Hallo Frank,
Frank Hase wrote:
Zitat:
Hallo Otmar,
falls all diese Linien nichts weiter als vom Rauschen angestossene
numerische Artefakte sind: warum zeigen sie fast
ausnahmslos nach unten?
Das ist eine gute Frage, die ich auch nicht beantworten kann. Das kann
man aber sowieso erst beantworten, wenn Ernst etwas genauer erläutert,
was er genau gemacht hat. Auffällig ist aber, dass die scharfen Spitzen
nach unten (siehe Plot von Dieter), fast ausnahmslos von etwas breiteren
und weniger starken Spitzen nach oben begleitet werden. Das sieht schon
sehr nach Artefakten aus. Außerdem gibt es für die zahlreichen Spitzen
einfach keine andere plausible Erklärung - und ich habe schon viele
Spektren in dem Spektralbereich gesehen.
Zitat:
Vielleicht hat Ernst ein wenig zu stark auf die
Tube gedrueckt, aber wenn man sein SR-Spektrum
wieder etwas glaettet sieht das doch deutlich besser aus als das
Ergebnis der Pixel-zu-Pixel Summation, oder? Es gibt
in diesem Spektrum auch Abschnitte, in denen ich meine, ein glattes
Kontinuum zu sehen, ohne das das Rauschniveau
unguenstiger geworden waere ...
Das mag sein. Obwohl ich das, ehrlich gesagt, auf Anhieb nicht so sehe.
Zitat:
Eine Entfaltung steckt bei der SR sicher mit drin, sonst koennten Linien
ja nicht schmaler werden.
Das kommt darauf an, was man miteinander vergleicht. Ich denke, wenn man
Spektren, die "undersampled" sind, zunächst "rebinned", dann führt das
"shift and add" zu etwas schärferen Linien als ohne rebinnen - auch ohne
Entfaltung. Das war ja eigentlich, was Ernst ursprünglich beschrieben hat.
Zitat:
Ich denke aber, wir
sollten die normalen Entfaltungsalgorithmen, die nichts weiter tun, als
die Beitraege hoher Ortsfrequenzen aufzublasen
und das Rauschen zu vermehren, unterscheiden von der hier vorgenommenen
Inversion, die Information ausnutzt, die
in der Gesamsequenz aller Spektren wirklich vorhanden ist, aber bei der
normalen Koaddition verloren geht.
Das Problem ist natürlich, die Information vom Rauschen zu
unterscheiden. Das Beispiel von Ernst hat, wie ich finde, sehr schön
gezeigt, dass das leicht fehlschlagen kann. Ich streite natürlich nicht
ab, dass das grundsätzlich (innerhalb enger Grenzen und falls die
Voraussetzungen erfüllt sind (siehe Rivis Beitrag)!) möglich ist.
Zitat:
Viele Gruesse
Frank
Herzliche Grüße,
Otmar