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 Betreff des Beitrags: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 11. April 2012, 16:00:19 PM 
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Nur weil's mich freut, hier ein Plot des Sauerstoffspektrums, gerechnet
mit lblrtm, in ein Bild einer Schrittweite von 0.001 Angström verwandelt
mit Midas.

Das komplette Spektrum von 3700 bis 9000 A ist auch als 1D-Fits (21MB)
zu haben.

günter


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O2.png
O2.png [ 15.06 KiB | 6163 mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. April 2012, 16:55:07 PM 
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Super, Günter, einfach toll

am O2-Spektrum bin ich interessiert, Am Besten gleich als 1D.bdf
passend für Midas. Ich bringe einen Stick mit nach Bad Boll.

Kann das Programm auch Cyan-Linien berechnen?

Viele Grüße
Dieter


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 Betreff des Beitrags: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 11. April 2012, 18:43:07 PM 
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Hallo Dieter,

momentan sind 39 Moleküle in der HITRAN-Datenbak enthalten:


1: H2O 2: CO2 3: O3 4: N2O 5: CO
6: CH4 7: O2 8: NO 9: SO2 10: NO2
11: NH3 12: HNO3 13: OH 14: HF 15: HCL
16: HBR 17: HI 18: CLO 19: OCS 20: H2CO
21: HOCL 22: N2 23: HCN 24: CH3CL 25: H2O2
26: C2H2 27: C2H6 28: PH3 29: COF2 30: SF6
31: H2S 32: HCOOH 33: HO2 34: O 35: CLONO2
36: NO+ 37: HOBR 38: C2H4 39: C3HOH


Cyan ist leider nicht dabei. Es sollte auch in der Atmosphäre nicht
vorkommen.



Am Mittwoch, den 11.04.2012, 16:55 +0200 schrieb Dieter Goretzki:
Zitat:
Super, Günter, einfach toll

am O2-Spektrum bin ich interessiert, Am Besten gleich als 1D.bdf
passend für Midas. Ich bringe einen Stick mit nach Bad Boll.
Probiere mal

www.spektros.de/Oxygen.fits

(Der Link bringt meinen Firefox zur Verzweiflung. Keine Ahnung warum.
Vielleicht geht's ja bei Dir.)

Natürlich ein 1D-Fits erzeugt mit Midas (convert/table).

Zitat:
Kann das Programm auch Cyan-Linien berechnen?

Viele Grüße
Dieter
Zitat:


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BeitragVerfasst: 11. April 2012, 19:39:13 PM 
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Lieber Günter,

sieht ja toll aus.
Hast du eine Information über die Breite der Linien? Die FWHM? Ist die berechnete mit gemessenen hochauflösender Spektrographen identisch?

Ich ziehe mir das fits auch von deiner webpage. Kann man immer mal gebrauchen (wie Hinkelsteine) :D

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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 Betreff des Beitrags: Re: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 11. April 2012, 19:45:51 PM 
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Zitat:
Probiere mal

www.spektros.de/Oxygen.fits

(Der Link bringt meinen Firefox zur Verzweiflung. Keine Ahnung warum.
Vielleicht geht's ja bei Dir.)
Funktioniert mit rechtem Mausklick auf den Link und dann Speichern unter.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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 Betreff des Beitrags: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 11. April 2012, 20:39:01 PM 
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Lieber Lothar,

die Linien werden aus den Einsteinkoeffizienten A und B berechnet. Dabei
wird auch die Empfindlichkeit der Koeffizienten für Druck und Temperatur
berücksichtigt und noch allerhand mehr, was ich aber nicht verstehe.

Die Wellenlängen gelten in diesem Spektrum übrigens für 15°C, 900hPa und
50% rel. Luftfeuchtigkeit.

günter

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. April 2012, 22:39:49 PM 
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Lieber Günter , sieht ja wirklich toll aus, aber warum berechnet man sowas? Ist vielleicht der Grund der, dass man nur auf so einem Weg hochgenaue Linienpositionen bekommen kann? Offenbar kann man ja auch andere Elemente nehmen, die dann andere Spektralbereiche erfassen(?)..da natürlich die Athmosphaere immer gleichzeitig mit einem Sternspektrum aufgenommen werden muss und wird, koennten das ideale Eichlinien sein......oder welchen Sinn hat das noch, sowas zu berechnen......

Herzlicher
Gruß Berthold


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BeitragVerfasst: 12. April 2012, 08:36:23 AM 
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Hi Günter

Mich würde interessieren, was da für eine Rechnung dahinter steht. Ich habe mich mal ein bissl mit diesem O2 beschäftigt und diese Banden zu berechnen war historisch ein ganz schöner Akt, finde ich.

Ist da auf ein Paper verwiesen (vllt. nach Mullikan?).

_________________
Daniel P. Sablowski

https://www.kunstmann.de/buch/axel_hack ... 42000/t-2/
https://dpsablowski.wordpress.com
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. April 2012, 09:08:02 AM 
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Zitat:
Mich würde interessieren, was da für eine Rechnung dahinter steht. Ich habe mich mal ein bissl mit diesem O2 beschäftigt und diese Banden zu berechnen war historisch ein ganz schöner Akt, finde ich.
Schicke dir das Programm per Email.

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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 Betreff des Beitrags: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 12. April 2012, 10:28:06 AM 
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Hallo Günter,

die Berechnung erfolgt anhand der tabellierten Linienposition (Spalte 2 in HITRAN-Files), der Linienstärke (bei 296K, Spalte 3),
der Selbst- und Fremdverbreiterung (Spalten 5+6) und deren T-Abh (Spalte 8) sowie der Höhe des Niveaus über dem Grundzustand
(Spalte 7). Schliesslich gibt es noch die Druckverschiebung der Linie (Spalte 9).
Weiters benötigt man als globale Info die Zustandssumme des Moleküls (enthält die Info, wie sich der Grundzustand bei steigender
Temperatur entvölkert). - Bis dahin ist die Sache recht dröge. Kompliziert wird es erst, wenn man Abweichungen von der in HITRAN
benutzten Linienform (Voigtprofil) und sog. Line-Mixing Effekte berücksichtigen will. Glaube nicht, dass lbltrm solche Effekte berücksichtigt.

Viele Grüße
Frank


Am 11.04.2012 20:52, schrieb Günter Gebhard:
Zitat:
Lieber Lothar,

die Linien werden aus den Einsteinkoeffizienten A und B berechnet. Dabei
wird auch die Empfindlichkeit der Koeffizienten für Druck und Temperatur
berücksichtigt und noch allerhand mehr, was ich aber nicht verstehe.

Die Wellenlängen gelten in diesem Spektrum übrigens für 15°C, 900hPa und
50% rel. Luftfeuchtigkeit.

günter



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 Betreff des Beitrags: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 12. April 2012, 10:39:06 AM 
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Am Donnerstag, den 12.04.2012, 08:36 +0200 schrieb Daniel Sablowski:
Zitat:
Hi Günter

Mich würde interessieren, was da für eine Rechnung dahinter steht. Ich
habe mich mal ein bissl mit diesem O2 beschäftigt und diese Banden zu
berechnen war historisch ein ganz schöner Akt, finde ich.
Guten morgen Daniel,

zu Deinen Fragen kann ich dir nichts substantielles sagen. Ich wende das
Programm nur an, und auch das nur, weil mir Peter Schlatter gezeigt hat
wie das geht.

Schau doch mal auf die
Atmospheric & Environmental Research (AER)
Radiative Transfer Working Group Website

http://rtweb.aer.com/


Gruß
günter

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 Betreff des Beitrags: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 12. April 2012, 11:18:24 AM 
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Registriert: 17. Dezember 2006, 13:16:50 PM
Beiträge: 213
Hallo Berthold,

die Linienpositionen sind letztendlich das Ergebnis von Labormessungen mit sehr hochauflösenden FTIR-Spektrometern. Es wird dann
eine Art quantenmechanische "Ausgleichsrechnung" gemacht, um aus den Spektren optimale Linienpositionen und -stärken zu gewinnen,
und um aufzuklären, welchen Übergang man im Spektrum beobachtet (Quantenzahlen, Anregungsenergie). Durch "Ab initio" Rechnungen,
also sozusagen freihändig, ohne Hinzunhame von Messungen, kann man so genaue Positionen wie in HITRAN angegeben nicht gewinnen.

Das man sich so um diese Linienparameter bemüht, hat vor allem mit der atmosphärischen Fernerkundung zu tun, wenn man zB etwas
über Quellen und Senken langlebiger Treibhausgase lernen will, muss man deren (entlang des Sehstrahles gemittelten) Mischungsverhältnisse
im Subprozent-Bereich genau messen. (Übrigens dient dann oft der Sauerstoff zur Bestimmung der beobachteten Luftmenge, denn das
O2-Mischungsverhältnis ist sehr genau bekannt und kaum variabel)

Viele Grüße
Frank

Am 11.04.2012 22:39, schrieb Berthold Stober:
Zitat:
Lieber Günter , sieht ja wirklich toll aus, aber warum berechnet man sowas? Ist vielleicht der Grund der, dass man nur auf so einem Weg hochgenaue Linienpositionen bekommen kann? Offenbar kann man ja auch andere Elemente nehmen, die dann andere Spektralbereiche erfassen(?)..da natürlich die Athmosphaere immer gleichzeitig mit einem Sternspektrum aufgenommen werden muss und wird, koennten das ideale Eichlinien sein......oder welchen Sinn hat das noch, sowas zu berechnen......

Herzlicher
Gruß Berthold





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 Betreff des Beitrags: Sauerstoff mit lblrtm
BeitragVerfasst: 12. April 2012, 17:16:03 PM 
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Registriert: 01. August 2006, 16:20:19 PM
Beiträge: 839
Wohnort: Neumarkt i.d. Oberpfalz
Und zum Abschluss noch ein Ballon Wasserdampf:

www.spektros.de/WaterVapour.fits


Das mache ich übrigens um später mal aus den Sternspektren die Signatur
des Wasserdampfs wieder herauszurechnen.

günter


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Wasserdampf.png
Wasserdampf.png [ 14.91 KiB | 6080 mal betrachtet ]

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