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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 16:32:15 PM 
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Hallo Freunde,

bei der Kalibrierung von Spektren der 7699 Linie des neutralen Kaliumatoms von eps Aur habe ich gewisse Schiwerigkeiten. Für die Kalibrierung verwende ich terrestrische Linien des molekularen Sauerstoffs der Erdatmosphäre.

Als Linienliste verwende ich die der ESO (Hanuschik).

Von den 33 scharfen Absorptionslinien identifiziere ich 2 und lasse dann Midas die restlichen identifizieren, aus einer selbstgebastelten Linientabelle.
Dabei wird aber immer nur ein Teil gefunden. Irgendwie weicht der kürzerwellige Teil der O2-Bande immer erheblich ab. Ich habe das Gefühl, dass einige Wellenlängen nicht korrekt sind. Meine Tabelle deckt sich mit den Angaben der ESO-Liste.

Nun habe ich in der Literatur gestöbert und bin auf eine Literaturstelle gestoßen, die mich verwirrt.
In der Arbeit http://webusers.ct.astro.it/gca/papers/telluric.pdf ist in Abb. 9 genau ein Teil der O2-Bande dargestellt. Und die darin aufgeführten Wellenlängen weichen erheblich (!!!) von denen der ESO-Tabelle ab.

Hat jemand von euch weitere Linientabellen dieser O2-Bande aus anderen Quellen ?

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 17:15:04 PM 
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Am Mittwoch, den 02.03.2011, 15:32 +0100 schrieb Lothar Schanne:
Zitat:
Hallo Freunde,

bei der Kalibrierung von Spektren der 7699 Linie des neutralen
Kaliumatoms von eps Aur habe ich gewisse Schiwerigkeiten. Für die
Kalibrierung verwende ich terrestrische Linien des molekularen
Sauerstoffs der Erdatmosphäre.

Als Linienliste verwende ich die der ESO (Hanuschik).

Von den 33 scharfen Absorptionslinien identifiziere ich 2 und lasse
dann Midas die restlichen identifizieren, aus einer selbstgebastelten
Linientabelle.
Dabei wird aber immer nur ein Teil gefunden. Irgendwie weicht der
kürzerwellige Teil der O2-Bande immer erheblich ab. Ich habe das
Gefühl, dass einige Wellenlängen nicht korrekt sind. Meine Tabelle
deckt sich mit den Angaben der ESO-Liste.

Nun habe ich in der Literatur gestöbert und bin auf eine
Literaturstelle gestoßen, die mich verwirrt.
In der Arbeit http://webusers.ct.astro.it/gca/papers/telluric.pdf ist
in Abb. 9 genau ein Teil der O2-Bande dargestellt. Und die darin
aufgeführten Wellenlängen weichen erheblich (!!!) von denen der
ESO-Tabelle ab.

Hat jemand von euch weitere Linientabellen dieser O2-Bande aus anderen
Quellen ?
In der Anleitung zu sms steht, woher Du die Wellenlängen im Vacuum
bekommen kannst und wo Du die Wellenlängen in der Atmosphäre berechnen
lassen kannst. Die hängen dann von Temperatur, Luftdruck und
Luftfeuchtigkeit ab. Mehr habe ich bei meiner Suche nicht gefunden.

Und passen tun sie ziemlich schlecht, deswegen kann man mit sms die
Wellenlängenskala auch verschieben und stauchen oder strecken. Und
trotzdem gibt es noch Abweichungen einzelner Linien.

Btw: Was heißt erheblich (!!!) ?


Herzliche Grüße
günter

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Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)


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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 17:29:16 PM 
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Hallo Lothar,

schaue doch mal hier nach:

H. D. Babcock, L. Herzberg, Fine structure of the red system of atmospheric oxygen bands, 1948

gibt es im ADS, vielleicht ist dein Spektralbereich dabei.

Viele Grüße
Dieter


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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 17:48:36 PM 
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Habe ich in die Webseite gestellt. Siehe Ticker.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 17:53:40 PM 
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Hello Lothar,

I agree that your calibration is not correct. I also use the Hanuschik table but only the 10 lines from 7676.54 - 7703.75. If I use these on your spectrum from 20110228 I see the following errors in your calibration
7676A -0.02A
7689A 0A
7711A +0.26A


Cheers
Robin


Dateianhänge:
Dateikommentar: blue RL calibration pink LS calibration
epsaur_ki_ls_28feb11_o2cal.png
epsaur_ki_ls_28feb11_o2cal.png [ 4.81 KiB | 14899 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 18:13:19 PM 
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Hi Lothar,
Zitat:
Nun habe ich in der Literatur gestöbert und bin auf eine Literaturstelle gestoßen, die mich verwirrt.
In der Arbeit http://webusers.ct.astro.it/gca/papers/telluric.pdf ist in Abb. 9 genau ein Teil der O2-Bande dargestellt. Und die darin aufgeführten Wellenlängen weichen erheblich (!!!) von denen der ESO-Tabelle ab.
I do not trust these wavelengths. The resolution is too low. The O2 lines are badly blended.

Here is a high resolution solar spectrum to compare with
http://ljr.bagn.obs-mip.fr/observing/sp ... index.html
The wavelengths can be read to better than +-0.02A (0.8km/s)

Cheers
Robin


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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 18:26:43 PM 
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Zitat:
Here is a high resolution solar spectrum to compare with
http://ljr.bagn.obs-mip.fr/observing/sp ... index.html
The wavelengths of the 10 lines I use are 0.01 to 0.06A (mean 0.027A)higher in this reference compared with the Hanuschik values

Robin


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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 19:42:34 PM 
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Zitat:
I agree that your calibration is not correct. I also use the Hanuschik table but only the 10 lines from 7676.54 - 7703.75.
Hello Robin,

that is just my result. The Hanuschik wavelengths between 7676 an 7703 give relatively exact calibrations, but the lines 7620 to 7670 give poor calibration. Therefore my spectra show deviations of the calibration on the left side (clearly to see in the case of O2-normalization). You know that.

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Lothar

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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 19:53:59 PM 
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Zitat:
Btw: Was heißt erheblich (!!!) ?
Hallo Günter,

Vergleich ESO und diese Literaturstelle
7683.77 7684.81
7682.77 7683.66
7677.60 7678.14
usw

Der Kalibrierfehler soll in der Größenordnung von 0.03 A sein und hier sind schon die Linien um fast 1 A verschieden. Das ist doch Mist.

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Lothar

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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 20:06:37 PM 
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Hallo Lothar,

vielleicht hilft diese Arbeit weiter?

"O2 A-band lineparameters to support atmospheric remote sensing"
D.A. Long, D.K.Havey, M.Okumura, C.E.Miller, J.T.Hodges

Journal ofQuantitativeSpectroscopy&RadiativeTransfer111(2010)2021–2036




Am 02.03.2011 18:54, schrieb Lothar Schanne:
Zitat:
Günter Gebhard hat Folgendes geschrieben:
Btw: Was heißt erheblich (!!!) ?
Hallo Günter,

Vergleich ESO und diese Literaturstelle
7683.77 7684.81
7682.77 7683.66
7677.60 7678.14
usw

Der Kalibrierfehler soll in der Größenordnung von 0.03 A sein und hier sind schon die Linien um fast 1 A verschieden. Das ist doch Mist.



Herzliche Grüße

Lothar

www.astrospectroscopy.eu
www.spectrosphere.de





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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 20:07:59 PM 
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Zitat:
Here is a high resolution solar spectrum to compare with
http://ljr.bagn.obs-mip.fr/observing/sp ... index.html
The wavelengths can be read to better than +-0.02A (0.8km/s)
Hello Robin,

and these spectrum shows about the same wavelengths as the Hanuschik table. The deviations are small (<0.05 A). Also my table is ok (or they used the same table for calibration :lol: )

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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 20:17:35 PM 
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Am Mittwoch, den 02.03.2011, 18:54 +0100 schrieb Lothar Schanne:
Zitat:
Hallo Günter,

Vergleich ESO und diese Literaturstelle
Im Vergleich zu http://ljr.bagn.obs-mip.fr/observing/spectrum/7600.png
Zitat:
7683.77 7684.81
1. Wert ist nahe dran
Zitat:
7682.77 7683.66
1. Wert ist nahe dran
Zitat:
7677.60 7678.14
1. Wert ist nahe dran.

Zitat:
Der Kalibrierfehler soll in der Größenordnung von 0.03 A sein und hier
sind schon die Linien um fast 1 A verschieden. Das ist doch Mist.
Welche Werte sind von ESO?
Zitat:
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Herzliche Grüße
günter

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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 21:06:14 PM 
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Zitat:
Welche Werte sind von ESO?
Hallo Günter,

wie es da steht: ESO, dann Literaturstelle. Also die ersten Werte sind ESO.

Die Werte der weiter oben von Dieter zitierten Literaturstelle von 1948 liegen ca. 0.05 A höher wie die ESO-Tabelle.

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BeitragVerfasst: 02. März 2011, 21:53:32 PM 
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Hallo zusammen,

also ich bin schon verwundert, dass in einer professionellen Literaturstelle eine solche Fehlkalibrierung existiert und Bestand hat. Immerhin ist sie von 1998. Und die Beobachtungen wurden speziel zur Auswertung der tell. Linien durchgeführt, um sie zur Spektrenkalibrierung verwenden zu können!

Der Autor schreibt in seinem Abstract: http://webusers.ct.astro.it/gca/papers/telluric.pdf
In this paper an atlas of atmospheric lines is reported. Observations have been carried out at the 91 cm cassegrain telescope of the M. G. racastoro observing station of the Catania Astrophysical Observatory equipped with a Czerney-Turner echelle spectrograph. The spectral region examined is between 6800 Å and 7800 Å.
The possibility of using this atlas either to recognize telluric lines or as a wavelength calibration source is also discussed.


Hat denn der Autor keine Literaturrecherche gemacht und die Ergebnisse mit älteren Daten sorgfältig verglichen? Dabei wird noch eine Tabelle von Moore von 1966 als Quelle zitiert. So was habe ich noch nicht erlebt.

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BeitragVerfasst: 03. März 2011, 11:09:44 AM 
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Hallo (Robin),

nun habe ich die O2-Linien-Kalibriertabelle auf 12 Linien zwischen 7670 und 7704 A beschränkt und kalibriere mit dieser verkürzten ESO-Tabelle. Damit werden die Kalibrierungen (Polynom Grad 3) in diesem Bereich auf 0.01 A genau (RMS 0.005 A) und damit auch die KI-Linie genau lokalisiert.

Für den Zweck, die KI Linie von eps Aur genau zu kalibrieren, ist das Problem also erledigt.

Beispiel-Messergebnisse für die Absorptionsminima einiger O2-Linien nach der Kalibrierung:
Ist ______Soll (ESO)
7671.652 7671.65
7683.777 7683.77
7696.850 7696.86
7702.699 7702.69

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BeitragVerfasst: 03. März 2011, 11:43:22 AM 
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Zur Illustration:

In der Anlage das so kalibrierte Spektrum von bet Aur. Dieser Stern besitzt keine Linien des neutralen Kaliums, so dass nur die tellurischen O2-Linien sichtbar sind.
Die linke Hälfte des Spektrums ist zunehmend fehlerhaft kalibriert, aber im wichtigen Bereich zwischen 7670 und 7700 A ist die Kalibrierung auf 0.01 A exakt.

Bei eps Aur sind zwei KI-Absorptionslinien in der O2-Bande eingebettet.

Die O2-Linien sind auf der langwelligen Seite sehr intensiv, fast gesättigt. Auch die KI-Linien sind sehr stark.

Allen vielen Dank, die mir in diesem Thread mit Tips geholfen haben !


Dateianhänge:
betAur_20110301.gif
betAur_20110301.gif [ 23.42 KiB | 14832 mal betrachtet ]
epsAur_20110301_KI7699.gif
epsAur_20110301_KI7699.gif [ 24.03 KiB | 14832 mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: 03. März 2011, 11:58:35 AM 
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Mit diesen Spektren ist mir auch ein neuer persönlicher Rekord gelungen:

Die FWHM der O2-Linien nahe der KI7699 beträgt nur 0.25 A. Das bedeutet R = 30.800.

Und ein Kalibrierfehler von 0.01 A bedeutet ein Fehler von 0.4 km/s. Allerdings ist zu beachten, dass die Wellenlängenangaben in der Literatur für die O2-Linien bereits um ca. 0.05 A differieren, so dass die absolute Wellenlängen der Absorptionsminima doch nicht so genau von mir gemessen werden können.

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BeitragVerfasst: 05. März 2011, 14:35:49 PM 
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Die Genauigkeit der Kalibrierung ist reproduzierbar. Sie ist bei den Spektren der beiden letzten Abende ebenfalls erreicht.

Vorgestern hatte ich versuchsweise 2x2 gebinnt, was nach dem Nyquist-Kriterium (bei >0.25 A Auflösung 0.07 A/Pix Dispersion) ja möglich/sinnvoll ist. Das hat aber zur Folge, dass die schwachen O2-Linien jenseits 7690 A nicht mehr sicher erkannt werden (Problem beim Gaußfitting ?) und die Kalibrierung insgesamt deutlich ungenauer wird.

Ich mache immer wieder diese Erfahrung, dass das Nyquist-Kriterium nicht allein seeligmachend ist. Sobald es auf das fitting der Linien ankommt, ist eine sampling-Rate von 3 oder 4 besser wie das von Nyquist geforderte 2.

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BeitragVerfasst: 12. März 2011, 23:58:32 PM 
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Hallo,

Habe auch das Problem mit dem Kalibrieren bei 7700.
Versuche epsAurig zu kallibriern und da sieht es mit Neon eher dürftig aus.
Muß ich ein zus. Programm installieren um den Neon - Katalog lesen zu können, bzw. einen eigenen Katalog anzulegen?


Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 13. März 2011, 00:36:49 AM 
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Hallo Lothar,

es ist ein weit verbreiteter Missverstaendnis, dass Nyquist sich auf 2 Pixel bezieht.
Das gilt nur wenn der Linienform einen sinc ( sin(x)/x ) ist.
Das hat man bei Fourier-Transform Spektrographen, aber nie bei Gitter Spektrographen.
Das Nyquist criterium wurde mathematisch von Shannon ausgearbeitet - Nyquist-Shannon besagt auch nicht "2" sondern "mindestens 2".
Es geht darum das alle Fourier-Komponente, aus den der Linienform aufgebaut ist, von dem Spektrum abgedeckt werden koennen.
Fuer einen sinc Linienform braucht man dazu 2 pixel pro FWHM, beim einem Gauss liegt es eher bei 3, und wenn der Linienform ein Rechteck ist, braucht man theoretisch sogar unendlich viele.

Shannon bezieht auch das Rauschen mit in Betracht.
Mit niedrigem S/N sind Rausch-effekte auch bei nur 2 Pixeln pro FWHM schlimmer (mehr limitierend) als Undersampling-effekte. Bei hohem S/N sind die Anforderungen am guten sampling dementsprechend hoeher.

Gruesse
Sander


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BeitragVerfasst: 13. März 2011, 01:03:16 AM 
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Zitat:
Muß ich ein zus. Programm installieren um den Neon - Katalog lesen zu können, bzw. einen eigenen Katalog anzulegen?
Hallo Siegfried,

ja, brauchst natürlich einen Katalog mit den Kalibrierlinien, die du (in Midas) verwenden willst.
Ob dein Neonkatalog überhaupt Neonlinien bei 770 nm enthält musst du erst mal überprüfen.
read/table neon.tfits
Wahrscheinlich hat er das nicht.
Aber du kannst die Sauerstoff-Absorptionslinien nehmen. Siehe Anhang.

Wenn dich OPA nach dem Linienkatalog fragt, dann gibst'e eben "neueO2" ein. Musst natürlich die Linien dem Spektrum zuordnen können.


Dateianhänge:
neueO2.zip [863 Bytes]
804-mal heruntergeladen

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Lothar

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Zuletzt geändert von Lothar Schanne am 13. März 2011, 19:19:41 PM, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 13. März 2011, 13:48:20 PM 
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Lothar, danke für die Tabelle.
Mir ist nicht klar wie ich vorgehen soll. Die Tabelle in Midwork einfügen und mit SET als Linienkatalog definieren ist klar, aber beim Ablauf in SMS wird im Regelfall
die Neonaufnahme verlangt. Was gebe ich hier an, eine Objektaufnahme? Denn nur da kann ich die O2 Linien definieren. Oder ist eine Reduktion ohne Kalibrierung zu machen,
da währe eine Bestimmung der O2 Linien leicht zu machen. SMS verlangt aber beim Durchgang die Kalibrierung. Wie soll ich da am besten vorgehen?

Viele Grüße
Siegfried


Dateianhänge:
Dateikommentar: Bild aus VSPEC
epsAurig.jpg
epsAurig.jpg [ 150.14 KiB | 14554 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 13. März 2011, 14:47:58 PM 
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Am Sonntag, den 13.03.2011, 12:48 +0100 schrieb Hold Siegfried:
Zitat:
Lothar, danke für die Tabelle.
Mir ist nicht klar wie ich vorgehen soll. Die Tabelle in Midwork
einfügen und mit SET als Linienkatalog definieren ist klar, aber beim
Ablauf in SMS wird im Regelfall
die Neonaufnahme verlangt.
SMS verlangt zum Kalibrieren eine Spektrum mit Emissionslinien. Neon
muss das nicht sein. Es geht auch mit Sauerstoff. Du wirst nur keine
Sauerstofflampe haben.

Wenn Du ein Objektspektrum mit seinen eigenen Absorptionslinien
kalibrieren willst, dann kannst Du meinen Context OPA nehmen, da ist das
eingebaut.

Gruß
günter

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BeitragVerfasst: 05. April 2011, 18:05:08 PM 
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Zitat:
Mit diesen Spektren ist mir auch ein neuer persönlicher Rekord gelungen:

Die FWHM der O2-Linien nahe der KI7699 beträgt nur 0.25 A. Das bedeutet R = 30.800.

Und ein Kalibrierfehler von 0.01 A bedeutet ein Fehler von 0.4 km/s. Allerdings ist zu beachten, dass die Wellenlängenangaben in der Literatur für die O2-Linien bereits um ca. 0.05 A differieren, so dass die absolute Wellenlängen der Absorptionsminima doch nicht so genau von mir gemessen werden können.

Mir lässt die Kalibrierung mit terrestrischen Linien keine Ruhe. Denn mein Versuch in SMS die atmosphärischen Wellenlängen von H2O und O2 aus den Vakuumwellenlängen zu berechnen erscheint mir nicht recht geglückt.

Jetzt war ich mal bei NIST http://emtoolbox.nist.gov/Wavelength/Edlen.asp und habe dort von 770nm_vac die Wellenlänge in Luft für verschiedene Temperaturen, Luftdrucke und Luftfeuchtigkeiten berechnen lassen.
Dabei kommen mit den Modellen von Edlen oder von Ciddor folgende Extrema heraus:

-10°C, 1013hPa, 20% -> 769.767957nm
+25°C, 1013hPa, 80% -> 769.795948nm
+25°C, 993hPa, 80% -> 769.79999nm

Tatsächlich dehnen sich also auch die Wellenlängen im Sommer aus. :lol:

Ich möchte das gerne in Drehbach mal ansprechen.

günter

_________________
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BeitragVerfasst: 05. April 2011, 18:41:17 PM 
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Kannst ja einen Vortrag an meiner Stelle darüber halten, ist sicherlich interessanter als mein halb ausgegorener Krempel da....

herzlicher gRuß
berthold
Zitat:
----- Original Message -----
From: Günter Gebhard (fg-spek-obs@vdsastro.de)
To: fg-spek-obs@vdsastro.de (fg-spek-obs@vdsastro.de)
Sent: Tuesday, April 05, 2011 6:05 PM
Subject: [fg-spek] Re: Tellurische O2-Linien im NIR (760 - 770 nm)


Lothar Schanne hat Folgendes geschrieben: Mit diesen Spektren ist mir auch ein neuer persönlicher Rekord gelungen:

Die FWHM der O2-Linien nahe der KI7699 beträgt nur 0.25 A. Das bedeutet R = 30.800.

Und ein Kalibrierfehler von 0.01 A bedeutet ein Fehler von 0.4 km/s. Allerdings ist zu beachten, dass die Wellenlängenangaben in der Literatur für die O2-Linien bereits um ca. 0.05 A differieren, so dass die absolute Wellenlängen der Absorptionsminima doch nicht so genau von mir gemessen werden können.


Mir lässt die Kalibrierung mit terrestrischen Linien keine Ruhe. Denn mein Versuch in SMS die atmosphärischen Wellenlängen von H2O und O2 aus den Vakuumwellenlängen zu berechnen erscheint mir nicht recht geglückt.

Jetzt war ich mal bei NIST http://emtoolbox.nist.gov/Wavelength/Edlen.asp und habe dort von 770nm_vac die Wellenlänge in Luft für verschiedene Temperaturen, Luftdrucke und Luftfeuchtigkeiten berechnen lassen.
Dabei kommen mit den Modellen von Edlen oder von Ciddor folgende Extrema heraus:

-10°C, 1013hPa, 20% -> 769.767957nm
+25°C, 1013hPa, 80% -> 769.795948nm
+25°C, 993hPa, 80% -> 769.79999nm

Tatsächlich dehnen sich also auch die Wellenlängen im Sommer aus. Bild

Ich möchte das gerne in Drehbach mal ansprechen.

günter



Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)





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BeitragVerfasst: 06. April 2011, 19:29:43 PM 
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Hallo Günter,

das Thema finde ich für Drehbach schon interessant.
Kennst Du:

Terrestrial O2 lines used as wavelength references.... von B. Caccin et al.

Müsste es noch im ADS geben: 1985A&A...149..357C

Viele Grüße
Dieter


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BeitragVerfasst: 27. September 2012, 17:23:16 PM 
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Hallo,
ich würde in Langenselbold dieses Thema auch gerne nochmal anschneiden. Was ist denn mit den H2O-Linien rund um Halpha? Ich habe unter Verwendung von EXTRACT/LONG ein entsprechendes Spektrum von gamma Cas mit den Hanuschig-Linien kalibriert und fand das Ergebnis etwas merkwürdig. Die Graphiken habe ich dann mit PLOT/DELTA generiert. Einige Linien passen irgendwie nicht ins Schema. Ich konnte leider nichts über die physikalische Natur dieser Linien herausbekommen. Aber könnte es nicht sein, daß diese Linien auch temperaturabhängig sind? Ich gehe vom Äquipartitionsprinzip (Gleichverteilungssatz) der statistischen Mechanik aus, wonach sich die Energie eines Moleküls gleichmäßig auf alle Freiheitgrade verteilt und damit die oder einige Energieniveaus verschiebt. Die dadurch bedingten Wellenlängenänderungen könnten ja von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, daß bei den gemessenen Objekten an diesen Stellen Überschneidungen mit anderen Linien vorlagen und dadurch die Messung erschwert wurde.
Das ist natürlich reine Spekulation, aber vielleicht weiß jemand näheres.

In diesem Zusammenhang habe ich noch eine Frage: Wird bei der Kalibration mit Midas automatisch eine Reduktion auf heliozentrische Koordinaten vorgenommen?
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 27. September 2012, 22:07:59 PM 
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Hallo Christian,


Nein, die heliozentrische Korrektur muss gesondert berechnet werden. Dafuer gibt es einen gesonderten Midasbefehl, den ich aber jetzt nicht auswendig weis.


MfG
Berthold

Von meinem iPad gesendet

Am 27.09.2012 um 17:23 schrieb Christian Netzel <fg-spek-obs@vdsastro.de (fg-spek-obs@vdsastro.de)>:

Zitat:
Hallo,
ich würde in Langenselbold dieses Thema auch gerne nochmal anschneiden. Was ist denn mit den H2O-Linien rund um Halpha? Ich habe unter Verwendung von EXTRACT/LONG ein entsprechendes Spektrum von gamma Cas mit den -Linien kalibriert und fand das Ergebnis etwas merkwürdig. Die Graphiken habe ich dann mit PLOT/DELTA generiert. Einige Linien passen irgendwie nicht ins Schema. Ich konnte leider nichts über die physikalische Natur dieser Linien herausbekommen. Aber könnte es nicht sein, daß diese Linien auch temperaturabhängig sind? Ich gehe vom Äquipartitionsprinzip (Gleichverteilungssatz) der statistischen Mechanik aus, wonach sich die Energie eines Moleküls gleichmäßig auf alle Freiheitgrade verteilt und damit die oder einige Energieniveaus verschiebt. Die dadurch bedingten Wellenlängenänderungen könnten ja von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, daß bei den gemessenen Objekten an diesen Stellen Überschneidungen mit anderen Linien vorlagen und dadurch die Messung erschwert wurde.
Das ist natürlich reine Spekulation, aber vielleicht weiß jemand näheres.

In diesem Zusammenhang habe ich noch eine Frage: Wird bei der Kalibration mit Midas automatisch eine Reduktion auf heliozentrische Koordinaten vorgenommen?
Viele Grüße
Christian





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<delta36.jpg>


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BeitragVerfasst: 28. September 2012, 00:03:29 AM 
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Zitat:
Ich habe unter Verwendung von EXTRACT/LONG ein entsprechendes Spektrum von gamma Cas mit den Hanuschig-Linien kalibriert und fand das Ergebnis etwas merkwürdig. Die Graphiken habe ich dann mit PLOT/DELTA generiert. Einige Linien passen irgendwie nicht ins Schema.
Hallo Christian,
also ich finde, dass die Linien bestens passen. Ist ein typischer plot. Abweichungen von 0,02 A sind normal. Genauer sind die Wasserlinien ja selbst nicht bekannt (vergleiche mal die Hanuschik-Liste mit anderen)

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Lothar

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BeitragVerfasst: 28. September 2012, 12:20:22 PM 
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Hallo Lothar,
welche anderen Listen gibt es denn noch? Mir ist nur die von Hanuschik bekannt. Der hat seine Messungen in 1740 m über dem Meeresspiegel durchgeführt. Leider konnte ich in seinen Ausführungen nichts über eine Reduktion auf Meereshöhe oder Vakuum finden. Der Unterschied macht bei Halpha immerhin 1,9 A aus.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 28. September 2012, 14:46:03 PM 
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Zitat:
Der Unterschied macht bei Halpha immerhin 1,9 A aus.
Viele Grüße
Christian
Einen Fehler von etwa 2 A erhält man, wenn man Vacuum-Wellenlängen statt Luft-WL verwendet.

Ein leidiges Thema, bei dem die IAU eine bestimmte Umrechnungsfunktion festgelegt hat, die dann aber unabhängig von den Beobachtungsbedingungen vor Ort ist.

Ich fürchte fast, dass wir absolute WL nicht besser als auf 4 gültige Ziffern bestimmen können.

günter

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BeitragVerfasst: 29. September 2012, 12:49:21 PM 
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Zitat:
welche anderen Listen gibt es denn noch? Mir ist nur die von Hanuschik bekannt.
Hallo Christian,
zB die in VSpec verwendete. Siehe Anlage.


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BeitragVerfasst: 28. November 2013, 18:36:10 PM 
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Zitat:
Mir lässt die Kalibrierung mit terrestrischen Linien keine Ruhe. Denn mein Versuch in SMS die atmosphärischen Wellenlängen von H2O und O2 aus den Vakuumwellenlängen zu berechnen erscheint mir nicht recht geglückt.

Jetzt war ich mal bei NIST http://emtoolbox.nist.gov/Wavelength/Edlen.asp und habe dort von 770nm_vac die Wellenlänge in Luft für verschiedene Temperaturen, Luftdrucke und Luftfeuchtigkeiten berechnen lassen.
Dabei kommen mit den Modellen von Edlen oder von Ciddor folgende Extrema heraus:

-10°C, 1013hPa, 20% -> 769.767957nm
+25°C, 1013hPa, 80% -> 769.795948nm
+25°C, 993hPa, 80% -> 769.79999nm
Hallo,
da ich mich gerade mit den tellurischen Linien beschäftige, hier noch ein Vergleich zwischen HITRAN-Spektrum (rot) und dem H2O-Spektrum für den Winter bei einer geographischen Breite von 50° und 75° Zenithdistanz, wie es in SpektroTool verwendet wird. Die Zenithdistanz hat natürlich keinen Einfluß auf die Wellenlänge, wohl aber auf die Linienstärke, wie man im 2. Bild ganz gut erkennen kann. Beide Spektren stammen aus SpektroTool und haben eine Zenithdistanz von 75° (weiß) bzw. 0° (rot). Man beachte die unterschiedlichen Stärkeverhältnisse bei den einzelnen Linien, bedingt durch die höhenabhängige chemische Zusammensetzung und wohl auch Temperatur. Die Gewichtung der einzelnen Höhenlagen im Lichtweg ändert sich natürlich mit der Zenithdistanz. Darüberhinaus ist bei der Linie 6552,3 A für 75° eine deutliche Asymmetrie zu beobachten.
Viele Grüße
Christian


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