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Frage zum Kalibrierlicht (Einkopplung/Öffnungsverhältnis)
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Autor:  Thomas Bergmann [ 15. April 2008, 14:40:01 PM ]
Betreff des Beitrags:  Frage zum Kalibrierlicht (Einkopplung/Öffnungsverhältnis)

Hallo
Ich hätte mal eine Frage zum Kallibrierlicht.
Da ich jetzt meinen 2en Spek plane würde ich gerne einen "Anschluss" für Kallibrierlicht an den Spektograph anbringen. Erstmal nur eine Neonlampe später dann über Lwl. Dazu stellt sich mir die Frage : Wie bekomme ich das Licht der Neonlampe auf Öffnungsverhältnis 1:10 und wie das des Lwl?
Dazu hatte ich(in Zusammenarbeit mit Lothar) schon eine Idee aber so richtig ausgereift ist die nicht..geht viel Licht verloren(Neonlampe).
Zum Lwl hätte ich noch einige Fragen :
Kennt jemand eine gute Quelle für die Teile und vor allem welche die man am besten benutzen können?(die die ich finde haben angegebene Wellenlängenbereiche von nur 200nm also zb von 400-600nm).
Wie wird das mit der Einkopplung gemacht? Sollte man da auf beiden Seiten ein Linsensysthem haben? Wenn auf der Auskopplungsseite eins wäre würde das ja schon für ein bestimmtes Öffnungsverhältnis sorgen...dann musste man das wahrscheinlich noch über ne Barlow anpassen?
Auch für Bezugsquellen dafür und für linsen die sich dafür eigenen wäre ich dankbar.
Grüße
Thomas

Autor:  Roland Bücke [ 15. April 2008, 17:07:37 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Thomas,
Zitat:
Wie bekomme ich das Licht der Neonlampe auf Öffnungsverhältnis 1:10 und wie das des Lwl?
Ich kopple das Neonlicht direkt ohne irgendeine Optik in eine 200µm Faser ein, indem ich sie ca 20 mm (konstruktionsbedingt) vor der Faser platziere. So eine Neon-Glimmlampe ist so hell, dass eher zuviel Licht durch die Faser geht als zu wenig. Ausgangsseitig bildet bei mir das Faserende direkt den Eingangsspalt des Spektrographen. Mit dem Motto, so einfach wie möglich, bin ich bisher immer gut gefahren.
Jede beliebige Quarzfaser überträgt den kompletten visuellen Bereich bis ins UV hinein.
Anbieter evtl. auf unserer Webseite unter Links (LOT, Laser Components etc).

Gruß
Roland

Autor:  Berthold Stober [ 15. April 2008, 18:28:23 PM ]
Betreff des Beitrags:  Frage zum Kallibrierlicht(Einkopplung/Öffnungsverhältnis)

Zitat:
So eine Neon-Glimmlampe ist so hell, dass eher zuviel Licht durch die Faser
geht als zu wenig.
Aber wie bekomme ich genug Licht aus einer Hohlkathodenlampe in so eine Faser?

Berthold

Autor:  Thomas Bergmann [ 15. April 2008, 19:43:14 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Ok danke für die Antwort Roland.
Gut is schonmal das man anscheinend die Angaben 400-600nm nicht so eng sehen darf wenn ich das richtig verstanden habe.
Meine Frage bezieht sich auch darauf ob es nicht sinvoll ist das Kallibrierlicht dem Öffnungsverhältnis des Teleskopes anzupassen?
Danach wäre die selbe Frage wie die von Berthold gekommen :wink:

Grüße
Thomas

Autor:  Roland Bücke [ 15. April 2008, 20:27:10 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Berthold und Thomas,

zu Hohlkathodenlampe kann ich leider gar nichts sagen, da ich noch nie eine in der Hand hatte und mich auch literaturmäßig nicht damit beschäftigt habe.

Sicher ist es optimal, wenn das Kalibrierlicht auf die gleiche Weise, also gleiches Öffnungsverhältnis wie das Sternlicht vom Teleskop, eingekoppelt wird. Wenn man aber rein praktisch nicht ganz optimale Varianten testet, kann man Gott sei Dank oftmals feststellen, dass die Auswirkungen nicht so dramatisch sind bzw. dass die eigentlichen Probleme plötzlich aus einer ganz unerwarteten Ecke auftauchen und dann ist es eher ärgerlich, wenn man mit viel Aufwand ein Optimum anstrebte, dass dann gar nicht zur Geltung kommt.
Bei mir ist es so, dass ich das Sternlicht und das Licht zum Kalibrieren über den gleichen Lichtleiter einkoppele, aber eben nicht unter dem gleichen Öffnungsverhältnis. Natürlich wird in diesem Fall der Lichtkegel von der NA der Faser begrenzt, aber optimale Verhältnisse herrschen auch bei mir auf keinem Fall und dennoch zeigen die Ergebnisse, dass die Kalibrierung genau genug ist bzw. andere Fehlerquellen wesentlich größer sind.

freundliche Grüße
Roland

Autor:  Tobias Feger [ 18. April 2008, 21:01:34 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Berthold,

bei meinen letzten Tests mit einer 200µm Glasfaser und einer Cs-Hohlkathodenlampe habe ich festgestellt, daß selbst wenn man die Lampe weit unter 190V (kurz vor dem Funkenabriss sozusagen) betreibt immer noch genügend Licht durch die Faser kommt.

Wie sich die Einkoppelei allerdings bei Kerndurchmessern jenseits der 50µm verhält werde ich dann noch herausfinden :wink:

Viele Grüße
Tobias

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