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 Betreff des Beitrags: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 10. Januar 2016, 11:06:09 AM 
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Hallo zusammen, im schwarzen Sperrer-Forum steht ein Bericht zum L200.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbt ... ost1198166
Es sieht so aus, als könne sich ein Distributor wohl nicht angemessen benehmen.
Gruß, Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 12. Januar 2016, 23:57:13 PM 
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Lieber Thomas,

die Form Deines Beitrags gefällt mir nicht. Er ist mir zu unsachlich! Ich empfehle die Löschung oder zumindest eine sachliche Adaption!

Im von Dir bezeichneten "Sperrer-Forum" ist mittlerweile eine klärende Darstellung angehangen, was die im ursprünglichen Post gezeigten Schwierigkeiten nicht ändert - aber eben auch keines Fremdkommentars benötigt.

Ich habe das offenbar bisher nicht mitbekommen, das es einen L200 kommerziell gibt. Dafür ist der Hinweis gut. Er ist wirklich deutlich günstiger als LihresIII. Interessanterweise scheint der L200 konstruktiv sehr nah am LihresIII zu sein. Daher würde mich ein technischer Vergleich interessieren.

Grüße
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 13. Januar 2016, 02:12:40 AM 
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Thomas,
Due to the Littrow configuration, there are external similarities between the Spectra-L200 and other similar Littrows.....
The Technical details of the Spectra-L200 differs significantly from say the LhiresIII.
The JTW website had full details:
http://www.jtwastronomy.com/products/sp ... ymain.html
Quick summary:
Multi slit reflective slit plate
Larger collimator
Larger gratings

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 Betreff des Beitrags: Re: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 13. Januar 2016, 02:46:02 AM 
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Pushing the L200 is fine as long as Thomas is aware you are not an unbiased commentator.

Cheers, Bernard

Sent from my Samsung device

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Quicquid Nitet Notandum


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 13. Januar 2016, 10:02:54 AM 
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Thomas, mein Kommentar wäre unsachlich, wenn er unbelegte Behauptungen verbreiten würde. Im meine aber, dass man unzuverlässige Händler durchaus mal benennen kann (siehe auch mein Beitrag im neuen VdSJ).
Gruß, Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016, 18:45:18 PM 
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Hallo,

ich habe mir dieses Gerät schon sehr oft angeschaut. Was mich von der Entscheidung abgehalten hat, ist die doch niedrige Auflösung. Vielleicht sehe ich es falsch, aber die meisten Beiträge hier im Forum berichten von Ergebnissen mit Auflösungen von über 10000. L200 soll mit dem 1800 Gitter ca 6500 erreichen. Da ist natürlich Lhires wesentlich effizienter. Aber der Preis.....

Beste Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016, 19:31:16 PM 
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Hm, wie groß ist denn die Brennweite des Kollimators? Kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass da große Unterschiede bestehen......

Berthold


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016, 20:39:21 PM 
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Hallo Michael, ein hohes spektrales Auflösungsvermögen ist nicht der entscheidende Parameter sondern das, was Du mit Deinen Messungen erreichen möchtest. Das hängt wiederum u.a. von den spektralen Phänomenen, den Sternhelligkeiten, den Belichtungszeiten und auch dem Teleskop ab. Am Mons-Teleskop auf Teneriffa haben wir erfolgreich WR-Linieneffekte mit R = 4500 detektiert. Für die Messung von Magnetfeldern wäre das zu wenig und für Quasare wiederum wegen der geringen Helligkeiten zu viel. Wenn hier mit über R > 10.000 argumentiert wird, heißt das noch nicht, dass das nötig ist.

Gruß, Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 14. Januar 2016, 23:37:43 PM 
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Michael,
The Spectra-L200 has a 200mm focal length collimator, with a 19micron slit width (and suitable camera pixel size) you can achieve R=8600 at Ha wavelength.

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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016, 00:54:57 AM 
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Also der hier diskutierte Spektrograph hat auch eine Objektivlinse mit 200 mm Brennweite. Bei gleicher Spaltweite, gleicher Gitterkonstanten und gleicher Brennweite des Objektivs und gleicher Pixelgrösse haben diese Apparate natürlich das gleiche R. Wobei natürlich völlig richtig ist, dass ein hohes Auflösungsvermögen allein nicht als Qualitätskriterium eines eines Spektralapparates angesehen werden kann.

Berthold


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016, 10:33:32 AM 
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Hallo,

nun widersprechen sich die Aussagen bzgl. R bei L200. Wären tatsächlich vergleichbare Auflösungen erreichbar wie bei Lhires, so wäre L200 eine sehr interessante Alternative.

Thomas und Berthold, ihr habt natürlich Recht. Das Auflösungsvermögen ist für sich allein, kein entscheidender Parameter. Es kommt immer auf die geplante Beobachtung an. Die hier im Forum dargestellten Beobachtungen sind sehr vielseitig. Dennoch bewegen sich die meisten Ergebnisse im Bereich R>10000. Für mich als Einsteiger ist die Aussage klar. Nachdem man sich mit Spektralklassen usw. beschäftigt hat, kommt der Wunsch Veränderungen zu beobachten. Mich fasziniert zB der Beitrag Deneb 2014. Die dort dargestellten Ergebnisse sind die beste Orientierungshilfe, abseits von jedem Werbegeschwätz ;-)

So führt eins zum anderen und man sieht sich der Entscheidung ausgesetzt über 3000 Euro in ein entsprechendes Gerät zu investieren. Diese Entscheidung ist nicht einfach ;.)

Beste Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016, 11:09:13 AM 
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Na gut, dann käme dann halt doch dieser Dados in Betracht, wenn auch vom Design her sicher nicht optimal, dafür aber relativ leicht und besonders für helle Objekte wie alpha cygni sicher eine preisgünstigere Option als der lhires

Berthold


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016, 11:45:52 AM 
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Hallo Michael, Du kannst den Output des L200 mit Simspec prüfen. Würde ich vor einem Kauf immer machen!
Zitat:
Dennoch bewegen sich die meisten Ergebnisse im Bereich R>10000.
Das heißt aber noch nicht, dass >10.000 für die jeweiligen Arbeiten nötig sind. Diese Angaben beziehen sich in fast allen Fällen auf den instrumentellen Output. Ich habe hier noch nie Ergebnisse gesehen, die von r=10.000 auf R=5.000 gebinnt wurden, um das S/N zu verbessern, obwohl das möglich gewesen wäre. Schau mal hier: http://www.threehillsobservatory.co.uk/ ... tra_41.htm Das ist WR140 (~8mag) im 8- oder 10zöller (Bel.-Zeit weiß ich nicht) während seiner Periastronpassage mit dem 600l/mm Gitter im LHIRESIII von Robin Leadbeater (R~3000). Wenn das keine Veränderungen sind... :D
Zitat:
Mich fasziniert zB der Beitrag Deneb 2014.
Anbei lege ich drei Grafiken von Wolf-Rainer Hamann (Theoretiker an der Uni Potsdam) zu Deneb, vorgestellt in Drebach 2011. Deneb40000 zeigt das Spektrum bei R=40.000. Deneb5000 vergleich R=40.000 (Rot) mit R=5000 (Blau). Trotz der Abweichungen kann der Sternwind von Deneb noch quantifiziert und damit Massenverlustraten mit den Modellen berechnet werden. Bei R=1.000 (Deneb1000) ist das nicht mehr möglich weil insbesondere die Linienbreiten nicht mehr gut genug gemessen werden. Es ist schön, wenn man ein hoghes R hat. Doch wenn die Sterne zu schwach sind oder ein höheres S/N nötig ist, muss man u.U. eh binnen. Was hilft mir ein hohes R, wenn dasm Instrument nicht stabil ist. Ich glaube, mit einem R von 5.000 kann man schon sehr viel machen. Ich will damit nicht sagen, welcher Spektrograph optomechanisch der bessere ist. Ich weiß es schlicht nicht.
Das Beispiel zeigt aber auch, dass der DADOS zumindest für eine Linienprofilanalyse nicht geeignet ist (bei Deneb und auch bei allen anderen Sternen).
Gruß, Thomas


Dateianhänge:
deneb40000.jpg
deneb40000.jpg [ 127.77 KiB | 1865 mal betrachtet ]
deneb5000.jpg
deneb5000.jpg [ 134.12 KiB | 1865 mal betrachtet ]
deneb1000.jpg
deneb1000.jpg [ 133.11 KiB | 1865 mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016, 13:09:21 PM 
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Dauernutzer

Registriert: 23. Januar 2014, 16:15:02 PM
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Wohnort: Fischach Bayern
Danke Thomas!

Perfekte Antwort! Bring mich sehr viel weiter!

Beste Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 15. Januar 2016, 15:13:42 PM 
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Hallo Bernd!
Zitat:
ich denke, dass man mit dem DADOS auch weit schwächere Sterne als den Deneb spektroskopieren kann.
Selbstverständlich!
Zitat:
...mit dem 1200-er Gitter...
Ich wusste nicht, dass es für den DADOS ein 1200er-Gitter gibt. Das maximale R ~ 5000 würde passen weil der totale Winkel im DADOS mit 45° leider sehr groß und damit die beleuchtete effektive Gitterlänge sehr klein ist. Bei etwa 0° wie bei einem Littrow wären das etwa 7000. Trotzdem ist der DADOS anscheinend teurer als der L200.
Gruß, Thomas

PS: Warum machst Du einen neuen Thread auf?


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016, 14:57:47 PM 
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Hallo zusammen, gerade habe ich eine Studie über den DADOS mit einem 1800er-Gitter gefunden.
http://www.physikdidaktik.uni-wuppertal ... raphen.pdf
In dieser Konfiguration kann man nur den Wellenlängenbereich bis 5500 erreichen. H ist nicht messbar! Damit ist der DADOS für die üblichen Messungen mit einem 1800er-Gitter unbrauchbar. Auch bricht die Effizienz in dieser Konfiguration wegen des noch größeren Anstellwinkels des Gitters um den Faktor 10 ein. Man kann daraus vermuten, dass entsprechend skalierte Probleme auch für ein 1200er Gitter gelten werden. Das Design mit dem 45°-Winkel am Gitter ist eben nicht gut. Wenn man ein höheres R erreichen will, sollte man auf andere Spektrografen zurückgreifen.
Gruß, Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016, 18:11:18 PM 
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Hi Thomas
Zitat:
Ich wusste nicht, dass es für den DADOS ein 1200er-Gitter gibt. Das maximale R ~ 5000 würde passen weil der totale Winkel im DADOS mit 45° leider sehr groß und damit die beleuchtete effektive Gitterlänge sehr klein ist.

Das Teil winkelt doch sogar um 90° ab...

LG,
Daniel

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Daniel P. Sablowski

https://www.kunstmann.de/buch/axel_hack ... 42000/t-2/
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 Betreff des Beitrags: Re: L200 aus Holland
BeitragVerfasst: 25. Januar 2016, 19:43:13 PM 
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Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3468
Völlig richtig! Ich habe fälschlicherweise die Gitterverkippung im Kopf gehabt.


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