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Einfaches Dämmerungshimmel -Spektrometer und einige Spektren
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Seite 1 von 1

Autor:  Frank Hase [ 09. Februar 2012, 13:43:02 PM ]
Betreff des Beitrags:  Einfaches Dämmerungshimmel -Spektrometer und einige Spektren

Hallo zusammen,

habe im vergangenen Jahr ein kleines Spektrometer für
Dämmerungsbeobachtungen aufgebaut (Folie 1) und einige
Sequenzen der Dämmerung aufgenommen (F 2 - 4). Alle Bilder in Richtung
des Sonnenuntergangspunktes, etwa 15
Grad Höhe. Die O3-Absorption ist schön sichtbar, in der späten Dämmerung
werden die Na-D Linien prominent und
verschwinden schlagartig, wenn die Sonne am Ort der Na-Schicht (~100 km
Höhe) untergegangen ist.

Das wäre doch mal ein schönes Jugend-forscht Thema: wenn man eine
längere Zeitreihe von Beobachtungen macht,
liesse sich die Vertikalstruktur und Variabilität dieser Schicht
meteoritischen Materials verfolgen. Auch viele weitere
Beobachtungen am Dämmerungshimmel und Untersuchungen zum
Strahlungstransport liessen sich anstellen (Ozonschicht,
strat. Aerosol / purple light, Spektrum der Gegendämmerung).

....Schade das keine Mondfinsternis greifbar ist, das wäre auch noch ein
tolles Motiv....

Viele Grüße
Frank

Dateianhänge:
Folie3.JPG
Folie3.JPG [ 48.35 KiB | 5501 mal betrachtet ]
Folie2.JPG
Folie2.JPG [ 35.5 KiB | 5501 mal betrachtet ]
Folie1.JPG
Folie1.JPG [ 75.26 KiB | 5501 mal betrachtet ]
Folie4.JPG
Folie4.JPG [ 39.66 KiB | 5501 mal betrachtet ]

Autor:  Roland Bähr [ 09. Februar 2012, 17:24:12 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Frank,

die Idee finde ich großartig und auch dass die Natriumlinie so deutlich sichtbar wird. Ich nehme an, das letzte Spektrum auf Folie 4 zeigt die Strassenbeleuchtung. Wie ist denn der Spektrometer aufgebaut?

Viele Grüße
Roland

Autor:  Frank Hase [ 09. Februar 2012, 19:31:36 PM ]
Betreff des Beitrags:  Einfaches Dämmerungshimmel -Spektrometer und einige Spektren

Hallo Roland,

- danke für die Anerkennung!

Im kameraseitigen Ende des Kollimatortubus befindet sich eine achromatische Nahlinse mit 500 mm Brennweite (der Spalt im Fokus dieser Linse).
Die Kamera habe ich mit einem 85 mm Objektiv (f/1.8 bei f/2.8) und einem 55 mm Objektiv (f/1.2 bei f/2.0) betrieben. Als Gitter verwende ich die
50 x 50 mm2 Thorlabs-Transmissionsgitter, die bei kleinen Strichzahlen (300 + 600 lpmm) sehr gute Effizienz haben. Wenn man es möglich preis-
günstig halten wollte, wären die 25 x 25 Gitter wohl auch noch ausreichend gross. Die Canon 1000D habe ich zunächst im Originalzustand verwendet,
später umbauen lassen, dann kommt man noch etwas weiter ins Rote.

Ja, das letzte Spektrum zeigt im wesentlichen die Strassenbeleuchtung (und wenige "echte" Nachthimmelslinien)

Viele Grüße
Frank


Am 09.02.2012 16:24, schrieb Roland Bähr:
Zitat:
Hallo Frank,

die Idee finde ich großartig und auch dass die Natriumlinie so deutlich sichtbar wird. Ich nehme an, das letzte Spektrum auf Folie 4 zeigt die Strassenbeleuchtung. Wie ist denn der Spektrometer aufgebaut?

Viele Grüße
Roland




Autor:  Roland Bähr [ 09. Februar 2012, 23:38:35 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Frank,

danke für die Rückmeldung.
Das ist ganz nach meinem Geschmack - ein einfacher technischer Aufbau mit der Möglichkeit faszinierende physikalische Phänomene zu untersuchen.
Es reizt mich das Ganze mal mit dem Staranalyzer und der EOS 1100D auszuprobieren.
Meine ersten Sonnenspektrum-Versuche über einen 5m entfernten reflektierenden Stecknadel-Pseudospalt (mit Gitter direkt vor dem Objektiv, ohne Kollimator) kommen natürlich nicht an Deine Spektrenqualität ran - aber sie geben zumindest Hoffnung.

Viele Grüße
Roland

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