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 Betreff des Beitrags: MiniSpec Erweiterung
BeitragVerfasst: 04. März 2012, 14:08:39 PM 
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Hallo!

Siegfried brachte mich vor einiger Zeit auf die Idee, Daniel's MiniSpec mit dem 4-fach Spalt von Shelyak und mit einer Guiding-Kamera zu erweitern.
Daraufhin zeichnete ich den folgenden Plan (1 von 4):

Bild

Meine ursprüngliche Idee war, für den Spalt und die Guidingkamera als Gehäuse ein Vierkant-Aluminiumrohrstück zu verwenden. Siegfried brachte mich auf die Idee, einfach ein zweites Fertiggehäuse anzudocken.
Die Spalthalterung stellte ein wenig Tüftelarbeit dar, durfte doch das dünne Spiegelglas keinerlei Druck ausgesetzt werden. Außerdem ist ein einfaches Umsetzen des 4-fach Spaltes auf eine andere Breite erforderlich. Das erfolgt nun mit zwei Alu-Pranken, die mit Kork beschichtet wurden:

Bild

Nun, das Gerät ist noch nicht ganz fertig, aber hier wäre eine vorläufige Gesamtübersicht:

Bild

Viele Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 05. März 2012, 18:56:20 PM 
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Hallo Gerhard

Du kommst ja gut voran.

Beachte bitte die schrägen Gehäusewände, wenn du die beiden verbindest, damit das alles gerade ist und parallel zur Teleskopachse bleibt.

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 05. März 2012, 19:46:59 PM 
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Hallo Daniel!
Zitat:
Beachte bitte die schrägen Gehäusewände,
Darin sehe ich auch ein Problem. Deshalb habe ich die beiden Gehäuse noch nicht verbunden. Die Abweichung vom rechten Winkel beträgt zusammen 1.8mm und lt. meiner Berechnung im Zeichenprogramm entspricht das ziemlich genau 2° Ich müßte also doch ein Blech dazwischenlegen?
Eine Frage: Weder der OAZ-Adapter, noch die CCD-Kamera-Adapter befinden sich im rechten Winkel, wenn ich die so einklebe. Nachdem aber relativ viel Gewicht am OAZ-Adapter liegt, halte ich es für ziemlich riskant, hier eine nicht vollflächige Klebestelle anzubringen. Die Möglichkeit, das Gehäuse an der Stelle aussen abzufräsen, habe ich leider nicht. Wie hast Du das gelöst? Und, machen die 2° an den Gehäuseübergängen wirklich sehr viel aus? Obwohl, das wäre ja einfach korrigierbar.

Beste Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 05. März 2012, 20:05:14 PM 
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Hallo Gerhard

Die Schrägstellung der Gehäuse ist leicht zu kompensieren, indem man eines up-down anbringt, also einmal Deckel oben, einmal unten, dann kompensieren sich die Schrägstellungen gegenseitig.

Die Adapter habe ich gerade eingeklebt. Bei langen Strecken ist das durchaus ein Problem, da machen sich schon kleine Winkel bemerkbar. Machs einfach so perfekt wie möglich.

Da hab ich noch nen Spruch von meinem ehem. Berufsschullehrer auf Lager:

"Fertige nie so genau wie möglich, sondern nur so genau wie nötig."

Perfektionisten wie wir drehen diesen Spruch herum :-)

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BeitragVerfasst: 05. März 2012, 20:54:41 PM 
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Hallo Daniel!
Zitat:
indem man eines up-down anbringt,
Ach Du heiliger Strohsack! ;-) Ja natürlich, ist ja logisch, aber selbst bin ich da nicht draufgekommen. Schande! :-) Schreibt ja niemand vor, daß man alle Komponenten auf einmal sehen muß. Die Komponenten sollen sich untereinander richtig sehen. ;-)
Die Adapter habe ich übrigens dort, wo sie angeklebt werden, plangedreht, damit die Auflagefläche vergrößert wird.
Du gibst in Deiner Beschreibung einen bestimmten Zweikomponenten-Kleber an. Ich habe mir noch einen Uhu plus besorgt, der nur 2 Minuten verarbeitet werden kann und der in 5 Minuten bereits fest ist. Hält ganz toll (angegeben sind bis 800N/cm²).
Viele Grüße
Gerhard


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BeitragVerfasst: 09. März 2012, 19:08:33 PM 
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Hallo

Heute habe ich auch wieder bissl was an dem Mini gemacht - einen DADOS-Spalt eingebaut.

Hier ist ein Testspektrum der Sonne um das Mg-Triplett.


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BeitragVerfasst: 10. März 2012, 14:59:14 PM 
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und ich habe gestern mal meinen Lhires von Grund auf neu justiert und mir mit Vergnügen durch ein Okular das Sonnenspektrum angeschaut

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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BeitragVerfasst: 10. März 2012, 15:50:16 PM 
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Hallo Daniel!

Es wäre eigentlich jetzt an der Zeit, daß Du Deinen MiniSpec umtaufst! Mit dem Ergebnis ist die Bezeichnung "Mini" fehl am Platz! Welches Gitter hattest Du da drin?
In meinem "Bausatz" habe ich nach Deinem Ratschlag 300l/mm und 1800l/mm vorgesehen.

Bild

Kommende Woche ist das Gerät einsatzbereit.

Herzliche Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 10. März 2012, 17:05:13 PM 
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Hallo Gerhard

Ich hatte 1800 l/mm drin.

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BeitragVerfasst: 11. März 2012, 11:42:59 AM 
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Hallo

Also ich glaube meinen muss ich nicht umtaufen, ist doch noch Mini...


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BeitragVerfasst: 11. März 2012, 12:07:10 PM 
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Hallo Daniel!

Die Erweiterung hast Du da ja Spitze gemacht! Gibt es eine kleine Skizze für einen neugierigen Forenteilnehmer? ;-)

Beste Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 11. März 2012, 12:19:08 PM 
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Hallo Gerhard

Zeichnung habe ich nur im Kopf... leider gibt es noch keine Cyborg-USB Schnittstelle :-)

Ich werd mal eine machen, weil ich das auch in die Bauanleitung übernhmen will.

Übrigens habe ich die CAD Zeichnung von dir in die Bauanleitung aufgenommen und möchte mich auf diesem Wege nochmal bei dir für deine Mühen bedanken.

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BeitragVerfasst: 12. März 2012, 15:04:32 PM 
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Hallo Daniel!
Zitat:
und möchte mich auf diesem Wege nochmal bei dir für deine Mühen bedanken.
Gerne geschehen.
Siegfried hat eine Idee in den Raum gestellt: Das Gitter anstatt mit einer Mikrometerschraube mit einem Schrittmotor im Microstep-Modus zu drehen! Ausgabe auf einer 2x16 - characters LCD. Ich habe da bereits recht brauchbare Infos eingeholt. Die Vorteile wären eine bessere Reproduzierbarkeit und weit weniger Gewicht, denn es muß ja kein Leistungs-Stepper sein. Ein kleiner Motor reicht zu dem Zweck.
Frage: Welche Einheiten sollte man für die Ausgabe benutzen? Schwenkwinkel in Grad? Wäre wohl zu wenig.
Wie findest Du die Idee?
Ich habe vor langer Zeit zwei Foucault-Tester mit Schrittmotor-Messung ausgestattet. http://www.astroprojekte.de/ Die Seite ist "etwas veraltet" und die beiden Videos "funktionieren" auch nimmer. ;-) Das Konzept ist leider für die geplante Anwendung nicht geeignet.

Beste Grüße

Gerhard[/quote]


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BeitragVerfasst: 12. März 2012, 16:25:45 PM 
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Hallo Gerhard

Ich hatte mal einen Schrittmotor an der Mikrometerschraube montiert. Das war aber natürlich nicht wegen der Gewichtsvorteile, weil es ja in dem Fall schwerer wurde, sondern im Rahmen einen Miniprojektes in der Uni.

Aber prinzipiell kann man da natürlich einen Ministepper einbauen. Am schönsten wäre da eine Rotationsplattform, sodass die Übersetzung von Winkel des Motors auf Winkel des Gitters linear verläuft. Das ist bei der Mikrometerschraube ja nicht der Fall. Aber da die Spektren beim Mini nicht lang sind, sollte die Abweichung sich auch in Grenzen halten.
Die Ausgabe der Motorposition wäre denn ausreichend. Anhand einer Eichkurve kann man dann den gewünschten Bereich in die Mitte des Sensors bringen.


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IMG_4301.JPG [ 299.4 KiB | 35126 mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: 12. März 2012, 20:33:47 PM 
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Hallo Daniel!
Ich nehme an, Du meinst das auch so: Den Motor mit seiner Achse dort anflanschen, wo sich die Schraube für den Winkel befindet und anstatt der Schraube und des Winkels eine Achse in einem runden Drehteller, auf dem sich das Gitter befindet. Stepper im Microstep-Modus. Wäre bestimmt brauchbar.
Ich habe den Tip bekommen, daß der Treiber-IC THB6064AH ideal wäre.
Gruß
Gerhard


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BeitragVerfasst: 12. März 2012, 21:52:46 PM 
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Hallo Gerhard

Ich hatte den ULN2803A verwendet:

http://such001.reichelt.de/?SID=11Tx8T9 ... ACTION=444

In Verbindung mit einem Midrange Mikrocontroller von Microchip 16F84A.


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Stepper.JPG
Stepper.JPG [ 44.35 KiB | 35110 mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: 15. März 2012, 17:57:06 PM 
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Hallo Daniel!

Ja, den ULN2803 kenne ich. Hatte ich schon oft im Einsatz.

Endlich ist das kleine Spectroskop gestern fertig geworden. War eine lange Bauphase. ;-)

Bild

Bild

Bild

Nachdem ich mit dem Laserpointer die Spiegel justiert hatte, probierte ich ein visuelles "first light" an einer Energiesparlampe mit einem Okular.

Bild

Abgelichtet habe ich das Gesehene einfach mit einer DSLR hinter dem Okular. Derzeit sind ein 300l/mm Gitter und ein 35µm Spalt im Einsatz.

Bild

Bild

Den ersten "Ernst-Einsatz" möchte ich an der Sonne vornehmen. ;-) Hoffe, es wird was.

Beste Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 15. März 2012, 19:05:39 PM 
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Hallo Gerhard

Sieht doch ganz toll aus. Mit der Sonne wirds auf jeden Fall was. An den Absorptionslinien kann man oft noch etwas besser fokussieren als an den breiten Linien einer Energiesparlampe.

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 15. März 2012, 22:52:54 PM 
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Hallo Daniel,

habe vorhin ein Neon-Spektrum aufgenommen. Kommt prima hin. Der variable Adapter für die Aufnahmekamera, den Du erwähnt hast, ist wichtig.
Was mir noch Sorgen bereitet, sind das Gewicht und die Hebelwirkung am Okularauszug. Das Gerät wiegt incl. Atik314 und Lodestar 1668g. Der Baader Steeltrack trägt zwar über 3000g, aber eine gewisse Tubusverbiegung findet sicher statt. Mit einer Verklebung hattest Du nie Probleme? Sollte man irgendeine Hebel-Entlastung anbauen? (Wüßte gar nicht, wie.) Oder genügt es, wenn man den Tubus so dreht, daß der OAZ Richtung Boden zeigt (so gut es eben geht)?
Das sind noch so meine Gedanken.

Schönen Abend noch. Gruß,

Gerhard


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BeitragVerfasst: 15. März 2012, 23:30:44 PM 
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Hallo Gerhard

Am Teleskop hatte ich den Spektrographen immer so dran, dass die Kamera nach unten zeigte.
Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich dachte ich hätte mal erwähnt, dass man den Strahlengang mit einem Umlenkspiegel vor dem Kolli umlenkt. Dann würde der Teleskopanschluss dort sein, wo jetzt deine Guidingkamera sitzt und der Spektrograph würde nicht so einen langen Hebel habe.

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 16. März 2012, 12:45:05 PM 
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Hallo Daniel!

Zitat:
aber ich dachte ich hätte mal erwähnt, dass man den Strahlengang mit einem Umlenkspiegel vor dem Kolli umlenkt.
Ja, stimmt, wollte ich auch so bauen, aber, wenn Du Dir die Zeichnung ansiehst: Es herrscht Platzmangel. Ohne die Guiding-Option wäre es etwas einfacher gewesen.

Bild

Es gab da auch noch das Problem, in den Focus zu kommen.
Aber, alles nicht so tragisch. ;-) Habe grad vorhin einen "Gewichts-Trockentest" am OAZ nochmals gemacht: Das Spektroskop hält drin bombenfest, es wackelt nix und es bewegt sich nichts unkontrolliert. Ich hatte an dem Steeltrack schon mal ein Filterrad, einen OAG und an dem Ganzen zwei Stück Atik-Kameras dran. Gab auch keine Probleme.
Habe vorhin das ganze Equipment in's Auto verladen und werde ein paar Testaufnahmen von der Sonne machen. (Ich will es zumindest versuchen)

Gruß

Gerhard

P.S.: Leider hatte ich heute keine DSLR dabei! Ideale Lage für mein Spektroskop: Kopfstand auf dem Tubus! ;-) Zieht nicht, kippt fast nicht. Ideal! :-)

Mehr konnte ich heute nicht rausholen:

Bild

Das hier verwendete Gitter hat 300l/mm, die Aufnahmekamera hat hinsichtlich Pixelgröße 6.45µm x 6.45µm, X-Achse 1391 Pixel ( Sony ICX285AL ). Siegfried und ich hatten gestern Tests gemacht. Siegi meinte, daß eine Verschiebung des Aufnahmeobjektives innerhalb der Adapterhülse (Distanz 75mm-Objektiv-Gitter) noch sehr viel mehr an Schärfe bringen könnte. Die Schärfeeinstellung mittels Adapter (Objektiv-CCD) reicht also nicht?


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BeitragVerfasst: 16. August 2012, 13:08:08 PM 
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Hallo Daniel und Gerhard!
bei mir ist das mit der Scharfstellung auch so ein Problem.... Hat eine moderne Astro-CCD-Kamera eine 'automatische' Tiefenschärfeeinstellung? Ich arbeite im Moment noch mit einer Canon Spiegelreflexkamera und einem Zoomobjektiv, aber es ist nicht wirklich das wahre, da alle Teile des Objektivs ja beweglich sind (sowie schwer....) und ich daher Probleme habe, es irgendwo stabil ortsfest am Gehäuse zu befestigen. Gibt es daher irgendwelche Adapter (z.B. bei TS) oder andere technische Hilfsmittel, die ich fest mit dem Gehäuse verbinden und trotzdem noch die Fokusierlänge variieren kann?Wie gestaltet Ihr Eure Aufnahmeoptik bei Euren Spektrographen?

Liebe Grüße
Dominic


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BeitragVerfasst: 16. August 2012, 15:05:11 PM 
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Hallo Dominic
Zitat:
Hat eine moderne Astro-CCD-Kamera eine 'automatische' Tiefenschärfeeinstellung?
nein.
Zitat:
Gibt es daher irgendwelche Adapter (z.B. bei TS) oder andere technische Hilfsmittel, die ich fest mit dem Gehäuse verbinden und trotzdem noch die Fokusierlänge variieren kann?
Ja. Z.B. eine einfache Schiebefokussierung:

http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... -11mm.html

Ich arbeite gerne mit der VariLock, von der es eine lange und eine kurze Ausführung gibt. Kurz:

http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... -29mm.html

Lang:

http://www.teleskop-express.de/shop/pro ... -46mm.html

Es gibt noch mehr Sachen, einfach bei TS unter Adapter gucken.
Zitat:
Wie gestaltet Ihr Eure Aufnahmeoptik bei Euren Spektrographen?
Ja nach Anforderungen. Es genügt oft ein einfacher Achromat, bei Echellespektrometer braucht man ein aufwendigeres Linsensystem.

Z.B:

http://spektroskopieforum.vdsastro.de/v ... php?t=3392

und

http://www.hobbysternwarte-ploesen.de.tl/ESpekDiko.htm

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 16. August 2012, 15:48:09 PM 
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Hi Daniel!
Danke für die Antworten...preislich sogar in Ordnung....Ich hatte schon grausamere Zahlen im Kopf! Damit haste mir meinen Schlaf erheblich erleichtert!!
Grüßle


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BeitragVerfasst: 17. August 2012, 11:40:30 AM 
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ich habe den Schiebefokussierer .. ist fuer Okularprojektion gedacht.
Ist gerahahade stabil genug ein kleines Ploessl-Okular zu halten, vergesse alles andere :(

Gruesse, Sander


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BeitragVerfasst: 17. August 2012, 12:53:39 PM 
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Hi Sander!
du meinst also, der Schiebefokussierer ist für diese Zwecke mehr 'schlecht' als recht, sodass du mir auch zu den preislich eher höher angesiedelten Adapter raten würdest?

Gruß
Dominic


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BeitragVerfasst: 17. August 2012, 14:52:06 PM 
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Hallo Dominic,

genau das meine ich. Die Schiebefokussierer waere bestenfalls noch fuer eine leichte Kollimator-Linse zu gebrauchen. Sobald es etwas schwerer wird, verkippt er sich.
Weil er schieben muss, muss er auch spiel haben. Er hat nich nur reichlich spiel, aber wird mit nur eine Schraube auch einseitig geklemmt.
Du brauchst aber eine stabile Verbindung zum Kamera. Entweder eine Schraubverbindung mit Konterring, oder, wenn es schieben soll, etwas das mehrseitig geklemmt wird.

Ich kenne den Varilock nicht, aber sieht aus wie eine Schraubverbinding. Im Zweifelsfall noch mal nachfragen bevor dem Kauf.

Gruesse, Sander


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BeitragVerfasst: 06. März 2013, 16:38:25 PM 
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Hallo Gerhard,
ich habe den MiniSpec von Daniel nachgebaut und erwäge jetzt eine Spaltbeobachtungseinheit mit Nachführung zu bauen, damit ich auch Sternspektren mit Spalt aufnehmen kann.

Hast Du mit Deiner Erweiterung schon Sternspektren gemacht bzw. Erfahrungen gesammelt?

Viele Grüße
Dieter

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Dieter Schurna


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BeitragVerfasst: 06. März 2013, 21:38:10 PM 
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Hallo Dieter,

bisher habe ich damit nur ein paar Sonnenspektren aufgenommen. Die sind nicht schlecht geworden. Nachträglich habe ich vor ein paar Tagen die Kollimator-Linse verschiebbar gemacht.
Siegfried hat mich dabei unterstützt.
Die Linse sitzt nun in einer Hülse mit Aussengewinde, die man in dem Alublock drehen kann. Damit kann man noch Einiges an Schärfe herausholen. Ich bin derzeit noch beim Optimieren.

Der Abstand Linse-4-fach-Spalt war bis jetzt fix gewesen.

Zu einem Sternenspektrum bin ich leider noch nicht gekommen.

Viele Grüsse

Gerhard


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BeitragVerfasst: 21. März 2013, 16:12:43 PM 
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Hallo Gerhard,
danke für die Infos.

Ich werde versuchen die ganze Spaltbeobachtungseinheit verschiebbar zu machen, damit ich den Fokus im Betrieb korrigieren kann.

Was hast Du denn für eine Objektivlinse verwendet?
ich setzte als Guidingkamera eine umgebaute SPC 900 mit dem ICX 098BLE ein.

Viele Grüße
Dieter

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Dieter Schurna


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BeitragVerfasst: 21. März 2013, 17:50:10 PM 
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Zitat:
Ich werde versuchen die ganze Spaltbeobachtungseinheit verschiebbar zu machen, damit ich den Fokus im Betrieb korrigieren kann.
Hallo Dieter,

warum korrigierst du nicht mit der Fokussiereinrichtung des Teleskops? Ist doch einfacher?

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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Hallo Lothar,
nein ich meine zwischen Minispec und der Erweiterung.
Dadurch hab ich den Abstand zwischen Kolli und Spalt variabel um dort die Schärfe zu optimieren.
Im Prinzip das Gleiche, was Du mit Deiner verschiebbaren Kolliminatorlinse machst, nur ich verschiebe den Spalt....

Viele Grüße
Dieter

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Dieter Schurna


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Hallo Dieter!
Zitat:
Was hast Du denn für eine Objektivlinse verwendet?
Ich habe dieselben Thorlabs - Linsen (ungefasst) wie die in Daniel's Beschreibung verwendet.

Als Kollimator-Optik also den Achromaten AC127-050-A und als Kamera-Objektiv für die Atik den Achromaten AC254-075-A.

Das Objektiv für die Lodestar war zuerst zu langbrennweitig. Als brauchbar hat sich dann der Achromat AC127-019-A, Durchmesser 12.7mm, F=19.0mm erwiesen.

Die Kollimator-Linse befindet sich - wie gesagt - in einer Metallhülse mit Aussengewinde und lässt sich im Alublock drehen. Somit ist der Abstand zum Spalt sehr genau einstellbar.

Vor ein paar Tagen habe ich die Auflösung des Spektroskopes zu ermitteln versucht: Sie liegt bei > 1200. Mehr bringe ich nicht zusammen trotz Optimierung der Abstände.

Der Spalt lässt sich mit der Lodestar sehr schön scharf und mittig abbilden. Auch hier sind - wie bei der Atik - Gewinde-Abstandshülsen eingebaut.

(Ich stelle dann ein Bild von der Kollimator-Linsenhalterung ein)

Viele Grüsse

Gerhard


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BeitragVerfasst: 21. März 2013, 19:56:25 PM 
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Hallo Dieter und Gerhard

Damit die AC127-050-A richtig kollimiert ist ein Abstand von Spalt bis Linse (Vordekante, also zur Mitte der Linse wo sie am dicksten ist) von 47.33 mm erforderlich.

Wenn der Mini an einem F/10 Tele verwendet werden soll, kann die Linse G322345000 von Qioptiq mit 100 mm Brennweite verwendet werden. Man erreicht hier in einem weiten Wellenlängenbereich nahezu beugungsbegrenzte Ergebnisse.

Das Auflösungsvermögen von R = 1200 ist für den Mini mit 600 l/mm und 15 um Spalt sehr gut!

Eigentlich wollte ich mit der Nachricht noch bis Lüneburg warten, aber:

Den Mini wird es bald kommerziell zu erwerben geben. Zunächst in einer spaltlosen Variante, die man später mit einer Spalteinheit und Kalibrationseinheit nachrüsten kann. Es werden dann auch noch weitere Instrumente und Zubehörteile für die Spektroskopie folgen. Näheres gebe ich dann bekannt. Wer jetzt schon Interesse hat, darf sich gerne bei mir melden.

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BeitragVerfasst: 22. März 2013, 20:18:54 PM 
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Hallo Daniel,
Zitat:
Das Auflösungsvermögen von R = 1200 ist für den Mini mit 600 l/mm und 15 um Spalt sehr gut!

Danke für die Präzisierung.
Vielleicht noch als Zusatz-Information zu Deinen Angaben: Die Atik 314L hat eine Pixelgrösse von 6.45 µm x 6.45µm
http://www.dangl.at/ausruest/atik_314/atik_314_g.htm
Gilt also für meine Kamera speziell.
Grüsse
Gerhard


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BeitragVerfasst: 23. März 2013, 10:48:01 AM 
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Hallo Gerhard und Daniel,
Danke für die Infos.

Der ICX 098 BL hat eine Pixelgröße von 5,6 um x 5,6 um.
Wisst Ihr, ob es da eine Formel zum Errechnen der Brennweite für eine Objektivlinse gibt?

Daniel, da bin ich echt gespannt auf den kommerziellen Mini.
Ich denke ein Markt für erschwingliche Spektrografen, speziell für Einsteiger, ist definitiv da. (Allerdings macht das selber basteln, vorausgesetzt man hat so tolle Bauanleitungen wie von Dir, echt Spass.)

Viele Güße
Dieter

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BeitragVerfasst: 23. März 2013, 10:59:08 AM 
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Hi Dieter
Zitat:
Ich denke ein Markt für erschwingliche Spektrografen, speziell für Einsteiger, ist definitiv da. (Allerdings macht das selber basteln, vorausgesetzt man hat so tolle Bauanleitungen wie von Dir, echt Spass.)
Ja der Mini soll genau darauf getrimmt werden. Die Bauanleitung musste ich deswegen natürlich leider vom Netz nehmen.

Gruß,
Daniel

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BeitragVerfasst: 23. März 2013, 12:17:32 PM 
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Hallo zusammen,
ich habe eine freie Software gefunden, mit der sollte ich die Linsenberechnung eigentlich hinbekommen

PreDesigner von Qioptiq (einfach googeln)

Gruss
Dieter

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Dieter Schurna


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BeitragVerfasst: 23. März 2013, 12:35:26 PM 
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Hallo

Es ist auch WinLens 3D von Qioptiq als freie Version erhältlich. Das ist ein Lens Design Programm, das auch ich manchmal verwende.

Gruß,
Daniel

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BeitragVerfasst: 23. März 2013, 15:08:23 PM 
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Hallo Daniel,
Zitat:
Den Mini wird es bald kommerziell zu erwerben geben.
Kannst Du uns verraten, ob sich der dann im selben Gehäuse befinden wird wie der MiniSpec in Deiner Bauanleitung oder wird der ganze Aufbau komplett anders aussehen ?
Zitat:
Zunächst in einer spaltlosen Variante, die man später mit einer Spalteinheit und Kalibrationseinheit nachrüsten kann.
Die Idee finde ich genial! Es wäre also zuerst mal gewissermassen eine Art "Einsteigergerät" zu haben, das schon eine Menge kann und das ausbaufähig wäre.

Ich dachte schon daran, mein Eigenbaugerät in ein paar Punkten zu verbessern. Drei Dinge sind es, die mich derzeit stören:

1.) Der Okularstutzen mit 1.25" müsste unbedingt durch einen mit 2" ersetzt werden. Ferner halte ich kleben allein für unzureichend. Müsste auch verschraubt werden.

2.) Das Objektiv an der Aufnahmekamera müsste durch ein besseres ersetzt werden. Ich dachte daran, das Objektiv einer Spiegelreflexkamera versuchsweise zu adaptieren.

3.) Das Gehäuse. Meinen Aufbau verwende ich nur auf dem Teleskop stehend. Vor allem wegen 1.)

Viele Grüsse

Gerhard


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BeitragVerfasst: 23. März 2013, 15:25:02 PM 
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Hallo Gerhard

Die Anschlüsse sowohl kamera- als auch teleskopseitig werden fest am Gehäuse verschraubt sein. Teleskopseitig möchte ich den Mini mit zwei Optionen anbieten: 2" Steck und Gewindeanschluss.

Das Objektiv wird so bleiben, weil es vollkommen ausreichend ist. Die Abbildungsqualität ist sehr gut und kann durch ein Kameraobjektiv nicht wesentlich verbessert werden. Das Objektiv wäre schwer und teuer und viel aufwendiger einzubauen. Wegen den vielen Oberflächen auch nicht so effizient.
Das Gehäuse ist ein Punkt an dem wir arbeiten. Es wird aber wohl ein CNC-Gehäuse werden. Bei alldem darf und will ich den Blick auf das Ziel des Mini´s nicht vergessen:

Kostengünstiges Einsteigerspektrometer !!


Wir sind aber auf bestem Wege zu einem guten Kompromiss! Ich hoffe ein repräsentativer Prototyp wird bis Lüneburg fertig.

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 23. März 2013, 15:59:26 PM 
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Hallo Daniel,
Zitat:
Die Abbildungsqualität ist sehr gut und kann durch ein Kameraobjektiv nicht wesentlich verbessert werden.
Gut, dann vergiss ich Punkt 2.) schnell mal wieder.

Was aber bestimmt ganz wichtig wäre: Ein relativ leichtes Gehäuse, das trotzdem stabil ist. Und die Kollimator-Linse muss unbedingt verstellbar sein.

Bild

Das war der erste Einbau. Innen ist die Gewindehülse auf Objektiv-Aussendurchmesser bis zu einem Anschlag abgedreht und als zweite Halterung für die Linse habe ich versilberten Kupferdraht aus der Elektronik-Bastelkiste zurechtgebogen.

Fixieren kann man die Kollimatorlinse entweder mit der Plastikschraube oder/und mit einer Gegenmutter.

Viele Grüsse

Gerhard

Die Idee mit dem Gewinde stammt von Siegfried Hold, der auch so nett war, mir die Gewindehülse zur Verfügung zu stellen.


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BeitragVerfasst: 24. März 2013, 18:04:17 PM 
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Hallo Gerhard,
wie hast Du denn die kurze Brennweite von 19mm am Objektiv für die Lodestar hinbekommen? Wo und wie hast Du Linse eingebaut?

Ich brauche dann ja den kurzen Abstand Chip -> Linse von 19 mm...
Oder hast die Linse direkt an der Loadstar angebracht?
Oder hab ich einen Denkfehler?
Gruß
Dieter

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Dieter Schurna


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BeitragVerfasst: 24. März 2013, 20:19:24 PM 
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Hallo Dieter,

ehrlich gesagt, ich habe in der Hinsicht länger herumexperimentiert.
Die Linse hat von ihrer Mitte weg gemessen bis zum Gehäuse einen Abstand von ca. 40mm und der Abstand Linse-CCD-Chip beträgt etwa 19mm.

Bild

Bild

Ich wollte den Spalt formatfüllend dargestellt haben. Die Schärfe stelle ich durch Verschieben der Lodestar in der Adapterhülse her.

Die Linse ist fix mit drei Kunststoffschrauben in einem Aludrehteil gehaltert.

Grüsse

Gerhard


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BeitragVerfasst: 24. März 2013, 20:27:44 PM 
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Hallo :)

Die Abstände kann man leicht durch die Linsengleichung abschätzen:

1/f = 1/b + 1/g

f: Brennweite der Linse
b: Bildweite
g: Gegenstandsweite

Wenn man z.B. eine 1:1-Abbildung machen will, also keine Vergößerung haben will, dann ist g = b = 2f.
Im Falle der 19 mm Linse die hier verwendet wird ist das dann etwa 38 mm. Die Gleichung stimmt für dicke Linsen nicht mehr, aber ist eine ausreichende Näherung in der Praxis.
Wenn ihr für die Nachführung eine möglichst hohe Vergrößerung haben wollt, dann muss die Linse möglichst nahe am Spalt positioniert werden, aber ferner als ihre Brennweite. Die Vergrößerung ist dann durch b/g gegeben.

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 24. März 2013, 20:44:04 PM 
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Hallo Daniel,

trotz grundlegender Formeln gibt es halt noch etwas Tüftel-Arbeit. ;-)

VG

Gerhard


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BeitragVerfasst: 24. März 2013, 20:45:35 PM 
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Hallo Gerhard,

ja das ist klar! Aber ich hab gelernt, dass diese Sachen einem viel erleichtern. :)

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Daniel P. Sablowski

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BeitragVerfasst: 24. März 2013, 21:02:23 PM 
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Hallo Ihr beiden,
tausend Dank für Eure Unterstützung...

Gerhard, das ist schon mehr als Tüftelei, das hast Du doch perkekt gelöst.

Und Daniel, ja, die Theorie gehört auch mit dazu. Deshalb werde ich erstmal alles ordentlich durchrechnen und dann zeichnen bevor ich anfange zu bauen..

Aber das macht ja den Eigenbau so spannend, dass man sich mit neuen Themen auseinander setzen muss und dabei eine Menge lernt.

Viele Grüße
Dieter

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Dieter Schurna


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BeitragVerfasst: 24. März 2013, 21:25:56 PM 
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Hallo Dieter,

als Nachtrag: Die Gesamtdistanz Linse-Umlenkspiegel-Spalt beträgt bei mir etwa 140mm.

Viele Grüsse

Gerhard

(So sieht das mit der Lodestar aus:

Bild

)


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BeitragVerfasst: 12. Mai 2013, 13:37:12 PM 
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Hallo Gerhard, Daniel,
habe vor geraumer Zeit für meine Astrofotografie nachgerüstet. Damit ich mein Leitrohr endlich wegbekomme, habe ich mir den OAG von TS geleistet und meine SPC durch die Lodestar ausgetauscht.

Da kam mir die Idee - ich beobachte meinen Spalt und führe nach durch den OAG. Der Trick ist ganz einfach:
Man dreht das OAG Prisma einfach um 180 Grad und blickt auf den Spalt.

Funktioniert prima.

Jetzt fehlt mir nur noch die Linse für den Lodestar.
Da mir der OAG nur einen ca. 10 mm großen Ausschnitt auf meinen Spalt zeigt, tendiere ich allerdings nicht zu einer 19mm Linse, sondern mindestens 25 mm, damit ich diesen Ausschnitt formatfüllend auf dem Chip habe.
Unten hab ich Linsenberechnung mal als jpg angehängt.
Bevor ich jetzt die Linse kaufe, was meint Ihr?

(==>) Daniel: Bin echt gespannt auf deine kommerzielle Version ........

Viele Grüße
Dieter


Dateianhänge:
Dateikommentar: Komplettsetup mit EOS
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Dateikommentar: Linsenberechnung
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Dateikommentar: Blick auf den Spiegel in der Spalteinheit mit dem verspiegelten Spalt
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Dieter Schurna
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