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 Betreff des Beitrags: Neue ISIS Version von Christian Buil
BeitragVerfasst: 21. Januar 2012, 14:17:58 PM 
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Hallo zusammen,

Christian Buil hat eine verbesserte Version seines weitgehend automatisierten ISIS- Datenreduktionsprogrammes herausgebracht:

http://astrosurf.com/buil/isis/isis_en.htm

Es wendet sich an Anwender von Lhires, Eshel, Staranalyzer und Lisa.

Ich selbst kenne mich damit nicht aus. Arbeitet bei uns jemand mit ISIS und kann über seine Erfahrungen damit berichten?

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 21. Januar 2012, 18:31:08 PM 
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Hallo Lothar!

Ich habe das Programm schon länger installiert, jedoch noch keine Erfahrungen damit gesammelt. Deine Frage wollte ich eigentlich auch schon mal stellen, weil doch anwenderspezifische Geräte angesprochen werden.

Herzliche Grüße

Gerhard


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BeitragVerfasst: 25. Januar 2012, 19:48:13 PM 
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Hallo,

Also ich als Anfänger versuche natürlich immer wieder andere programme zum laufen zu bringen und das wären in diesem Fall Vspec und ISIS.

Vspec habe ich nach einigem hin und her zum teil gemeistert.

Dann versuche ich mich auch natürlich an ISIS aber scheitere jedesmal an der eingeschränkten Konvention der Datei beschriftung.

Wenn man mehrere Dateien öffnen will, dann muss man am ende der datei die Numerierung anhängen und das finde ich in ISIS etwas engstirning.

Man kann also nicht in einem Windows Fenster mehrere dateien auflisten und diese dann durcharbeiten. Ich weiss man kann die Dateien extern umbenennen kann, aber Heutzutage ist das eine grosser Schritt zurück.

Auch finde ich die Tabellen Strukturierung für die verschiedenen Einstellungen sehr unglücklich. Man muss in zu vielen verschiedenen Fenster Einstellungen vornehmen bevor man überhaupt anfangen kann. Unübersichtlich strukturiert.

Weiterhin kommt man sehr schwer voran mit der Ausarbeitung von Spektren weill es einfach ein muss ist, DARK, FLATS, BIAS und kosmetische Dateien von anfang an braucht und mann kann sich nicht schrittweise an die Ausarbeitung eines Spektrums herantasten. Also mehr oder weniger eine Datei (Darks, Bias, Flats, etc) nach der anderen einfugén und so langsam Erfahrung sammeln.

Alles in allem ist es von meiner Sicht aus ein sehr nicht intuitives programm und auch sehr sehr schwer zu lernen oder es kann auch daran liegen dass ich nicht mehr der jüngste bin :lol:

Da ich ja einen LISA spectrograph habe ist es natürlich für mich logisch die programme auszuprobieren da angelich verinfachte Schritte vorhanden sind aber leider habe ich es auch dort nicht geschafft irgendein Spektrum auszuarbeiten.

Ich hoffe hiermit keinem auf den Schlips getreten zu haben und wenn es der Fall ist, kann ich es auch nicht ändern :lol:

Somit bin ich halt nun bei Rspec hängen geblieben und damit meines erachtens auch gute Ergebnisse erzielt.

_________________
Grüsse Rainer www.rsfotografia.com
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BeitragVerfasst: 25. Januar 2012, 22:19:38 PM 
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Hallo Kollegen,

ich sehe das nicht ganz so negativ wie Rainer, obwohl ich ihm in einigen Punkten recht geben muss. Ich denke, zum Teil liegt das daran, dass die Anleitungen nur in Französisch vorhanden sind, was schon mal den einen oder anderen abschreckt. Als Schweizer hat man da schon mal einen Vorteil. Die Numerierung hat mich auch etwas gestört, vor allem am Anfang, da ich von Audela Eshel umgestiegen bin. Die IRIS user sollten aber damit zurechtkommen. Ich verwende ISIS zur Auswertung von Echellespektren, damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Dabei erfordert das erstmalige Erstellen der Spektrometerparameter einige Geduld, dies ist aber auch bei anderen Programmen so. Die Auswertung von Echellespektren, bis man ein zusammenhängendes, kalibriertes und normiertes Spektrum erhält, hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet, aber dies ist wohl mit jedem Programm so, ausser man hat einen guten Kollegen, der einem weiterhilft.
Wenn diese Hürden überwunden sind, ist es ein Vergnügen, mit ISIS zu arbeiten. Für einen Beobachtungsabend erstellt man ein Arbeitsverzeichnis, kopiert einige Dateien mit Kalibrierwellenlängen, Bias, Dark etc. hinein und mit wenigen Eingaben erhält man ein kalibriertes Spektrum respektive die kalibrierten Spektren der einzelnen Ordnungen.
Für die Aufnahme der Spektren verwende ich übrigens Audela (Tool : camera acqusition), ebnso fürs Autoguiding, das erlaubt, den Stern exakt auf die Faser zu positionieren.
Da ISIS speziell im Hinblick auf LISA optimiert wurde, sollten auch damit einfach Spektren ausgewertet werden können, ich habe damit aber keine Erfahrung.
Zum Schluss noch zwei Illustrationen, zur Aufnahme und zum Resultat. Das S/N könnte besser sein, aber das ist ein anderes Thema.

Gruss, Martin


Dateianhänge:
Dateikommentar: Aufnahme der Spektren und Autoguiding mit Audela
acquire spectrum P Cyg.jpg
acquire spectrum P Cyg.jpg [ 131.24 KiB | 4398 mal betrachtet ]
Dateikommentar: zusammengesetztes Spektrum von gam Cas
_gamcas_20111027_861_full_G4.png
_gamcas_20111027_861_full_G4.png [ 8.43 KiB | 4398 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 26. Januar 2012, 03:50:08 AM 
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Zitat:
... ich sehe das nicht ganz so negativ wie Rainer, ...
Hallo Martin,

Da hast du recht, es hört sich schrecklich an ... :oops:

Habe vergessen zu schreiben dass ich es immer wieder versuche, aber trotzdem auf keinen grünen Zweig komme und werde es weiterhin versuchen :?

Vielleicht fällt ja bei mir irgendwann dann der Cent ( Groschen :lol: )

Das mit der Optimierung für LISA ist es wesentlich später implementiert worden denn der LISA kam ja neu erst vor ca. 1,5 Jahre raus.

Davor gab es schon lange den Lhires in den verschiedensten Ausführungen. Auch die Ausarbeitung der StarAnalyzer Spektren wurde vor ca 6 Monaten integriert sowie auch die LISA Ausarbeitung.

_________________
Grüsse Rainer www.rsfotografia.com
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BeitragVerfasst: 26. Januar 2012, 09:15:01 AM 
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Hallo zusammen, ich erinnere nochmal an MIDAS, mit dem ALLES reduziert werden kann, inkl. Echelle-Spektren mit dem XECHELLE Task. Wir haben mittlerweile einen exzellenten Support in der Gruppe (Rainer, Günter, Otmar), so dass die Installation auf dem PC und die Nutzung von MIDAS kein Problem mehr darstellt. Im Gegensatz zu ISIS, VSpec, etc. kommen da nicht dauernd fehlerbereinigte "verbesserte Versionen" heraus. :(

Irgendwie scheint die Leidensfähigkeit bei Windowstools größer zu sein, als bei bewährten Linuxmaschinen, obwohl die Nutzerschwierigkeiten aber ähnlich sind. Oder irre ich mich hier? :shock:

Gruß, Thomas


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 Betreff des Beitrags: Nue ISIS Version von Christian Buil
BeitragVerfasst: 26. Januar 2012, 11:16:31 AM 
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Hallo ,

ich wollte "eigentlich" mich dazu enthalten...aber.....das ist nun wirklich so wie Thomas sagt.......mehr als Jürgen uns den Weg geebnet hat mit Linux und midas, mehr - wo nötig - dann auch äußerst hartnäckige Hilfe von Günter oder gar Otmar kann man sich nicht wünschen....... Diese Mitstreiter haben bei mir, der ich sicher leider nicht zu den "SCHNELLBEGREIFERN" zählt ALLES hinbekomemn, was ich kaputt gemacht habe.......bei Windows VSPEC ...noch schlimmer "AUDELA" Iris usw. usw. steht man ganz schnell im Düsterschwarzem, wenn was nicht geht. Da hilft einem KEINER und die Ergebisproduktion ist kryptisch in vieler Leute Hände.....obwohl es einige big artists gibt wie Robin z.B. und noch vielleicht manch Anderer......die das eben können mit Vspec und Konsorten.......ich kann das mal nicht (was allerdings nicht viel bedeutet!)..:-))

berthold


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BeitragVerfasst: 26. Januar 2012, 11:20:39 AM 
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Hallo Thomas,

ich habe nur die Frage von Lothar nach Erfahrungen mit ISIS beantwortet. Ich habe vor zwei Jahren mit Midas und den Bachesprozeduren versucht, meine Echellespektren zu analysieren, bin aber an banalen Details wie z.B. dem Erstellen eines Files mit Kalibrierlinien gescheitert, mangels Linuxkenntnissen. Vielleicht hätte ich besser mit einem etwas einfacheren Projekt angefangen. Als ich dann meine Auswertung mit Audela zum Laufen gebracht habe, sah ich keinen Grund, auch noch Linux zu lernen. Dass bei VSpec häufig Fehler auftreten, ist bedauerlich, bei ISIS sind hingegen die neuen Versionen im wesentlichen Erweiterungen (verbesserte Eingabe, zusätzliche Kalibrierspektren etc.), hingegen ist die Fehlerhäufigkeit gering. (Rainer, ISIS gibt es übrigens erst seit etwa einem Jahr, nicht zu verwechseln mit IRIS).
Midas ist sicher auch eine gute Sache, wenn die Anfangshürden überwunden sind, was heute leichter ist als noch vor einiger Zeit mit Cygwin. Ein Vorteil von Midas ist sicher, dass heute einige Leute damit arbeiten und auch alle Prozeduren überprüfbar sind.

Viel Spass beim Auswerten der Spektren, sei es mit MIDAS, ISIS oder VSpec.

Gruss, Martin


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BeitragVerfasst: 26. Januar 2012, 11:45:31 AM 
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Hallo Martin,

Du brauchst Dich nicht wegen Deiner Nachricht zu entschuldigen ujnd ich weiß auch, dass Du viel Erfahrung hast. Ich verstehe ja die Notwendigkeit, sich irgendwelche Tools zu nehmen, damit man mit den Daten klar kommt. Mein Einwurf ist pragmatisch angetrieben. Ich finde es einfach sehr schade, wenn Kolleginnen und Kollegen auf allerhöchstem Niveau professionelle Daten mit komplexen (oft selbstgebauten!) Geräten erzeugen und diese dann mit reinen Amateurwerkzeugen bearbeiten. Das ist doch skurril, finde ich, und m.E. lediglich darin begründet, dass MIDAS mit der Zeilenkommandierung unter Linux ungewohnte Kost ist.

Mag sein, dass ich übertreibe. Doch wenn Daten für Messkampagnen geliefert werden, sollten die verlässlich sein. Solange das nicht hinreichend durch einen soliden Datenvergleich belegt ist, bleibe ich bei Windowstools vorsichtig. Und selbst wer noch nicht Daten liefern kann, kann sich doch früh genug an solide Methoden gewöhnen, um sich später nicht umstellen zu müssen. Ich finde, Berthold ist ein gutes Beispiel. Der hat sich immer den Herausforderungen gestellt und heute ist er einer der zuverlässigsten Datenlieferanten.

Ich möchte keinesfalls den Eindruck erzeugen, dass ich VSpec und Co. verurteile. Ich will nur auf diesen interessanten Kontrast Profidaten <=> Amateurauswertung hinweisen. Das ist doch so, als würde ich mir eine HighEnd Stereoanlage kaufen und die Musik auf Minilautsprechern abspielen.

Ich überlege gerade, ob das nicht Gegenstand unserer Plenumsdiskussion in Bad Boll oder so sein könnte...

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 26. Januar 2012, 14:13:44 PM 
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Zitat:
bin aber an banalen Details wie z.B. dem Erstellen eines Files mit Kalibrierlinien gescheitert, mangels Linuxkenntnissen.
Hallo Martin u.a.,

im Zusammenhang mit meiner ThAr-Kalibriereinrichtung am Lhires mußte ich auch einen eigene ThAr-Tabelle aufstellen (unter Vermeidung von auflösungsabhängigen Linienblends). Falls diese mal gebraucht wird kann ich euch den Midasspezifischen file "lothar.tbl" gerne zur Verfügung stellen.

Um die Tabelle anzupassen braucht man sich nur die eigenen Spektren anzuschauen und diejenigen Linien auszuwählen, die sicher keine blends sind. Alle blends werden aus der Tabelle gelöscht. Dann werden sie auch nicht für die Kalibrierung verwendet.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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Zuletzt geändert von Lothar Schanne am 26. Januar 2012, 17:02:16 PM, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26. Januar 2012, 16:49:45 PM 
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Hallo Martin,
Zitat:
(Rainer, ISIS gibt es übrigens erst seit etwa einem Jahr, nicht zu verwechseln mit IRIS)
Früher hiess es Rlhires. Christian hat es nur umbenannt. ISIS installiert sich noch im selben Verzeichnis


Dateianhänge:
ISIS.jpg
ISIS.jpg [ 117.63 KiB | 4333 mal betrachtet ]

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Grüsse Rainer www.rsfotografia.com
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