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Forum of the German Amateur Astronomy Association
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BeitragVerfasst: 22. Januar 2020, 20:52:50 PM 
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Ich muss zugeben, dass ich über einige heftige Reaktionen und offene persönliche Vorwürfe hier etwas überrascht bin. Ich weiß nicht, warum das so ist weil ich durchaus ergebnisoffen diskutiere. Nun habe ich gesehen, dass die Starlinks auch in anderen Foren diskutiert werden. Das ist sehr lehrreich und liefert eine gewisse Orientierung. Andreas, Du hast im Baader-Forum zwei Aufnahmen eingestellt, die Starlink-Überflüge in der Nähe des Andromeda-Nebels zeigen: https://forum.astronomie.de/threads/sta ... st-1443360

Du meinst dazu, die Satellitenhelligkeit läge bei rund 1,5mag. Wenn man die dort sichtbaren Sterne in einem Katalog (hier Cartes du Ciel) identifiziert und mit der Spurhelligkeit vergleicht, stellt man zwanglos fest, dass die beiden Starlinks so hell erscheinen wie z.B. pi Cas (4,95mag), omicron Cas (4,5mag) und HD2421 (5,2mag). Im Mittel also knapp 5mag. Ich frage nun selbstverständlich wie diese Diskrepanz zwischen Behauptung und Fotos von rund 3,5mag zustande kommt, also ein Faktor 25! Wie kommt das bitte?

Wenn sowas in den sozialen Medien Schule macht, können wir als Amateure unsere Reputation in der Öffentlichkeit bald verabschieden. Und damit bin ich wieder einmal bei meiner anfänglichen Kritik. Kümmert euch um die Fakten und übernehmt nicht ungeprüfte Behauptungen. Und bevor mir jemand wieder „unerträgliche“ Angriffe vorwirft, entschuldige ich mich vorab in aller Form.


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BeitragVerfasst: 23. Januar 2020, 01:32:19 AM 
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Ich wollte ja nix mehr hier schreiben, aber wenn mir ein Forumsmitglied Fakenews unterstellt, antworte ich gerne. :wink:

Hast du die Satelliten in der Zwischenzeit mal selbst am Himmel gesehen? Der 3. Zug ist jetzt jeden Abend zwischen 17-19 Uhr zu sehen. Dann wird dir auffallen, dass die Starlinks tatsächlich zwischen 1,5 und 2,0 mag hell sind (Heavens Above gibt hier ~2,5 - 3,5 mag an was falsch ist). Die Helligkeiten wurden auch von anderen Beobachtern bestätigt. Jemand hat vorgestern in einer Astronomie FB-Gruppe zum Beispiel, als meine Aufnahme entstand, 1,7 mag an Vergleichssternen gemessen. Ich lag also gar nicht mal so falsch mit meiner Schätzung.

Warum nun die Strichspuren schwächer gegenüber Vergleichssternen erscheinen? Nun, wahrscheinlich fotografierst du nicht selbst, sonst könntest du die Frage mit deinen physikalischen Kenntnissen selber beantworten, vor allem da du Autor von "The Moon Hoax" bist. Die Helligkeit der Strichspur ist abhängig von der Helligkeit des Objekts, der Belichtungszeit sowie der Winkelgeschwindigkeit am Himmel. Ich nehme mal punktförmige Lichtquellen und einen exakt sitzenden Fokus der Optik an (unscharfe Sterne erscheinen auf dem Bild ebenfalls lichtschwächer, als sie in Wirklichkeit sind). Die Funktionsweise eines Sensors (CCD/CMOS) muss ich dir ja nicht erklären. ;)

Die Belichtungszeit eines einzelnen Pixel auf dem Sensor ist auf jeden Fall anders. Bei den still stehenden Sternen (Erddrehung vernachlässige ich mal bei nicht nachgeführten Aufnahmen) beträgt dieser bei der Aufnahme von 20 Sekunden tatsächlich 20 Sekunden. Bei einem sich bewegenden Lichtpunkt am Himmel dagegen nur ein Bruchteil dieser Zeit (z.B. 0,5 Sek.), bezogen auf einen einzelnen Pixel. Zusätzlich kommt es zu Bewegungsunschärfen, so dass sich das Licht der Punktquelle pro Zeiteinheit auf eine größere Fläche auf dem Sensor verteilt und demzufolge schwächer als bei einer (annähernd) still stehende Punktquelle erscheint.

Beispiel Moonhoax: Warum sind denn keine Sterne auf den Aufnahmen der Apollo Astronauten von der Mondoberfläche zu sehen? Fragen die VTler... Weil die Belichtungszeit nicht ausreichte, um diese auf dem Film abzubilden (Kontrastverhältnis zwischen Mondoberfläche und Weltall ist hoch). Je länger man belichten würde, desto schwächere Sterne würden auch erscheinen. Die hellsten Sterne würden dann irgendwann in Sättigung gehen, was man ja auch auf astronomischen Aufnahmen nachvollziehen kann (siehe Abbildung der Venus in meinem Bild die als weißer Klecks erscheint). Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich bei dem Bild unten einen Weichzeichner-Filter vom Typ Cokin P830 verwendet habe (helle Sterne etwas aufgebläht).

Bild

-> Beispiel 1 Strichspuraufnahme der ISS: Obwohl die ISS hier auf dem Foto nur unwesentlich schwächer als Sirius (-1,4 mag) war, erscheint sie hier deutlich lichtschwächer.

Bild

-> Beispiel 2: Hier eine Aufnahme der ISS Aus dem August 2015 gegen 23h, als sie das Sommerdreieck passierte. Die Helligkeit der ISS ist beim Durchgang durch den Zenit in der Regel um -3,0 bis -4,0 mag hell (kurze Entfernung zum Beobachter). Die Raumststation erscheint hier auf dem Foto sogar etwas lichtschwächer als Wega (0,03 mag).

Bild

Ich würde vorschlagen, tatsächlich mehr den Himmel zu beobachten... :)

https://www.heavens-above.com/AllPasses ... t=0&tz=CET

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Zuletzt geändert von Andreas Schnabel am 23. Januar 2020, 11:42:05 AM, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 23. Januar 2020, 08:51:38 AM 
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Zitat:
Die Helligkeit der Strichspur ist abhängig von der Helligkeit des Objekts, der Belichtungszeit sowie der Winkelgeschwindigkeit am Himmel.
Das ist richtig! Meine Kritik ist nicht korrekt.


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BeitragVerfasst: 23. Januar 2020, 11:55:29 AM 
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Danke

Hier ist ein Ausschnitt aus meiner Fischaugenaufnahme: Wenn man genau hinsieht, ist der Anfang der Strichspur etwas heller als in der Mitte, abgesehen davon, dass die Satelliten nahe des Zenits in den Erdschatten eindrangen. In der Nähe des Horizonts ist die Winkelgeschwindigkeit der Satelliten geringer (größere Entfernung zum Beobachter und geometrischer Effekt) als in größerer Höhe über dem Horizont.

Bild

Dieser Helligkeitsunterschied der Strichspur ist auch auf der 1. Aufnahme zu sehen.

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BeitragVerfasst: 23. Januar 2020, 20:26:57 PM 
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Zum Lesen oder auch zum Anhören:

Deutschlandfunk vom 17.01.2020:

„Satellitenschwärme sind keine geringe Gefahr“

https://www.deutschlandfunk.de/weltraum ... _id=468173


Gruß, Olaf

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Gruß,
Olaf


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BeitragVerfasst: 23. Januar 2020, 22:39:31 PM 
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Lieber Olaf, vielen Dank!

Qualitätiv entsprechend zum Statement der VdS (siehe Thema) äußert sich in Deinem Link oben zu diesem für jeden beobachtenden Astronomen traurigen Projekt also ein wirklicher Experte, den man kaum zu entkräften versuchen kann. Außer natürlich mit unlauteren Methoden, die der Astronomie kontraproduktiv wären...

Somit dürfte diese Diskussion eigentlich zu einem Ende kommen.
Andernfalls müsste Dein aussagekräftiger Artikel einfach wieder ins Rennen geworfen werden. :D
Und alle müssten fragen, ob hier ein Maulwurf unterwegs wäre.

Vielen Dank, VdS, für das Statement!

Alex


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BeitragVerfasst: 24. Januar 2020, 08:41:07 AM 
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Zitat:
Qualitätiv entsprechend zum Statement der VdS (siehe Thema) äußert sich in Deinem Link oben zu diesem für jeden beobachtenden Astronomen traurigen Projekt also ein wirklicher Experte, den man kaum zu entkräften versuchen kann.
Da ist wohl der Wunsch Vater des Gedanken. Stephan Hobe bestätigt in keinem Satz die Klagen der Amateurastronomen. Kann er auch nicht weil er kein Astronom ist sondern Jurist. Entsprechend beleuchtet er die rechtlichen Fragen, die bei einer Klage gegen SpaceX sehr helfen werden.

Zitat:
Außer natürlich mit unlauteren Methoden, die der Astronomie kontraproduktiv wären...
Das unterschreibe ich sofort! :D

Zitat:
Und alle müssten fragen, ob hier ein Maulwurf unterwegs wäre.
Eine Halluzination! :lol:


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BeitragVerfasst: 24. Januar 2020, 08:46:38 AM 
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Europäische Weltraumkonferenz in Brüssel; SpaceX wird gestreift:

https://www.deutschlandfunk.de/europaei ... _id=468533

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BeitragVerfasst: 24. Januar 2020, 08:54:15 AM 
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Ja, meine Abteilung war auch dort. Der Weltraumschrott und die rechtlichen Regelungen sind das zentrale Problem bei Mega-Konstellationen. Man kann die Bedrohung durch Weltraumschrott als Aufhänger für die Interessen der Astronomie nehmen genauso wie es die DarkSky-Initiative mit den Insekten tut. Ich persönlich finde zwar, dass man nur mit seinen eigenen Belangen argumentieren sollte, doch das wäre immer noch besser als mit den Sternen zu kommen, die kaum jemand interessiert.


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BeitragVerfasst: 24. Januar 2020, 17:27:27 PM 
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Liebe Sternfreunde,

ich schreibe als Moderator und bitte um Mäßigung. Es geht hier um den fachlichen Meinungsaustausch. Ich bitte von persönlich gefärbten Beiträgen abzusehen. Wenn es etwas mit jemandem zu besprechen gibt, dann gibt es die Nachrichtenfunktion. Das gehört nicht ins Öffentliche.

Recht vielen Dank, Uwe.

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Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Swarovski SLC 7x50B, Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Skywatcher Evostar 120/900 ED, Ninja Dobson 320/1440


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BeitragVerfasst: 12. Februar 2020, 20:46:08 PM 
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Heute wurde eine Stellungnahme der Internationalen Astronomischen Union zum Thema veröffentlicht:

https://www.iau.org/news/pressreleases/detail/iau2001/

und

https://www.iau.org/public/themes/satel ... ellations/

Ergänzend möchte ich auf einen Artikel bei Universetoday.com hinweisen, der auf einer wissenschaftlichen Studie basiert:

https://www.universetoday.com/144949/as ... ellations/

Grüße
Sven


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BeitragVerfasst: 13. Februar 2020, 11:48:49 AM 
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Das zeichnete sich schon im letzten Juni ab als die IAU sich erstmals zu dem Thema äußerte und dann zunächst im Hintergrund recherchierte um nun zu einer anderen Bewertung zu kommen als mancher Lautsprecher bei den Amateuren. Es ist eine Absage an eine fehlende Hintergrundrecherche sowie an all jene, die solche Diskussionen zu einem Glaubenskampf mit persönlichen Angriffen machen.


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BeitragVerfasst: 13. Februar 2020, 13:51:26 PM 
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Nein Thomas, derjenige der hier vollkommen die Augen verschliesst und konstant einen Glaubenskampf führt bist Du. Die IAU ist zur Bewertung gekommen, dass die neuen Konstellationen ein massives und möglicherweise fatales Problem für manche Sparten der Astronomie darstellen. Was gibt es daran nicht zu verstehen?


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BeitragVerfasst: 13. Februar 2020, 17:24:51 PM 
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Zitat:
Das zeichnete sich schon im letzten Juni ab als die IAU sich erstmals zu dem Thema äußerte und dann zunächst im Hintergrund recherchierte um nun zu einer anderen Bewertung zu kommen als mancher Lautsprecher bei den Amateuren. Es ist eine Absage an eine fehlende Hintergrundrecherche sowie an all jene, die solche Diskussionen zu einem Glaubenskampf mit persönlichen Angriffen machen.
Ich habe mich in dieser Diskussion immer sachlich zum Thema geäußert und meine Bedenken auch begründet. Nun bewertet die IAU die Megakonstellationen als Gefahr und es gibt tatsächlich immer noch welche, die das leugnen.

Hier die Studie: https://arxiv.org/pdf/2001.10952.pdf

Übrigens Thomas: Starlink geht demnächst an die Börse. So wie es aussieht, würde ich schnell Aktien zeichnen. Ich vermute mal, dass der Börsenkurs ebenfalls so schnell ansteigen wird, wie die Anzahl der künstlichen Objekte im Erdorbit. :wink:

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... oerse.html

Außerdem soll dieses Wochenende ein weiterer Schwung Starlinks in den Orbit gebracht werden. Der letzte Bunch ist jetzt zunächst noch recht tief gegen 5 Uhr am Morgenhimmel zu sehen. Letzte Woche erfolgte der Start der ersten OneWeb Satelliten, die aber nur eine Helligkeit von 8 mag haben. Allerdings sind diese mit dieser Helligkeit ebenfalls auf Fotos zu sehen. Und wie es aussieht, bekommt Musk seine 12.000 doch in den Erdorbit. Denn alle 2 Wochen startet jetzt eine Falcon 9, wie von Musk vorhergesagt. Und wenn sein Starship fertig ist, würde er sogar die 42.000er Marke knacken können.

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Gruß & cs
Andreas
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BeitragVerfasst: 13. Februar 2020, 17:55:49 PM 
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Liebe Sternfreunde, ich schreibe jetzt als Moderator.

Es ist verständlich, dass wir unterschiedliche Ansichten haben. Es mag auch unverständlich sein, dass andere die eigenen Argumente nicht teilen. Ich bitte jedoch darum, dass dieser Zwirn weiter auf dieser argumentativ-sachlichen Ebene bleibt. Wir müssen auch mit abweichenden Ansichten leben können.

Ich danke allen, Uwe.

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BeitragVerfasst: 13. Februar 2020, 20:19:26 PM 
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Zitat:
Nein Thomas, derjenige der hier vollkommen die Augen verschliesst und konstant einen Glaubenskampf führt bist Du.
Das ist Deine Meinung. Mehr aber auch nicht.

Zitat:
Die IAU ist zur Bewertung gekommen, dass die neuen Konstellationen ein massives und möglicherweise fatales Problem für manche Sparten der Astronomie darstellen. Was gibt es daran nicht zu verstehen?

Ich lese beispielsweise Folgendes:
Zitat:
"When the Sun is 18 degrees below the horizon (i.e. when the night becomes dark), the number of illuminated satellites above the horizon would be around 1000 (with around 160 at elevations higher than 30 degrees). The numbers decrease further towards the middle of the night, when more satellites are in the Earth's shadow (e.g., no reflected sunlight)."
Mir scheint da eine erheblich Differenz zu Deiner Behauptung in der Pressemitteilung. Zitat:

„Mit zehntausenden zusätzlichen Objekten in der Erdumlaufbahn ist es kein unrealistisches Szenario mehr, dass am Nachthimmel mehr über das Firmament ziehende Satelliten als Sterne zu sehen sind.“ Jeder möge selbst beurteilen, wer hier einen „Glaubenskampf“ führt. Schon allein diesen Begriff finde ich ziemlich deplatziert. Das ist genau das, was ich hier als Lautsprecherei bezeichne. Von einem Vorstandsmitglied der größten deutschen Amateurvereinigung erwarte ich eine reflektierte und abgewogene Position. Ich halte mich lieber an die abgewogene Warnung der IAU statt die sachliche und realistische Ebene zu verlassen. Genau darum geht es mir: Eine sachliche Ebene um in Diskussionen bestehen zu können. Aber eigentlich habe ich das schon wiederholt geschrieben…


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BeitragVerfasst: 13. Februar 2020, 20:26:15 PM 
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Zitat:
Ich habe mich in dieser Diskussion immer sachlich zum Thema geäußert und meine Bedenken auch begründet.
Ja, Andreas, ich stelle das nicht in Frage.

Zitat:
Nun bewertet die IAU die Megakonstellationen als Gefahr und es gibt tatsächlich immer noch welche, die das leugnen.
Siehe meine vorherige Antwort.

Zitat:
Die italienischen Kollegen schreiben jedoch nicht viel Neues.

Zitat:
Übrigens Thomas: Starlink geht demnächst an die Börse....
Klar ich als "Maulwurf" habe schon ein dickes Aktienpaket.

Zitat:
Und wie es aussieht, bekommt Musk seine 12.000 doch in den Erdorbit.
Na ja, wenn Du meinst.


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BeitragVerfasst: 13. Februar 2020, 23:05:24 PM 
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Die PM der IAU ist nahezu deckungsgleich mit derjenigen der VdS von vor vielen Monaten. Ich habe dem entsprechend ganz sicher nichts zurück zu nehmen. Ich zitiere hier dem entsprechend auch mal aus dem zugehörigen "Theme":

"Satellite constellations can pose a significant or debilitating threat [Q2] to important existing and future astronomical infrastructures"

Wie Du das persönlich siehst, und wie Du das handeln der VdS beurteilst, Thomas, bleibt Dir natürlich überlassen. Wir werden sehen, auf welcher Seite der Frage am Ende die ESA steht. Das wäre ein relevantes Gewicht an Unterstützung zum Schutz des Nachthimmels. Oder eben auch nicht.


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BeitragVerfasst: 14. Februar 2020, 02:38:23 AM 
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Übrigens soll der Börsengang Geld in die Kassen von Starlink spülen, damit die 12.000 Satelliten zeitnah in den Orbit gebracht werden können. Bisher schafft SpaceX es ja, jeden Monat 120 Satelliten zu starten. Zum Ende des Jahres hin wären dann ca. 1/8 davon im Orbit.

https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... ng-8502563

Wie tief sinkt die Sonne im Sommer unter dem Horizont von mittleren Breiten aus? :wink:

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Andreas
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BeitragVerfasst: 14. Februar 2020, 09:17:17 AM 
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Dominik, niemand verlangt, dass Du irgendetwas zurück nimmst. Meinetwegen kannst Du hier auch Deckungsgleichheit der beiden Textaussagen postulieren. Die Prüfung aller Argumente geschieht hier sowieso durch die Leser genauso wie meine Prüfung deiner Pressemitteilung im Namen der VdS.

Dass die Satelliten in irgendeinem Grad eine „schwächende Bedrohung“ darstellen haben wir hier nie in Frage gestellt sondern nur dessen Umfang. Und darüber gibt es bereits dezidierte Aussagen, die ich hier weitergegeben hatte. Du machst hier also einen von Deiner zentralen Aussage ablenkenden Diskurs auf. Interessant wäre zu sehen, wie Du in einer Runde mit inhaltlich nicht wohlgesonnenen Diskussionspartnern bestehen würdest.

Ich bedaure die Schärfe dieser Diskussion die ich eigentlich sachlich und kollegial führen wollte.
Thomas


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BeitragVerfasst: 14. Februar 2020, 17:56:14 PM 
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Sachliche Diskussion ist auch immer eines meiner Anliegen. Es sollte denke ich nur nicht bei Dir der Eindruck entstehen, Du habest auch nur eine kleine Minderheit der VdS - Mitglieder auf Deiner Seite, Thomas. Im Gegenteil. Uns erreichen viele weitere Mitteilungen die sich ein noch weit deutlicheres Aussprechen der VdS zu dieser Problematik wünschen. Aber, keine Frage, das betrifft Dich ja auch so und so nicht mehr. Und selbstverständlich kannst Du Deine private Meinung hier äussern wie Du möchtest.


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BeitragVerfasst: 14. Februar 2020, 18:25:02 PM 
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Das ist interessant: Du denkst, ich kritisiere Dich mit dem Ziel eine Mehrheit zu haben? In der Politik mögen sie das so machen, ich ziehe Argumente vor. Die Wahrheit findet sich eben nicht per Abstimmung. Übrigens, „viele Mitteilungen“ für ein deutlicheres Aussprechen sagen nichts über Mehrheiten und Wahrheiten aus. Das solltest gerade Du doch wissen… komische Kausalität. Außerdem betrifft mich das alles sehr wohl weil ich eben entsprechende Anfragen bekomme von Leuten, die von der VdS nicht sauber informiert werden. Ich freue mich, wenn man sich kritisch zu Wort meldet. Doch wie gesagt, ohne solide Grundlage ist sowas riskant.


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BeitragVerfasst: 14. Februar 2020, 20:26:17 PM 
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Natürlich geht es am Ende um die Sache. Wie gesagt, wir werden den eingeschlagenen Weg fortführen und uns in Zukunft sehr wahrscheinlich zusammen mit den professionellen Organisationen noch sehr viel deutlicher für den Schutz des Nachthimmels aussprechen.


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BeitragVerfasst: 14. Februar 2020, 21:15:32 PM 
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Fakt ist doch, dass Neuentdeckungen von Kometen und Asteroiden einen Bruchteil der Helligkeit haben, die (die neuen) Satelliten haben und dass eine massive Erhöhung deren Anzahl das Auffinden bislang nicht bekannter und/oder katalogisierter natürlicher Objekte aufwändiger wird.
Das Statement war leider dann der Ursprung dieses traurigen Beitragsflusses.
Dieser Mehraufwand der Profiastronomie diese Störeinflüsse aus den Daten zu eliminieren soll nun auch noch von Steuergeld bezahlt werden.

Amateurastronomie wird schwieriger und wohl auch weniger interessant in Zeiten, in denen ohnehin Nachwuchs schwierig zu generieren ist.
SpaceX und Co. werden sich auf Kosten der Astronomie bereichern und haben entweder keine Recherche zu negativen Auswirkungen auf Wissenschaft und Natur gemacht oder sie schlichtweg ignoriert.

Und auf dieser Bühne wird auch noch diese Art der Raumfahrt gerechtfertigt???
Das ist eine Beschädigung der Astronomie.
Und beschädigt möglicherweise auch den Ruf der Raumfahrt.


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BeitragVerfasst: 16. Februar 2020, 12:25:38 PM 
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Hallo Alex!
Zitat:
Fakt ist doch, dass Neuentdeckungen von Kometen und Asteroiden einen Bruchteil der Helligkeit haben, die (die neuen) Satelliten haben und dass eine massive Erhöhung deren Anzahl das Auffinden bislang nicht bekannter und/oder katalogisierter natürlicher Objekte aufwändiger wird.
Sicher, doch Beobachtungen und ihre Interpretation sind immer schon aufwändig.


Zitat:
Das Statement war leider dann der Ursprung dieses traurigen Beitragsflusses.
Die kritische Erörterung eines Sachverhalts ist nicht traurig! Gerade das hebt das VdS-Forum von anderen Plattformen ab (siehe unten).


Zitat:
Dieser Mehraufwand der Profiastronomie diese Störeinflüsse aus den Daten zu eliminieren soll nun auch noch von Steuergeld bezahlt werden.
Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Wie soll es denn auch anders gehen z.B. bei störendem Stadtlicht, Kondensstreifen der Flugzeuge, usw. Astronomie-Steuer für Airlines wegen Kondensstreifen oder Astronomie-Steuer für Stromversorger wegen Straßenlaternen? Volkswirtschaftliche Zusammenhänge sollte man nicht unterschlagen.


Zitat:
Amateurastronomie wird schwieriger und wohl auch weniger interessant in Zeiten, in denen ohnehin Nachwuchs schwierig zu generieren ist.
Nein, interessierter Nachwuchs lässt sich nicht von Satelliten abschrecken.


Zitat:
SpaceX und Co. werden sich auf Kosten der Astronomie bereichern und haben entweder keine Recherche zu negativen Auswirkungen auf Wissenschaft und Natur gemacht oder sie schlichtweg ignoriert.
Das tun z.B. Airlines und Stromversorger auch nicht.

Kritik sollte m.E. immer selbstreflektiv sein. Ein Beispiel: Da arbeitet einer in der Automobilindustrie, ist viel unterwegs, fährt auch einen Zweitwagen mit den alten Halogenscheinwerfern und regt sich über den blendenden Gegenverkehr durch Xenon-Lampen auf. Halogenscheinwerfer sind zwar dramatisch heller als Karbidlampen bei Oldtimern, das scheint aber kein Problem für die Astronomie zu sein (mir blenden Autos allerdings immer wieder in die Kuppel). Die Argumente des Mitarbeiters in der Automobilindustrie werden hier selbstverständlich nicht wegen seines Arbeitgebers in Frage gestellt sondern nur wenn sie fehlerhaft sind. Daher ist dieser „Beitragsfluss“ eben nicht traurig sondern begrüßenswert. Allerdings nur wenn der Mitarbeiter hier nicht persönlich diffamiert wird. Wer das nicht akzeptiert schweigt besser.


Zitat:
Und auf dieser Bühne wird auch noch diese Art der Raumfahrt gerechtfertigt???
Wenn man massiv vereinfacht, kommt man zu diesem Schluss.


Zitat:
Das ist eine Beschädigung der Astronomie.
Nein!


Zitat:
Und beschädigt möglicherweise auch den Ruf der Raumfahrt.
Möglicherweise, doch dazu müsste man erst einmal klären, welchen „Ruf“ die Raumfahrt hat.

Übrigens arbeite ich nicht in einem Raumfahrtunternehmen, wie Du es hier fälschlicherweise mit dem ehrenrührigen Begriff „Maulwurf“ unterstellt hast, sondern auch in Deinem Auftrag als Steuerzahler. Deine Unterstellung ist respektlos und gehört hier nicht hin!

Gruß, Thomas

Wikipedia zu ‚Populismus': „Charakteristisch ist eine mit politischen Absichten verbundene, auf Volksstimmungen gerichtete Themenwahl und Rhetorik. Dabei geht es einerseits um die Erzeugung bestimmter Stimmungen, andererseits um die Ausnutzung und Verstärkung vorhandener Stimmungslagen zu eigenen politischen Zwecken.


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BeitragVerfasst: 18. Februar 2020, 11:05:57 AM 
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Zitat:

Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Wie soll es denn auch anders gehen z.B. bei störendem Stadtlicht, Kondensstreifen der Flugzeuge, usw. Astronomie-Steuer für Airlines wegen Kondensstreifen oder Astronomie-Steuer für Stromversorger wegen Straßenlaternen? Volkswirtschaftliche Zusammenhänge sollte man nicht unterschlagen. [...]

Da arbeitet einer in der Automobilindustrie, ist viel unterwegs, fährt auch einen Zweitwagen mit den alten Halogenscheinwerfern und regt sich über den blendenden Gegenverkehr durch Xenon-Lampen auf. Halogenscheinwerfer sind zwar dramatisch heller als Karbidlampen bei Oldtimern, das scheint aber kein Problem für die Astronomie zu sein (mir blenden Autos allerdings immer wieder in die Kuppel). Die Argumente des Mitarbeiters in der Automobilindustrie werden hier selbstverständlich nicht wegen seines Arbeitgebers in Frage gestellt sondern nur wenn sie fehlerhaft sind. Daher ist dieser „Beitragsfluss“ eben nicht traurig sondern begrüßenswert. Allerdings nur wenn der Mitarbeiter hier nicht persönlich diffamiert wird. Wer das nicht akzeptiert schweigt besser.
Das sind ja Vergleiche, du liebe Güte... :?

Zur Not kann ich bei deinen Beispielen in eine Sternenpark fahren/Urlaub machen, wo Lichter der (Groß)Städte und Autoverkehr kein großes Problem darstellen. Die Beeinflussung von Megakonstellationen ist aber leider global. Da kann man nicht so einfach auf den Mond ausweichen. Außerdem wird da noch eine Sache immer unterschlagen: die negative Beeinflussung für die Radioastronomie mit noch mehr Störsendern am Himmel.

https://www.mpifr-bonn.mpg.de/601872/probleme

Hier ein neuer Artikel vom Standard: https://www.derstandard.at/story/200011 ... der-kritik

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BeitragVerfasst: 18. Februar 2020, 12:03:54 PM 
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Der Vergleich liegt nahe wenn man sich das hier eingestellte Video ab 20:00min rund drei Minuten anschaut: viewtopic.php?f=149&t=5975 Das habe ich als Beispiel dargestellt, warum Kritiker nicht persönlich angegangen werden sollten.


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BeitragVerfasst: 18. Februar 2020, 20:03:29 PM 
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Bei spektrum.de (dem Online-Angebot von Spektrum der Wissenschaft) ist ein Artikel erschienen, der sich auf die Verlautbarung der IAU bezieht:

https://www.spektrum.de/news/megakonste ... nd/1705616

Grüße
Sven


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BeitragVerfasst: 19. Februar 2020, 09:52:27 AM 
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Zitat:
Bei spektrum.de (dem Online-Angebot von Spektrum der Wissenschaft) ist ein Artikel erschienen, der sich auf die Verlautbarung der IAU bezieht:
Wenn man den Originaltext der IAU mit dem in Spektrum.de vergleicht, fallen interessante Unterschiede auf. Ich habe fehlende Textteile Gelb hinterlegt, die m.E. jedoch wichtig sind um sich ein solides Bild zu machen. Ich teile das hier um darzustellen, wie schnell Originalquellen durch Übersetzungen, Wiederholungen oder kompakte Darstellungen inhaltlich verändert werden können. Ein Zeichen moderner Medien ist die Verkürzung weil sich das Leseverhalten dramatisch verändert hat. Dies auf Kosten umfangreicher Information.

Gruß, Thomas

PS: Andreas, ich habe Deinen neuen Beitrag getrennt weil er inhaltlich neu ist.


Dateianhänge:
Textvergleich.pdf [229.99 KiB]
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BeitragVerfasst: 23. Februar 2020, 21:14:06 PM 
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Huch, der musksche Darksat ist ja gar nicht so dark. >:(

https://twitter.com/cosmos4u/status/123 ... 75938?s=20

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Gruß & cs
Andreas
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BeitragVerfasst: 26. Februar 2020, 18:31:29 PM 
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Zitat:
Huch, der musksche Darksat ist ja gar nicht so dark. >:(

https://twitter.com/cosmos4u/status/123 ... 75938?s=20
Hier noch zusammengefasst in deutsch von den DLF Wissenschaftsmeldungen am 26.02.2020:

"Die Starlink-Verdunkelung zeigt wenig Effekt"

u.a.: "...Für die besonders lichtempfindlichen Instrumente der Astronomen mache die dunkle Beschichtung aber kaum einen Unterschied..."

https://www.deutschlandfunk.de/erforsch ... _id=471135

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Gruß,
Olaf


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BeitragVerfasst: 27. Februar 2020, 15:42:11 PM 
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Herrje, was erwartet ihr denn? :roll:

Wenn ein Satellit schwarz angemalt wird und drei Magnituden dunkler sein soll, darf er nur gut 6% seiner ursprünglichen Strahlung absenden und muss demnach fast alles absorbieren. Das sprengt jedes Thermalbudget.


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BeitragVerfasst: 29. Februar 2020, 19:50:45 PM 
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Zitat:
Herrje, was erwartet ihr denn? :roll:

Wenn ein Satellit schwarz angemalt wird und drei Magnituden dunkler sein soll, darf er nur gut 6% seiner ursprünglichen Strahlung absenden und muss demnach fast alles absorbieren. Das sprengt jedes Thermalbudget.
Warum "Herrje" + "Augen rollen"?

Ich erwarte gar nichts. Ich habe lediglich zitiert und eine "für alle" lesbare deutsche Variante verlinkt...

_________________
Gruß,
Olaf


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BeitragVerfasst: 29. Februar 2020, 23:08:01 PM 
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Hallo Olaf,

da beklagt jemand eine Beobachtung ohne über die physikalischen Hintergründe nachzudenken. Das übernimmt jemand in seinen Twitter-Account, ebenfalls ohne darüber nachzudenken. Und auch dies übernimmt jemand ungeprüft zur Weitergabe in dieses Forum. Und das wiederum wird ungeprüft ergänzt.

Ich möchte keinen bloßstellen, doch hier wird man mittlerweile mit Links nur so bombardiert. Ob die Sinn machen oder nicht, darf dann der Empfänger herausfinden. Darüber rolle ich in der Tat die Augen. Ich finde, dass man sich durchaus vorher die Mühe einer Beurteilung machen kann damit die KollegInnen sich ein Bild machen können. Im Zeitalter der sozialen Medien und Fake-News ist das bitter nötig. Man könnte übrigens auch ergebnisoffen im Forum fragen, ob diese neuen Informationen Sinn machen. Da rolle ich dann nicht die Augen sondern gebe meine Einschätzung durchaus weiter.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 01. März 2020, 07:23:51 AM 
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Huch! Seit wann muss man um Erlaubnis fragen, um etwas zu posten, damit es dann veröffentlicht werden darf? :?:

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Gruß & cs
Andreas
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BeitragVerfasst: 01. März 2020, 09:23:29 AM 
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Andreas, noch einmal, ich möchte hier niemanden bloßstellen. Ich versuche hier eine minimales Diskursniveau zu erhalten. Man kann hier sogar mit Links bombardieren - alles erlaubt. Genauso ist es erlaubt, auf Lücken hinzuweisen und die Bombardiererei zu kritisieren. Also tu nicht so suggestiv perplex sondern geh auf mein Argument ein.
Thomas


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BeitragVerfasst: 03. März 2020, 09:08:04 AM 
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Hallo zusammen,

mit einer kleinen Quellenrecherche kann man sehr schön sehen, wie Medien ein Thema ausschlachten. Man meint ja immer, wenn viele Medien ein Thema aufgreifen, haben sie selbst recherchiert und das Thema ist wichtig. Das ist aber natürlich nicht so. Ich wurde zwar zum Thema Starlink und Weltraumschrott von einer Volontärin für einen Artikel bei T-Online interviewed (https://www.t-online.de/digital/id_8735 ... rott-.html) doch natürlich wird dieses Interview auch woanders verwurstet (https://www.riffreporter.de/weltraumrep ... tellation/ und https://www.watson.ch/wissen/digital/33 ... vermuellen). Das ist auch keine Überraschung weil die Volontäring bei dem bekannten Werbevermarkter (sic!) Ströer Media arbeitet. Abschreiben erzeugt nur eine scheinbare Relevanz. Ob diese „Relevanz“ begründet ist, ist eine andere Sache. Genau deshalb verurteile ich die kritiklose Bombardiererei mit Links. Manche Leute scheinen das wiederum nicht auszuhalten: https://twitter.com/astrofan80/status/1 ... 4736625665 :D

Thomas


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