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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 23. Dezember 2006, 19:04:07 PM 
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Hallo Ernst,

anbei Messergebnis von heute Nacht Halpha EW = -17,7 +- 0,4 Angstroem.

Gruss
Lothar


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zetTau_Ha_20061222.png
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 Betreff des Beitrags: zet Tau Beobachtung
BeitragVerfasst: 24. Dezember 2006, 12:01:26 PM 
In einer eMail vom 23.12.2006 18:04:40 Westeuropäische Normalzeit schreibt Lothar Schanne:
Zitat:
Hallo Ernst,
anbei Messergebnis von heute Nacht Halpha EW = -17,7 +- 0,4 Angstroem.
Hallo Lothar,
vielen Dank für die Messungen an omega Ori und zeta Tau, habe beide Ergebnisse in´s Monitoring aufgenommen.


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 Betreff des Beitrags: zeta Tau
BeitragVerfasst: 31. Januar 2007, 20:48:03 PM 
Hallo Beobachter!

Zeta Tau vollzieht derzeit (in der triple-peak-Phase) eine rasante Zunahme seiner Halpha-EW (siehe Anhang).
Es wäre gut, wenn bei nächst bester Gelegenheit aus dem Kreis der potentiellen Beobachter eine unabhängige Messung angefertigt werden könnte.


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 Betreff des Beitrags: zeta Tau
BeitragVerfasst: 31. Januar 2007, 20:56:22 PM 
In meiner vorausgegangenen Mail scheint der Anhang nicht mit durchgegangen zu sein.
Deshalb das Ganze noch einmal.


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 Betreff des Beitrags: zeta Tau
BeitragVerfasst: 31. Januar 2007, 22:47:55 PM 
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Am Mittwoch, 31. Januar 2007 20:07 schrieb Ernst Pollmann:
Zitat:
In meiner vorausgegangenen Mail scheint der Anhang nicht mit durchgegangen
zu sein. Deshalb das Ganze noch einmal.

------------------------
Gruß,
Ernst
OK, Ernst, werde ich tun, sobald jemand die Wolken wegschiebt. Vielleicht geht
es Sonntag Abend. Ist ja wirklich ein rasanter Anstieg.

Gruss
Lothar


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 Betreff des Beitrags: zeta Tau
BeitragVerfasst: 10. Februar 2007, 16:23:18 PM 
An die zeta Tau-Freunde der FG!

Mein Halpha-Monitoring an zeta Tau seit 10/2000 erlaubt eine erste, wenn auch noch dürftige Schematisierung der V/R-Phasenübergänge (Anhang).
Besonders interessant erscheint danach die Frage, wann die derzeitige triple-peaked-Phase beendet sein wird und wie lange sie dann insgesamt gedauert hat.
Dieses Schema umschreibt nach meiner Ansicht die weitestgehende Zielsetzung von Amateurbeobachtungen an Be-Sternen (zumindest an diesem Stern).


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 Betreff des Beitrags: zeta Tau
BeitragVerfasst: 12. Februar 2007, 11:58:31 AM 
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Hallo Ernst,

das ist ja eine sehr interessante Geschichte! Kann man aus der Ungleichheit der Länge der verschiedenen v/r-Phasenabschnitte auf eine starke räumliche Asymmetrie der Scheibe schließen? Wird die EW immer genau während der triple-peak-Phase maximal? Ich bin sehr gespannt auf den weiteren Verlauf.

Ich habe ansonsten nochmal über die Tagung in Würzburg nachgedacht. Sofern es keine anderen Bewerber/Interessenten aus der FG gibt, könnte ich mir das folgende Vortragsthema vorstellen und Herrn Fleichmann anbieten: "Mit Spiegel und Prisma durch ein Vierteljahrhundert - ein Streifzug durch 25 Jahre amateurspektroskopische Sternbeobachtung" . Dabei könnte ich ganz verschiedene spektroskopische Beobachtungen vorstellen (Spektral-und Leuchtkraftklassifizierung, PN, WR-Sterne, Doppelsterne) und so vielleicht dem Publikum einen Eindruck vermitteln, welch eine Vielzahl an Informationen schon mit einfachen Mitteln aus einem Sternspektrum abzuleiten ist. Was hälst du davon?

Viele Grüße

Bernd


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 Betreff des Beitrags: zeta Tau
BeitragVerfasst: 12. Februar 2007, 21:04:02 PM 
In einer eMail vom 12.02.2007 11:08:13 Westeuropäische Normalzeit schreibt Bernd Hanisch:
Zitat:
Hallo Ernst,

das ist ja eine sehr interessante Geschichte! Kann man aus der Ungleichheit der Länge der verschiedenen v/r-Phasenabschnitte auf eine starke räumliche Asymmetrie der Scheibe schließen?
Hallo Bernd! Scheibengasteilchen prezedieren auf eliptischen Keplerbahnen, lokale Dichteerhöhung im Periastron, Dichteverteilung nach (mit 2<n<4), Lage der Rotationsachse und Öffnungswinkel, Temperaturgradient in der Scheibe etc, alles das zeigt, dass die Verhältnisse nicht so einfach sind, wie man manchmal glauben möchte. Klasse (moderne) Übersichten zum Komplex dieser vielen z.T. ungelösten Fragen liefern die Arbeiten von Th. Rivinius/J.Porter "Classical Be stars" und die aktuell informative Publikation im BSN "Toward mapping the detailed density structure of classical Be circumstellar disks". Letztere ist höchst interessant: völlig gegensätzliche V/R-Orientierung im Scheibeninnern in den Linienserien Paschen, Brackett, Pfund als in Halpha-Balmer im Scheibenäußeren (Temperaturgradient i.d.Scheibe). Beide Arbeiten kann ich nur wärmstens empfehlen.
Zitat:
Wird die EW immer genau während der triple-peak-Phase maximal? Ich bin sehr gespannt auf den weiteren Verlauf.
...na ja, man wird abwarten müssen, wie sich das im Weiteren darstellt. Bis jetzt konnte ich dies ja erst zweimal nach Ende der V<R-Orientierung mit anschließendem Übergang zur triple-peaked-Phase beobachten. Du hast recht...spannend ist das allemahl.


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 Betreff des Beitrags: zet tau
BeitragVerfasst: 16. Februar 2007, 12:07:38 PM 
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Hallo,

in der Anlage ein Spektrum von zet tau mit meinem lhires und 2400er gitter. Diesmal ist das nach meiner Meinung einigermaßen ok. Die EW ist groß.

An Ernst:

obwohl ich einen 3200er Chip verwende ist bei diesem Apparat der Chip nicht groß genug, um h alpha und He I (6678) gleichzeitig zu zeigen. Ich habe den Apparat auch noch längst nicht genau studiert, bin aber sehr neugierig, ob und wie das Ding funktioniert. Danach hat das Gerät eine lineardisp. von 0,85A/p. (1p=6,8µm). Es könnte sein, dass ich das Spektrum doch nicht flippen muß. Aber nun zeigt sich ja auch hier ein gewisses "Profil" der Emission. Da Du dieses ja sehr genau kennst im Gegensatz zu mir, kannst Du mir bitte sagen, ob ich das richtig gemacht habe oder nicht.

Das Spektrum wurde mit meinem MPT 200/2560 aufgenommen.......später dürfte mit dem C14 da sehr viel mehr möglich sein......aber:

bislang stelle ich fest:

das mit dem Spalt ist ganz schön schwierig und sehr aufwendig. Das geht spaltlos wie Ernst immer wieder zeigt viel, viel leichter und ist dann auch kaum schlechter.

Beste Grüße
Berthold


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 Betreff des Beitrags: zet tau
BeitragVerfasst: 16. Februar 2007, 22:05:38 PM 
In einer eMail vom 16.02.2007 11:49:54 Westeuropäische Normalzeit schreibt Berthold Stober:
Zitat:
An Ernst:

obwohl ich einen 3200er Chip verwende ist bei diesem Apparat der Chip nicht groß genug, um h alpha und He I (6678) gleichzeitig zu zeigen. Ich habe den Apparat auch noch längst nicht genau studiert, bin aber sehr neugierig, ob und wie das Ding funktioniert. Danach hat das Gerät eine lineardisp. von 0,85A/p. (1p=6,8µm). Es könnte sein, dass ich das Spektrum doch nicht flippen muß. Aber nun zeigt sich ja auch hier ein gewisses "Profil" der Emission. Da Du dieses ja sehr genau kennst im Gegensatz zu mir, kannst Du mir bitte sagen, ob ich das richtig gemacht habe oder nicht.

Das Spektrum wurde mit meinem MPT 200/2560 aufgenommen.......später dürfte mit dem C14 da sehr viel mehr möglich sein......aber:
Hallo Berthold,
dein obiges Spektrum habe ich meinem gleichen Datums gegenübergestellt (Anhang). Beim Anblick dieses Vergleichs beschleicht mich das Gefühl, dass deines sich seitenverkehrt darstellt. Kann das sein? Auch scheint die EW ein wenig zu klein.
Könntest du das einmal überprüfen!?


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 Betreff des Beitrags: zet tau
BeitragVerfasst: 16. Februar 2007, 23:50:48 PM 
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Ja, das war ja genau meine Frage: seitenverkehrt oder nicht.....

Danke für den Vergleich, hilft mir! Welches Integrationsintervall nimmst DU, kann das im Anhang nicht lesen

Berthold


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 Betreff des Beitrags: zet tau
BeitragVerfasst: 17. Februar 2007, 12:53:41 PM 
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Hallo Ernst,

ich habe das Spektrum jetzt "geflippt" und nochmal ausgewertet unter zu Grundelegung der von mir an der Neonlampe gemessenen lindispers von 0.085 Angström/pixel (1P=6,8µm). Das das S/N halt nicht das sein kann, was wir bei gleich großen Fernrohren spaltlos bekommen ist das sigma doch recht groß.....Allerdings darf ich sagen, dass der Sensor (fast!) sicher ausschließlich Licht vom Stern sah und nichts Anderes.....
Ich schicke Dir auch die *.CSV. Wenn Du Lust hast kannst Du ja mal selbst gucken......Das Auflösungsvermögen scheint groß zu sein.....so um die 11.000......für mich ein riesiger Sprung, obwohl ich das noch gar nicht nutzen kann...:-)

Berthold


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 Betreff des Beitrags: zet tau
BeitragVerfasst: 23. Februar 2007, 23:41:10 PM 
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Hallo,

heute abend konnte ich zum ersten Mal den lhires mit dem 2400er Gitter und dem C14 einsetzen. Ich habe 60sec lang 20 frames gewinnen können. Die ST4 hält den Stern ganz gut auf dem Spalt! Die EW ist deutlich niedriger als Ernst es angibt. Ich kann kaum erkennen, was ich da vielleicht falsch mache.....mache das ja nun auch nicht zum ersten Mal....;-))

(Wenn ich das Gitter noch ein wenig mehr verstelle, dann bekomme ich die He I doch noch gerade so auf den Chip.....beim nächsten Mal dann!) Leider kamen wieder Wolken!

Ich zeige es dennoch mal.

beste Grüße
Berthold


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 Betreff des Beitrags: zet tau
BeitragVerfasst: 25. Februar 2007, 17:17:22 PM 
In einer eMail vom 23.02.2007 22:42:17 Westeuropäische Normalzeit schreibt Berthold Stober:
Zitat:
Hallo,

heute abend konnte ich zum ersten Mal den lhires mit dem 2400er Gitter und dem C14 einsetzen. Ich habe 60sec lang 20 frames gewinnen können. Die ST4 hält den Stern ganz gut auf dem Spalt! Die EW ist deutlich niedriger als Ernst es angibt. Ich kann kaum erkennen, was ich da vielleicht falsch mache.....mache das ja nun auch nicht zum ersten Mal....;-))
Hallo Berthold,
zunächst einmal ist das ein erstklassiges Spektrum. Der Einsatz des 2400er Gitters führt erwartungsgemäss zu einer besseren Auflösung. Dies ist u.a. an der etwas deutlicheren Ausprägung der roten und blauen Schulter im Halpha-Peak, verglichen mit meiner Aufnahme v. 15.2. zu erkennen, wenngleich dieser Gewinn an Auflösung auf Kosten eines etwas schlechteren S/N erreicht wird. Aber auch das ist mit 130 völlig i.O.
Das EW- Maximum von ca. 24-25 Angstr. um den 15.2. herum scheint zu deinem (8 Tage späteren) Aufnahmezeitpunkt vermutlich überschritten, so dass deine EW mit 18.5 Angstr. wohl schon eher den Abstieg repräsentiert.

Beste Grüsse,
Ernst


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 Betreff des Beitrags: zet tau
BeitragVerfasst: 25. Februar 2007, 19:27:33 PM 
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Lieber Ernst,

vielen Dank für Deine Stellungnahme, weil die immer noch sehr wichtiger Orientierungspunkt für mein Tun und Lassen auf diesem Gebiet ist.

Dass das S/N von knapp 130 uns verwöhnte "Spaltlosfritzen" nicht vom Hocker haut ist klar. Es ist aber so, dass das man mit dem excelsheet - bearbeitet von Klaus Volkmann und Thomas - sehr genau "berechnen" kann, was etwa eine Belichtungszeit vom Doppeltem ergäbe, dann käme ein S/N von >200 raus, was sicher reichen dürfte. AUßerdem habe ich ja geschrieben, geht derChip so weit, dass auch die Hel Linie auch mit drauf kommt, so dass auch damit kallibriert werden kann, ferner könnten in unmittelbarem Kontext sofort Neoneichspektren mit aufgenommen werden, so dass was zur akutuellen Lindisp gesagt werden kann. Ferner habe ich vor, auch mal die O2 Linien zu messen, um was zum R sagen zu können, dass ja laut excelsheet > 14.000 sein müßte.....

Wenn diese ewigen Wolken nicht wären,wäre ich schon weiter......

herzlicher Gruß
Berthold


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 Betreff des Beitrags: Re: zet tau
BeitragVerfasst: 25. Februar 2007, 20:01:21 PM 
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Zitat:
ferner könnten in unmittelbarem Kontext sofort Neoneichspektren mit aufgenommen werden, so dass was zur akutuellen Lindisp gesagt werden kann. Ferner habe ich vor, auch mal die O2 Linien zu messen, um was zum R sagen zu können, dass ja laut excelsheet > 14.000 sein müßte.....
Lieber Berthold,

ja bitte, mess doch mal parallel die Neonlinien mit, um die Dispersion exakt zu bestimmen.

Wenn du Probleme mit der Übertragung der Neonlinienkalibration auf das Sternspektrum hast: In Günters "Erste Schritte mit MIDAS" -Punkt 4.4- steht genau drin, wie das zu machen ist. Du kannst also OPA weiter verwenden, musst nur die Kalibration anders machen.

Liebe Grüsse
Lothar


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 Betreff des Beitrags: zeta tauri
BeitragVerfasst: 03. März 2007, 23:10:02 PM 
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Hallo,

gestern abend durch eine Wolkenlücke......für 1 Stunde war der Himmer sehr durchsichtig......habe ich mit dem C14 und dem lhires mit dem 2400er Gitter dieses Spektrum gewonnen. Die Belichtung war 9 x 120 sec. Die Spaltweite war 0,03 mm.

Ich konnte nun das Gitter so stellen, dass doch noch - selbst bei dieser hohen Dispersion von 0,085 Angström/p ~ 12Angström/mm die Heliumlinie mit auf den Chip kam. So konnte ich nun auch mal an dem Spektrum direkt messen, wie groß die Lineardisperion ist. Die Messung ergab genau den gleichen Wert, den ich auch mit der Neonlampe bekomme.


.....das Schwierigste bei dem lhires in Kombination mit dem C14 ist fü mich a) den Stern auf den Spalt zu bringen und dann mit der ST4 und ihrem Minichip auf den Stern zu zielen.

Das NAchführen auf dem Spalt macht die Anlage erstaunlich fehlerarm, obwohl die Montierung eigentlich nach meiner Meinung damit überlastet sein dürfte.....



Beste Grüße

Berthold


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 Betreff des Beitrags: Zeta Tau
BeitragVerfasst: 05. März 2007, 18:01:55 PM 
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Hallo zusammen,

anbei meine gestrige H-Alpha-Messung von Zeta Tau. Liegt etwa in der Größenordnung von Bertholts Wert vom 02.03.07 (Übrigens Berthold: tolles Spektrum!!!)
Im Frühjahr werde ich die Versuche mit meinem Lichtleiterspektrografen fortsetzen. Vielleicht sehe ich ja auch mal die Aufspaltung dieser Linie ... .

Viele Grüße

Bernd

PS: Mein Votum zur Nutzung des Forums: voller Name obligatorisch, Bild freiwillig.


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 Betreff des Beitrags: Zeta Tau
BeitragVerfasst: 05. März 2007, 19:43:47 PM 
In einer eMail vom 05.03.2007 17:02:45 Westeuropäische Normalzeit schreibt Bernd Hanisch:
Zitat:
anbei meine gestrige H-Alpha-Messung von Zeta Tau. Liegt etwa in der Größenordnung von Bertholts Wert vom 02.03.07
Hallo Bernd,
kannst du kurz beschreiben wie du die Messunsicherheit (+/-) 1Angstr. ermittelst?
Deine beiden 2007-Spektren habe ich in´s Monitoring aufgenommen.


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 Betreff des Beitrags: Zeta Tau
BeitragVerfasst: 05. März 2007, 23:46:30 PM 
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Zitat:
Hallo zusammen,

anbei meine gestrige H-Alpha-Messung von Zeta Tau. Liegt etwa in der Größenordnung von Bertholts Wert vom 02.03.07 (Übrigens Berthold: tolles Spektrum!!!)
freut mich!
Zitat:
Im Frühjahr werde ich die Versuche mit meinem Lichtleiterspektrografen fortsetzen.
Oh, trotz anderer Orientierung, interessiert mich das sehr, erbitte Einzelheiten, falls möglich!!!

herzlicher Gruß
Berthold
Zitat:
Vielleicht sehe ich ja auch mal die Aufspaltung dieser Linie ... .

Viele Grüße

Bernd

PS: Mein Votum zur Nutzung des Forums: voller Name obligatorisch, Bild freiwillig.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06. März 2007, 12:26:54 PM 
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Hallo,

ja, das ist schon ziemlich kompliziert, was der Herr Stober da macht. Ein so langes Rohr wie das C14 mit einer ST4 auf den Spalt nachzuführen!
Tolle erste Ergebnisse. :shock: Was ist das denn für eine CCD-Kamera?

Meine Basteleien am Lichtleiterspektrographen ruhen momentan, hauptsächlich wegen schlechtem Wetter, aber auch weil ich den Typ des LWL wechseln will. Würde mich deshalb auch brennend interessieren, wie der Projektstatus bei Bernd Hanisch ist?

Viele Grüße,
Udo


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 Betreff des Beitrags: Zeta Tau
BeitragVerfasst: 06. März 2007, 13:06:37 PM 
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Zitat:
Hallo Bernd,
kannst du kurz beschreiben wie du die Messunsicherheit (+/-) 1Angstr. ermittelst?
Deine beiden 2007-Spektren habe ich in´s Monitoring aufgenommen.

Gruß,
Ernst
Hallo Ernst,

bei der angegebenen Messunsicherheit handelt es sich lediglich um einen Schätzwert. Ich habe festgestellt, dass man beim Legen des Kontinuums und beim Setzen der Integrationsgrenzen im normierten Spektrum unterschiedlich verfahren kann. Dashalb habe ich dies 10 mal hintereinander gemacht und geschaut, bei welcher EW ich gelandet bin. Der Schwankungsbereich lag so um +/- 1 A. Mir ist natürlich klar, dass dies nicht die exakte Methode zur Fehlerbestimmung ist, zumal dies nicht die einzigen Fehlermöglichkeiten sind.

Viele Grüße

Bernd


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 Betreff des Beitrags: zeta tauri
BeitragVerfasst: 06. März 2007, 19:07:33 PM 
In einer eMail vom 03.03.2007 22:12:48 Westeuropäische Normalzeit schreibt Berthold Stober:
Zitat:
gestern abend durch eine Wolkenlücke......für 1 Stunde war der Himmer sehr durchsichtig......habe ich mit dem C14 und dem lhires mit dem 2400er Gitter dieses Spektrum gewonnen. Die Belichtung war 9 x 120 sec. Die Spaltweite war 0,03 mm.

Ich konnte nun das Gitter so stellen, dass doch noch - selbst bei dieser hohen Dispersion von 0,085 Angström/p ~ 12Angström/mm die Heliumlinie mit auf den Chip kam.
Hallo Berthold,
auch in diesem Fall ist ein Vergleich der Spektren (bei nahezu gleicher Belichtung und gleichen Datums) zwischen unseren Spektrographen interessant (Anhang).
Dein Erstklassiges zeigt nun eindeutig die höhere Auflösung (an der blauseitigen Schulter), die nach meiner Einschätzung klar über 14000 liegt. Das verspricht künftig interessante Linienprofilergebnisse, besonders in der (derzeitigen) triple-peaked-Phase, worauf ich mich freue.


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 Betreff des Beitrags: Zeta Tau
BeitragVerfasst: 06. März 2007, 19:07:47 PM 
In einer eMail vom 06.03.2007 12:07:16 Westeuropäische Normalzeit schreibt Bernd Hanisch
Zitat:
Hallo Ernst,

bei der angegebenen Messunsicherheit handelt es sich lediglich um einen Schätzwert. Ich habe festgestellt, dass man beim Legen des Kontinuums und beim Setzen der Integrationsgrenzen im normierten Spektrum unterschiedlich verfahren kann. Dashalb habe ich dies 10 mal hintereinander gemacht und geschaut, bei welcher EW ich gelandet bin. Der Schwankungsbereich lag so um +/- 1 A. Mir ist natürlich klar, dass dies nicht die exakte Methode zur Fehlerbestimmung ist, zumal dies nicht die einzigen Fehlermöglichkeiten sind.
Hallo Bernd,
vielen Dank für die Erläuterung.
Dem entsprechend habe ich im Monitoring (siehe Anhang) deine beiden bisherigen Messungen mit einem Fehlerbalken von (+/-) 5% eingetragen.
Ich finde es äusserst erfreulich, dass durch die vielfältigen Beobachtungsbeiträge aus unseren Reihen, das Monitoring des EW-Verhaltens statistisch immer sicherer wird.
Ganz offensichtlich ist es uns diesmal in der triple-peaked-Phase gelungen, das EW-Maximum ziemlich genau erfasst zu haben.
Wenn wir in dieser Weise die nächsten Jahre durchhalten, werden wir gewiss einen achtenswerten Ergebnisfundus erarbeiten können.


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 Betreff des Beitrags: zeta tauri
BeitragVerfasst: 07. März 2007, 00:14:16 AM 
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Hallo Ernst,

vielen Dank für die Meldung! Viel über 14.000 liegt das R von diesem Apparat aber nicht, kann man aber im Excelsheet nachrechnen. 15.000 jedenfalls hat das Ding auch mal wieder nicht.

:-)

Berthold
Zitat:
Hallo Berthold,
auch in diesem Fall ist ein Vergleich der Spektren (bei nahezu gleicher Belichtung und gleichen Datums) zwischen unseren Spektrographen interessant (Anhang).
Dein Erstklassiges zeigt nun eindeutig die höhere Auflösung (an der blauseitigen Schulter), die nach meiner Einschätzung klar über 14000 liegt. Das verspricht künftig interessante Linienprofilergebnisse, besonders in der (derzeitigen) triple-peaked-Phase, worauf ich mich freue.

Gruß,
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Zeta Tau
BeitragVerfasst: 07. März 2007, 00:14:16 AM 
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Zitat:
Hallo,

ja, das ist schon ziemlich kompliziert, was der Herr Stober da macht. Ein so langes Rohr wie das C14 mit einer ST4 auf den Spalt nachzuführen!
In der Tat, nicht eben einfach und vor 2-3 Jahren von mir für unmöglich gehalten.....:-)! Mich würde interessieren, was Hugo Kalbermatten so macht??
Zitat:
Tolle erste Ergebnisse. Bild Was ist das denn für eine CCD-Kamera?
Eine Fischer mit einem KAF 3200. Diese Kameras sind nach meiner Meinung weit besser als die SBIG's. Die haben zwar den Vorteil des dualen Chipsystems, sind aber dafür auch viel schwerer und klobiger und können lange nicht so gut kühlen...abgesehen von dem prompten und persönlichem Service......
viele Grüße
Berthold


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BeitragVerfasst: 18. März 2007, 13:27:59 PM 
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Hallo Berthold und Ernst,

anbei mein erstes Spektrum von zet Tau mit dem LHIRES + C14.

Die Aufnahmen = 10 x 300 s = 50 min.
Kamera Audine, KAF 401E, 2x2 binning !!! Also 18x18mmm Pixel, 0,229 Angstr/Pix. 35 mmm Spaltbreite.

An der vergleichsweise guten Auflösung zeigt sich, dass man keine kleinen Kamerapixel braucht. Der Spalt wurde auf dem CCD mit einer FWHM von 0,8 Anhgström = 3,5 Pix (2x2 gebint) abgebildet. Das ergibt sich aus den begleitenden Aufnahmen des Neonspektrums. Beim 2x2 binning liegt also etwa das Optimum (Nyquist). Auch 3x3 binning wäre noch sinnvoll.

Ernst, die für das monitoring notwendigen Daten sind in der Grafik enthalten.

Liebe Grüsse
Lothar


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BeitragVerfasst: 18. März 2007, 14:15:26 PM 
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in der gleichen Nacht habe ich das im Anhang Befindliche erreicht!



Gruß
Berthold


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BeitragVerfasst: 18. März 2007, 14:55:26 PM 
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Vorsicht mit dem JD in meinen Spektren. Die stimmen heute alle nicht (muss das dem PC mal sagen).

Liebe Grüsse
Lothar


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 Betreff des Beitrags: Re: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 14:59:56 PM 
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Zitat:
in der gleichen Nacht habe ich das im Anhang Befindliche erreicht!
Gruß
Berthold
Hallo Berthold,

Die Übereinstimmung ist recht gut ! Meine Auflösung ist einen Tick besser. Aber daran müssen wir beide noch was verbessern (wir haben ja gestern darüber geredet, wie wir vorgehen müssen).

Schönen Sonntag
Lothar


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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 16:05:46 PM 
In einer eMail vom 18.03.2007 12:28:20 Westeuropäische Normalzeit schreibt Lothar Schanne:
Zitat:
Hallo Berthold und Ernst,
anbei mein erstes Spektrum von zet Tau mit dem LHIRES + C14.
Hallo Lothar und Berthold!
Im Anhang findet ihr eine vergleichende Gegenüberstellung von Spektren des Sterns aufgenommen mit unserem unterschiedlichen Equipment.
Ich stelle fest: jetzt bin ich von euch beiden überholt worden :-(
Dennoch freue ich mich über die hohe Spektrenqualität, sie dokumentiert, mit welch hoher Ergebnisgüte wir künftig der professionellen Astronomie unter die Arme greifen (können).
Das Halpha-Monitoring im Anhang vermittelt einen Eindruck zur gegenwärtigen Ergebnissituation.


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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 18:13:44 PM 
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Zitat:
Hallo Lothar und Berthold!
Im Anhang findet ihr eine vergleichende Gegenüberstellung von Spektren des Sterns aufgenommen mit unserem unterschiedlichen Equipment.
Ich stelle fest: jetzt bin ich von euch beiden überholt worden :-(
Hallo Ernst,

überholt?? Darum geht es nach meiner Meinung hier nicht....Immerhin hast Du Deinen Apparat selber gebaut, wir haben mal kurzerhand einen gekauft. In meinen Augen ein bemerkenswerter Unterschied....Letzteres kann jeder! Unter den Selbstbauern hast Du eindeutig den leistungsfähigsten Spektrographen entwickelt.

Ferner bringt uns bei der EW bestimmung doch das vergleichsweise hohe Auflösungsvermögen eigentlich wenig bis nahezu nichts oder sehe ich das falsch? Anders sieht das aus, wenn man sich anderen spektrographischen Fragestellungen zu wendet.....

An Lothar:

habe eben rumprobiert: natürlich hast DU Recht. ich verliere nichts an Auflösungsvermögen wenn ich 2x2 binne, bekomme allerdings einen geradezu mir dramatisch vorkommenden Empfindlichkeitszuwachs.....


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BeitragVerfasst: 18. März 2007, 18:42:43 PM 
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Hallo Berthold,

habe ja vorhin in einem Beitrag erwähnt, dass ich den Eindruck habe, dass mein Spektrograph noch nicht das volle Auflösungsvermögen am Stern offenbart. Wir haben uns gestern auch darüber unterhalten.

Nun habe ich vorhin die Sauerstofflinien bei 6900 A im diffusen Tageslicht gemessen. Das war deutlich zu sehen, dass die Dubletts nur ungenügend aufgespalten sind.

Daraufhin habe ich den Spektrographen versucht, schärfer zu stellen. Das Ergebnis war dann besser. Der Spalt wird jetzt in den Neonlinien am Fuß ca. 6 Pixel breit abgebildet = 1,4A = 0,108 mm (bei 0,048 mm Spaltbreite). Die FWH entspricht etwa der Spaltbreite. Besser geht's kaum.

Die Ergebnisse kannst du in der Anlage sehen. In dem .png ist das blaue Spektrum dasjenige vor meiner erneuten Kollimation, die rote danach. Die Verbesserung ist deutlich.

Ganz die Qualität wie in meinem Beitrag vom 4. Okt. 2007 im Forum unter "Techik/LhiresIII Auflösungsvermögen" ist nicht erreicht, kann es aber auch nicht, weil ich damals nur 0,033 mm Spaltweite eingestellt hatte und jetzt 0,048 mm (wegen der Lichtausbeute für schwache Sterne).

Jetzt kann die nächste Beobachtungsnacht kommen.

Liebe Grüsse
Lothar


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 Betreff des Beitrags: Re: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 19:08:30 PM 
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Zitat:
Hallo Lothar und Berthold!
Im Anhang findet ihr eine vergleichende Gegenüberstellung von Spektren des Sterns aufgenommen mit unserem unterschiedlichen Equipment.
Ich stelle fest: jetzt bin ich von euch beiden überholt worden
Hallo Ernst,

danke für die Zusammenstellung. Es ist schon toll, wie gut die Spektren sich decken. Das belegt ja eindeutig, dass wir "richtig" messen und dass man unseren Ergebnissen vertrauen kann.
Das "überholen" ist immer nur ein zeitlich begrenztes Phänomen, der nächste Boxenstop kommt für jeden. Auf jeden Fall haben wir jetzt alle dreie ein Auflösungsvermögen realisiert, mit dem auch Linienprofile und nicht nur EW's verfolgt werden können. Das erweitert die Monitoringmöglichkeiten. Berthold und ich können auch noch die Wellenlänge schnell und reproduzierbar verstellen, also auch andere Linien wie Halpha vermessen.
Wichtiger als Überholvorgänge ist m.E., dass wir jetzt unsere Gerätschaften nutzen und was vernünftiges damit anfangen - und nicht nur laufend die Anlagen technisch verbessern. Das ist auch wichtig, aber im Vordergrund müssen doch die Messungen stehen - meine ich.

Nach dem ich heute die Scharfeinstellung des Spektrographen (Auflösungsvermögen) verbessert habe, bleibt noch eine andere "Baustelle". Ich muss die Lichtausbeute noch erhöhen, in dem ich besser auf den Spalt fokussiere und auch noch exakter nachführe. Bei den Aufnahmen verfolge ich kontinuierlich ein rechteckiges Profil quer zum Spalt, so dass ich die Intensität des Sternscheibchens in den Pixeln sehen und erkennen kann, wieviel davon im Spalt verschwindet. Bisher ist das höchstens 1/3 des Lichts, was ich effektiv zur Spektrenmessung nutze. Das Verhältnis sollte sich umkehren lassen. Diese Mängel zeigen sich z.B. im Vergleich der BU Tau Spektren von Berthold und mir. Berthold hat bei gleicher Belichtungszeit und praktisch gleichem Equipment ein relevant besseres S/N. Ich denke nicht, dass das nur durch die bessere Kamera von Berthold verursacht wird.

Aber das ist auch alles eine Frage des Zeitaufwandes, des Spieltriebs und der Erfahrung.

Liebe Grüsse
Lothar


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 Betreff des Beitrags: Re: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 19:11:51 PM 
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Zitat:
An Lothar:
habe eben rumprobiert: natürlich hast DU Recht. ich verliere nichts an Auflösungsvermögen wenn ich 2x2 binne, bekomme allerdings einen geradezu mir dramatisch vorkommenden Empfindlichkeitszuwachs.....
Hi Berthold,

Freut mich !
Mach mal noch den Test auf das Auflösungsvermögen mit den terrestrischen Sauerstofflinien bei 6900 A. Da brauchst du keinen klaren Himmel dafür, nur Tageslicht.

Lothar


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BeitragVerfasst: 18. März 2007, 19:18:26 PM 
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Berthold,

welche lin. Dispersion findest du denn?

Ich habe auf ca. 0,1% wiederholbar genau 0,2290 Ang./Pix bei 0,018 mm Pixel gefunden, das entspricht 12,72 Ang./mm.

Lothar


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BeitragVerfasst: 18. März 2007, 19:57:19 PM 
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Da bin ich doch noch ein ganzes Stück weit weg davon, weiß aber nicht, was ich wo machen soll. Ich habe das Gitter rausgenommen und die Spaltschärfe kontrolliert......der ist scharf abgebildet und auch ein Hin und Herschieben der Kamera bringt keine Vorteile. Wäre schön, wenn ich das bis zur Nächsten Schönwetterperiode besser hätte. Kannst Du mir bitte helfen?


Berthold


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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 19:57:21 PM 
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Zitat:
Diese Mängel zeigen sich z.B. im Vergleich der BU Tau Spektren von Berthold und mir. Berthold hat bei gleicher Belichtungszeit und praktisch gleichem Equipment ein relevant besseres S/N. Ich denke nicht, dass das nur durch die bessere Kamera von Berthold verursacht wird.
Das glaube ich auch nicht....:-))
Berthold


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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 19:57:21 PM 
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Zitat:
Hi Berthold,

Freut mich !
Mach mal noch den Test auf das Auflösungsvermögen mit den terrestrischen Sauerstofflinien bei 6900 A. Da brauchst du keinen klaren Himmel dafür, nur Tageslicht.

Lothar
Bei welcher Schraubenstellung kommen denn bei Dir die H alphalinie und dann die O2 linien.....ich habe - wie gesagt - gewisse Schwierigkeiten

Berthold


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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 19:57:21 PM 
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Zitat:
Berthold,

welche lin. Dispersion findest du denn?

Ich habe auf ca. 0,1% wiederholbar genau 0,2290 Ang./Pix bei 0,018 mm Pixel gefunden, das entspricht 12,72 Ang./mm.
Auch den Wert um 12 Angström/mm, was zur Zeit 0,085 Angström/ pixel entspricht


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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 18. März 2007, 20:09:50 PM 
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Am Sonntag, 18. März 2007 18:00 schrieb Berthold Stober:
Zitat:
Bei welcher Schraubenstellung kommen denn bei Dir die H alphalinie und dann
die O2 linien.....ich habe - wie gesagt - gewisse Schwierigkeiten

Berthold
Bei mir kommt Ha bei 19,93 mm Mikrometerschraubenstellung. Dann kommt die
O2-Bande bei 21,13 mm.

Lothar


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 Betreff des Beitrags: Spektrum von zet Tau am 26.03.2007
BeitragVerfasst: 01. April 2007, 13:33:23 PM 
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Hallo,

das letzte von mir gemessene Spektrum.
Orange die zur Identifizierung mit visspec eingeblendeten Wasserlinien.

Grüsse
Lothar


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 Betreff des Beitrags: zet Tau
BeitragVerfasst: 01. April 2007, 17:17:49 PM 
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Sehr seltsam, ich werde heute abend versuchen, die Heliumlinie von zeta tauri mit abzubilden, dann wird man ja sehen......

Berthold


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