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BeitragVerfasst: 17. September 2008, 21:20:13 PM 
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Hi Andreas,

mal ganz doof gefragt, ist das Beugungsgitter plan oder ist es nach innen gewölbt. Habe letztens auch ein Beugungsgitter aus einem Laborgerät entfert, ebenfalls rund, aber konkav nach innen gewölbt.
Solche Konkavgitter ersetzen ja sozusagen den Kollimator oder die Kamera!???

Gruß Tobias

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 Betreff des Beitrags: Eine Frage:
BeitragVerfasst: 18. September 2008, 07:30:45 AM 
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Hallo!

Mir sieht es so aus, als ob die geteilte Fläche deines Gitters quadratisch ist, das Substrat aber kreisförmig mit Alu beschichtet. Zur Vermeidung von Streulicht könntest du die nicht geteilte Fläche abdecken, wobei ich allerdings dies noch nicht für die Ursache halte.
Die Kollimatorlinse muss das Licht des Spaltes parallel machen, also ungefähr im Abstand der Brennweite vom Spalt stehen. Du kannst das mittels Autokollimation von der 0. Ordnung deines Gitters einstellen. Das Kameraobjektiv muss auf ungefähr unendlich fokussiert sein, hast du vielleicht den Autofokus benutzt und versucht, auf das Gitter zu fokussieren? Mir scheint es, du hast einen stark divergenten oder konvergenten Strahlengang.
Übrigens, deine mechanische Ausführung des Spektrografen sieht sehr gut aus.

Viele Grüße

Fabian


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. September 2008, 08:42:05 AM 
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Hallo Andreas,

was ist das für eine Optik, die du als Kollimator benutzt ?

Gruß
Roland


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 Betreff des Beitrags: Bau eines klassischen Spektrogaphen
BeitragVerfasst: 18. September 2008, 10:24:27 AM 
"Andipat" schrieb:

Zuerst einmal ein freundliches Hallo an alle.
Ich bin momentan im Abiturjahr und habe mir als Ziel meiner Abiturarbeit den Bau eines Spektrometers gesetzt. Nach längerer Einarbeitung ins Thema kam ich zum Schluss, dass für meinen Zweck sich einen klassischen Spalt-Spekograph am besten eignen würde.

...hallo Andreas,
es freut uns gewiss alle, dass aus dem Pseudonym "Andipat" nunmehr ein leibhaftiger Sternfreund mit spektroskopischen Ambitionen wurde.
So möchte ich dich ganz offiziell hier im Kreise unserer VdS-Fachgruppe-Spektroskopie herzlich willkommen heißen und hoffen, dass dir in deinen Fragestellungen kompetent weitergeholfen wird.
Ich gehe davon aus, dass der erste Gedankenaustausch mit Tobias ein weiterführender sein wird und letztlich zur Klärung deiner aktuellen Fragen führt.
Davon unabhängig möchte ich dich auf unseren Einsteigerkurs in der Starkenburg-STW in Heppenheim (8.11.) aufmerksam machen.
Vielleich hast du ja Interesse, daran teilzunehmen.

Beste Grüße,
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Bau eines klassischen Spektrogaphen
BeitragVerfasst: 18. September 2008, 10:37:13 AM 
"Fabian_Voigt" <> schrieb:

Hallo!
Mir sieht es so aus, als ob die geteilte Fläche deines Gitters quadratisch ist, das Substrat aber kreisförmig mit Alu beschichtet.


...hallo Fabian,
ich darf auch dich nach deinem ersten Beitrag hier im Forum ganz herzlich begrüßen (angemeldet bist du ja schon eine ganze Weile).
Schön ist v.a., dass du damit direkt in die konkrete Fragestellung von Andreas einsteigst...

Beste Grüße,
Ernst


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BeitragVerfasst: 19. September 2008, 08:39:54 AM 
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Hallo Andreas,
Zitat:
Als Kollimator habe ich bisher eine einfache konvexe Linse mit f=50mm verwendet. Ich habe mir auch schon überlegt, das vielleicht ein altos Fotoobjektiv besser sein könnte, da es eventuelle Optische "Fehler" leicht korrigieren würde.
Dies würde ich dir unbedingt als nächsten Schritt anraten. Eine einfache Konvexlinse mit einer so kurzen Brennweite hat natürlich alle erdenklichen Abbildungsfehler, die sich auf das Gesamtsystem bis hin zu deinem Spektrum auswirken. Ein Fotoobjektiv ist eine sehr gute Alternative.

Viele Grüße
Roland


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BeitragVerfasst: 19. September 2008, 11:23:24 AM 
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Hallo Andreas,

normalerweise sollte das Oeffnungsverhaeltnis F/D von dein Kollimator abgestimmt sein auf das von deinem Teleskop (z.B. F/10 fuer ein SC).
Wenn Du einfach eine Lichtquelle nah an dem Spalt haeltst, hast Du einen sehr grosse
Oeffnungswinkel, der den einfache Kollimator nicht mehr richtig parallel machen kann.

Ich denke weiter das folgendes passiert:
Du hast nun keine focussierte Punktquelle vor den Spalt, wie beim Stern, sondern eine flaechige Quelle. Damit kommt
ohne Kollimator schon ein relativ parallelle Lichtbuendel in der Spalthoehe (nicht breite) durch.
Diese wird vom Kamera besser fokussiert. Mit Kolli kriegst Du eine Abbildung des Spalts
auf dem Detektor; die Hoehe (in mm) is h_spalt[mm] * F_kolli / F_kamera

Diese Abbildung des Spaltes ist gewuenscht; die angeblich besser fokussierte (in Spalthoehe) Spektralfaden nicht.

Gruesse, Sander

Nachtrag: ist natuerlich genau andersrum, Hoehe (in mm) is h_spalt[mm] / F_kolli * F_kamera


Zuletzt geändert von Sander Slijkhuis am 19. September 2008, 14:24:36 PM, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19. September 2008, 11:44:57 AM 
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Hallo Andreas und Sander,

ich gebe Sander insofern recht, dass die Spektrographenoptik richtig an das Teleskop angepasst sein muss, um optimale Bedingungen zu erhalten.
Mit dem Beispiel eines Öffnungsverhältnisses F/10 des Teleskops würde mit dem 50mm Kollimator der Durchmesser des kollimierten Strahls nur etwa 5mm betragen. Man würde also die Fläche des Gitters nur zu einem kleinen Teil nutzen.
Andreas, mach uns doch ein paar Angaben zu dem Teleskop, dass du benutzen willst und auch zu der Kamera (Pixelgröße, Pixelzahl). Dann können wir versuchen, die optimalen Systemdaten zu finden.

Viele Grüße
Roland


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BeitragVerfasst: 21. September 2008, 14:54:27 PM 
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Guckst Du hier:

http://www.sfu.ca/~dmunro/DSLRnotes.html

und dann ...

"What sensor does the D50 use, and where can I get the specifications?"

und daaaannn ...


http://ceres.informatik.fh-kl.de/pbw/le ... x413np.pdf


Gruß Tobuas

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BeitragVerfasst: 27. September 2008, 21:12:50 PM 
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Zitat:
Hallo zusammen,

Danke für die guten Ratschläge. Ich werde sie sobald wie möglich umsetzen.
Noch ein Ratschlag ;-)

Hallo Andreas,

du könntest auch mal das Gitter so drehen, dass die nullte Ordnung in die Kamera fällt. Dann musst Du einen schönen geraden Strich, das Bild des Spalts ohne Dispersion, auf dem Chip haben.

günter

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Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)


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BeitragVerfasst: 29. September 2008, 19:47:00 PM 
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Hallo,
Zitat:

BeitragVerfasst am: 29. September 2008, 16:37:01 Titel:
Zitat:

Noch ein Ratschlag Wink

Hallo Andreas,

du könntest auch mal das Gitter so drehen, dass die nullte Ordnung in die Kamera fällt. Dann musst Du einen schönen geraden Strich, das Bild des Spalts ohne Dispersion, auf dem Chip haben.

günter


Hallo Günter, Ich habe mich heute nochmals lange mit der Freinausrichtung der Optik befasst und deinen Tipp miteinbezogen. Aufs Erste sieht nun eigentlich alles Tipp Topp aus, dazu zwei Aufnahmen:

Doch eine Frage stellt sich mir weiterhin, die ich gerne an euch weiter stellen möchte: 1. findet ihr dass das Na-Spektrum "scharf ist" und 2. Sollte Na nicht nur zwei Peaks um 590nm haben?
So wie es scheint bildest Du die Lampe ab und nicht den Spalt kann das sein? Das bedeutet, der Brennpunkt des Kollimators liegt auf der Glühwendel! Außerdem wirkt Dein Spalt extrem breit. Wie groß ist denn die aktuelle Spaltbreite?

Gruß Tobias

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BeitragVerfasst: 29. September 2008, 20:17:09 PM 
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Wohnort: Bitsch /Schweiz
Hallo zusammen

Ich habe einmal das JPEG in ein Spektrum gewandelt. Kann jemand mir ein paar Interpretationen liefern?

Mit freundlichem Gruss

Hugo


Dateianhänge:
Natrium_Lampe.jpg
Natrium_Lampe.jpg [ 60.34 KiB | 7537 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 01. Oktober 2008, 10:08:04 AM 
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Hallo Andreas,

es muss nicht unbedingt der Kollimator sein der falsch fokussiert ist.
Wenn deine Kamera nicht auf "unendlich" steht, liegt der Fokus
des Kollimator-Kamera System auch dann nicht auf der Spalt, wenn die
Kolli an sich richtig eingestellt ist.

Also Kamera auf undendlich, und dann mir breite Spalte und diffuses Licht
(z.B. Tageslicht) eine scharfe Spalt-kante abbliden (in 0er Ordnung).

Gruesse, sander


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BeitragVerfasst: 01. Oktober 2008, 13:04:27 PM 
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Beiträge: 246
Hallo Andreas,

wie Roland schon sagte: bei einem F/10 input wurdest Du nur einen spot von 5mm durchmesser auf dem Gitter haben (bei einer Punktquelle).

Du koenntest also eine Maske mit zentralem Loch (> 5mm) vor dem Kolli setzen und schauen ob das "Streulicht" verschwindet.
Oder zwischen Lampe und Spalt einen 2en Spalt einbauen, die zusammen mit dem Spektrographenspalt eine F/10 Inputbuendel liefert.

Ich meine dass der Abstand zwischen Kolli und Gitter irrelevant ist, solange das Gitter deutlich grosser ist als der kollimierte Lichtbuendel.
Nur wenn beide aehnlich gross sind, funktioniert das Gitter als Blende und sollte es in den Austrittpupile vom Kolli stehen.
Die Abstand zwischen Gitter und Kamera ist gleichfalls unkritisch, nur wird Vigniettierung minimal bei minimalem Distanz.

Gruesse, Sander


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 Betreff des Beitrags: Eine weitere Frage:
BeitragVerfasst: 01. Oktober 2008, 14:36:05 PM 
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Hallo!

Wenn der weiße Strich auf dem letzten Bild der Spalt ist, wieso ist er waagerecht? Der Spalt muss senkrecht zur Dispersionsrichtung orientiert sein. Demgemäß: stimmt deine Orientierung von Gitter und Spalt zueinander und damit die Richtung der Dispersion?

Viele Grüße

Fabian


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