summicron 1:2/90 asph einzusetzen, ist sehr hoch, würde mindestens 3ooo.-€ kosten, würde aber schon denken, dass das Ding besser ist......
Hallo Berthold,
das Summikron 1:2/90 mm ist phantastisch. Es ist besser als das Zeiss. Ich kann beide aus eigener Erfahrung beurteilen.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 01. März 2012, 23:37:22 PM 
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Interessant Christian,

es geht aber explizit um das summicron ASPH(!!)...Hast Du so ein Objektiv? Es gibt von Leitz auch das Summicron 1:2 /90 ohne asphärisches Element, das meine ich aber nicht, diese Dinger sind auch nur halb so teuer....


cheers

berthold


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BeitragVerfasst: 02. März 2012, 01:40:12 AM 
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Hallo Berthold,

ich verwende ein Canon 1/1.8, 85 mm Objektiv in meinem Echelle und einen Thorlab Achromat 25mm Durchmesser, f/6 und errreiche damit R > 10000 (bis 13000) für die Ordnungen 28 - 52, welche den Bereich 4200 - 8000 A abdecken. Der Trick dabei ist eine gute Kollimation des Kollimators und eine Fokussierung des Objektivs auf ca. Ordnung 34 und etwa 46. Mein Kollimator hat eine etwas grössere Brennweite als beim eShel, deadurch lässt sich theoretisch ein etwas grösseres R erreichen. Messwerte sind z.B. hier zu finden:
http://www.astronomie.ch/forum/viewtopi ... lle#p26712
Fokussiert man auf die Ordnung 40 liegen die roten und blauen Ordnungen weit ausserhalb des optimalen Fokus.

Die Temperaturdrift bei meinem Echelle beträgt rund 0.3 A bei 20° Temperaturdifferenz oder etwa 3 Pixel, was einem Temperaturkoeffizienten von 750 m/sec/°C ausgedrückt in Radialgeschwindigkeit entspricht. Die von Dir beobachteten Differenzen deuten eher auf einen mechanischen Fehler hin (lose Verbindung z.B. zwischen Echelle, Objektiv und Kamera). Aus Distanz lässt sich das aber nicht abklären.

Gruss,

Martin


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BeitragVerfasst: 02. März 2012, 10:54:04 AM 
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Zitat:
Interessant Christian,

es geht aber explizit um das summicron ASPH(!!)...Hast Du so ein Objektiv? Es gibt von Leitz auch das Summicron 1:2 /90 ohne asphärisches Element, das meine ich aber nicht, diese Dinger sind auch nur halb so teuer....
Hallo Berthold,
ja ich hatte so ein ASPH, bis es mir auf einer Reise abhanden kam. Ich kann Dir aber das Leica M Tele-Elmarit f 1:4/ 135 mm empfehlen. Die optischen Eigenschaften sind vergleichbar, auch wenn es etwas älter ist und kein ASPH draufsteht. Ob es für Dich geeignet ist, weis ich natürlich nicht. Bei ebay wird heute ein Exemplar fällig. Das 90 mm ASPH ist dagegen deutlich besser als der Vorgänger Summikron 1:2.8 90 mm.
Viele Grüße
Christian

P.S. Hast Du eigentlich meine PN erhalten?


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BeitragVerfasst: 02. März 2012, 10:59:17 AM 
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Hallo Martin,

danke für die Hinweise....ich werde das berücksichtigen, sobald Otmar Stahl wieder da ist, da Manipulationen an dem Echelle vermutlich Eingiffe an der Midas software nach sich ziehen, die ich noch nicht alleine bewältigen kann.

Gruß
berthold


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BeitragVerfasst: 02. März 2012, 11:12:18 AM 
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nee Christian, eine "PN" habe ich soweit ich erkennen kann nicht erhalten, was steht denn da?

Die Daten des Objektivs sind vorgegeben und müssen so um 1:1,8/85 liegen

Ein 1:4/135 ist in diesem Zusammenhang für mich nicht verwendbar

Gruß
Berthold


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BeitragVerfasst: 02. März 2012, 11:32:29 AM 
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Zitat:
nee Christian, eine "PN" habe ich soweit ich erkennen kann nicht erhalten, was steht denn da?
Berthold,
schau mal in Deinen emails nach. Dort findest Du einen Link zur meiner PN.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 02. März 2012, 11:37:43 AM 
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nee, da finde ich nur links auf die shelykseite, die ich anfing....:-((


berthold
Zitat:
schau mal in Deinen emails nach. Dort findest Du einen Link zur meiner PN.
Viele Grüße
Christian





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BeitragVerfasst: 02. März 2012, 11:51:10 AM 
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Hallo Berthold,

ich weiss, das Herz freut sich, wenn Leica draufsteht - trotzdem: hat jemand schon mal das 1,4/85 mm (ASPH!! ;-)) ausprobiert,
das von Samyang gebaut unter den Handelsnamen Samyang, Walimex, Falcon, ... angeboten wird? Die Serienstreuung ist leider
nicht vernachlässigbar, aber wenn man ein gutes Exemplar erwischt, dann ist es einen Versuch wert.

Viele Grüße
Frank


Am 02.03.2012 10:12, schrieb Berthold Stober:
Zitat:
nee Christian, eine "PN" habe ich soweit ich erkennen kann nicht erhalten, was steht denn da?

Die Daten des Objektivs sind vorgegeben und müssen so um 1:1,8/85 liegen

Ein 1:4/135 ist in diesem Zusammenhang für mich nicht verwendbar

Gruß
Berthold





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BeitragVerfasst: 05. März 2012, 17:40:24 PM 
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Hallo Martin,

nach langwierigem "Gehacke" scheint da sowas wie eine "Reduction" auch mir gelungen zu sein. Aber jetzt erlaube ich mir doch noch Mal Deine kostbare Zeit in Anspruch zu nehmen, ich hoffe, es wird nicht zu schlimm sein...

in dem Arbeitsverzeichnis ist "was passiert". Da stehen jetzt eine Menge Dateien..Z.B. blaze32-52.dat...das Gleiche mit calib_32-52 und, flat und oc_32-52.dat


calib und flat 32-52 auch nochmal als *.fit......

Was habe ich jetzt übersehen? Wie erzeuge ich das gemergte Gesamtspektrum und wo finde ich das?

Vielleicht ist Dir doch nochmal bitte ein Hinweis möglich?

beste Grüße
berthold


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BeitragVerfasst: 05. März 2012, 23:50:24 PM 
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Hallo Berthold,

ich habe Dir bereits eine Antwort per Mail geschickt. Hier noch ein weiterer Hinweis:
Versuche,vorerst nur einige Ordnungen, z.B. von 32 bis 36 zu analysieren, bei höheren Ordnungen gibt es manchmal Probleme mit der Intensität des Flats. Weiter sollte das Ende des logfiles etwa so aussehen (Auswertung bis O42):
...
Order #41 : FWHM = 4.32 - Dispersion = .112 A/pixel - R = 11320.1
Order #42 : FWHM = 4.12 - Dispersion = .108 A/pixel - R = 11960.6
-------------- Paramètres de sortie --------------
Nom du profil de sortie : _rigel_120208_20700112_606_full
Date de prive de vue : 12.01.2070 14:32:00
Durée de prise de vue : 120.0
Date de milieu de prise de vue : 12.606/01/2070
Jour Julien du milieu de prise de vue : 2477124.106

Das Zusammensetzen erfolgt automatisch.
Falls die letzten Zeilen fehlen, hat es bei der Division des Spektrums oder beim Zusammensetzen ein Problem gegeben und kein zusammengesetztes Spektrum wird erzeugt. Um das Problem einzugrenzen, kannst Du Dir die Files
- calib_xx.dat
- flat_xx.dat
- object_xx.dat
ansehen, die Spektren der einzelnen Ordnungen.

Viell Spass bei der Auwertung,

Martin


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BeitragVerfasst: 06. März 2012, 09:46:37 AM 
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Hallo Martin,

ja, auch hier nochmals DANKE , ich war mir nicht im Klaren, wie ich Dich am leichtesten erreiche. Deswegen habe ich auf beiden "Kanälen" nachgefragt... Du hattest mir ja per email schon nicht nur einen weitere Hinweis gegeben.... ich gehe mal davon aus, dass das Problem nicht von größerem allgemeinem Interesse ist und mache das künftig nur noch über email.

Hallo Gemeinde:

Was mich nach wie vor erstaunt (=diplomatische Formulierung) ist, dass da keinerlei Support von shelyak kommt. Es gibt zwar für ISIS eine ganz schöne Dokumentation, wie man Spektren mit dem Lhires reduziert, es gibt aber nichts , wie das mit dem eshel geht und was es gibt zur Reduktion durch AUDELA ist keineswegs hinreichend, wenn man nur duchschnittliche Kenntnisse der Eigenheiten und Bedingtheiten dieser Software hat.Wenn ich richtig "durch" bin mit ISIS, dann schreibe ich mal eine Bedienanleitung auf Deutsch, aber das kann durchaus noch etwas dauern.....

Mit den ferosskripten von Otmar geht die Spektrenreduktion mit nur einem Befehl, maximal mit drei Befehlszeilen!!!! Voraussetzung ist ein sehr stabiler Echelle und - das lerne ich auch mehr und mehr - man braucht sehr gute Flats....und genau das ist schwieriger zu erreichen als ich dachte.......

cheers berthold

Ich hatte


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BeitragVerfasst: 06. März 2012, 11:34:02 AM 
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Hallo Berthold,

wir werden die Fragen weiter via Email diskutieren, scheint mir ebenfalls sinnvoll.
Zu Audela teile ich Deine Meinung, die Dokumentation ist sehr dürftig und deshalb brauche ich die Software zwar für meine Aufnahmen und zum Autoguiding, nicht jedoch für die Auswertung der Spektren, obwohl das auch funktioniert.
Zu ISIS und der Echelleauswertung: Es stimmt nicht, dass es keine Anleitung dazu gibt. Hier gibt es eine ausführliche (ca. 30 Seiten), allerdings auf französisch:
http://www.astrosurf.com/buil/isis/eshel/tuto1.htm
Einige Dinge fehlen zwar in der Anleitung, das findet man bei der Anleitung zum LHIRES besser beschrieben (Nummerierung der Spektren, Herstellen der Master-Flat, -Dark und -Offset).

Gruss,

Martin


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BeitragVerfasst: 06. März 2012, 18:34:12 PM 
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Hallo Martin,

das ist mir noch aufgefallen...an den Rändern stimmt das nicht, aber keine Ahnung , woher das kommt und vor Allem, wie man das umgeht.......am anderen Rand und vor Allem,
wenn man ALLE Ordnungen durchlaufen läßt, da kommt es zu deutlichen Abweichungen.

Mít weiteren Mitteilungen werde ich jetzt warten, bis Du ggf. antwortest, zumal ich nicht weiß, welche Informationen von meiner Seite jetzt sinnvoll sein könnten....

beste Grüße
Berthold



ist mit "snippingtool" gemacht....


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BeitragVerfasst: 09. März 2012, 19:11:34 PM 
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Hallo,

nach endlos erscheinendem "Rumgehacke" ist das nun rausgekommen...zumindest mal "was".

Ich müßte an dem eShel noch etwas rumdrehen........dazu möchte ich aber abwarten bis Otmar wieder da ist, denn wenn ich an dem eShel nun rumfingere, ist es vermutlich so, dass Otmar wieder "für mich arbeiten" muss, weil ich die Konsequenzen des Rumdrehens an dem eShel unter midas noch nicht selber kompensieren kann.

Ich kann nämlich so wie das jetzt hier ist noch nicht das gesamte Spekrum mit ISIS reduzieren und plotten. Insofern kann das auch Otmar dann nicht in die Datenbank einstellen....



berthold


schade, dass ich keine *.dat Datei anhängen kann, dann könnte jeder das Spektrum selbst "untersuchen".....:-(


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BeitragVerfasst: 11. März 2012, 22:42:30 PM 
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Hallo,

hier zeige ich die Echellemessung an Pleone vom 8.2.2012.......reduziert mit ISIS.

Hat vielleicht noch irgend jemand Pleone in diesem jahr gemessen?

Berthold


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BeitragVerfasst: 12. März 2012, 12:45:55 PM 
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Hallo

.....und hier kommt mal fast (!) das ganze gemergte Echellespektrum von Pleone...wenn ich das als *fit hier hochladen darf, dann kann jeder Interessierte damit selber versuchen.

Diese ISIS software geht mal, dann geht die wieder nicht...also so ähnlich wie VSPEC...Wovon das Gehen und Nichtgehen abhängt , bleibt völlig im Diffusem...einen äußerst wesentlichen Hinweis hat mal wieder Lothar abgeliefert:

Diese echellespektrographen reagieren äußerst kritisch auf gute bzw. schlechte flats. die dafür nötigen Belichtungszeiten sind aber eher kurz. Ich hatte daher keine Dunkelströme abgezogen...hielt das für unnötig. Lothar hat aber gesehen, dass zwischen den Ordnungen es eben doch nicht dunkel war , weil eben das bias nicht abgezogen war. Er hat mir dan gezeigt , wie man sowas mit Astroart macht.

Das Ergebnis: wesentlich kontrastreichere flats und deutlich erleichterte Extraction des 2 D spektrums........vielen Dank Lothar!

cheers berthold


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BeitragVerfasst: 13. März 2012, 23:05:07 PM 
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Hallo Berthold,

Du schreibst:
Zitat:
Diese ISIS Software geht mal, dann geht die wieder nicht...also so ähnlich wie VSPEC...Wovon das Gehen und Nichtgehen abhängt , bleibt völlig im Diffusem...einen äußerst wesentlichen Hinweis hat mal wieder Lothar abgeliefert:
Dazu fällt mir folgender Spruch ein:
Garbage in, garbage out.
Oder auf Deutsch: aus einem schlechten Flat kann ISIS kein gutes Spektrum erzeugen, das ja durch Division des Objektspektrums durch das Flat erzeugt wird. Damit das Programm automatisch die Ordnungen findet, müssen eben bestimmte Bedingungen erfüllt sein (wenig Streulicht zwischen den Ordnungen, gute Fokussierung, korrekte Position X, Y der Referenzwellenlänge).

Aber inzwischen scheinst Du ja das Problem gelöst zu haben.

Gruss, Martin


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BeitragVerfasst: 14. März 2012, 10:14:13 AM 
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Hallo Martin,

danke für die Antwort. Es ist so, dass ich öfter das Gesagte nicht sofort auf das von mir vermeintlich neu Beobachtete übertragen kann. Dann kommt es zu "Redundanzen"..ich weiß, dass sowas die meisten Physiker und Mathematiker "schlecht ab"können......aber in unserer Gruppe sind eben nicht nur Naturwissenschaftler zu Gange, sondern eben auch Leute wie ich, die sich eher mit der Gedankenwelt dieser exacten Naturwissenschaftler schwer tun, sich aber dennoch dafür interessieren und nicht - wie gar Manche_ auch noch stolz darauf sind -wenn die nichts davon verstehen

Insofern bitte ich um Nachsicht , wenn ich scheinbar sinnlos 2x frage.......

Zur Sache:

mit ein und denselben Einstellungen, mit ein und den selben Dateien reduziert ISIS ein eShelspektrum oder eben nicht. Woran das liegt , bleibt unklar.Obwohl eingestellt ist, dass "temporäre Dateien" gelöscht wrden sollen nach erfolgtem MERGING bleiben da eine Unmenge an Dateien auf dem Rechner, die offenbar bei jedem Reduktionsversuch überschrieben werden.....keine Ahnung. Irgendwelche Dateien scheinen aber nach einem Anschaltvorgang des Programms doch verändert oder gelöscht zu werden, denn oftmals klappt dann die Reduktion nach erfolgtem Neustart........

na gut...das dazu

Mit nochmaligem Dank, dass Du mir geholfen hast

berthold


PS: das von mir als "Pleone spektrum" ANGESPROCHENE Spektrum ist höchst wahrscheinlich nicht Pleone......... :(


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BeitragVerfasst: 14. März 2012, 10:53:29 AM 
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Hallo zusammen, ich wollte mich zu ISIS nicht äußern, da ich das Programm nicht kenne. Allerdings verfolge ich die Diskussionen hier natürlich und kann mir ein „externes“ Bild machen. So was ist ja manchmal auch nicht schlecht.

„Garbage in, garbage out“ ist leicht daher gesagt und nur unter der Voraussetzung korrekt, dass das Programm selbst nicht „garbage“ ist. „Garbage hieße m.E. schlechte Algorithmen, schlechte Nutzerfreundlichkeit ohne User Manual. Nun lese ich aber, dass es letzteres nicht einmal in englisch gibt. Offenbar kommen diese ganzen Programme (ISIS, VSpec, IRIS und Was-weiß-ich-Spec) ohne Manual als Black-Box daher, stürzen ab oder erklären sich nicht selbst. Insofern sind Bertholds Probleme eigentlich nachvollziehbar. Mit MIDAS inkl. Otmars Hilfe kommt er ja offenbar klar.

Echelle-Spektroskopie ist in der Anwendung anspruchsvoll und komplex. Mir ist unklar, warum dafür Amateurprogramme die erste Wahl sein sollen.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 30. März 2012, 22:34:31 PM 
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Hallo,

jetzt ist die Schönwetterperiode vorbei und ich fange an die Spektren zu reduzieren. Ich zeige hier mal ein Spektrum vom 23.3.12 von Mizar. Auch der eShel von Shelyak ist enttäuschender Weise nicht absolut stabil, zumindest nicht wenn der unberührt in einem normalem Zimmer steht....... :( .....Es sind zwar keine sehr großen Abweichungen da , aber sie sind eben da.

Das heißt, man MUSS bei jedem Beobachtungsabend Eichspektren anfertigen, das ist unschön und lästig.......aber:
Otmar hat mir heute völlig überraschender Weise ein sehr mächtiges vor Allem aber äußerst wertvolles Skript zur Verfügung gestellt.

Das gehorcht auf den Befehl "(==>)(==>) recenter" und bewirkt eine AUTOMATSICHE KORREKTUR der Drift des eShelspektrographen. Das ist ein absolut geniales Werkzeug (solange die Drift relativ klein bleibt!

Im ANhang das gesamte echellespektrum von Mizar und ein paar Ausschnitte.......

Gruß
berthold


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BeitragVerfasst: 01. April 2012, 03:07:32 AM 
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Lieber Berthold,
Zitat:
Auch der eShel von Shelyak ist enttäuschender Weise nicht absolut stabil, zumindest nicht wenn der unberührt in einem normalem Zimmer steht....... Sad .....Es sind zwar keine sehr großen Abweichungen da , aber sie sind eben da.
Instabilitäten hinsichtlich Wellenlängendrifts wirst Du immer haben sofern das System nicht thermal stabilisiert ist. Die Zimmertemperatur ändert sich hin und wieder um ein paar Grad was sich letztendlich auf die Stabilität des Spektrographen auswirkt. Um das etwas besser unter Kontrolle zu bekommen musst Du die Kiste unbedingt in ne Klimabox inklusive Temperaturstabilisierung packen. Kann man aber relativ kostengünstig selber herstellen. Bei höher auflösenden Spektrographen beeinflussen und begrenzen Instabilitäten in der Lichtübertragung durch Glasfasern erheblich die Auflösung des Systems. Aber als erste Maßnahme empfehle ich Dir das Temperaturstabilisierungssystem des Herrn Sablowski zu übernehmen.

Viele Grüße und weiterhin tolle Spektren

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BeitragVerfasst: 01. April 2012, 12:08:13 PM 
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Ja Tobias, Du hast völlig recht. Und wenn ich einen klaren Schaltplan hätte , wie genau so eine Temperaturstabilisierung aussehen könnte, wäre ich schon wohl dabei so was zu benutzen.......Aber "Bilder" alleine reichen da halt nicht........

Leider sind die Spektren für mich recht ernüchternd um nicht zu sagen enttäuschend. Trotz 80 minuten Belichtungszeit sind die The Ori C spektren doch sehr verrauscht und haben vor Allem massenhaft cosmics oder was das sonst ist mit diesen unzähligen Spikes, die da nicht hingehören......

(Ich begreife auch nicht, warum diese Seite immer erst auf englisch kommt und dann beim Tippen JEDES WORT rot unterstreicht ........keine Ahnung, wo ich das umschalten kann..!)

gruss
berthold


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BeitragVerfasst: 01. April 2012, 13:55:22 PM 
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Zitat:
Leider sind die Spektren für mich recht ernüchternd um nicht zu sagen enttäuschend. Trotz 80 minuten Belichtungszeit sind die The Ori C spektren doch sehr verrauscht und haben vor Allem massenhaft cosmics oder was das sonst ist mit diesen unzähligen Spikes, die da nicht hingehören......
Hallo Berthold,

den gleichen Effekt, dass the1 ori C Spektren sehr verrauscht und voller spikes sind, habe ich auch die letzten Tage erleben müssen (Lhires III, 1800 g/mm, 30 bis 40 um Spaltweite). Mit Mühe und Not habe ich in 30 bis 60 min Belichtungszeit S/N um 100 hinbekommen. Ich weiß auch nicht, was da im Moment los ist. Allerdings steht der Stern abends schon sehr tief am Himmel.
Habe die Spektren Otmar geschickt. Hier Grafiken.


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the1OriC_20120328_Na_nor.gif
the1OriC_20120328_Na_nor.gif [ 30.32 KiB | 28059 mal betrachtet ]
the1OriC_20120327_Ha_nor.gif
the1OriC_20120327_Ha_nor.gif [ 30.12 KiB | 28059 mal betrachtet ]
the1OriC_20120327_Na_nor.gif
the1OriC_20120327_Na_nor.gif [ 36.96 KiB | 28059 mal betrachtet ]
the1OriC_20120326_nor.gif
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Lothar

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BeitragVerfasst: 01. April 2012, 14:43:04 PM 
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Hallo Lothar,


das ist wirklich bemerkenswert!! .......und verwunderlich.


Ich werde nun gleich mal die Spektren vom 25.3 und 26.3.2012 ins Forum stellen....dann kannst Du die runterladen und selbst Untersuchungen dran vornehmen........das R gemessen an den H2O Linien beträgt etwa 10500, also unterhalb der Messungen, die direkt an den Thorarglinien der Eichspektren vorgenommen werden können.


Ich habe auch Messungen an Mizar vorgenommen......mehrere Spektren......die sind natürlich besser.......:-)


Gruß Berthold


Von meinem iPad gesendet

Am 01.04.2012 um 13:55 schrieb Lothar Schanne <fg-spek-tech@vdsastro.de (fg-spek-tech@vdsastro.de)>:


Zitat:
Berthold Stober hat Folgendes geschrieben: Leider sind die Spektren für mich recht ernüchternd um nicht zu sagen enttäuschend. Trotz 80 minuten Belichtungszeit sind die The Ori C spektren doch sehr verrauscht und haben vor Allem massenhaft cosmics oder was das sonst ist mit diesen unzähligen Spikes, die da nicht hingehören......
Hallo Betrhold,

den gleichen Effekt, dass the1 ori C Spektren sehr verrauscht und voller spikes sind, habe ich auch die letzten Tage erleben müssen (Lhires III, 1800 g/mm, 30 bis 40 um Spaltweite). Mit Mühe und Not habe ich in 30 bis 60 min Belichtungszeit S/N um 100 hinbekommen. Ich weiß auch nicht, was da im Moment los ist. Allerdings steht der Stern abends schon sehr tief am Himmel.
Habe die Spektren Otmar geschickt. Hier Grafiken.



Herzliche Grüße

Lothar

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www.spectrosphere.de





<the1OriC_20120326_nor.gif>
<the1OriC_20120327_Na_nor.gif>
<the1OriC_20120327_Ha_nor.gif>
<the1OriC_20120328_Na_nor.gif>


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BeitragVerfasst: 01. April 2012, 15:30:27 PM 
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Hallo Berthold,

stimmt, die kleinen fits-Dateien der 1d-Spektren kann man ja auch hier im Forum einstellen. Unten sind sie.


Dateianhänge:
the1OriC_20120328_Na_nor.fits [14.06 KiB]
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the1OriC_20120327_Ha_nor.fits [14.06 KiB]
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the1OriC_20120327_Na_nor.fits [14.06 KiB]
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BeitragVerfasst: 01. April 2012, 15:39:28 PM 
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Zitat:
Ich habe auch Messungen an Mizar vorgenommen......mehrere Spektren......die sind natürlich besser.......:-)
Hallo Berthold,

wenn du mal viele Mizar-Spektren aufgenommen hast können wir gerne die Radialgeschwindigkeiten bestimmen und die Orbitalelemente möglicherweise verbessern. Mit deinen Echelle-Spektren sollten sich recht genaue RV's ergeben (viele Linien auswerten). Unter Verwendung von Literaturdaten (und meinen) können wir den Zeitraum von ca. 1910 bis heute in der Auswertung abdecken. Allerdings ist das eine mühsame Sache (müsste mich auch erst mal wieder einarbeiten)

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Lothar

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BeitragVerfasst: 02. April 2012, 12:30:28 PM 
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Hier der Ausschnitt von theta ori C vom 20.3.12. Wieso die Linien verschoben sind sowohl die NA Linien, die ja nicht vom Stern sind als auch die Linien im Bereich des Heliums, die vom Stern und der Wolke sind , ist mir unklar.......die Kallibrierung ist doch eigentlich recht genau!(?)


:roll:

berthold


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residual120320.gif
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theta_ori_c120320_5830_6020.png
theta_ori_c120320_5830_6020.png [ 51.34 KiB | 28033 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 02. April 2012, 12:39:55 PM 
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Zitat:
Hier der Ausschnitt von theta ori C vom 20.3.12. Wieso die Linien verschoben sind sowohl die NA Linien, die ja nicht vom Stern sind als auch die Linien im Bereich des Heliums, die vom Stern und der Wolke sind , ist mir unklar.......die Kallibrierung ist doch eigentlich recht genau!
Hallo Berthold,

entweder echt (also Radialgeschw.) oder ein Problem mit der Kalibrierung (Lichtweg Kalibrierlicht?). Überprüf doch mal die Wellenlängen einiger terr. Linien. Die haben keine RV.

_________________
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Lothar

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BeitragVerfasst: 02. April 2012, 13:42:07 PM 
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Hallo Berthold,

On 04/02/2012 12:39 PM, Lothar Schanne wrote:
Zitat:
Berthold Stober wrote:
Zitat:
Hier der Ausschnitt von theta ori C vom 20.3.12. Wieso die Linien
verschoben sind sowohl die NA Linien, die ja nicht vom Stern sind
als auch die Linien im Bereich des Heliums, die vom Stern und der
Wolke sind , ist mir unklar.......die Kallibrierung ist doch
eigentlich recht genau!
Hallo Berthold,

entweder echt (also Radialgeschw.) oder ein problerm mit der
Kalibrierung (Lichtweg Kalibrierlicht?). Überprüf doch mal die
Wellenlängen einiger terr. Linien. Die haben keine RV.
Lothar hat recht. Die NaD-Linien in Richtung Orion und auch die Emission
des Orionnebels sind gegen die Ruhewellenlänge deutlich verschoben (etwa
+20 km/sec). Außerdem ist bei den Spektren keine heliozentrische
Korrektur angebracht, d.h., die terr. Linien sollten unverschoben sein.
Zitat:
------------------------ Herzliche Grüße

Lothar
Herzliche Grüße,
Otmar


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BeitragVerfasst: 02. April 2012, 17:42:02 PM 
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Hi Berthold
Zitat:
Und wenn ich einen klaren Schaltplan hätte , wie genau so eine Temperaturstabilisierung aussehen könnte, wäre ich schon wohl dabei so was zu benutze
Hatte ich dir nicht mal ne mail geschrieben deswegen?

Auf jeden Fall brauchst du im Prinzip nur zu kühlen. Einfach die Solltemperatur am Temperaturregler ein paar Grad unter die Umgebungstemperatur einstellen.
Einen "Schaltplan" benötigst du im Prinzip nicht, der ist beim individuellen Temperaturregler dabei. Dort steht dann wie und wo du den Temperaturfühler und die Kühleinheit anschließen musst. Die meisten Regler sind mindestens PI Regler (proportional und integral) und regeln dann auch eine verbleibende Regeldifferenz.
Am einfachsten ist ein Regler von zB Conrad und ein Peltierkühlgerät, aber das sollte in der mail stehen, sofern ich sie geschickt habe...
Wichtig ist, dass das Kühlgerät in der Lage ist die "elektronische Wärme" der Kamera abzuführen. Also was auf Grund derer Elektronik (vor allem Kühlung) verbraten wird.
Dein Spektrometer dann am besten auf eine massive Platte setzen und das Ganze in eine isolierte Kiste (zB Holzkiste mit isolierten Wänden).

_________________
Daniel P. Sablowski

https://www.kunstmann.de/buch/axel_hack ... 42000/t-2/
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BeitragVerfasst: 02. April 2012, 17:54:37 PM 
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Ja, du httest mir mal eine Mail geschrieben, das stimmt......allerdings hatte ich das damals nicht aufgegriffen, das muss ich leider zugeben, weil ich solche Probleme mit der Reduktion hatte.

So wie es jetzt aussieht, scheinen diese Probleme durch das geniale Zusatzskript "recenter" , welches mir Otmar ganz unerwartet von sich aus zur Verfügung stellte wie weggewischt zu sein......auch sind - wie ich jetzt nach der Reduktion einer ganzen Reihe von Echellespektren sehe, - die Abweichungen von diesem eShel doch relativ gering. Nur in diesem Fall kann das recenter.prg das kompensieren....bislang ist das aber jedesmal gelungen...... :)

In der Anlage stelle ich jetzt mal einen Ausschnitt des Spektrums ein, mit eingeblendeten Wasserlinien. ich hätte gerne die Intensität der Wasserlinien stärker angepaßt, weiß aber leider nicht wie und ob das geht..... die Kallibrierung scheint einigermaßen genau zu sein......so ganz genau kann ich das nicht sagen auf Grund der Messungen mit vspec


Gruss berthold


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theta_ori_c120320mit h20.png
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BeitragVerfasst: 03. April 2012, 11:03:58 AM 
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Zitat:
die Kallibrierung scheint einigermaßen genau zu sein......so ganz genau kann ich das nicht sagen auf Grund der Messungen mit vspec
Hallo Berthold,

miß doch in Midas mit center/gaus die Wasserlinien genau aus und vergleiche sie mit den Werten in der ESO-Liste der terr. Linien (FG webpage) oder den Wellenlängen in der Datei h2O.dat in VSpec (in dessen Installationsverzeichnis zu finden). Dann hast du Gewissheit über die Genauigkeit deiner Kalibrierung.

Übrigens: Gestern Abend scheinen mir ganz gute Spektren der C-Linien bei rund 580 nm von the1 Ori C gelungen zu sein. Habe wieder das 2400er Gitter eingebaut und den Spalt auf 50 um aufgeweitet. Die Nachführung auf den Spalt ging sehr gut. Das ist das A & O für gutes S/N.

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Lothar

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BeitragVerfasst: 03. April 2012, 14:04:52 PM 
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Zitat:
Hier der Ausschnitt von theta ori C vom 20.3.12. Wieso die Linien verschoben sind sowohl die NA Linien, die ja nicht vom Stern sind als auch die Linien im Bereich des Heliums, die vom Stern und der Wolke sind , ist mir unklar.......die Kallibrierung ist doch eigentlich recht genau!(?)
Und so sieht das bei mir aus:


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the1oric_20120402_na_nor.png
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Lothar

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BeitragVerfasst: 03. April 2012, 23:58:03 PM 
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Hallo Kollegen,

zur Temperaturstabilität:
Zitat:
Instabilitäten hinsichtlich Wellenlängendrifts wirst Du immer haben sofern das System nicht thermal stabilisiert ist. Die Zimmertemperatur ändert sich hin und wieder um ein paar Grad was sich letztendlich auf die Stabilität des Spektrographen auswirkt. Um das etwas besser unter Kontrolle zu bekommen musst Du die Kiste unbedingt in ne Klimabox inklusive Temperaturstabilisierung packen.
müsste man vielleicht noch hinzufügen, dass auch der Druck stabilisiert werden muss, da eine Druckschwankung von 10 mbar etwa den gleichen Effekt wie eine Schwankung von 3°C der Lufttemperatur hat (ca. 1 km/sec Radialgeschwindigkeit, von unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der Materialien des Spektrographen mal abgesehen und mit einem Echellegitter aus Pyrex oder Zerodur). Einfacher als eine hermetisch abgeschlossene Kammer wie sie z.B. bei Elodie verwendet wird, ist eine Kalibrierung der Spektren vor und/oder nach dem Spektrum, da sich der Luftdruck ja meistens relativ langsam ändert (ausser beim Herannahen einer Front, aber dann ist es eh besser, das Teleskop in Sicherheit zu bringen). Da diese Kalibrierung in die Auswertung integriert werden kann, ist der dafür nötige Aufwand gering und sollte eigentlich immer gemacht werden (ein abschreckendes Beispiel hatten wir ja bei Jugend forscht).

Gruss,

Martin


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BeitragVerfasst: 04. April 2012, 09:06:13 AM 
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Hallo Martin!

10mbar = 3°C. Soviel ist das? Wusste ich gar nicht. :shock: Ich meine, dass Kalibrationsspektren eigentlich IMMER vor und nach der Datenaufnahme gemessen werden sollten. Ich traue Daten wenig, wenn mehrere Tage alte Kalibrationsspektren verwendet werden.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 04. April 2012, 13:22:32 PM 
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Zitat:
müsste man vielleicht noch hinzufügen, dass auch der Druck stabilisiert werden muss, da eine Druckschwankung von 10 mbar etwa den gleichen Effekt wie eine Schwankung von 3°C der Lufttemperatur hat
Hallo Martin,

der Druck verändert die Wellenlängen? OK, über den Brechungsindex der Luft ein wenig. Aber dieser Einfluß wirkt doch genauso auf das Kalibrierlicht (wenn die Kalibrieraufnahmen praktisch gleichzeitig mit den Sternspektren aufgenommen werden). Oder verstehe ich da etwas nicht richtig?

_________________
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Lothar

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BeitragVerfasst: 04. April 2012, 13:34:18 PM 
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Hallo Lothar,

On 04/04/2012 01:22 PM, Lothar Schanne wrote:
Zitat:
Martin Dubs wrote:
Zitat:
müsste man vielleicht noch hinzufügen, dass auch der Druck
stabilisiert werden muss, da eine Druckschwankung von 10 mbar etwa
den gleichen Effekt wie eine Schwankung von 3°C der Lufttemperatur
hat
Hallo Martin,

der Druck verändert die Wellenlängen? OK, über den Brechungsindex der
Luft ein wenig. Aber dieser Einfluß wirkt doch genauso auf das
Kalibrierlicht (wenn die Kalibrieraufnahmen praktisch gleichzeitig
mit den Sternspektren aufgenommen werden). Oder verstehe ich da etwas
nicht richtig?
Doch, das verstehst Du richtig. Martin sagt ja, dass wegen der
Druckschwankungen Kalibrieraufnahmen praktisch gleichzeitig
mit den Sternspektren aufgenommen werden sollten.

Herzliche Grüße
Otmar


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BeitragVerfasst: 16. April 2012, 17:54:37 PM 
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Hallo,

Otmar hat jetzt eine Tabelle überarbeitet, damit erreiche ich jetzt bis zu 0,03 Angström an Kallibriergenauigkeit!

Ferner hat er mir gezeigt, wie ich einfache Skripts schreiben kann. Das Ergebnis von so einem Skript ist für mich mehr als erstaunlich: Ich gebe nur noch die drei Spektren ein und ändere noch an 2 Stellen den Spektrennamen...alles andere geht in einem Rutsch innerhalb von noch nicht mal 10 sek durch und fertig ist das auf 1 normierte Echelle _1D_Spektrum, das schafft derzeit kein Windowsprogramm.

Herzlichen Dank an Otmar auch an dieser Stelle........(wieder einmal)

berthold


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BeitragVerfasst: 16. April 2012, 18:14:09 PM 
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Lieber Berthold,

bitte schicke mir doch mal ein so gut kalibriertes Spektrum.

Bei Spektren aus unserer Datenbank kann ich die Wasserlinien nur
schlecht heraus rechnen, weil die Wellenlängen nicht genau genug
übereinstimmen. Wenn man aber das Spektrum mit den Wasserlinien
kalibriert, geht es allerdings recht gut.

Herzliche Grüße

günter

_________________
Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)


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BeitragVerfasst: 16. April 2012, 18:23:29 PM 
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Zitat:
damit erreiche ich jetzt bis zu 0,03 Angström an Kallibriergenauigkeit!
Hallo Berthold,

vorsicht, das ist sind die Residuen der Kalibrierkurve, also der Ausgleichsfunktion über die zur Kalibrierung der Ordnungen verwendeten ThAr-Linien.

Verwechsele das nicht mit der Kalibriergenauigkeit der Spektrallinien in deinem Sternspektrum ! Die kannst du ermitteln, indem du einen RV-Standardstern aufnimmst, das Spektrum baryzentrisch korrigierst und dann die Wellenlängen einiger Linien von dem ausmisst. Auch die terr. Linien eignen sich zu diesem Härtetest (vgl. Messung und Literaturwert, ohne baryz. Korrektur).

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Lothar

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BeitragVerfasst: 16. April 2012, 18:26:42 PM 
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Zitat:
Bei Spektren aus unserer Datenbank kann ich die Wasserlinien nur
schlecht heraus rechnen, weil die Wellenlängen nicht genau genug
übereinstimmen. Wenn man aber das Spektrum mit den Wasserlinien
kalibriert, geht es allerdings recht gut.
Hallo lieber Günter,

das ist genau das Problem beim "Trocknen" von Spektren. Nicht-lineare Kalibrierungenauigkeiten führen dazu, dass in den getrockneten Spektren Artefakte verbleiben. Konstante Kalibrierfehler lassen sich durch ein offset korrigieren.

_________________
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Lothar

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BeitragVerfasst: 16. April 2012, 18:51:49 PM 
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Am Montag, den 16.04.2012, 18:26 +0200 schrieb Lothar Schanne:
Zitat:
Hallo lieber Günter,

das ist genau das Problem beim "Trocknen" von Spektren. Nicht-lineare
Kalibrierungenauigkeiten führen dazu, dass in den getrockneten
Spektren Artefakte verbleiben. Konstante Kalibrierfehler lassen sich
durch ein offset korrigieren.
Leider sind dich Abweichungen nicht linear.

Da muss noch ein praktikables Verfahren gefunden werden.

Ups, schon wieder thread hijacking, d.h. unsere Diskussion gehört nicht
zum Thema "fibergekoppelter Eshelspektrograph von shelyak". Na ja, zu
"Netzgerät für eine HKL" aber auch nicht.


Leicht boshaft grüßt

günter

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BeitragVerfasst: 16. April 2012, 21:47:20 PM 
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Zitat:
indem du einen RV-Standardstern aufnimmst
Hallo,

naja, zunächst mal bedeutet das eine erhebliche Verbesserung der Kallibriergenauigkeit gegen das Laborthorarg. Das ist schon mal was. Zur Zeit wird gerade eps leonis aufgeommen, an dem können dann ggf. die von Dir vorgeschalgenen Messungen durchgeführt werden, außer dem will ich versuchen dessen RV raus zu bekommen. Wenn die Spektren ein genügendes S/N haben kann man vielleicht dort auch dann die H20 Linien ausmessen.

Dann wird man ja sehen, wie genau letztlich das Ganze de facto ist. Selbstverständlich stelle ich dann die Spektren Otmar vor, der legt die brauchbaren dann eh auf unsere Datenbank, wenn ich alleine sehe oderzu sehen meine, dass das Spektrum gut ist, dann stelle ich das auch für Günter und andere Interessierte hier hin...die theta Orispektren haben ein zu schlechtes S/N....mal sehen was heute Nacht bei rauskommt......

berthold


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BeitragVerfasst: 17. April 2012, 10:28:32 AM 
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Hallo Lothar, Guenter,
Zitat:
Zitat:
Bei Spektren aus unserer Datenbank kann ich die Wasserlinien nur
schlecht heraus rechnen, weil die Wellenlängen nicht genau genug
übereinstimmen. Wenn man aber das Spektrum mit den Wasserlinien
kalibriert, geht es allerdings recht gut.
Hallo lieber Günter,

das ist genau das Problem beim "Trocknen" von Spektren. Nicht-lineare Kalibrierungenauigkeiten führen dazu, dass in den getrockneten Spektren Artefakte verbleiben. Konstante Kalibrierfehler lassen sich durch ein offset korrigieren.
Ich weiss ja nicht wie die ThAr Wellenlaenge angegeben sind, aber koennte es sein dass die fuer eine "Standard-Atmosphaere" gegeben sind, die abweicht vom Refererenz-System was fuer die H2O Linien benutzt wird? Da die Wellenlaengen in Luft von Temperatur, Druck, und relative Feuchte abhaengen koennen da leicht Unterschiede auftreten. Unabhaengig davon, wie gut die Kalibrierung an sich ist.

Ich persoenlich bevorzuege "vakuum" Wellenlaenge-Kalibrierung. Das ist dann zwar nicht die "echte" gemessene Wellenlaenge, aber es ist wenigstens immer konsistent. Hilft natuerlich nur bei terrestische Linien, die Linien vom Stern selber bleiben ja verschoben wegen Eigengeschwindigkeit und heliocentrische Korrektur.

Gruesse
Sander


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BeitragVerfasst: 17. April 2012, 11:24:24 AM 
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Lieber Günter, Lieber Otmar,

ich kann es nicht unterdrücken und muss das hier nochmals sagen, dass mit dem Reduzieren von echellespektren über das Skript, das als eigentliche Hauptleistung natürlich die Skripte von Otmar enthält, das macht nun wirklich Spass. Ich habe gestern abend , da es recht klar war und mit 64% rel Luftfeuchtigkeit nicht allzu nass war nochmals eps leonis und mizar aufgenommen. Ich habe nur ein neues thorarg gemacht, keine neuen flats sondern habe die vom 26.3.12 genommen, was midas ohne Weiteres "gefressen" hat....Vermutlich erreiche ich aber deswegen nicht die 0.03 A sondern nur diesen Wert von 0.68521500E-01 an Genauigkeit gegen das Labor thorargspektrum........so ganz klar ist mir das aber nicht, warum das dieses mal nicht so genau ist........:-(

Ich habe mal eine Wasserlinie bei Mizar gemessen, da bekomme ich:

6514.207 6516.010 6514.838 0.93468 0.50371

was einem R von 13 000 entspräche..........

(VSPEC H20 Katalog = 6514.74)

das S/N bei Mizar (kommt natürlich drauf an wo man mißt) beträgt 293 bei 10x240sec




.
Das Mizar spektrum zeigt sogar die Hgamma Linie, wenn auch nicht so optimal.....na gut...Mizar ist halt auch hell.

Somit ergibt sich, dass die Kallibriergenauigkeit am Sternspektrum doch nicht so gut ist..........vielleicht aber liegt das - wie gesagt auch an mir..........Lothar hat´s ja gleich gesagt, dass das lange nicht so toll ist, wie es nach meiner Meinung aussah...:-))

in wie fern das eps_leonis spektrum geeignet sein könnte, die RV zu bestimmen, muss ich noch mit Otmar besprechen..........


Gruß

berthold


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