Forum der Vereinigung der Sternfreunde

Forum of the German Amateur Astronomy Association
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BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 20:28:15 PM 
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Eines der herausragendenThemen der letzten Vorstandssitzung war die Vorbereitung des Astronomietages 2019. Der Vorstand hat beschlossen, dieses Jahr zusam- men mit der IAU wegen deren 100jährigen Bestehens ein gemeinsames Plakat zu erstellen: Das Plakat wird wieder zweiseitig bedruckt werden. Die Vorderseite „Möge die Nacht mit Euch sein“ ist ganz dem Tag der Astronomie gewidmet mit einem Nachthimmel und einer Sternkarte zur Orientierung. Dazu werden Notizblätter verteilt „zum Sternezählen“ am dunklen Nachthimmel. Die Rückseite wird dieses Mal keinen Kalender erhalten, sondern die astronomischen Ereignisse darstellen, mit denen die IAU ihr Jubiläumsjahr feiern will: Mondfinsternis, Partielle Mondfinsternis, Merkur vor der Sonne und vor allem: 50 Jahre Mondlandung! Ich darf an dieser Stelle verraten, dass unser Vorsitzender Sven Melchert ein wirklich rundum gelungenes Plakat ent- worfen hat. Die Rückseite des Plakates kann übrigens dieses Mal ganzjährig in den Sternwarten und Vereinen hängen bleiben.
Wer zusätzlich zum VdS-Journal die Zeitschrift „Sterne und Weltraum“ bezieht, wird dort als Beilage ebenfalls das Plakat zum Astronomietag 2019 und auf der Rückseite, wie bisher üblich, den astronomischen Jahresplaner finden. Die VdS erstellt dieses Jahr somit zwei Plakate.

Mitgliederumfrage:
Die VdS plant eine Mitgliederumfrage, die mit der Januarausgabe des VdS-Journals 2019 verteilt werden soll. Rücksendungen werden mit Preisen belohnt: Es wird einen Hauptgewinn und zwanzig weitere Preise für ausgefüllte und zurückgesendete Fra- gebogen geben. Von Zeit zu Zeit sind solche Umfragen wichtig um zu erkennen, wo wir stehen und wohin die Entwicklung gehen soll.

Webseite der VdS:
An der Erneuerung der Webseite wird immer noch gearbeitet. Ein erster Testlauf sol- len die Aktivitäten rund um den Astronomietag 2019 sein: Anmeldeformular, Datenübertragung, Kartendarstellung, viel Arbeit für unsere beiden ehrenamtlichen Kollegen!

VdS-Medaille:
Der Vorstand erinnert an dieser Stelle, dass Vorschläge zur VdS-Medaille noch bis zum 31.03.2019 eingereicht werden können. Zögern Sie nicht, einen engagierten Amateurastronomen oder eine Amateurastronomin welche/r aus Ihrer Sicht diese Medaille verdient, vorzuschlagen! Sie sind vor Ort – Sie sehen, wer sich in vorbildli- cher Weise um die Amateurastronomie kümmert!

Jugendliche und Astronomie:
Die VdS und sicher viele Astronomievereine haben ein demographisches Problem: Die Mehrheit der Mitglieder ist älteren Jahrgangs, es fehlt der jugendliche Nach- wuchs. Wie gewinnen wir Jugendliche für unser schönes Hobby? Wie kamen wir damals selbst zu unserem Hobby? Die VdS plant hierzu ein Forschungsprojekt mit einer Hochschule. Darüber hinaus sollen bevorzugt Lehrer in den Fokus genommen werden, die wir unterstützen wollen zum Beispiel bei Lehrerfortbildungen und auch mit Materialien für Ihre Schulkurse. Lehrer können bei entsprechender Motivation und Unterstützung wirklich gute Multiplikatoren sein.


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BeitragVerfasst: 02. Januar 2019, 03:51:23 AM 
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Ist die VdS inzwischen ein Astronomietag-Verein geworden? Nur so, wäre interessant zu wissen. :?:


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BeitragVerfasst: 02. Januar 2019, 04:00:10 AM 
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Zur Jugend sagt ein 60-Jähriger:
Mal etwas weniger autoritär. Mal einige coole Kurzzeit-Projekte. Mal etwas Mitsprache. Mal etwas weniger "alternativlos". Mal etwas weniger diletantisch mit der Kommunikation und Medien. Mal mit den Leuten reden, statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.

Nur mal so. Aber das interessiert ja eh keine Sau, wenn's ums eigene Ansehen geht.

Und Tschüss dann
Heinz

Ihr habt eben auch ein Problem mit den kritischen und kreativen Alten, die die Jugend gut verstehen.

PS.: Nicht Du Dominik, aber der Rest vom Vorstand. Vielleicht leitest Du das aber trotzdem einmal weiter, weil sich der Vorstand im Forum ja nicht blicken lässt.


Zuletzt geändert von Heinz Hilbrecht am 02. Januar 2019, 04:15:02 AM, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 02. Januar 2019, 10:09:11 AM 
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Hallo Heinz,

interessante Kritik! Allerdings braucht man ein paar mehr Informationen, was Du genau meinst, was dahinter steckt und wo man evtl. Abhilfe schaffen kann. Nur dann kann man es diskutieren. Ich vermute, andere (ich auch) haben ebenfalls Kritikpunkte an der Arbeit des Vorstands, der Journalredaktion und den FG-Leitungen. Daher ist Dein Einwurf vielleicht eine Diskussionsgrundlage bis hin zu Verbesserungsvorschlägen und Änderungen des Status Quo.

Frohes neues Jahr, Thomas


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BeitragVerfasst: 02. Januar 2019, 23:49:30 PM 
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Hallo Thomas,
es gibt zwei Grundübel in der VdS, die nicht nur die Jugend vor den Kopf stoßen und der VdS seit vielen Jahren einen Ruf verpasst haben. Sie liegen in der Führung des Vereins, der Vorstandschaft.

1. Kommunikation wird häufig überflüssig empfunden und geschieht so garnicht erst. Ich habe selbst eine ziemlich brutale Erfahrung gemacht, die VdS-Vorstandschaft existiert für mich nicht mehr. Vielmehr erlebe ich, dass Jugend an Orten aktiv wird, wo es demokratische und kommunikative Strukturen gibt. Jugend sucht Ermutigung, Strukturen zur Selbstverwirklichung, Entfaltung und Mitbestimmung, ganz stark auch persönliche Bindungen. Das setzt auf Seiten des Vereins den Willen zur Veränderung und zur Kommunikation voraus.
Diesen Willen gibt es in der VdS-Obrigkeit nicht. Jüngstes Beispiel: Gestaltung der Web-Seite der VdS. Der Vorstand verpflichet die FG-Leiter zu Vorschlägen, ist also nur zur Kommunikation mit den Eliten bereit. Danach wird das Verfahren intransparent, keiner weiß so recht, was jetzt passiert. Am Ende gießt wieder eine winzige Elite ihre Vorstellungen in Beton (und viele werden sich darin nicht wiederfinden). Jugend sucht das Team. "Team" ist in der VdS-Führung ein unbekanntes Wort.

2. Immer wieder höre ich den erbärmlichen Satz: "Die sind gewählt, die dürfen das".
Das bedeutet: Wenn die Vorstandschaft nicht einverstanden ist, gibt's einen vor den Latz und die andere Meinung, der andere Ansatz für Aktivitäten, wird zur Seite geschoben und eingestampft.
Das ist nicht das Demokratieverständnis nach europäischen Werten, sondern Diktatur einer irgendwie zustande gekommenen Mehrheit (wo mir die "Mehrheit" bei Mitgliederversammlungen der VdS eher als Oligarchie erscheint). "Europäisch Demokratie" bedeutet aber, dass die Mehrheit die Minderheit mitnimmt, um alle Stimmen wirbt und in wichtigen Fragen eine übergreifende Mehrheit sucht. Vor allem aber ist Demokratie öffentlich, erklärend, gleichberechtigt und sie sucht das Gespräch mit den Betroffenen.

Wenn es also nicht mal möglich ist, die Tagesordnung der Vorstandssitzungen vorher öffentlich zu machen, wenn Entscheidungen im kleinen Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit fallen, wenn Schwerpunkte der Vereinsarbeit (Astronomietag, Astronomische Vereinigungen, VdS-Webseite) ohne demokratischen Konsenz gesetzt werden, wenn Probleme (z.B. der Verlust der Jugend) nicht öffentlich diskutiert werden - da steigt zuerst die Jugend aus und dann die teamgewohnten Alten auch.

Wenn es für mich ein schreiendes Symptom in der VdS gibt, dann verweise ich auf die Internet-Medien der VdS, die sich an einen großen Teil der Mitgliedschaft wenden könnten (auch für Diskussionen). Sie werden aber von der Obrigkeit entweder für Verlautbarungen genutzt (z.B. Termine beim Astronomietag oder von irgendwelchen Beschlüssen, siehe oben) oder schlicht zum Schweigen. Letzteres im Vorfeld von Beschlüssen, es wird nicht öffentlich angekündigt und gefragt, keine Diskussion angestoßen, weil andere Gedanken ganz offensichtlich nicht erwünscht sind. Das wird abgestritten, aber das faktische Handeln macht aus den Bekundungen nur Nebelkerzen.

Für mich ein echter Lacher ist der obige Beschluss des Vorstands, den Verlust der Jugend hochschul-wissenschaftlich erforschen zu lassen. Und dann der Wahnsinn, dass ZWEI Ehrenamtliche jetzt die neue VdS-Seite erzeugen. Ich bin Medien-Profi, Redakteur bei Zeitungen, auch für deren soziale Medien und Web-Auftritte. Ich kann nur sagen: Alle machen sowas in Teams, nur in der VdS können das zwei im stillen Kämmerlein (und ich fürchte, im Grunde nur eine gewisse Dame ganz allein).
Wenn die Vorstandschaft Beweise für ihre Teamunfähigkeit braucht, kann sie sich allein schon diese beiden Punkte an den Spiegel heften (die Erforschung der VdS und die Webseite). Das ist Denken "Prä-1993" (Netscape-Browser für WWW) und autoritär bis auf die Knochen.

Wir haben unglaublich Kompetenzen im Verein, aus unzähligen Berufen, sozialen Hintergründen und Aktivitäten im Hobby. Das wird einfach über Bord gekippt, weil nichts in lebendiger und freier Form abgefragt und diskutiert wird (z.B. via Forum oder soziale Medien) - und die Vielfalt der Stimmen dann auch tatsächlich in Entscheidungen fließt. Jetzt sollen wir also Fragebögen ausfüllen und uns erforschen lassen. Wie wär's denn mit der Nutzung der Kompetenz im Verein? Ganz ausgeschlossen, denn das ist nicht die Kultur der VdS. Nach meinen persönlichen Erfahrungen seit 40 Jahren und in jüngster Zeit, sollte es so viele "Gespräche auf Augenhöhe" geben, die niemals stattgefunden haben, es wurde einfach diktiert.
Jugend lässt sich nicht mit faulen Versprechungen jahrelang hinhalten und führt am Ende aus, was von oben angeordnet wird. Jugend verfügt heute auch über die Mittel und das Selbstvertrauen, solche Erfahrungen schnell und massenhaft zu verbreiten und einem ganzen Haufen Freunde mitzuteilen: "Finger weg".

Nuja. Die Fachgruppen machen spannende Sachen und sie kommen gut ohne die Vorstandschaft aus. Sie haben alle ihre Kommunikationswege und -kanäle. Viele haben sich auch dabei ganz bewusst abgesichert, weil es sich ohne Diktate der VdS-Führung einfach besser lebt. Das ist die Hauptsache: Der Mittel- und Unterbau der VdS funktioniert, kommuniziert und betreibt "Team". Da bin ich Mensch, da kann ich sein (gerade auch wenn ich jung bin).

Alles Gute
Heinz


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BeitragVerfasst: 03. Januar 2019, 09:30:14 AM 
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Hallo Heinz,

danke für diese Erläuterung. Deine Meinung teile ich in weitgehend (noch kürzlich stand ich kurz vor dem Austritt aus der VdS). Ich würde sogar weiter gehen und das nicht nur hinsichtlich der Jugend thematisieren. Wir sind ja keine Jugendlichen mehr und sehen hier trotzdem ein signifikantes Problem. Dieses signifikante Problem scheint mir in Deinen (und auch meinen) Augen die defizitäre Kommunikation aus dem Vorstand. Um nicht falsch verstanden zu werden: Diese defizitäre Kommunikation findet sich auch bei den Mitgliedern. Das habe ich bei der letzten Vereinsversammlung drastisch erlebt, aber auch in den Fachgruppen und hier im Forum (der Vorstand repräsentiert nur die Mitglieder). Salopp gesagt nehme ich die VdS nicht anders wahr als einen regulären Taubenzüchterverein (die Taubenzüchter mögen mir verzeihen).

Zu 1: Die VdS-Webseite ist im Vergleich zu ähnlichen Portalen in der Tat ein Jammer und lädt nicht zum Mitmachen ein, auch wenn der Vorstand erklärt hatte, dass jeder aus den FGs was einstellen kann. Das ist aber zu wenig, um diese Plattform zu beleben. Ich vermute jedoch, dass der Vorstand das gar nicht allein schaffen sondern nur moderieren kann. Indes ja, diese Moderation existiert nicht. Und auch ja, das kann nicht nur über die FG-Sprecher gehen.

Zu 2: Jeder vernünftig denkender Mensch kann hier nur zustimmen. "Die sind gewählt, die dürfen das" ist in der Tat erbärmlich und auch kompletter Quatsch! Die Mitglieder sind der Souverän des Vorstandes und haben ein Recht auf Rechenschaft durch den Vorstand. Das würde ich nicht einmal diskutieren sondern auf die Vereinssatzung verweisen. Ich gebe aber zu, dass der Vorstand sich oft nicht entsprechend verhält und es außerordentlich schwer ist, dies als Mitglied abzustellen. Ich habe das im Nachgang der letzten Versammlung dann schriftlich getan indem ich meinen Protest gegen die Handhabung der Versammlung und der Tagesordnung ausgesprochen habe. Dies mit dem Hinweis, dass man die Gemeinnützigkeit riskiert. Übrigens erweitere ich meine Kritik hier auch auf das VdS-Journal.

Deine weiteren Punkte teile ich ebenfalls uneingeschränkt.

Ich habe gestern über einen Ansatz zur Problemlösung nachgedacht (nur Meckern gildet nicht). Ich schlage vor, alle Beteiligten sammeln einzelne Kritikpunkte, schreiben die jeweils kompakt und aussagekräftig in einem Thread unter „VdS intern | VdS internal“ hier im Forum auf (nur bei Anmeldung sichtbar). Beispiel: Threadthema „Die VdS-Webseite ist nicht offen für jedermann“. Die Anzahl der Zustimmungen bzw. Diskussionsbeteiligungen spiegelt die Wichtigkeit des Themas wider. Der Verein/Vorstand kann gemäß den Inhalten aktiv werden und die Probleme sukzessive abbauen.

Ich gebe zu, das ist jetzt nur ein erster und wahrscheinlich defizitärer Erstvorschlag. Ich würde daher gern weitere Meinungen und Vorschläge hier lesen ob und wie wir solche Vereinsprobleme angehen. Hier lesen typischerweise 100 KollegInnen pro Thema mit und ich glaube kaum, dass die keine Meinung haben.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 03. Januar 2019, 18:45:56 PM 
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Interessante Kritik. Die muss ich mir erst mal durch den Kopf gehen lassen -möchte da jetzt nicht vorschnell drauf eingehen.
Thomas hat ja auch schon angedeutet, dass das alles Verein und Vorstand betrifft. Zumindest Sven Melchert liest und schreibt doch oft hier im Forum.
Aber so eine Sammlung von Verbesserungsvorschlägen hört sich für mich in jedem Fall sehr gut an!

Viele Grüße

Steffen


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BeitragVerfasst: 04. Januar 2019, 19:08:29 PM 
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Hallo Thomas,
weil einmal hier angefangen, kann die Diskussion hier weitergehen.

Zur neuen VdS-Webseite habe ich meine Mitarbeit aktiv angeboten. In der FG Sonne hatten wir frische Erfahrung, weil wir unsere Seite gerade als Mitmach- und "Hier ist das Material"-Seite renoviert hatten (http://www.vds-sonne.de/index.php ). Auch der Medienprofi in mir fühlte sich angesprochen. Auf mein Angebot gab es keinerlei Reaktion, obwohl ich es mehrfach wiederholt habe.

Otto Guthier (damals noch Vorsitzender) hatte mich gefragt, ob ich mich um die neue FG Astronomische Vereinigungen kümmern möchte. Ich habe abwägend geantwortet, wollte gerne wissen, wie die Vorstellungen und der erwartete Aufwand dabei sind. Eine Vorstandssitzung stand bevor, ich wäre gerne gekommen um dort näheres zu besprechen. Nach meiner Mail gab es keinerlei Reaktion mehr, keine Einladung - nichts. Anscheinend ist nur ein bedingungsloses "Ja" akzeptabel.

Weil ich die Facebook-Seite der VdS (zum Erfolg) geführt hatte, habe ich zwei Jahre lang immer wieder um ein Gespräch mit dem Vorstandsgremium gebeten. Ich wollte ein Konzept besprechen, Gedanken des Vorstandsgremiums für eine Wirkung im Verein hören. "Ja, das machen wir" war immer wieder die Antwort. Kurz nach der Wahl des neuen Vorstands wurde ich dann kalt gestellt, die Seite ohne jede Mitteilung an mich von Carolin Liefke übernommen. Meine Protest-Mails wurden monatelang ignoriert, am Ende wurde mir mein bisheriges Konzept für die Seite einfach verboten. Noch in dieser Phase bekam ich die Ankündigung eines "Gesprächs auf Augenhöhe" (von Dominik Elsässer, der die vollendeten Tatsachen offensichtlich garnicht kannte). Auch dieses Gespräch hat niemals stattgefunden. Kurz vor dem letzten Astronomietag wurde ich kritisiert, weil ich "ohne Erlaubnis" etwas über den Sandsturm auf Mars gepostet hatte (ein Beitrag erstmals seit langer Zeit wieder). Ich war noch ein Administrator der Seite und habe mich dann in dieser Funktion selbst gelöscht.

Es gab noch mehr Vorfälle dieser Art. Ich war ein glühender Anhänger der Idee eines Astronomie-Dachverbands und bin es immer noch. Ich höre allerdings von vielen Sternfreunden, dass ich nicht der einzige bin, der sich mit Diktaten, leeren Versprechungen und autoritärem Gehabe herumgeschlagen hat. Mein Vorteil ist jetzt, dass ich von der VdS "von oben" nichts und garnichts mehr erwarte. Ich bin jetzt in der VdS "unten" aktiv und da ist "Team". Da läuft es geheim, damit das Vorstandsgremium seine Finger nicht reinkriegt.

Das es auch anders geht, zeigt der Stil der Macher hier im Forum: Gleichberechtigt, demokratisch, kommunikativ - diese Bedingungen auch aktiv herstellend. Das macht Spaß und ist schön. Ich sehe auch in den Fachgruppen diese Grundhaltung kräftig aktiv, wo sich aber auch zurückgezogen wird, weil mal wieder jemand aus der Vorstandschaft lieber diktiert, statt zuhört.

Und zum VdS-Journal: In der FG Sonne haben wir eine kollektive Führung, den Fachgruppenleiter haben wir vor 40 Jahren abgeschafft. Leider zwingt uns die VdS diesen Posten immer wieder auf. Er ist höllisch schwer zu besetzen, auch wegen der Diktate rund ums VdS-Journal. Einzelkämpfertum ist nicht unser Stil. Leider bemerkt die VdS seit 40 Jahren nicht, dass nichts geleistet wird, wo es die autoritären Strukturen noch gibt. Es gibt sie auch meist nur noch zum Schein, neben denen sich längst Teams mit spannenden Aktivitäten organisiert haben, oft ganz bewusst auch außerhalb der VdS.

Alles Gute
Heinz


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BeitragVerfasst: 04. Januar 2019, 20:06:56 PM 
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Hallo Heinz,

da scheint es einige Defizite in der Wahrnehmung und Kommunikation zu geben. Und wahrscheinlich spielen auch Missverständnisse eine Rolle. Jedenfalls sehr ärgerlich wenn motivierte Kollegen, die zur Übernahme von Verantwortung bereit sind, nicht angemessen angesprochen werden. Alles also nachvollziehbar!

Um die Diskussion zu vereinfachen bis hin zu einem Auftrag aus der Mitgliedschaft an den Vorstand schlage ich eine strukturierte Vorgehensweise vor, wie ich es oben schon grob dargestellt habe. Ich lese aus Deinen Zeilen mehrere potentielle Forderungen und Vorschläge, die man sozusagen in „Thesen“ packen und zur Diskussion stellen kann. Andernfalls habe ich die Befürchtung, dass begründete Klagen untergehen und vergessen werden. Ich bin mir hier auch angesichts des geringen Diskussionsverkehrs unsicher, ob es einen besseren Weg gibt um Klagen in echte Verbesserungen umzusetzen. Denn uns allen sollte es um die Stärkung der Amateur-Gemeinschaft gehen sowie um die Unterstützung eines gewählten Vorstands. Auch wenn man sich über die Verantwortlichen ärgert, stellen auch sie ihre Zeit immerhin freiwillig zur Verfügung.

Ich schlage also vor, einzelne Defizite, Probleme und Verbesserungsvorschläge jeweils kurz in prägnante Thesen zu packen und in getrennten Threads zur Diskussion zu stellen. Und dann auf eine rege Beteiligung zu hoffen...

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 04. Januar 2019, 20:56:03 PM 
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Hallo Thomas,

Deine Idee wäre gut, wenn es eine prinzipielle Bereitschaft gäbe, diese Diskussion zu führen und auf die Stimmen auch zu hören. Wenn es das nicht gibt, vergeuden wir nur Zeit. Ich kann nichts mehr mit Missverständnissen und Kommunikationsfehlern entschuldigen. Mir klingelt der letzte Satz von Astrid Gallus in den Ohren: "Das interessiert mich nicht." Sie wollte mich wieder für den AME-Stand engagieren, um Mitglieder zu werben. Ich habe abgesagt und ihr erklärt, warum ich mich schlecht behandelt fühle und die VdS nicht vertreten will. Was dann noch vom Vorsitzenden kam, gebe ich hier besser nicht öffentlich wieder. Das war ein "Hämmerle".

Während ich diesen Text schreibe, gab es bisher 318 Zugriffe auf diesen Thread. Das ist doch in der kurzen Zeit ganz ordentlich. Ich erkenne auch, dass da nicht nur die Vorstandsbeschlüsse gelesen wurden. Ich sehe mich nicht (mehr) in der Pflicht, Kritk für Vorstandsmitglieder bröckchenweise aufzubereiten. Das habe ich getan. Ich möchte einfach kein "Gespräch auf Augenhöhe" mehr versprochen kriegen, das nicht stattfindet. Nach Jahren, könnte sich auch anderswo mal was bewegen.

Schön und angenehm, Deine Meinung hier erfahren zu haben. Da draußen gibt es viele, die genauso denken. Aber Aktivität lohnt sich nur, wenn sich auch ein Ergebnis absehen lässt und sie nicht wieder einfach vom Tisch gefegt wird.

Ich grüße Dich ganz herzlich
Heinz


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BeitragVerfasst: 05. Januar 2019, 11:48:13 AM 
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Hallo Heinz,

wenn Du den Dialog sowieso aufgibst, führt dieser Thread zu nichts. Ansonsten müsste ich ja annehmen, dass der Vorstand aus renitenten Leuten besteht. Das kann aber kaum sein und daher ist Dialog per se der richtige Weg. Dies u.U. zusammen mit Leuten, die das ähnlich sehen wie Du. Alles andere wäre „frustrierte Meckerei“. Daher meine Lösungsvorschläge, die Du nun als unfruchtbar ablehnst. Ich weiß jetzt leider nicht, was man sonst noch tun sollte.

318 Zugriffe bei 9 Beiträgen sind keinesfalls ordentlich weil jeder wahrscheinlich 9mal zugegriffen hat. Also eher höchstens 30 Beobachter, die Dein Problem zunächst potentiell gar nicht so erleben (na gut, ich schon und evtl. Steffen). Du müsstest also Deine Probleme erst einmal genau erläutern (siehe die Reaktion von Steffen) und um Mitstreiter werben. Ich fände es höchst fragwürdig, wenn jemand blind in Deine Argumentation einsteigen würde. So geht das nicht. Wenn Du diese Pflicht also Initiator dieser Diskussion verneinst und stattdessen einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung folgst, gibt es keine Lösung.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 05. Januar 2019, 15:36:00 PM 
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Hallo zusammen,

hier wird einige Kritik an der VdS und deren Gremien geäußert. Das ist im Grunde genommen eine gute Sache, denn das Forum ist auch zum Austausch über Vereinsangelegenheiten gedacht. Ich schließe mich dem Vorschlag an, jedes Thema in einem eigenen Diskussionsfaden zu besprechen und freue mich auf vielfältige Beiträge. Von meiner Seite aus kann das auch für alle öffentlich sein.

@Heinz: da deine Themen nach einem halben Jahr hier wieder hochkochen, sehen wir uns auf der Würzburger Tagung und können darüber einmal in Ruhe sprechen? Per Mail und Telefon hat das ja offensichtlich nicht ausgereicht.

Viele Grüße
Sven


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BeitragVerfasst: 05. Januar 2019, 19:39:29 PM 
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Lieber Thomas,
Du hast natürlich Recht. Irgendwo meckern taugt nichts. Ich meckere aber schon seit Jahren und bin langsam müde.

Ich bin jetzt einen anderen Weg gegangen. Ich habe Dominik Elsässer per E-Mail auf unsere Aussprache hier aufmerksam gemacht. Bei ihm sehe ich die Tat, das richtige Denken, ich vertraue ihm voll und ganz. Er hat geantwortet und wird unsere Kritik ins Vorstandsgremium einbringen. Seine Mail klang unparteiisch - sehr sympathisch.

Wenn unsere Texte nicht gleich im Papierkorb landen, müsste es wohl eine Reaktion geben. Wir haben den Einstieg für eine Diskussion geliefert - jetzt sind andere dran. Ich sage absichtlich "Diskussion", weil es mir nicht mehr um die Klärung von Einzelfällen oder Maßnahmen geht, sondern um den Stil im Verein.

Wir haben das Forum als Plattform für eine solche Diskussion, wenn sie denn gewünscht ist. Gar keine Diskussion ist nötig, um die Vorstandsarbeit hier im Forum transparenter zu machen: Veröffentlichung der Tagesordnung vor der Sitzung, daran direkt die Möglichkeit zum Beitrag von Gedanken aus der Mitgliedschaft, Begründung von Entscheidungen nach der Sitzung mit dem Ergebnisprotokoll.

Wir brauchen keine einzelne Diskussion, nach der dann alles besser sein soll. Wir brauchen eine permanente Diskussion, mit der sich Mitglieder im Verein beteiligen können und sich dort auch wirksam wiederfinden. Dazu dienen heutzutage Foren wie unseres, wo wir als Verein die Kontrolle haben und wo keiner seine Daten an Konzerne weitergeben muss.

Der Sinn des Forums ist aber klar verfehlt, wenn es für Verlautbarungen von Beschlüssen wie ein "Amtsblatt" verwendet wird. Ein überregionaler Verein leidet quasi zwingend unter einem Mangel an persönlicher Begegnung. Das Forum ist genau der Weg, diesen Mangel abzustellen. Diese Einsicht muss auch die Vorstandschaft gewinnen, weil die bisher praktizierte "Einweg-Kommunikation" (Berichte im VdS-Journal, Ergebnis-Protokolle hier) den Mangel nur fortsetzt und im Grunde nur zu einer Sammlung von vollendeten Tatsachen führt.

Nicht nur Jugend sucht heute allerdings Beteiligung, Mitsprache und die Verfügbarkeit von Informationen und Meinungen - im Vorfeld von Weichenstellungen. Dabei geht es nicht um die Durchsetzung der eigenen Meinung, sondern um Verständnis für das "warum" der anderen Meinung und der anderen Entscheidung. Um es kurz zu sagen: Um die Klugheit anderer zu erleben und damit auch Vertrauen zu bilden. Leider erlebt aber auch die Vorstandschaft die Klugheit der Mitglieder selten, wenn sie "Einweg-Kommunikation" betreibt. Es bleiben die alten, autoritären Strukturen.

Niemand kann und darf erwarten, dass sich Mitglieder des Vorstandsgremiums in langen Texten permanent rechtfertigen. Ein Menschenleben ist begrenzt. Vertrauen entsteht durch die Tat, dass Gedanken sichtbar in Beschlüsse eingeflossen sind. Es fragt die anderen, bevor Beschlüsse für sie fallen. Vertrauen ist nicht, "sich für den Verein zu engagieren", "das Beste für den Verein zu wollen" oder ohne Fragen Zustimmung zu erwarten. Das ist Bevormundung und schreckt übrigens auch die Jugend ab.

Und wer sich nun angegriffen fühlt, möge einen Blick in die politischen Parteien werfen. Die Parteien gingen über viele Jahre mit den Mitgliederzahlen in den Keller, vor allem bei der Jugend, weil sie autoritäre und in weiten Teilen undemokratische Mechanismen pflegten. Das hat sich gründlich geändert, seitdem Mitgliederentscheide und Mitbestimmung in den politischen Parteien möglich wurde. Vor allem Jugend tritt wieder in die politischen Parteien ein und zwar in Scharen.

Ganz ähnlich erlebe ich es als Journalist auch in vielen Vereinen. Jugend und auch kreative Alte sind da, wo sie wirksam werden können, wo auch Veränderungen durch überzeugende Argumente möglich sind. Sie gehen weg, wo Entscheidungen "für sie" und über ihren Kopf hinweg getroffen werden. Das zu verstehen ist das Geheimnis, warum manche Vereine kein Problem mit dem Nachwuchs haben und andere Vereine vergreisen und lösen sich auf. Demokratie ist ein sehr mächtiger Lockstoff in unserer Gesellschaft.

Ich hoffe, dass ich hier konstruktiv und begründet klinge, so wie ich es meine. Ich erwarte nicht noch mehr Arbeit und Engagement von der Vorstandschaft. Im Gegenteil: Ein "jung" geführter Verein hat Moderatoren an der Spitze, die delegieren, vermitteln, Fragen zur Diskussion stellen oder sie aufgreifen und nach Zuhören dann (mit der Legitimation ihrer Wahl) Entscheidungen treffen (wie Schiedsrichter im Sport). Kein Mensch verlangt vom Schiedsrichter, dass er auch noch Tore schießt. Die Mannschaften spielen und müssen dafür wissen, dass sie Vertrauen in die Entscheidungen haben können.

Ich grüße alle die das lesen und hoffe auf eine "junge" VdS in dieser Diskussion.

Heinz


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BeitragVerfasst: 05. Januar 2019, 19:45:42 PM 
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Hallo Sven,
bevor ich meinen letzten Beitrag abgeschickt habe, kam Deiner, den ich bis dahin nicht gesehen habe. Es geht mir nicht um die Querelen mit mir, die sehe ich nur als Symptom. Was ich denke, steht jetzt mit einer Perspektive für die Zukunft da. Darüber zu reden, wäre mir wichtig.

Ich grüße Dich und danke Dir für Deine Arbeit im Verein.
Heinz


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 13:50:16 PM 
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Guten Tag zusammen,

erstmal, wie ich schon schrieb, es ist klasse, wenn man sich -- gerne auch kritisch -- ins Vereinsleben einbringt. Die Idee mit den einzelnen Threads ist gut --> diese wären ja dann auch durchaus so eine Art kleiner Test, wie viele Vereinsmitglieder die jeweilige Sache wirklich bewegt (denn, ganz ehrlich, was für den einen ganz schlecht ist kann dem anderen gerade Recht so sein).

Was die Begründung von Vorstandsbeschlüssen angeht, sicher, da hat niemand was dagegen. Nur, auch hier, es wurde ja schon angesprochen, es ist einfach nicht zu leisten, alles mit einem einzigen Text abzufangen. Leute interessieren sich für ganz verschiedene Aspekte. Die kurzen Texte hier sind doch nicht als Ende aller Dinge gemeint. Wenn jemand Begründungsbedarf hat, dann ist es doch prima zu fragen! So lebt doch ein Forum! Und es macht eine zielgerichtete Antwort möglich, statt sich seitenweise zu Aspekten zu verbreiten die vielleicht niemanden der aktuellen Leser interessieren.

Auch die Idee eines Gesprächs in Würzburg ist gut. Wir sollten nach vorne blicken!

Viele Grüsse,
Dominik


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 17:08:48 PM 
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Lieber Heinz,

vielen Dank für Deine Initiative. Deine Kritik teile ich, da ich in als Redakteur für das Journal (Bereich Sonne) ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Ein paar Gedanken mit anderem Blickwinkel habe ich mal zusammengestellt. Auf das Thema Onlineauftritt / soziale Medien gehe ich nicht weiter ein, hier bist Du der Profi.

1) Perspektivische Weiterentwicklung des Journals
Die VdS hängt am Tropf des VdS-Journal – ohne dieses hätte der Verein deutlich weniger Mitglieder. Druckpublikation haben aber stark zu kämpfen. Über die Einstellung von Abenteuer Astronomie sollte auch die VdS nachdenken. Die VdS ist zwar über die Mitgliedsbeiträge anders aufgestellt, dennoch werden die Anzeigeneinnahmen evtl. sinken und die Mitgliedsbeiträge damit auf längere Sicht steigen. Hier könnte man z.B. im ersten Schritt mal über ein freiwilliges Online-Abo nachdenken. Auf lange Sicht muss mehr passieren.
Vielleicht wäre das auch eine Gelegenheit, gute Ideen und Arbeitsweisen von Abenteuer Astronomie und ähnlichen Zeitschriften nicht einfach sterben zu lassen, sondern in die VdS zu holen (den Newsletter fand ich echt gut – so etwas lässt sich auch weiterentwickeln – z.B. mit Ankoppelung an die sozialen Medien) und vielleicht so auch ehemalige Leser für den Verein zu gewinnen. Die Ansprechpartner wären bekannt...

2) Arbeit der Journal-Redaktion
Die langen Zeiten von der Einreichung bis zur Veröffentlichung mit vielen Zwischenstufen sind unbefriedigend – die Prozesse kann man sicher noch optimieren.

3) Weitgehende Trennung der Redaktion von Journal und Vorstandstätigkeit:
Die VdS stellt sich für mich als Zeitschriftenverlag dar, der nebenher noch bischen Infomaterial zum Astronomietag verteilt. Anregungen zur Trennung von Vorstand und Redaktion gab es schon vor mehr als 10 Jahren. Der Vorstand muss nicht alles machen...

4) Vorstandswahl
Wer den Vorstand wählen will oder sich gar als Vorstandmitglied aufstellen will, muss dafür zur Mitgliederversammlung reisen. Vor Ort sind dann 2-3% der Mitglieder – nicht unbedingt repräsentativ. Eine Onlinewahl wäre schön.

5) Entscheidungen in Vorstandsitzungen
Um überhaupt im Vorstand mitwirken zu können, muss man mehrmals im Jahr durch die Republik reisen, um an Vorstandsitzungen teilzunehmen. Das ist aber nicht familienfreunlich, mit Beruf kaum zu vereinbaren und schließt mögliche Kandidaten für den Vorstand aus. Warum werden Entscheidungen nur über solche Versammlungen besprochen und nicht allen Mitgliedern die Gelegenheit gegeben, im Verein mitzuwirken?

6) Lokale Organisation
Kann sich die VdS besser lokal aufstellen? Die FG „astronomische Vereinigungen“ ist zwar ein Ansatz, erreicht aber nur Mitglieder, die wirklich in einem lokalen Astronomieverein sind. Abholen sollte man auch die Hobbyastronomen außerhalb dieser Vereine (das trifft v.a. auf die "Jugendlichen" zu).

7) Weg vom Image des Altherrenvereins
Müssen bspw. Belobigungsschreiben für 20 Jahre Mitgliedschaft (ich habe letztes Jahr selber so eines erhalten) wirklich sein? Ist sicher nett gemeint, aber irgendwie nicht zeitgemäß. Schon die Auflistung im Journal halte ich für überflüssig.

Viele Grüße
Martin


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 18:57:27 PM 
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Hallo Martin,

Danke für den Anstoß zur Diskussion! Ich versuche einfach mal kurz meine persönliche Sicht mal kurz darzustellen. Verweise aber vielleicht darauf, dass der Vorschlag im Raum stand, einzelne Punkte in extra Threads zu diskutieren. Das wäre vermutlich übersichtlicher.

Jedenfalls, hier meine Gedanken:

1.: Die Ausführungen zu "am Tropf hängen" sind so denke ich einfach sachlich leider nicht richtig. Die VdS macht mit dem Journal natürlich in keiner Weise Gewinn, sondern das Journal ist eine Leistung für die Mitglieder. Sven hat denke ich noch mehr Einblick, aber ich glaube absolut sicher sagen zu können, dass Anzeigen-Einnahmen keinerlei Einfluss auf die Höhe des Mitgliedsbeitrages haben können. Wir drucken in etwa so viele Journale wie es Mitglieder gibt, das Journal ist gar nicht im freien Verkauf. Ein wenig ratlos hinterlässt mich Dein Vorschlag für ein Online-Abo: Jedes Mitglied bekommt doch bereits jetzt die PDF-Version aller Journale gratis (das ist Dir sicher bekannt, aber doch nochmal der Link):

https://www.vds-astro.de/index.php?id=284

Es wurde auch schonmal die Frage aufgeworfen, ob die Kosten gesenkt werden könnten, wenn einzelne Mitglieder auf die Printversion freiwillig verzichten. Der Unterschied ist aber deutlich kleiner als man vielleicht denkt, und realistisch müsste man dann diesen Mitgliedern den Differenzbetrag auch vom Mitgliedsbeitrag abziehen, oder? Wie gesagt, sind auch weniger Euro als man denkt: ein großer Teil des Journals entsteht danke euch allen ja ehrenamtlich, und ein anderer großer Kostenpunkt (fertiges PDF erstellen) fällt auch ohne Druck an. Es wären wirklich nur die reinen Druck- und Portokosten...

Was "Abenteuer Astronomie" angeht, Du hast ja mitbekommen, ein guter Teil des Teams dort macht weiter. Einer der neuen Chefs ist ein guter Bekannter, wir sind bereits in Kontakt, und ich würde mir eine wie auch immer ausgestaltete Kooperation wirklich wünschen.


2.: Hier kann sich Sven sehr viel kompetenter äußern. Allerdings, ich gebe zu bedenken, dass die langen Vorlaufzeiten auch mit der engen Einbeziehung eines großen Kreises an FG-Redakteuren zu tun haben, und damit, dass die Endproduktion des Journals außerhalb der VdS passiert. Ein großer Verlag wie Spektrum, der alles quasi intern macht kann agiler sein, allerdings ist der zeitliche Unterschied kleiner als oft gedacht wird.

3.: Die Redaktion agiert doch vollkommen selbständig? Es gibt einen gewissen personellen Überlapp, aber das ist einfach den Leuten zu verdanken Dich sich enorm einbringen wollen, und keineswegs so vorgeschrieben. Tatsächlich war genau diese Eigenständigkeit in letzter Zeit öfters Anlass für Diskussionen mit Mitgliedern. Der Vorstand redet der Redaktion aber wirklich nicht hinein, und ich finde das echt auch gut so. Ist bei allen großen wissenschaftlichen Journalen eigentlich genau so...

4.: Die Satzung der VdS sieht die MV nunmal als höchstes Organ vor. Gegen Online-Wahlen gibt es wie Du sicher weisst sehr fundamentale demokratische Bedenken (--> Öffentlichkeit der Wahl), weshalb sie im deutschen Staatswesen z.B. verboten sind. Vielleicht könnte die MV eine dahingehende Satzungsänderung zwar beschließen, ich persönlich würde aber strikt gegen einen solchen Antrag stimmen, aus vorgenanntem Grund. Und das sage ich als jemand, der das Internet sehr schätzt. Sicher, die 2-3% sehe ich auch als echtes Problem. Wir müssen hier Wege finden, die MV attraktiver zu machen. Wir arbeiten auch daran, in Zukunft die Mitglieder öfter zu befragen und einzubinden. Auch Diskussionen wie diese hier gehören dazu. Ich möchte aber auch zu bedenken geben, dass die MV eben eine der wenigen Gelegenheiten ist, wo sich ein Querschnitt des Vereins treffen kann. Sie sind daher sehr wichtig, und die Reise eigentlich wert. Ich würde auch gar nicht sagen, dass man nicht einzelne Themen mal Online zur Abstimmung stellen könnte. Demokratische Wahlen zu Vereinsorganen sollten aber finde ich den gleichen harten Grundsätzen folgen wie Wahlen für öffentliche Ämter.

5.: Das ist sachlich leider nicht richtig. Es nehmen bereits jetzt sehr regelmäßig Vorstandsmitglieder per Videokonferenz teil, und es finden Telefonkonferenzen statt. Niemand ist in irgendeiner Weise von der Mitarbeit ausgeschlossen weil er/sie nicht verreisen kann. Sind Dir denn anderweitige Beispiele bekannt? Falls ja, bitte sage es, wir stellen das sehr gerne ab, nur müssen wir es halt wissen. Auch ist der Vorstand ja nur ein kleiner Aspekt des Vereins. Man kann doch sehr engagiert auch an anderer Stelle mitarbeiten; ein bundesweiter Verein bringt es halt irgendwie unvermeidlich aber mit sich, dass manchmal Reisen anfallen. Ich sage das mal aus der Erfahrung internationaler Kollaborationen: sich niemals persönlich treffen ist billig und umweltschonend, führt aber sehr oft auch zu unnötigen Missverständnissen...

6.: Man muss aber doch kein Verein sein, um in der FG mitmachen zu können! Was die Jugendarbeit angeht, klar, wir sind doch alle für weitergehende Anregungen mehr als offen! Was konkret schwebt Dir denn vor? Ich glaube ich spreche für den ganzen Vorstand, wir unterstützen sehr gerne alle guten Vorschläge mit was auch immer gebraucht wird (und machbar ist ;-) )!

7.: Ich persönlich finde an der Anerkennung langjähriger Mitgliedschaft nichts schlechtes. Das wäre aber ein denkbarer Antrag den Du auf der MV mal zur Diskussion vorstellen könntest: Bringen solche Anerkennungen ein negatives Image mit sich? Wie gesagt, ich glaube nicht, aber das ist ein Punkt wo viel Input sicher sehr hilfreich ist! Vielleicht sollten wir auch mehr Anerkennungen für Nachwuchs-Projekte haben?

Viele Grüsse,
Dominik


Zuletzt geändert von Dominik_Elsaesser am 06. Januar 2019, 19:28:24 PM, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 19:23:25 PM 
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Hallo zusammen! Eigentlich ist mir das jetzt hier zu ungeordnet und verweise auch noch einmal auf einzeln einzurichtende Threads. Trotzdem gehe ich hier auf einzelne Punkte ein, die mir wichtig sind.

1.) So ganz ist das nicht von der Hand zuweisen wenn man den fiananziellen Aspekt weglässt. So hatte ich Martin jedenfalls verstanden weil er ja postuliert, dass es sonst weniger Mitglieder gäbe. Auf mich trifft das zu. Ohne das Journal wäre ich nie in die VdS eingetreten.

2.) Auch das sehe ich eher wie Martin. Meines Erachtens ist die Redaktionsarbeit nicht wirklich transparent.

3.) Das sehe ich so wie Dominik.

4.) Das ist m.E. ein ganz wichtiger Punkt, der nicht mit dem Hinweis auf das deutsche Staatswesen beantwortet werden kann. Hier greift das Vereinsrecht und das schließt Online-Wahlen nicht aus. Es ist doch wahr, dass bei den MV nur sehr wenige Mitglieder entscheiden, die ansonsten nirgendwo auftauchen. Andere, die sonst sehr aktiv sind, können oder wollen nicht hunderte Kilometer reisen. Das hat mit Demokratie wenig zu tun! Außerdem: Wahlergebnisse alle "Volkskammer DDR" sind höchst bemerkenswert. Und geheime Wahlen nur ab 10% Unterstützer in der MV... Du meine Güte, wo sind wir denn? Martin hat recht und ich würde seine Idee von Onlinewahlen unterstützen.

5.) Dominik hat recht.

6.) Ich schließe mich Dominik an.

7.) Eine Anerkennung langjähriger Mitgliedschaften ist nett und schadet niemandem. Mir ist es allerdings völlig egal weil ich das nicht brauche.

Gruß, Thomas

PS: Macht bitte Einzelthreads auf!


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 19:35:50 PM 
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Hi Thomas,

bezüglich Online-Wahlen, ich habe eben auch nochmal präzisiert, aber es stand im Original auch schon so da: ich glaube auch, dass die MV eine Satzungsänderung dem entsprechend beschließen _könnte_.

Was ich sagte war, dass ich selbst gegen einen solchen Antrag stimmen würde. Wir sehen gerade in der Welt an mehreren Stellen, wie angreifbar digitale Infrastruktur ist, und wie schnell auch nur der Anschein des Zweifels alles Vertrauen erodiert. Ich persönlich bin ein strikter Gegner von Online Wahlen. Jedoch, auch das sagte ich, die 2-3% sind nicht schön (wenn auch übrigens in etwa das Quorum das andere bundesweite Vereine in denen ich bin erreichen). Was ich gut fände um mehr Leute einzubinden ist das Attraktiver-Machen der Versammlungen (wie gesagt, sie sind auch ein real-life Forum), und die Möglichkeit sich vielleicht nicht bei der Wahl von Vereinsorganen, sondern zu einzelnen Themen online zu äußern.

Viele Grüsse,
Dominik


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 19:42:20 PM 
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Ja, Online-Wahlen sind angreifbar. Ich bin mir jetzt aber nicht sicher, ob russische Hacker im Auftrag des Kreml sehr viel Zeit investieren wollen um eine schnöde Vereinswahl von Amateurastronomen in D zu korrumpieren. Aber OK, es geht auch noch immer per Post. Ich selbst habe postalische Wahlen mit 5000 Mitgliedern einer Vereinigung erlebt und wurde als Sprecher gewählt. Wahlbeteiligung rund 25%. Das kostet aber natürlich Geld.


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 19:50:04 PM 
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Ich glaube auch nicht, dass der russische Geheimndienst sich mit der VdS befasst :wink:

Allerdings, bei einer Online-Wahl ist eben das vertrauensbildende Prinzip der Öffentlichkeit (alle Stimmen sind real einsehbar, entweder als Handzeichen, als abgegebener Zettel, oder als Brief) grundsätzlich ausgehebelt. Wir könnten niemals einer Behauptung dass manipuliert worden sei wirklich sicher(!) entgegenhalten.

Briefwahlen wahren dieses Prinzip, so weit einverstanden! Kosten sind ein Punkt, ist vielleicht aber gar nicht so gravierend. Allerdings müsste man auch bei Briefwahlen doch darauf verzichten, dass Leute auf der MV "spontan" kandidieren können und die Wahl des Vorstandes von der MV komplett trennen, oder? Das wäre für die zur MV anreisenden Mitglieder schon schade, und ich bin mir nicht sicher, ob wir wirklich so viel mehr Wahlbeteiligung hätten...


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 20:04:40 PM 
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Die Kosten einer Briefwahl müsste man prüfen. Vielleicht die Unterlagen (persönliche Vorstellung der Kandidaten, zwei Briefumschläge) mit dem Journal mitsenden. Und dann von den Wählern zurücksenden lassen.

Gab es denn bisher viele KollegInnen, die sich spontan bei einer MV entschlossen hatten? Mir schien eher, dass die bereits "gesetzten" Kandidaten sowieso gewählt werden. Die Wahl von der MV zu trennen hat keinen Nachteil weil die anreisenden Teilnehmer das ja schon vorher wissen würden und dann auch nicht enttäuscht wären. Zumindest ich fahre nicht primär wegen einer Wahl zur MV.

Angesichts meiner Erfahrung gehe ich jede Wette ein, dass eine Briefwahl zu einer höheren Wahlbeteiligung führt als aktuell auf der MV.


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 20:12:40 PM 
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Was es halt definitiv gibt sind Aussprachen mit den KandidatInnen auf der MV. Und auch wenn die Möglichkeit vielleicht nicht oft genutzt wurde/wird, es ist halt irgendwie auch gut, wenn jemand kandidieren könnte ohne das vorher durch irgendwelche (vielleicht auch nur imaginär existierenden) "Hürden" geben zu müssen. In jedem Fall wäre aber für eine Änderung des Wahlmodus eine Satzungsänderung notwendig. Diese kann nur die MV beschliessen, also genau das Gremium das damit eine Kompetenz abgeben müsste. Philosophisch nichtmal uninteressante Situation ;)


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 20:22:00 PM 
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Mir ist eine schriftliche Vorstellung von Kandidtaen wichtiger als eine rhetorisch geschliffene Präsentation. Eine Aussprache findet bisher auch so gut wie nicht statt. Das verschleiert nur, wie wenig man über die Kandidaten weiß. Ich finde es für Interessenten einfacher, in aller Ruhe einen Text zu schreiben. Das erhöht die Chancengleichheit und baut weniger Hürden auf als eine Vorstellung vor einem nicht representativen Publikum. Ich finde es zweifelhaft, dass so ein kleiner Vereinsteil so eine große Macht hat, nur weil er vielleicht mehr Zeit hat für eine Anreise als ich oder er in der Nähe wohnt. Und wenn dann im Publikum auch noch Leute sitzen, die nicht einmal rudimentäre Kenntnisse von Vereinsrechten haben, macht es die Sache nur schlimmer. Der Vorstand sollte sich fragen, ob er mit solch einem Votum überhaupt glücklich ist.


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 20:28:31 PM 
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Zitat:
In jedem Fall wäre aber für eine Änderung des Wahlmodus eine Satzungsänderung notwendig. Diese kann nur die MV beschliessen, also genau das Gremium das damit eine Kompetenz abgeben müsste.
Ja, das wäre aber keine Abgabe von Kompetenz sondern die kollegiale Ermöglichung, dass wirklich alle Vereinsmitglieder wählen können. Der Vorstand wird das der MV kompentent und überzeugend darstellen können.


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 20:35:04 PM 
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Hi,

nun, da gibt es eben verschiedene Ansichten. Was dem einen wichtig ist, ist dem anderen weniger wichtig. Ich sagte ja, die Unmittelbarkeit der Wahl nach Aussprache auf der MV empfinde ich persönlich als Vorteil. Für den ganzen Vorstand kann ich nicht sprechen, und so und so, wie gesagt, wenn man das ändern wollte, dann müsste die MV eine Satzungsänderung beschließen. Ich persönlich würde wohl keinen entsprechenden Antrag einbringen, und im Falle einer Abstimmung für den Beibehalt des bisherigen Modus stimmen.

Viele Grüsse,
Dominik


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 20:44:42 PM 
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Stimmt! Ich rechne auch nicht damit, dass sich da was ändert. Es bleibt beim Status Quo, dem Vorstand reichen 3% Zustimmung, die VdS wird sich nicht wesentlich weiter entwickeln und Mitglieder wie Martin und auch ich wenden sich ab. Die Frage ist, wer eher damit leben kann, die VdS oder die Amateure.


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 20:48:55 PM 
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Ich sagte bereits, kein Grund für die Schärfe. Es stehen bei diesem konkreten Thema für mich aber einfach zwei Alternativen zur Auswahl, die in meinen Augen beide Vor- und Nachteile haben. Einmal die Hoffnung, mehr Wahlbeteiligung zu erreichen. Andererseits aber der Wunsch, die MV als zentrales Organ der Begegnung des gesamten Vereins weiter zu entwickeln und zu stärken. Daher bin ich persönlich nicht dafür, Kompetenzen von der MV weg zu verlagern. Das können aber andere natürlich anders sehen. Über Satzungsänderungen muss in jedem Fall die MV befinden, da sind wir uns ja alle einig.


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 21:54:19 PM 
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Hallo alle,

der Faden wird länger und so langsam kommen wir hier vom Hölzchen aufs Stöckchen. Da der Stein nun mal ins Rollen gekommen ist, darf er das meiner Meinung nach auch weiter tun. Jeder kann und sollte seine Meinung sagen. Für konkrete Themen brauchen wir aber ein Procedere, wie wir sie bearbeiten, sonst verpufft vermutlich einiges, wenn der erste Schwung aus dem Diskussionsfaden raus ist. Thomas Eversberg hat schon manches als neue Topics angelegt, das ist ein sinnvoller erster Schritt, der Rest möge sich da bitte nicht zurückhalten.

Im nächsten Schritt müssen diese Themen auf die Tagesordnung des Vorstands. Ich lese hier mit, kann mir aber nicht alles aus den Beiträgen zusammenklamüsern. Sinnvoll wäre daher ein übergeordneter Faden, der alle Themen zusammenfasst, vielleicht unter der Überschrift "Zukunftsprojekte der VdS/Vereinsarbeit". Dazu hätte der Vorstand auch so einiges beizutragen. Und wir werden dann hier auch berichten, klar.

Persönlich begrüße ich diese Diskussion hier wirklich sehr und freue mich auf weiteren Austausch.

Viele Grüße
Sven


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 22:03:55 PM 
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Ich habe gerade eine neue Rubrik "Zukunftsprojekte der VdS-Vereinsarbeit" eingerichtet und die entsprechenden Threads dorthin verschoben. Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 22:10:12 PM 
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Danke! Gesehen, und auch schon in 2 Threads was geschrieben. Mir ist wirklich wichtig, das am Laufen zu halten. Wir werden natürlich nicht bei allem einer Meinung sein, aber es geht ja auch nicht um Einzelpersonen. Vielleicht kommen am Ende wirklich ein paar gute Ideen heraus!


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 22:12:31 PM 
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So sehe ich das ja auch! :D


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 22:13:28 PM 
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Lieber Dominik, lieber Thomas,

jetzt blicke ich gerade nicht durch, was ich wohin schreiben soll, daher als Schluss zu den einzelnen Punkten hier nochmal als Antwort gesammelt. Ich komprimiere einiges dann noch mal separat...

1) Jedes Mitglied zahlt einen Mitgliedsbeitrag. Ein erheblicher Teil davon geht für das Journal drauf. Wenn man den Mitgliedsbeitrag (35 €) durch vier Ausgaben teilt, sind die 8,75 € aus Sicht des Mitglieds ein gutes Angebot. Wenn dann aber Kosten für Vorstandsarbeit, Astronomietag, Ermäßigungen etc. abgezogen werden, bleiben für die Produktion keine 8,75 € mehr. Dazu gibt es aber Anzeigeneinnahmen, die den Fehlbetrag ausgleichen, damit es am Ende +/-0 ergibt (Ihr schaltet die Anzeigen doch nicht ernsthaft für lau?!). Wenn diese Einnahmen wegfallen, weil niemand mehr Werbung in Printmedien schaltet, muss das über den Mitgliedsbeitrag ausgeglichen werden. Wenn man das Journal einstellen würde, dürfte sich die Mitgliederzahl reduzieren, weil sich dann sicher einige fragen werden, wozu man dann noch Beitrag zahlen soll.
Dass es das Journal auch als PDF gibt weiß ich – das ist aber kein Online-Abo. Ob man das mit reduziertem Beitrag macht oder auch nicht kann man diskutieren. Aber die Möglichkeit, auf Print zu verzichten, gibt es bisher eben nicht. Nicht jeder will heutzutage mehr Papier haben. Von den Fachgruppenzeitschriften haben inzwischen viele auf ausschließlich online umgestellt (z.B. SONNE). Und das Thema Weiterentwicklung ist so wieder schnell vom Tisch gebügelt...

2) Ich habe 15 Jahre in der Redaktion mitgemacht. Das liegt nicht nur am großen Kreis der Redakteure, sondern an den vielen Zwischenschritten, mit Endredaktion, Sachen ausdrucken/brennen, Sitzungsverschiebungen, Layout. Es ist eine Anregung, da mal prinzipiell drüber nachzudenken, ob man diesen umständlichen Prozess irgendwie verbessern kann. Als Interner sagt man „das geht nicht anders“, als Außenstehender schüttelt man nur verwundert den Kopf...

3) Der personelle Überlapp bindet aber Ressourcen des Vorstandes. Das Engagement der Beteiligten in Ehren, aber es ist meiner Meinung nach nicht optimal, aber nicht wichtig für die Diskussion insgesamt.

4) Hier ist inzwischen alles dazu geschrieben...

5) Vor zwei Jahren war dem noch nicht so und alle Versuche dafür wurden mit allen Mitteln unterbunden. Ich wurde mal gefragt, ob ich im Vorstand mitwirken will – das Argument, ich kann aber nicht regelmäßig zu den Vorstandssitzungen kommen, war das K.O.-Kriterium. Das ist inzwischen gut 10 Jahre her, wenn sich das gebessert hat, dann gut. Die Beschlüsse des Vorstandes bleiben aber dennoch Beschlüsse eines kleinen Kreises, Diskussion mit den Mitgliedern findet kaum statt.

6) Hier geht es nicht darum, dass jeder in den FG oder der VdS mitmachen kann. Ein Patentrezept habe ich auch nicht, wie man die Jugend einbinden kann. Ein Großteil der Mitglieder kennt sich aus Vereinen, darüber lässt sich die VdS leicht „an den Mann bringen“. Aber Astro-Stammtische oder Einzelgänger sind oft eher skeptisch gegenüber Vereinen aufgestellt – dort findet sich aber die Jugend noch eher. Daher eher die Anregung, die „Jugend“ nicht nur als „Online-Personen“ zu sehen, sondern zu überlegen, wie man diese vielleicht mal für eine Veranstaltung gewinnen kann. Früher hat sich die VdS mehr auf Regionalkonferenzen präsentiert, heute konzentriert man sich auf Einzelveranstaltungen wie Würzburg, Essen oder Villingen-Schwenningen.

7) Ich komme nicht zur MV, damit die gleichen „alten Herren“ wie immer dann stattdessen eher die nächste Ehrennadel beschließen. Ohne mich! Wenigstens das Porto für den Brief könnte man sparen. Insgesamt ist die Diskussion nicht wichtig...


Viele Grüße
Martin


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BeitragVerfasst: 06. Januar 2019, 22:25:29 PM 
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Hi Martin,

zum Journal: wie gesagt, Sven oder auch Andreas (Kassenwart) wissen das noch genauer aus der Hand, aber so weit ich weiss, sind zwar Anzeigen-Einnahmen da, die spielen aber für die Machbarkeit des Journals eine eher untergeordnete Rolle. Nochmal damit ich es verstehe: was genau wäre denn dann das Online-Abo? Also wie würde sich das von den herunterladbaren PDFs unterscheiden?

Was den Überlapp angeht: klar, es bindet Ressourcen und kostet die Beteiligten eine MENGE Zeit (Danke!!). Nur, ganz ehrlich, wir haben halt momentan einen Vorsitzenden der (finde ich) seine Arbeit sehr gut macht, aber halt auch sehr sehr gut für Redaktionsarbeit qualifiziert ist. Sollte man das verbieten? Nein, oder? Abgesehen davon hängt halt wie immer alles daran, Leute zu finden die bei der Redaktion mitmachen....

Viele Grüsse,
Dominik


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BeitragVerfasst: 09. Januar 2019, 21:12:20 PM 
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Zum VdS-Journal und Mitglieder-Werbung: als abschließende Bemerkung hier gemeint, für den "Hinterkopf".

Auf der AME habe ich neue Mitglieder am Stand der VdS geworben. Das überzeugende Argument zum Beitritt war, dass im Mitgliedsbeitrag das VdS-Journal UND ein günstiges Abo von SuW enthalten ist. Andere Leistungen der VdS haben ansonsten kaum überzeugt. Die Leute rechnen einfach durch, dass sie beides haben können, zum ähnlichen Preis.


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BeitragVerfasst: 09. Januar 2019, 21:31:50 PM 
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Ja, das ist in der Tat so. Ich denke, darin ist auch ein Teil der Antwort versteckt, warum eigentlich alle Vereine aus allen Sparten (nicht nur die VdS, nicht nur die Astronomie) Nachwuchssorgen haben: Früher waren Vereine als geselliger Zusammenschluss auch Zweck an sich. Heute steht die Frage im Mittelpunkt, was man von der Mitgliedschaft "hat". Das völlig wertfrei, dem müssen wir uns natürlich stellen.


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