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Säulendichte
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Autor:  Jörg Schirmer [ 01. September 2011, 18:12:15 PM ]
Betreff des Beitrags:  Säulendichte

Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit dem ISM ist mir jetzt mehrmals der Begriff Säulendichte vorgekommen. Kann ich die auch als Amateur aus meinen Spektren bestimmen? Wie geht das? Wie geht das mit MIDAS?
Vielen Dank für eure Hilfe.

Schöne Grüsse,
Jörg!

Autor:  Dr. Georg Piehler [ 01. September 2011, 21:11:58 PM ]
Betreff des Beitrags:  Säulendichte

Ich bin ein wenig irritiert das das auch im optischen Fall einfach gehen soll…

Meinst du die kalte  (20-100Kelvin) Komponente der ISM?

Für diese gilt Im Submillimeter-Bereich grob das:

Die Säulendichte wird quasi aus den Besetzungszahlen der Moleküle in den verschiedenen Rotationszuständen bestimmt. Dafür wird insbesondere, wenn es sich um optisch dicke Linie handelt eine detaillierte Analyse von Linienprofilen aus möglichst verschiedenen Rotationszuständen benötigt..  Da in Molekülwolken zuweilen turbulente Geschwindigkeitsfelder vorliegen hängen die Linienprofile bei Submilimeter Linien z.b. CO J=2 à J=1  oder J=1 à J=0 neben den üblichen Parametern Dichte, Temperatur auch von der Korrelationslänge des Geschwindigkeitsfeldes ab. Oft wird die Vereinfachung eines mikroturbulenten Geschwindigkeitsfeldes getroffen.

Letztlich modelliert man durch Non-LTE Strahlungstransport Rechnungen die Linienform der verschieden Rotationsübergänge eines Moleküls und vergleicht das mit der aktuellen Beobachtung.  … zumindest war das mal vor 10-15 Jahren und im Submillimeter Bereich so.

Stellt sich die Frage, ob Du das gemeint hast…?
Georg.



Von: Jörg Schirmer [mailto:fg-spek-data@vdsastro.de]
Gesendet: Donnerstag, 1. September 2011 18:12
An: fg-spek-data@vdsastro.de
Betreff: [fg-spek] Säulendichte



Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit dem ISM ist mir jetzt mehrmals der Begriff Säulendichte vorgekommen. Kann ich die auch als Amateur aus meinen Spektren bestimmen? Wie geht das? Wie geht das mit MIDAS?
Vielen Dank für eure Hilfe.

Schöne Grüsse,
Jörg!




Wer hat's gemacht? .... Die Schweizer ...

Autor:  Jörg Schirmer [ 01. September 2011, 21:24:20 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Vielen Dank für die Antwort, aber ich meinte das im optischen Spektrum sichtbare Na bei 5900 Angström.

Gruss,
Jörg!

Autor:  Otmar Stahl [ 02. September 2011, 09:33:28 AM ]
Betreff des Beitrags:  Säulendichte

Hallo Jörg,

On 09/01/2011 06:12 PM, Jörg Schirmer wrote:
Zitat:
Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit dem ISM ist mir jetzt mehrmals der Begriff
Säulendichte vorgekommen. Kann ich die auch als Amateur aus meinen
Spektren bestimmen? Wie geht das? Wie geht das mit MIDAS? Vielen Dank
für eure Hilfe.
Die Äquivalentbreite einer Absorptionslinie hängt ganz allgemein von der
Säulendichte der absorbierenden Teilchen ("column density") im unteren
Zustand des Übergangs (also der Teilchen, die zur Absorption beitragen
können) ab. Die Säulendichte ist das Integral der Teilchendichte entlang
des Sehstrahls, hat also die Einheit Teilchen pro Fläche.

Im optisch dünnen Fall ist der Zusammenhang zwischen Säulendichte und
Äquivalentbreite linear, so dass die Säulendichte direkt aus der
Äquivalentbreite bestimmt werden kann. Falls die Linie nicht mehr
optisch dünn ist, wird der Zusammenhang nichtlinear. Das wird bei
optischen Linien i.a. durch die Wachstumskurve beschrieben.

Näheres dazu findet man in Büchern über Sternatmosphären oder das
interstellare Medium. Im Internet habe ich z.B. das gefunden:

http://spiff.rit.edu/classes/phys440/le ... curve.html
Zitat:
Schöne Grüsse, Jörg!
Herzliche Grüße,
Otmar

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