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| gamma Cas (He I 6678) https://forum.vdsastro.de/viewtopic.php?t=103 |
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| Autor: | Roland Bücke [ 17. Dezember 2006, 16:54:21 PM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | gamma Cas (He I 6678) | ||
Anmerkung des Admins: Aus diesem Thread wurden folgende Diskussionen abgezweigt: epsilon Aur: http://spektroskopie.fg-vds.de/forum/vi ... .php?p=663 Fehler der Äquivalentbreiten-Berechnung: http://spektroskopie.fg-vds.de/forum/vi ... .php?p=698 ---------------------------------------------------------------------- Hallo Ernst, hier das neueste Beobachtungsergebnis vom 16.12.06. Beste Grüße Roland
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 17. Dezember 2006, 19:13:26 PM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | gCas | ||
In einer eMail vom 17.12.2006 15:55:42 Westeuropäische Normalzeit schreibt Roland Bücke: Zitat: Hallo Ernst,
Hallo Roland,hier das neueste Beobachtungsergebnis vom 16.12.06. Beste Grüße Roland vielen Dank für das Ergebnis; ist in´s Monitoring aufgenommen (siehe Anhang). Beste Grüsse, Ernst
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| Autor: | Andreas Kaufer [ 17. Dezember 2006, 20:07:53 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Ernst, Roland, Berthold, danke fuer die Grafik zu gamma Cas. Toll, diese Langzeitueberwachung, die ihr da macht. Das ist sehr wertvoll! Die Frage, die sich natuerlich aufdraengt, ist, ob es eine Erklaerung fuer den Versatz von etwa 50mA zwischen Ernsts und Rolands Beobachtungsergebnissen. Ich kann nicht ganz glauben (aber auch nicht ausschliessen), dass das real ist. Habt ihr mal versucht, die Ergebnisse im Detail zu vergleichen ? Wie gross sind denn eure jeweiligen Fehlerbalken ? Herzliche Gruesse Andreas |
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| Autor: | Roland Bücke [ 17. Dezember 2006, 22:11:46 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Andreas, Ernst und Berthold, ich würde folgendes vorschlagen: 1. Ernst, kannst du mal den wirklichen Wert für die Abweichung im betreffenden Zeitraum berechnen. Es scheinen ja einige Datenpunkte übereinander zu liegen. 2. Die Beurteilung der Linienparameter ist schwierig und sicher auch vom Beobachter abhängig: Vielleicht sollten wir Dateien austauschen und jeder die jeweils vom anderen auswerten (natürlich unabhängig, ohne das Ergebnis des anderen zu kennen). Dann können wir sehen, ob es eine systematische Abweichung bei der Bewertung der Linien gibt. Viele Grüße Roland |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 18. Dezember 2006, 12:25:52 PM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | gCas | ||
Hallo Andreas, Roland und Berthold! Zu 1: Im angehängten Monitoring habe ich gemäss Roland´s Vorschlag Fehlerbalken für meine Messungen eingetragen. Diese sind auf der Basis des papers "Remarks on statistical errors in equivalent width" (K. Vollmann & Th. Eversberg in Astron. Nachrichten 327, Nr.9, 2006) berechnet worden. Die Fehler der EW-Berechnung liegen in der Größenordnung von ca. +/- 6% (siehe angehängtes Beispielspektrum). (Für Roland: im letzten überstellten Diagramm waren einige deiner Messungen von mir fehlerhaft eingetragen) Zu 2: Ich stimme dem Vorschlag zu, würde jedoch angesichts des schlechten Wetters sagen, dass wir auf unsere bisher vorliegenden Messungen zurückgreifen sollten. Ich glaube sagen zu dürfen, dass wir doch wohl frei sind von Manipulationsabsichten. Vorab noch die Frage auch an Lothar und Berthold: wollt ihr euch an der unabhängigen Auswertung an Spektren von Roland und mir beteiligen? Andreas´ gemutmaßtem, nicht realem Versatz zwischen Roland´s Messungen und meinen möchte ich mich anschließen. Ich bin der Meinung, dass dies eher in der zu erwartenden Streuung bedingt durch Anwendung unserer doch ziemlich unterschiedlichen Aufnahmetechniken begründet ist. Gewiss wird aber der künftige Trendverlauf darüber deutlichere Auskunft geben. Beste Grüsse, Ernst
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| Autor: | Udo Zlender [ 18. Dezember 2006, 14:14:51 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Roland, das sieht ja recht interessant aus was ihr da macht, da es jetzt aber auch im Forum erscheint, wäre es schön, wenn Du ein paar erklärende Sätze dazu schreiben könntest. Leute die nicht in der Liste sind können sonst nix damit anfangen. Gruß, Udo |
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| Autor: | Otmar Stahl [ 18. Dezember 2006, 15:08:33 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Ernst, Ernst Pollmann wrote: Zitat: Hallo Andreas, Roland und Berthold!
Die rein statistischen Fehler sind mit Vorsicht zu genießen, da dieZu 1: Im angehängten Monitoring habe ich gemäss Roland´s Vorschlag Fehlerbalken für meine Messungen eingetragen. Diese sind auf der Basis des papers "Remarks on statistical errors in equivalent width" (K. Vollmann & Th. Eversberg in Astron. Nachrichten 327, Nr.9, 2006) berechnet worden. Die Fehler der EW-Berechnung liegen in der Größenordnung von ca. +/- 6% (siehe angehängtes Beispielspektrum). (Für Roland: im letzten überstellten Diagramm waren einige deiner Messungen von mir fehlerhaft eingetragen) Subtraktion der photosphärischen Linie bei diesen Messungen die größte Fehlerquelle sein dürfte. Zumindest ist zu erwarten, dass diese Subtraktion leicht systematische Abweichungen verursachen kann. Es wäre daher gut, auch Messungen ohne diese Subtraktion zu vergleichen. Zitat: Zu 2:
Datenaustauch ist immer gut. Am besten möglichst rohe Daten und dann nachIch stimme dem Vorschlag zu, würde jedoch angesichts des schlechten Wetters sagen, dass wir auf unsere bisher vorliegenden Messungen zurückgreifen sollten. Ich glaube sagen zu dürfen, dass wir doch wohl frei sind von Manipulationsabsichten. Vorab noch die Frage auch an Lothar und Berthold: wollt ihr euch an der unabhängigen Auswertung an Spektren von Roland und mir beteiligen? Andreas´ gemutmaßtem, nicht realem Versatz zwischen Roland´s Messungen und meinen möchte ich mich anschließen. Ich bin der Meinung, dass dies eher in der zu erwartenden Streuung bedingt durch Anwendung unserer doch ziemlich unterschiedlichen Aufnahmetechniken begründet ist. Gewiss wird aber der künftige Trendverlauf darüber deutlichere Auskunft geben. jedem Reduktionsschritt vergleichen, sonst nutzt der Datenaustausch nur bedingt. Zitat: Beste Grüsse,
Herzliche Grüße,Ernst Otmar |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 18. Dezember 2006, 17:07:24 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo zusammen! Zitat: Die rein statistischen Fehler sind mit Vorsicht zu genießen, da die
Das stimmt. Allerdings verlieren die statistischen Fehler damit natürlich nicht ihr Wichtigkeit und sind somit nicht mit Vorsicht zu genießen. Wir hatten dazu ja schon in Sonneberg eine Diskussion beim Kaffee. Dabei wurden Messungen an Standardsternen mit konstanter EW vorgeschlagen. Ich halte das für besser, als Messungen von variablen Linien gegenseitig auszutauschen. Der systematische Fehler lässt sich m.E. nur durch eigene wiederkehrende Beobachtungen über einen langen Zeitraum (~Monate - Jahre) eruieren. Das ist Mühsam aber eigentlich kein Problem. Daher habe ich zumindest zu Ernst's Daten in dieser Hinsicht ein solides Vertrauen. Der kennt sein Instrument doch fast so gut wie seine Frau... Subtraktion der photosphärischen Linie bei diesen Messungen die größte Fehlerquelle sein dürfte. Zumindest ist zu erwarten, dass diese Subtraktion leicht systematische Abweichungen verursachen kann. Es wäre daher gut, auch Messungen ohne diese Subtraktion zu vergleichen. Zitat: Datenaustauch ist immer gut.
Na ja, solange man sich dann nicht zwangsweise auf das arithmetische Mittel einigt...wie gesagt, wer sein Instrument besser kennt, hat auch eine größere Aussagekraft. Gruss, Thomas |
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| Autor: | Otmar Stahl [ 18. Dezember 2006, 17:27:26 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Thomas. Thomas Eversberg wrote: Zitat:
Hallo zusammen!
Die statistischen Fehler existieren natürlich und ich nehme an, dass sie*Zitat:* Die rein statistischen Fehler sind mit Vorsicht zu genießen, da die Subtraktion der photosphärischen Linie bei diesen Messungen die größte Fehlerquelle sein dürfte. Zumindest ist zu erwarten, dass diese Subtraktion leicht systematische Abweichungen verursachen kann. Es wäre daher gut, auch Messungen ohne diese Subtraktion zu vergleichen. Das stimmt. Allerdings verlieren die statistischen Fehler damit natürlich nicht ihr Wichtigkeit und sind somit nicht mit Vorsicht zu genießen. auch richtig berechnet sind aber, das die Leute dazu tendieren diese kleinen Fehler dann als die ganze Wahrheit zu nehmen - obwohl die wahren Fehler oft viel größer sind. Zitat: Wir hatten dazu ja schon in Sonneberg eine Diskussion beim
Messungen von Standards sind sicher sinnvoll. Aber damit kann man nichtKaffee. Dabei wurden Messungen an Standardsternen mit konstanter EW vorgeschlagen. die Unsicherheit der Subtraktion der photosphärischen Linie (wie sie hier bei gamma Cas gemacht wird) erfassen. Das hat man ja bei Standardsternen nicht. Ich würde hier entschieden vorziehen, diese Subtraktion, wenn es nur um den zeitlichen Verlauf der Äquivalentbreiten geht, besser ganz zu unterlassen. Zitat: Ich halte das für besser, als Messungen von variablen
Das muss man aber doch, wenn man Messungen verschiedener BeobachterLinien gegenseitig auszutauschen. kombinieren will, oder nicht? Zitat: Der systematische Fehler lässt sich
Sein Instrument vielleicht schon m.E. nur durch eigene wiederkehrende Beobachtungen über einen langen Zeitraum (~Monate - Jahre) eruieren. Das ist Mühsam aber eigentlich kein Problem. Daher habe ich zumindest zu Ernst's Daten in dieser Hinsicht ein solides Vertrauen. Der kennt sein Instrument doch fast so gut wie seine Frau. Absorptionslinie, die er von seinen Messungen abzieht. Zitat: Gruss, Thomas
Herzliche Grüße,Otmar |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 18. Dezember 2006, 17:49:05 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Zitat: Die statistischen Fehler existieren natürlich und ich nehme an, dass sie
Boah!!! Das will ich überhört haben... auch richtig berechnet sind Zitat: Das Problem mit diesen Fehlerbalken ist
Ja, ich fand wichtig, dass das auch jedem bewusst ist. Daher habe ich das nochmal unterschieden.
aber, das die Leute dazu tendieren diese kleinen Fehler dann als die ganze Wahrheit zu nehmen - obwohl die wahren Fehler oft viel größer sind. Zitat: Messungen von Standards sind sicher sinnvoll. Aber damit kann man nicht
...ja, da hast Du natürlich recht.
die Unsicherheit der Subtraktion der photosphärischen Linie (wie sie hier bei gamma Cas gemacht wird) erfassen. Das hat man ja bei Standardsternen nicht. Ich würde hier entschieden vorziehen, diese Subtraktion, wenn es nur um den zeitlichen Verlauf der Äquivalentbreiten geht, besser ganz zu unterlassen. Zitat: Das muss man aber doch, wenn man Messungen verschiedener Beobachter
Ja, nur muss man sich eben um den systematischen Fehler kümmern. Austauschen allein reicht doch nicht, oder verstehe ich da was nicht. kombinieren will, oder nicht? Zitat: Sein Instrument vielleicht schon Smile Aber sicher nicht die
Klar, aber ich verstehe diese Subtraktion nicht ganz. Mir ist unklar, ob das überhaupt zulässig ist, so, wie es gemacht wird. Das "Ei" hat doch überhaupt nicht die Form einer photosphärischen Linie... keine Flügel, keine Dopplerverbreiterung...als erste Approximation ok aber dann...Absorptionslinie, die er von seinen Messungen abzieht. Thomas |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 18. Dezember 2006, 18:08:13 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Übrigens verstehe ich den Plot von Ernst nicht. Was ist das für eine gestrichelte Gerade in dem Plot? Soll das eine lineare Regression sein? Wenn ja, welcher Regressionskoeffizient? Mir scheint aber, dass diese Gerade eher stört. Oder ist die aus irgendeiner Publikation? Gruss, Thomas |
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| Autor: | Otmar Stahl [ 18. Dezember 2006, 18:21:52 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Thomas, Thomas Eversberg wrote: Zitat: *Zitat:*
Der Datenaustausch ist natürlich nur der erste Schritt um dieDas muss man aber doch, wenn man Messungen verschiedener Beobachter kombinieren will, oder nicht? Ja, nur muss man sich eben um den systematischen Fehler kümmern. Austauschen allein reicht doch nicht, oder verstehe ich da was nicht. systematischen Fehler zu untersuchen. Zitat: *Zitat:*
Dieses "Ei" sieht aus wie ein reines Rotationsprofil. So ein Profil hatSein Instrument vielleicht schon Smile Aber sicher nicht die Absorptionslinie, die er von seinen Messungen abzieht. Klar, aber ich verstehe diese Subtraktion nicht ganz. Mir ist unklar, ob das überhaupt zulässig ist, so, wie es gemacht wird. Das "Ei" hat doch überhaupt nicht die Form einer photosphärischen Linie... keine Flügel, keine Dopplerverbreiterung...als erste Approximation ok aber dann... tatsächlich keine Flügel. Sicher nicht schlecht als erste Näherung, aber etwas unbestimmt in der Mitte... Den möglichen Fehler in der Äquivalentbreite wage ich nicht zu schätzen. Ich weiß auch nicht, wie die Parameter bestimmt wurden. Ernst: Ist das ein einfacher Fit an die Flügel oder wurde die Äquivalentbreite der Absorption festgehalten? Das letztere wäre auf jeden Fall sicherer. Zitat: Thomas
Herzliche Grüße,Otmar |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 18. Dezember 2006, 18:28:57 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Aha... Tja, vielleicht sollten man erst genau die Physik erörtern, damit auch alles klar ist. Sonst kann man ja Kraut und Rüben reduzieren, oder? Gruss, Thomas |
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| Autor: | Lothar Schanne [ 18. Dezember 2006, 21:03:42 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Am Montag, 18. Dezember 2006 11:25 schrieb Ernst Pollmann: Zitat: Zu 2:
Gerne.Ich stimme dem Vorschlag zu, würde jedoch angesichts des schlechten Wetters sagen, dass wir auf unsere bisher vorliegenden Messungen zurückgreifen sollten. Ich glaube sagen zu dürfen, dass wir doch wohl frei sind von Manipulationsabsichten. Vorab noch die Frage auch an Lothar und Berthold: wollt ihr euch an der unabhängigen Auswertung an Spektren von Roland und mir beteiligen? Lothar |
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| Autor: | Lothar Schanne [ 18. Dezember 2006, 21:03:42 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hi Thomas, die Ableitung des Rotationsprofils kannst du im Grey, the observation and analysis of stellar atmospheres, Kapitel 17, finden. Das Profil ist näherungsweise eine mit der Machete in der Mitte durchgehauene Kokosnuss (Elipse), die an den Schnittkanten das Kontinuum senkrecht berührt. Die anschliessenden Horizontalen (Kontinuumsersatz) von Ernst sind in künstlerischer Freiheit angeheftet um die Differenzen berechnen zu können, sie gehören also nicht mehr zum berechneten Rotationsprofil. Herzliche Grüsse Lothar Am Montag, 18. Dezember 2006 17:28 schrieb Thomas Eversberg: Zitat: Aha...
-- dass die Flügel verschwinden. Tja, vielleicht sollten man erst genau die Physik erörtern, damit auch alles klar ist. Sonst kann man ja Kraut und Rüben reduzieren, oder? Gruss, Thomas Dr. Lothar Schanne Hohlstr. 19 D-66333 Völklingen Tel. 06898-43864 mobil +352 021 238598 email schanne@t-online.de |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 18. Dezember 2006, 21:10:04 PM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | gCas | ||
In einer eMail vom 18.12.2006 14:09:54 Westeuropäische Normalzeit schreibt Otmar Stahl: Zitat: Die rein statistischen Fehler sind mit Vorsicht zu genießen, da die
Hallo Otmar!Subtraktion der photosphärischen Linie bei diesen Messungen die größte Fehlerquelle sein dürfte. Zumindest ist zu erwarten, dass diese Subtraktion leicht systematische Abweichungen verursachen kann. Es wäre daher gut, auch Messungen ohne diese Subtraktion zu vergleichen. Auch diesen Vorschlag habe ich aufgegriffen (siehe Anhang). Erkenne ich in dem Verlauf ohne photosphärische Subtraktion (sogar) eine gewisse Periodizität? Im Moment jedenfalls erscheinen mir die "Unabhängigkeitsmessungen" weniger von Bedeutung als die beharrliche Weiterverfolgung dieses Verhaltens (mit und ohne Subtraktion). Was sagt die Diskussionsrunde? Beste Grüsse, Ernst
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 18. Dezember 2006, 21:35:16 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
In einer eMail vom 18.12.2006 17:08:39 Westeuropäische Normalzeit schreibt Thomas Eversberg: Zitat: Übrigens verstehe ich den Plot von Ernst nicht. Was ist das für eine gestrichelte Gerade in dem Plot? Soll das eine lineare Regression sein? Wenn ja, welcher Regressionskoeffizient?
...die Gerade ist die Trendlinie einer linearen Regression (y=a+bx) mit den RegressionskoeffizientenMir scheint aber, dass diese Gerade eher stört. Oder ist die aus irgendeiner Publikation? a (Ordinatenschnittpunkt) = 35.875 b (Geradensteigung) = 0,0478 Mich stört die Gerade weniger; sie dient lediglich der Verdeutlichung einer möglichen Tendenz (soweit vorhanden; der Korrelationskoeffizient beträgt nur 0,104). Ernst |
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| Autor: | Roland Bücke [ 18. Dezember 2006, 21:48:06 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Udo, ich beteilige mich am Langzeitmonitorium der Halpha-Linie Emission und der He I (6678)Linie von gamma Cas, dass Ernst schon seit vielen Jahren betreibt. Auch Lothar Schanne und Berthold Stober liefern Messungen. Ernst bündelt die Ergebnisse. Deshalb gehen diese zumindest teilweise über die Liste. Öffentlich, weil diese für genug Diskussionsstoff sorgen, wie der heutige Tag belegt und kritische Stimmen uns davon abhalten, in die falsche Richtung zu laufen. Ausgewertet wird die EW von Halpha und die EW (mit oder ohne photosphärische Subtraktion) der He I Linie. Wir übermitteln nur die Grafik der He-Linie, da diese schnelle Änderungen zeigt und aufgrund der geringen Stärke ein sehr hohes SNR erfordert. Zum physikalischen Hintergrund kann ich zumindest momentan nichts sagen, da ich aus zeitlichen Gründen bisher nur Beobachtungen beisteuere. Gruß Roland |
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| Autor: | Roland Bücke [ 18. Dezember 2006, 22:05:33 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Ernst, ich würde meine Beobachtungen ebenfalls ohne photosphärische Subtraktion auswerten und dir zusenden. Schreibe mir bitte, welche Anteile in die EW eingehen, damit unsere Ergebnisse vergleichbar sind. Legt man einfach eine Gerade zwischen die zwei Minima und integriert dann die Flächen der beiden Emissionsflügel? Gruß Roland Zitat: Hallo Otmar!
Auch diesen Vorschlag habe ich aufgegriffen (siehe Anhang). Erkenne ich in dem Verlauf ohne photosphärische Subtraktion (sogar) eine gewisse Periodizität? Im Moment jedenfalls erscheinen mir die "Unabhängigkeitsmessungen" weniger von Bedeutung als die beharrliche Weiterverfolgung dieses Verhaltens (mit und ohne Subtraktion). Was sagt die Diskussionsrunde? Beste Grüsse, Ernst |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 19. Dezember 2006, 09:48:51 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Ernst! Zitat: Erkenne ich in dem Verlauf ohne photosphärische Subtraktion (sogar) eine gewisse Periodizität?
Nein, dazu müsstest Du erst einen fit der Funktion y = a sin (lambda) + b cos (lambda) per rms an die Daten fitten und a und b sowie die Korrelation bestimmen. Das Auge sucht immer Muster und leitet Dich gern fehl. Zitat: Mich stört die Gerade weniger; sie dient lediglich der Verdeutlichung einer möglichen Tendenz
Ach so, ok. Ich würde von so einem suggestiven Schritt jedoch abraten. Oft werden in die reinen Daten zusätzlich solche "möglichen Tendenzen" eingefügt. Solange dabei keine hohen Korrelationskoeffizienten herauskommen, bin ich von solchen Methoden kein Freund. Ich erinnere mich an die Graustufenplots von Monika Maintz. Dort wurden z.B. zwei beobachtete Perioden hintereinander gehängt, obwohl nur eine verfolgt wurde (siehe Sonneberg Proceedings S. 50, oben). Sieht sehr suggestiv und klasse aus, bringt aber keinen Informationsgewinn und leutet mich als Leser in eine vorgefasste, jedoch schlecht belegte Richtung. Gruss, Thomas |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 19. Dezember 2006, 09:50:42 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Lothar! Zitat: Warum zeige ich das? Jeder kann sich auf diese oder aehnliche Weise von der
Ja, auch hier zeigt sich, dass der systematische Fehler mit der Zeit gut in den Griff zu bekommen ist. Allerdings eben erst "mit der Zeit". eigenen (absoluten) Messqualitaet ueberzeugen und damit gegenueber anderen Personen die Messgenauigkeit glaubwuerdig belegen. Man kann sich damit auch systematisch verbessern, in dem man durch geeignete Massnahmen die Latte immer hoeher legt und den (Miss)Erfolg kontrolliert. |
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| Autor: | Otmar Stahl [ 19. Dezember 2006, 10:15:14 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Ernst, Ernst Pollmann wrote: Zitat: Hallo Otmar!
Eine Periodizität ist möglich, müsste aber, wie schon Thomas bemerktAuch diesen Vorschlag habe ich aufgegriffen (siehe Anhang). Erkenne ich in dem Verlauf ohne photosphärische Subtraktion (sogar) eine gewisse Periodizität? hat, erst quantitativ belegt werden. Was mir vor allem dabei auffällt ist, dass die Kurven nicht nur einen Versatz in y haben, sondern im detaillierten Verlauf deutliche Abweichungen zeigen. D.h., dass die gefittete Absorption deutlich variieren muss. Vielleicht solltest Du die Parameters dieses Fits auch noch plotten? Eine Variation der Absorption ist ja durchaus möglich. Das könnte aber auch ein Artefakt sein. Zitat: Im Moment jedenfalls erscheinen mir die "Unabhängigkeitsmessungen"
Herzliche Grüße,weniger von Bedeutung als die beharrliche Weiterverfolgung dieses Verhaltens (mit und ohne Subtraktion). Was sagt die Diskussionsrunde? Beste Grüsse, Ernst Otmar |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 19. Dezember 2006, 11:02:17 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
In einer eMail vom 19.12.2006 09:51:08 Westeuropäische Normalzeit schreibt Otmar Stahl: Zitat: Vielleicht solltest Du die Parameters dieses Fits auch noch plotten?
Hallo Otmar,dem Hinweis nachzugehen wäre gewiss spannend, kann ich aber nicht, weil ich die Parameter der Einzelfit´s "nicht aufbewahrt" habe. Tut mir leid |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 19. Dezember 2006, 11:16:08 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Otmar! Zitat: Eine Variation der Absorption
Sollte das dann aber nicht, wenn überhaupt, eine periodische Variation in Form von NRPs sein? Oder meinst Du noch andere Effekte? Ich würde in erster Näherung die Absorption als konstant annehmen. ist ja durchaus möglich. Gruss, Thomas |
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| Autor: | Otmar Stahl [ 19. Dezember 2006, 11:41:27 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Thomas, Thomas Eversberg wrote: Zitat:
Hallo Otmar!
NRPs sind bei Be-Sternen häufig, ändern aber nicht die Äquivalentbreite.Zitat: Eine Variation der Absorption
Sollte das dann aber nicht, wenn überhaupt, eine periodische Variationist ja durchaus möglich. in Form von NRPs sein? Oder meinst Du noch andere Effekte? Ich würde in erster Näherung die Absorption als konstant annehmen. Bei den meisten Be-Sternen sollte die Äquivalentbreite tatsächlich etwa konstant bleiben. Das gilt aber z.B. nicht für Shell-Sterne, bei denen die Hülle so dick sein kann, dass sich auch die Absorptionen ändern. Ich würde Variationen der Absorption zumindest nicht ganz ausschließen, obwohl sie in dem Fall von gamma Cas mir auch nicht wahrscheinlich erscheinen. Zitat: Gruss, Thomas
Herzliche Grüße,Otmar |
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| Autor: | Udo Zlender [ 19. Dezember 2006, 11:42:55 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Roland, danke für die Antwort. Natürlich hab ich noch ein paar Fragen. Warum zieht ihr die rotationsverbreiterte Absorptionslinie ab? Woher stammt die Kenntnis über dieses Profil? Mit welcher Software bestimmt ihr die EW, das SNR ... Gruß, Udo |
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| Autor: | Thomas Eversberg [ 19. Dezember 2006, 11:52:37 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Ok, verstehe, wir sind uns einig. Dann ist m.E. aber klar, dass bei der Extraktion der Absorption eigentlich eine Matrize, also ein Standardfit reichen sollte und Ernst nicht immer neu fitten müsste. Das heisst dann wiederum, dass diese Subtraktion u.U. garnicht nötig ist und man sich unsichere Annahmen über den Absorptionsverlauf vielleicht sparen könnte. Ich meine, damit holt man sich doch zusätzliche Fehlerquellen rein. |
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| Autor: | Udo Zlender [ 19. Dezember 2006, 12:24:10 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Roland, ich glaube die beiden ersten Fragen hatte der Lothar schon hellseherisch am 17.Nov. beantwortet, bzw. eure Diskussion mit einem wohl ähnlichen Objekt, die ich gerade erst gelesen hab. Oder gibt es was zu ergänzen? Ein paar Worte zur Software wären trotzdem interessant. Gruß, Udo |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 19. Dezember 2006, 17:51:08 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gamma Cas |
In einer eMail vom 18.12.2006 20:49:11 Westeuropäische Normalzeit schreibt Roland Bücke: Zitat: Zum physikalischen Hintergrund kann ich zumindest momentan nichts sagen, da ich aus zeitlichen Gründen bisher nur Beobachtungen beisteuere.
Hallo Udo, Rolands Einverständnis vorausgesetzt, von mir hier einige Aspekte in Stichworten:
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| Autor: | Roland Bücke [ 19. Dezember 2006, 18:08:33 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gamma Cas |
Danke Ernst, so gut hätte ich es sowieso nicht erklären können. |
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| Autor: | Roland Bücke [ 19. Dezember 2006, 18:16:23 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gamma Cas |
Hallo Udo, inzwischen sind ja die wesentlichen Fragen beantwortet. Hier deshalb nur ergänzend: Ich mache meine Auswertungen in der Regel mit Mathcad und ergänze bei Bedarf mit Excel. Gruß Roland Am 10:42 19.12.2006 schrieben Sie: Zitat: Hallo Roland,
danke für die Antwort. Natürlich hab ich noch ein paar Fragen. Warum zieht ihr die rotationsverbreiterte Absorptionslinie ab? Woher stammt die Kenntnis über dieses Profil? Mit welcher Software bestimmt ihr die EW, das SNR ... Gruß, Udo |
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| Autor: | Udo Zlender [ 19. Dezember 2006, 18:54:25 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Ernst, hallo Roland, danke für die Antworten. Grüße, Udo |
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| Autor: | Lothar Schanne [ 20. Dezember 2006, 22:27:16 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | gCas |
Hallo Ernst, wir haben eben telefonisch ueber die Problematik geredet. Ich will nur fuer die anderen Listenteilnehmer darauf verweisen, dass ich die wesentlichen Antworten auf deine mail in der zeitgleichen Email an Thomas beantwortet habe. Gruss Lothar -- Dr. Lothar Schanne Hohlstr. 19 D-66333 Völklingen Tel. 06898-43864 mobil +352 021 238598 |
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| Autor: | Udo Zlender [ 21. Dezember 2006, 15:54:59 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo, ja, das ist wohl alles nicht so einfach. Heimlich hab ich mir das immer gedacht, wenn über das Projekt mit der gemeinsamen Datenbank gesprochen oder geschrieben wurde. Damit so was einen Sinn macht, muß die Auswertung bei den Teilnehmern eine feste Grundlage bekommen. Wie wäre es dann, wenn die Experten mal einen etwas ausführlicheren Kurs "Datenauswertung in der Spektroskopie" machen würden. Ernst und andere haben sicher genug Daten die sie zur Verfügung stellen würden, oder? Also Thomas, Klaus ... wie wäre es. So zwischen den Jahren ist doch Zeit für sowas. Viele Grüße, Udo |
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