Hallo liebes Forum,
das ist zwar nicht der richtige Platz für eine Vorstellung, aber ich möchte das trotzdem kurz loswerden...
Mein amateurastronomischer Werdegang im Kurzdurchlauf: Interesse und erstes Fernrohr (60mm Neckermann) im zarten Alter von 17 Jahren (1972) Danach die Evolution, die wohl fast jeder durchgemacht hat, also 115mm Rasierspiegelnewton usw. Astrofotografie, Cookbook (mein Artikel in SuW 1996?). Da ich mich zunehmend für Vorgänge innerhalb von Sternen interessiert habe - Auslöser war das Buch von Anna Frebel - begann ich mich für Spektroskopie zu interessieren. Was dann folgte, war ein ALPY600 und die Lust auf mehr Auflösung. Der LHiresIII war zwar interessant, aber mein Budget gab es gerade nicht her, den zu kaufen. Dann stolperte ich über die taufrische Ankündigung von JTW Astronomy, dass es einen L200 Littrow Spektrografen als Lizenzbau, relativ günstig, dazu auch noch innerhalb der EU zu kaufen gibt. Nach einer Zeit der Leiden (siehe A.DE Forum) hat sich alles eingespielt und ich bin sehr zufrieden mit dem Teil.
Aber nun zu den Spektren. Nachdem ich am Spektrografen mittels der Neon Lampe ungefähr den Ha Bereich mit der Mikrometerschraube in die Chipmitte gebracht hatte, habe ich natürlich einen Stern mit einer ausgeprägten Ha Absorptionslinie gesucht. Alnilam bot sich da an. Er war hell und stand in Meridiannähe. Mir fiel dann auf, dass in Richtung Rot noch eine Emission zu sehen war. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nichts Genaues von den Merkmalen der P Cygni Typen. Ernst Pollmann machte mich darauf aufmerksam, dass ich wohl per Zufall eine kleine Entdeckung gemacht habe.
Nun habe ich 46ori drei mal von Ende Januar bis zuletzt 16.2. spektroskopiert. Alle drei Spektren habe ich mit BASS in ein Diagramm eingefügt. Wie das mit VSpec geht, ohne Überlagerungen, weiß ich noch nicht. Daher sieht die Grafik wohl auch gewöhnungsbedürftig aus...
Achja kurz zu den Aufnahmedaten: 1200linien Gitter, ST10XME, 10x1min, gestackt mit IRIS, Rest VSpec bzw. BASS
Viele Grüße
Holger