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 Betreff des Beitrags: FWHM
BeitragVerfasst: 16. Januar 2010, 11:17:52 AM 
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Registriert: 04. November 2008, 21:48:07 PM
Beiträge: 639
Wohnort: Schulberg
Hallo Lothar,

auf Deine Frage FWHM einer Neonlinie. Der gemittelte Wert aus 5 Messungen ergibt 1,836
Dazu ist zu vermerken das der Spalt nicht exakt parallel ist, deshalb der Abfall von rechts nach links
Linie rechts 1,92
Linie links 1,747
Spaltweite 50my

Gruß
Siegfried


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16. Januar 2010, 12:37:53 PM 
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Meister
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Registriert: 01. August 2006, 16:08:56 PM
Beiträge: 3866
Wohnort: 68163 Mannheim
Hallo Siegfried,

prima, jetzt ist klar, wie hoch deine Auflösung ist: R = 6550 A / 1.8 A = 3600.

Der Anstieg der FWHM nach höheren Wellenlängen hat nichts mit der Parallelität des Spaltes zu tun (das kannst du herausbekommen, wenn du die Neonspaltabbildungen an verschiedenen Y-Stellen = verschiedenen Spaltbreiten extrahierst) sondern das ist die Auswirkung des im Roten schnell ansteigenden Farbfehlers des Achromaten (Objektiv = Kollimator).
http://de.wikipedia.org/wiki/Abbildungs ... 4ngsfehler
Daten zu den Achromaten (auch den Farblängsfehler) findest du in den Spezifikationsblättern der Optikausrüster, hier ein Beispiel: http://www.thorlabs.de/Thorcat/7200/7265-s01.pdf

Wenn du durch Fokussieren des Objektivs die FWHM der Spaltabbildungen im Neonlicht beispielsweise bei der Ne 5699 minimierst, werden die FWHM der Neonlinien links und rechts davon größer (die Linien etwas unschärfer) - eben wegen des Farblängsfehlers. In deinem Fall ist das Objektiv maximal scharf gestellt auf einen Wellenlängenbereich, der links vom aufgenommenen Wellenlängenfenster liegt .

Deshalb sollte man das Objektiv anhand des Neonspektrums neu fokussieren, wenn man Messungen in anderen Wellenlängenbereichen macht. Wenn ich also beispielsweise das Na-Dublett aufnehmen will (bei 5890 A) stelle ich die auf ungefähr dort liegende Neonlinie scharf ein und messe dann erst am Stern. Nur so kannst du die optimale Auflösung aus deinem Spektrographen herausholen.

Kannst ja damit etwas spielen. So lernst du die Eigenschaften deines Spektrographen am besten kennen und man braucht keinen klaren Himmel dafür (Schlechtwetterprogramm).

Es gibt noch ein alternativ möglicher Grund für den Trend der FWHM: der CCD chip ist etwas verkippt. Aber das kann man erst entscheiden, wenn du das Experiment gemacht hast, auf eine Neonlinie am rechten Rand deines Wellenlängenfensters scharf zu stellen (also ihre FWHM durch Fokussierung des Objektivs zu minimieren). Wenn dann die linken Linien immer noch unschärfer sind, ist die CCD tatsächlich verkippt.

Du siehst, man muss systematisch die Gründe für Messungenauigkeiten suchen und dann versuchen sie zu eliminieren.

Herzlicher Gruß
Lo

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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