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Besseres Aufsuchen von Objekten: Einsatz eines flip-mirrors
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Autor:  Lothar Schanne [ 28. August 2007, 12:11:32 PM ]
Betreff des Beitrags:  Besseres Aufsuchen von Objekten: Einsatz eines flip-mirrors

Hallo,

nach den anfänglichen Schwierigkeiten, schwache Objekte wie WR 140 (6,8 mag) zu finden und auf den Spalt zu bekommen habe ich meine Ausrüstung mit einem flipmirror komplettiert. Dies hat sich bereits bei Berthold bewährt.

Mit dem Sucher wird grob das Objekt im Bildfeld zentriert, dann mit dem seitlichen Okular am flipmirror exakter positioniert und der Spiegel umgeklappt. Das Objekt ist jetzt auf den Spaltbacken und kann auf den Spalt gesetzt werden.

Nach einer entsprechenden Justierung der optischen Achsen funktioniert diese Vorrichtung recht gut. WR 140 habe ich - bei Vollmond und schwacher Cirrostratus-Bewölkung - gestern Abend innerhalb 3 Minuten gefunden und auf dem Spalt tracken können.

Beste Grüsse
Lothar

Dateianhänge:
PICT0013.JPG
PICT0013.JPG [ 810.48 KiB | 2286 mal betrachtet ]
PICT0009.JPG
PICT0009.JPG [ 609.8 KiB | 2286 mal betrachtet ]

Autor:  Ernst Pollmann [ 28. August 2007, 19:22:03 PM ]
Betreff des Beitrags:  Besseres Aufsuchen von Objekten Einsatz eines flip-mirrors

Zitat:
Das Objekt ist jetzt auf den Spaltbacken und kann auf den Spalt gesetzt werden.
Hallo Lothar,
bei den nächtlichen OHP-Sessions konnte ich den LIHRES-Akteuren bei der Arbeit über die Schulter schauen:
Ich war ziemlich entsetzt über den "Nachführklecks" als guiding star der reflektierenden Spaltbacken.

Autor:  Lothar Schanne [ 29. August 2007, 10:12:41 AM ]
Betreff des Beitrags:  Re: Besseres Aufsuchen von Objekten Einsatz eines flip-mirro

Zitat:
Ich war ziemlich entsetzt über den "Nachführklecks" als guiding star der reflektierenden Spaltbacken.
Hallo Ernst,

bei Verwendung großer Brennweiten ist der Stern auf den Spaltbacken ja tatsächlich recht groß, beim C14 ca. 60 bis 100um, je nach seeing (rund 4 m Brennweite). Das ist dann wirklich ein beträchtlicher "Klecks", der durch das Beobachtungsmikroskop dazu noch sehr stark vergrößert betrachtet wird. Das bist du von deinen schnellen Teleskopen her nicht gewohnt.

Lieber Gruß
Lothar

Autor:  Thomas Eversberg [ 06. September 2007, 14:18:33 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo ihr beiden!

Über den "Klecks" braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Wie ich in Sonneberg gezeigt habe, handelt es sich dabei um eine Moffatfunktion und der Spalt wird auf die Halbwertsbreite geöffnet. Die Flügel gehen zwar für das Tracking "verloren", doch Ernst macht ohne Spalt quantitativ das Gleiche. Sein Auflösungsvermögen ist die Halbwertsbreite des Airy-Scheibchens und das andere Licht geht für die Auflösung ebenfalls verloren. Die Physik lässt sich leider nicht ändern.

Also kein Grund zur Panik!

Gruss, Thomas

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