Zitat:
für den Fall, dass Du "Funkverbindung" hast
Habe ich gerade, allerdings nur wenig Datenvolumen zur Verfügung.
Zitat:
Die Datenbank mit den synthetischen Spektren einschl. Faltungstool war ein toller Tipp. Inzwischen habe ich auch meine ersten Spektren mit den von Dir empfohlenen Parametern erzeugt. Ich komme aber leider mit dem FITS-Format auch nicht zurecht. ASCII-Export funktioniert. Hast Du das Problem lösen können? Im Header steht was von 8 Bit Daten
Ich habe folgendes gemacht:
1. Die ausgewählten theoretischen Spektren aus Pollux als FITS heruntergeladen.
2. Dann in Midas mit INDISK/MFIT die Datei konvertiert. Es entstehen zwei Dateien:toto...tbl und toto...fits.
3. Nur die toto...tbl weiterverarbeiten. Erst mal schauen was drinnen ist mit SHOW/TABLE toto...tbl. Zeigt die Anzahl der Spalten und Zeilen. Wichtig sind die Spaltennamen, in dem Falle war es :wavelength und :normalized. Also in der Spalte :wavelength stehen die Wellenlängen und in der Spalte :normalized die auf das Kontinuum normierten Intensitäten.
4. Um die Tabelle toto...tbl in ein 1d Spektrum mit begrenztem Wellenlängenbereich im Fitsformat umwandeln zu können musst du jetzt ein Referenz-1d-fits erzeugen, das den gewünschten Daten
bereich definiert, aber keine Daten enthält: Nennen wir es refima (wie in den helpfiles zu Midas):
CREATE/IMAGE refima 1,5001 5840,0.02 nodata
In dem Befehl bedeuten refima der Name des erzeugten files. 1,5001 die Anzahl der Zeilen, die im refima vorhanden sein sollen, 5840 der Beginn des Spektrumausschnitts (in Angström) und 0.02 die Schrittweite (ebenfalls in Angström). 5000 mal 0.02 = 100 Angström ist dann der ausgewählte Wellenlängenbereich, beginnend mit 5840 A und reichend bis 5840 + 100 = 5940 A. Dann sind die NaD-Linien (die mich interessierten) etwa mittig in dem Ausschnitt.
5. Jetzt wird die Tabelle toto...tbl konvertiert in ein 1d-Spektrum, das nur diesen Wellenlängenbereich zwischen 5840 und 5940 A enthält:
Beispiel: CONVERT/TABLE Tralala = toto...tbl :wavelength :normalized refima
Der Befehl liest aus dem theoretischen Spektrum in der Tabelle toto...tbl genau die Daten für Wellenlänge und Intensitäten aus, die in refima definiert sind, also 5840 bis 5940 A. Das erzeugte Spektrum heisst dann Tralala.bdf.
So kannst du Bereiche des theoretischen Spektrums für weitere Auswertungen und Vergleiche in Midas verfügbar machen.
Zitat:
Übrigens gibt es noch einen interessanten Aspekt bei der Eigenrotation von Aa und Ab. Wenn ich mich nicht völlig verrechnet habe und ein Umlauf im Bereich von 3 Tagen liegt, führt das dazu, dass die Winkelgeschwindigkeit der Sternrotation im Bereich des Periastron vermutlich im Bereich der Winkelgeschwindigkeit der Bahnrotation liegt. Für uns außenstehende Beobachter mit Spektrograph ist das vermutlich egal. Ein Beobachter im Brennfleck innerhalb der Bahn einer Komponente, dessen Blick dem Stern folgt würde aber vermutlich beobachten, dass sich die Rotation des Sterns in der Nähe des Periastrons scheinbar stark verlangsamt (oder rückläufig ist) und sich dann wieder beschleunigt. Ein Sonderfall dieses Effektes ist ja die Libration des Mondes.
Der Effekt im Periastron könnte ja zur Angleichung der Rotationsgeschwindigkeiten beider Komponenten führen, oder ?