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 Betreff des Beitrags: Kalibrierproblem eines Anfängers
BeitragVerfasst: 18. April 2012, 22:55:15 PM 
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Hallo miteinander!

Beim Versuch, ein Sonnenspektrum im H-Alpha-Bereich zu erfassen und zu kalibrieren, habe ich Probleme mit der Genauigkeit.
Ich verwendete in dem Fall ein 8"-Newton Teleskop und mein Eigenbau-Spektroskop mit dem 4-fach Spalt von Shelyak. Hier habe ich den 19µm-Spalt verwendet. Als Gitter befindet sich ein 1800l/mm Thorlabs GR25-1850 im Gerät.
Das Teleskop war nicht direkt auf die Sonne gerichtet, sondern nur gegen den Taghimmel. Die Neonglimmlampe befand sich direkt am Spalt. Die Neon-Aufnahmen wurden sofort anschließend mit unveränderter Mikrometerschrauben-Stellung gemacht.
Meines Erachtens nach schaut die Kalibrierung des Neon-Spektrums nicht schlecht aus.

Bild

Leider liege ich im Sonnenspektrum im H-Alpha Bereich ganz schön daneben und ich komme nicht drauf, welche konkrete Ursache das haben könnte:

Bild

Hier zweimal gezoomt:

Bild

Bild

Welche schwerwiegenden Fehler mache ich da und wer wäre so nett, mir ein paar Tipps zu geben.

Herzliche Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 19. April 2012, 08:37:30 AM 
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hallo,

also aus dem Vorgelegtem kann ich dir nicht zeigen , wo evetuell der Fehler liegt.

Ich würd zunächst mal die Reduktion mit dem Context SMS von Günter versuchen und dann evtl. auch mal mit VSPEC. Treten dann die Fehler immer wieder auf, dann hast Du eben doch was an Deinem Spektrographen zwischen Signal- und Eichspektrumsaufnahme verstellt........:-)

beste Grüße
berthold


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BeitragVerfasst: 19. April 2012, 09:45:32 AM 
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Hallo Gerhard

Vermutlich liegt es an der Einkopplung des Neonlichts.

Wie machst du das genau?

_________________
Daniel P. Sablowski

https://www.kunstmann.de/buch/axel_hack ... 42000/t-2/
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BeitragVerfasst: 19. April 2012, 11:11:30 AM 
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Hallo Gerhard,

Vorschlag für ein Experiment: Halte die Neonlampe etwa 5cm vom Spalt entfernt und genau senkrecht über ihm. Aufnahme. Dann gehe bei gleichbleibender Entfernung 5 mm links neben den Spalt, Aufnahme und dann 5 mm rechts neben den Spalt, Aufnahme. Vergleiche die 3 Aufnahmen, ob die Neonlinien sich systematisch verschoben haben.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 19. April 2012, 17:07:55 PM 
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Hallo Berthold!
Zitat:
und dann evtl. auch mal mit VSPEC. Treten dann die Fehler immer wieder auf,
Stimmt, ist mit anderen Auswertungsprogrammen auch der Fall. Etwas fiel mir vorhin auf, was mich etwas stutzig machte: Ich habe mir die Stellung der Mikrometerschraube genauer angeschaut, die seit dem letzten Test nicht verändert wurde. Die Position ist um fast einen Teilstrich verstellt, obwohl ich nicht dabei gedreht habe.

Hallo Daniel!
Zitat:
Wie machst du das genau?
So sieht das aus:
Bild
Bild
Die Neonlampen-"Batterie" steckt formatfüllend im OAZ-Stutzen und leuchtet so fast die gesamte Kammer aus. Die Distanz zum Schlitz entspricht in etwa der Gehäusebreite des MiniSpec - 30mm. Das Bild deutet nur an, wie die Vorgangsweise abläuft. In der Praxis stecken die Lampen ganz im OAZ-Stutzen und zwar genau gerade, also nicht schräg wie im Bild!


Hallo Lothar!
Zitat:
Vergleiche die 3 Aufnahmen, ob die Neonlinien sich systematisch verschoben haben.
Vielen Dank für den Tipp! Wird gemacht.

Übrigens, die Einkopplung des Neon-Lichtes über das Fernrohr, wie Siegfried meint, funktioniert bei mir einfach nicht. (Belichtungszeit > unendlich). Er sagt, daß dies die einzige Vorgangsweise sei, die exakte Ergebnisse liefert.

Viele Grüße

Gerhard

p.s.: Was mir noch einfällt: Dieser 9-Neonlampen-"Scheinwerfer" produziert vielleicht doch Licht, das zu wenig diffus ist? Sollte ich vielleicht probieren, Transparentpapier vorzusetzen oder liefert eine einzige Lampe , mit Transparentpapier diffus gemacht oder mit Schmirgelleinen aufgeraut, direkt vor dem Spalt von vorneherein bessere Ergebnisse? ODER hat Siegfried recht, daß genaue Ergebnisse nur über das Teleskop erzielt werden können? Ich bin ziemlich ratlos. Lothars Tipp ist interessant!


Zuletzt geändert von Gerhard Hauke am 19. April 2012, 17:36:58 PM, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Kalibrierproblem eines Anfängers
BeitragVerfasst: 19. April 2012, 17:19:50 PM 
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Am 19.04.2012 um 17:07 schrieb Gerhard Hauke <fg-spek-data@vdsastro.de (fg-spek-data@vdsastro.de)>:


Zitat:
Hallo Berthold!

Zitat: und dann evtl. auch mal mit VSPEC. Treten dann die Fehler immer wieder auf, Stimmt, ist mit anderen Auswertungsprogrammen auch der Fall. Etwas fiel mir vorhin auf, was mich etwas stutzig machte: Ich habe mir die Stellung der Mikrometerschraube genauer angeschaut, die seit dem letzten Test nicht verändert wurde. Die Position ist um fast einen Teilstrich verstellt, obwohl ich nicht dabei gedreht habe.

Na also, ich habe mir das gleich gedacht, dass da was am Spek. verstellt sein dürfte ......:-)

Berthold
Zitat:











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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19. April 2012, 18:11:02 PM 
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Beiträge: 101
Hallo Berthold!
Zitat:
Na also, ich habe mir das gleich gedacht, dass da was am Spek. verstellt sein dürfte ......
Ich hoffe, daß da der Wurm begraben liegt.. :-) Nachdem noch andere Aufnahmen für den Bereich vorliegen, werde ich vorerst mal die ansehen. Das mit der richtigen Einkopplung des Kalibrierlichtes ist aber ganz bestimmt nicht ohne... Bevor das nicht zu hundert Prozent geklärt ist, brauche ich mit der Spaltüberwachungskamera gar nicht erst zu experimentieren beginnen.
Viele Grüße
Gerhard


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