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News von Tom's RSpec
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Seite 1 von 1

Autor:  Gerhard Hauke [ 11. Februar 2012, 15:47:26 PM ]
Betreff des Beitrags:  News von Tom's RSpec

Hallo!

Meiner Ansicht nach stellt Tom Field's RSpec eine äusserst gute Alternative zu Midas dar, besonders für Menschen, die schnell zu sehr brauchbaren Ergebnissen kommen wollen. Das Programm hat alles integriert, was man braucht und es gibt ständig Updates, aber das wurde ja bereits diskutiert. Hier das neueste Update:

http://www.rspec-astro.com/videos/NewFe ... ures9.html

Ich bin der Meinung, so ein Profil (aufgenommen mit einer ATIK314L und dem SA100) kann sich doch schon sehen lassen:

Bild

Und die Vorteile: Man benötigt kein Iris und kein VSpec (das oft abstürzt), innerhalb von wenigen Minuten hat man ein schönes Ergebnis und Tom schreibt sofort zurück, wenn es wo klemmt!
Nachteil: Es ist nicht DAS Programm, mit dem alle Wissenschaftler arbeiten.

Herzliche Grüße

Gerhard

(, der mittlerweile auch MIDAS auf zwei Rechnern unter UBUNTU direkt problemfrei laufen hat )

Autor:  Berthold Stober [ 11. Februar 2012, 21:47:20 PM ]
Betreff des Beitrags:  News von Tom's RSpec

Echllespektren lassen sich damit aber wohl nicht reduzieren, oder..:-))

berthold
Zitat:
----- Original Message -----
From: Gerhard Hauke (fg-spek-data@vdsastro.de)
To: fg-spek-data@vdsastro.de (fg-spek-data@vdsastro.de)
Sent: Saturday, February 11, 2012 2:47 PM
Subject: [fg-spek] News von Tom's RSpec


Hallo!

Meiner Ansicht nach stellt Tom Field's RSpec eine äusserst gute Alternative zu Midas dar, besonders für Menschen, die schnell zu sehr brauchbaren Ergebnissen kommen wollen. Das Programm hat alles integriert, was man braucht und es gibt ständig Updates, aber das wurde ja bereits diskutiert. Hier das neueste Update:

http://www.rspec-astro.com/videos/NewFe ... ures9.html

Ich bin der Meinung, so ein Profil kann sich doch schon sehen lassen:

Bild

Und die Vorteile: Man benötigt kein Iris und kein VSpec (das oft abstürzt), innerhalb von wenigen Minuten hat man ein schönes Ergebnis und Tom schreibt sofort zurück, wenn es wo klemmt!
Nachteil: Es ist nicht DAS Programm, mit dem alle Wissenschaftler arbeiten.

Herzliche Grüße

Gerhard

(, der mittlerweile auch MIDAS auf zwei Rechnern unter UBUNTU direkt problemfrei laufen hat )




Autor:  Gerhard Hauke [ 12. Februar 2012, 11:20:52 AM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Berthold!
Zitat:
Echllespektren lassen sich damit aber wohl nicht reduzieren, oder..)
Dazu kann ich leider nichts sagen. Ich denke da eher an den SA100 u.ä. zum Beispiel.
Beste Grüße
Gerhard

Autor:  TorstenHansen [ 12. Februar 2012, 15:40:38 PM ]
Betreff des Beitrags:  Re: News von Tom's RSpec

Hallo Gerhard,
Zitat:
Hallo!

Meiner Ansicht nach stellt Tom Field's RSpec eine äusserst gute Alternative zu Midas dar, besonders für Menschen, die schnell zu sehr brauchbaren Ergebnissen kommen wollen. Das Programm hat alles integriert, was man braucht und es gibt ständig Updates, aber das wurde ja bereits diskutiert. Hier das neueste Update:

http://www.rspec-astro.com/videos/NewFe ... ures9.html

Ich bin der Meinung, so ein Profil (aufgenommen mit einer ATIK314L und dem SA100) kann sich doch schon sehen lassen:

Bild

...
Nach meiner Einschätzung stimmt in Deinem Beispielspektrum die Kalibrierung nicht.
Ich habe bisher noch kein Spektrum eines späten Sterns (ab Spektralklasse G) gesehen, welches aufgenommen mit dem Staranalyser, eine so gut definierte H-Alpha-Line gezeigt hätte!

Zum Vergleich hier mal zwei Spektren von Mirach mit niedriger bis mittlerer Auflösung: http://otobs.sakura.ne.jp/FBO/fko/nsv/n ... et_and.htm

Die Linie, die Du mit H-Alpha bezeichnet hast, ist vermutlich eine TiO-Bande.

Nun natürlich noch meine Frage in diesem Zusammenhang: Wie bist Du denn bei der Kalibrierung vorgegangen?


Viele Grüße,
Torsten


P.S.:
Zitat:
...
Und die Vorteile: Man benötigt kein Iris und kein VSpec (das oft abstürzt), innerhalb von wenigen Minuten hat man ein schönes Ergebnis ...
...
Zum Reduzieren von Rohspektren braucht man nicht Iris herzunehmen und vspec stürzt bei mir mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen ab.
Zusammen mit Richard Walkers Anleitungen ist vspec in meinen Augen ein "mächtigeres" Instrument als RSpec!

Autor:  Gerhard Hauke [ 13. Februar 2012, 13:41:28 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Torsten!
Zitat:
Nun natürlich noch meine Frage in diesem Zusammenhang: Wie bist Du denn bei der Kalibrierung vorgegangen?
Ich habe die in RSpec vorhandenen Referenzspektren hergenommen und habe eine non-lineare Kalibrierung probiert. Es ist durchaus wahrscheinlich, daß ich mich als Anfänger komplett vertan habe. Du meinst also, es handelt sich um TiO anstatt um H-Alpha. Ich tu mir beim Kalibrieren noch recht schwer. Vielen Dank für den Link! Der hilft mir sehr viel! Werde mir auch die Scripten nochmals zur Brust nehmen.

Ich habe vor, in Zukunft zwei- oder dreigleisig zu fahren. ;-) Meiner bescheidenen Meinung nach stellt RSpec für den SA100 eine sehr brauchbare Lösung dar. Das schließt nun aber nicht aus, daß ich mich auch intensiv mit VSpec und vor allem mit Midas auseinandersetze.

Die Materie stellt für mich eine große Herausforderung dar und vielleicht erreiche ich als Senior ja auch noch etwas. Zeit habe ich ja ausreichend als Freizeit-Millionär. :-)

Herzliche Grüße

Gerhard

Autor:  Rainer Ehlert [ 13. Februar 2012, 23:07:58 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Gerhard,

Schön das noch jemand ausser mir dem RSpec program eine Chance gibt :lol:

Also wäre es nicht wegen Rspec gewesen hätte ich dieses ganze spektroskopieren eh nie und nimmer gelernt :oops:

Mirach ist atürlich kein guter Stern zum anfangen, denn man erkennt nur sehr schwer wo in Wirklichkeit einige massgebliche Linien liegen.

Eine nicht lineare Kalibrierung ist damit auch umso schwerer.

Ich habe gerade mal mit einer meiner Mirach Spektren gespielt.

Wenn du eventuell ein Spektrum von Vega hast aufgenommen mit der gleichen Hardware dann kannst du dir ein Rezept herstellen und dieses nimmst du dann als Basis für eine nicht lineare Mehrpunktkalibrierung, in dem man One Point Non Linear Calibration aussucht.

Wenn du mehr über Rspec lernen möchstest schicke mir eine PN und wir könnten dann irgendwann mal per Teamviewer reden und ich zeige dir ferngesteuert was du gerne wissen möchtest. Bitte bedenke aber ich bin 7 Stunden weit weg. Also 22:00 in Deustchland wären bei mir 15:00 Uhr in Mexiko

:wink:

Eine einfachere Kalibrierung erreicht man auch wenn man den Stern noch mit im Spektrum hat und diesen dann als Nullreferenz nimmt und dann kann man mit einem weiteren Punkt spielen und sehen wann ein Pickles Profil mit dem eigenen übereinstimmt.

Echelle spektren lassen sich nicht kalibrieren aber alles andere geht von niedrig auflösend bis hoch auflösend.

Rspec hat eine eigene Yahoo gruppe
http://tech.groups.yahoo.com/group/RSpe ... ctroscopy/
dort wird einem auch schnell weitergeholfen.

Autor:  Gerhard Hauke [ 14. Februar 2012, 00:02:31 AM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Rainer!
Vielen Dank für Deine Zeilen! Eine PN ist unterwegs zu Dir.
Viele Grüße
Gerhard

Autor:  Thomas Eversberg [ 14. Februar 2012, 11:17:46 AM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo zusammen!

Ich glaube, hier ist ein Missverständnis Ursache für die unterschiedlichen Einschätzungen bezüglich RSpec <=> MIDAS. Meines Erachtens gibt es keinen Widerspruch, das eine oder andere Tool zu wählen. Es hängt einzig davon ab, was man eigentlich tut. RSpec ist zweifellos ein sehr gutes Werkzeug für niedrigdispersive Messungen. Gerhard hat es aus seiner Sicht richtig gesagt. "Das Programm hat alles integriert, was man braucht". Zur Messung von Radialgeschwindigkeiten ist lediglich eine genaue Wellenlängenkalibrierung nötig.

Berthold hingegen braucht deutlich mehr weil er hochauflösend arbeitet und in der Regel Linienprofilanalyse betreibt. Damit ist er auf eine sehr akkurate Datenreduzierung angewiesen, die nicht nur die Wellenlängenkalibrierung beinhaltet sonder auch saubere Flats, Darks und Biases sowie eine korrekte Reduzierung des Sky. Nur so kann er zuverlässige Linienmessungen durchführen.

Eine Gegenüberstellung zwischen RSpec und MIDAS oder RSpec und VSpec ist daher nicht richtig. Logischer ist ein Vergleich von MIDAS mit VSpec weil beide Tools die gleichen Anwender ansprechen.

Gibt es eigentlich niemanden, der uns in Bad Boll seine Arbeit mit RSpec vorstellen kann?

Gruß, Thomas

Autor:  TorstenHansen [ 14. Februar 2012, 13:52:41 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Rainer und Gerhard,

mir ist Eure Kalibriermethode noch nicht klar!
Bzw. wie erhalte ich in RSpec eine verlässliche Kalibrierung?

Für eine sinnvolle Kalibrierung sollte doch ein mit dem eigenen Gerät aufgenommenes Spektrum verwendet werden, welches wellenlängenmäßig als Referenz für das Zielspektrum dient.
Dies kann von einer künstlichen Lichtquelle (z.B. Neonlampe) oder, wie bei Verwendung des Staranalysers angebracht, von einem Stern mit gut identifizierbaren Linien, stammen. Die Aufnahme der nullten Ordnung dient dann auch als Nullpunkt für die Wellenlängenskala, wie Rainer schon sagte!


Viele Grüße,
Torsten

P.S.: Mir ist übrigens auch nicht klar, wie ich die Spektren, die mit RSpec erstellt worden sind, einschätzen soll.
Sind das response-korrigierte Spektren oder auf das Kontinuum "gerechnete" Spektren?

Autor:  Rainer Ehlert [ 14. Februar 2012, 19:40:25 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Torsten,

Die Kalibration in Rspec kann genauso vorgenommen werden wie in Vspec.

Also entweder hast du die Nullte Ordnung, oder du erkennst mehrere Linien (Multipoint calibration) oder du hast bereits ein Rezept¿?, sagen wir mal Vega mit mehreren Punkten in 1ter, 2ter oder 3ter Ordnung gerechnet, welches du dann auf dein neues Spektrum überträgst in dem du eine Bekannte Linie aussuchst und dann das rezept auf diese Linie umrechnest.

Das hast du ja bereits geschrieben in deinem Message.

So wie ich Gerhards profil ansehe hat er es auf 1 normiert und deshalb ist es flach.

In Rspec kannste das genauso vornehmen wie es du in Vspec machst.

Man kann auch eine CCD response kurve nehmen wenn worhanden und das kalibrierte Profil duch dieses Teilen und somit bekommst du dann das Profil um es mit einem zB. Pickles referenzprofil zu vergleichen.

In Rspec um ein Profil auf 1 zu normieren gibt es ein Menüpunkt Edit Points. Da erstellst du wie in Vspec eine Referenzlinie. Du kannst genau wie in Vspec, Emission- und Absorptionslinien rauslöschen um die Referenz linie geschmeidiger zu machen.

Was Rspec unter anderem noch vermisst, ist eine Horizontale Verschiebung (in Vspec Translation genannt) um das Profil feinfühlig korrigieren zu können, aber da gibt es einfache rechnerische Methoden um es in Rspec manuell zu verschieben. So mache ich das wenigstens ij Moment. Tom Field steht Anregungen um Rspec zu verbessern sehr offen entgegen.

Anschliessend kann man ohne Problem das erzeugte Profil mit Referenzen vergleichen. Rspec hat auch eine kleine Liste enthalten mit den wichtigsten Linien wie Wasserstoff, Kalzium, OBA... sterne, etc. die sich dann ganz leicht einblenden lassen.

Rspec ist in den letzten Monaten mächtig gewachsen in seinen Funktionen aber mann muss es halt ausprobieren und die Resultate mit anderen erzeugten programmen mal ein bisschen vergleichen wenn man Lust und Zeit dazu hat :)

Wie von Thomas erwähnt, ist Rspec nicht mit MIDAS, ISIS oder Vspec vergleichbar. Es hat halt einen anderen Workflow aber die Ergebnisse können sich sehen lassen. Gut das ist eine Aussage von mir als blutiger Anfänger aber meine Resultate in den letzten Spektren einiger WR Sterne die ich im Dezember aufgenommen habe, verglichen zu den profilen ausgearbeitet con Christian Buil haben dies mehr oder weniger bestätigt :oops:

Nicht desto trotz versuche ich mich an Vspec und ISIS weiterhin :?

So das wäre es im Moment von meiner Seite :D

Autor:  Rainer Ehlert [ 14. Februar 2012, 19:58:54 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo,

Nachtrag.

Wenn jemand Zeit und Lust hat dann kann ich ein paar Spektren zur Verfügung stellen die in MIDAS, VSPEC oder ISIS (ich habe keine FLATS, DARKS und BIAS für ISIS. Ich verstehe die Methodik von ISIS noch nicht diesbezüglich bwz., ich habe da Probleme das ISIS meine Dateien öffnet. Dies habe ich schon mehrmals erwähnt aber Christian hat wahrscheinlich keine Zeit hieran zu arbeiten oder es etwas Bedienerfreudnlicher zu gestalten :oops: oder ich bin halt einfach zu DUMM dazu :lol: ) ausgearbeitet werden und diese könnte ich dann ja mal mit meinen Rspec Ergebnissen vergleichen.

Ich habe mal hier und da Vergleiche mit Vspec gemacht aber leider stürzt Vspec zu oft ab und damit vergeht einem die Lust in Vspec weiterzuarbeiten.

Aber wie im vorherigen Message erwähnt habe ich viele meiner Profile mit Christian Buils Profilen ausgearbeitet in ISIS, verglichen und bekomme meines erachtens nach, gute übersinstimmungen was die Peaks der Emissions- und Absorptionslinien anbelangt. Aber bitte, bin halt Anfänger :oops:

Autor:  TorstenHansen [ 15. Februar 2012, 14:53:35 PM ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Rainer,

danke für Deine Erläuterungen. Da hat sich das Programm ja anscheinend ziemlich weiterentwickelt.


Viele Grüße,
Torsten

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