Hallo Torsten,
wenn Dein Kalibrierspektrum eine (oder mehrere) isolierte Spektrallinien enthält, die schmal gegenüber Deiner instrumentellen Auflösung sind,
dann zeigen diese Peaks direkt das von Dir gesuchte Instrumentenprofil. Du kannst entweder direkt die gemessenen Werte verwenden oder eine
Kurve (etwa ein Gaussprofil) an die Messung anpassen. Das Instrumentenprofil (ILS) sollte in der Fläche auf 1 normiert sein - so dass die Faltung
der ILS mit einem Spektrum die Normierung nicht verändert - und spektral so ausgerichtet sein, dass diese Faltung das prozessierte Spektrum
nicht gegenüber dem Originalspektrum verschiebt.
Im nächsten Schritt brauchst Du ein parameterisiertes Modellspektrum, das Dein Originalspektrum (also vor der Faltung) approximieren soll. Die
Parameter könnten z.B. Linienstärken-und breiten von Spektrallinien sein. Dieses Spektrum wird nach der Faltung mit der ILS mit Deiner Messung
verglichen, dann veränderst Du Deine Fitparameter solange, bis Deine Messung möglichst gut erklärt wird (idealerweise bleibt dann nur das Rauschen
Deiner Messung übrig). Wenn das nicht gelingt, dann zeigt Deine Messung an, dass mit Deinem Modell etwas nicht stimmt (z.B. bestimmte Spektrallinien
fehlen oder nicht erwartete Linien auftreten). Das Modell könntest Du vielleicht mithilfe von Spektren ähnlicher SNs trimmen, die mit Großteleskopen
aufgenommen worden sind.
Viele Grüße
Frank
Am 20.02.2014 16:47, schrieb TorstenHansen:
Zitat:
Hallo Frank,
herzlichen Dank für Deine Antwort!
Frank Hase hat Folgendes geschrieben: ...
Die Meinung ist deshalb, dass es zielführender ist, die instrumentelle Profilform möglichst genau zu bestimmen und bei der Analyse - also dem Vergleich zwischen einem
gemessenen und einem modellbasierten Spektrum - anzuwenden.
...
An so etwas hatte ich eigentlich auch gedacht.
Ich nehme ein oder mehrere Vergleichsspektren her und messe die aus.
Jetzt wäre nur die Fragen,
- wie soll ich da denn vorgehen und
- was soll gemessen werden und
- wie läuft die Korrekturrechung?
Ganz konkret: ich habe das unten verlinkte Profil der Si-II-Linie der Supernova und möchte die um die instrumentelle Linienverbreiterung korrigieren. Zur Verfügung steht ein Kalibrierspektrum, welches ich schon zur Wellenlängen- und Responsekalibrierung benutzt habe.

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Viele Grüße,
Torsten