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Hallo,
über folgenden Artikel von spiegel-online möchte ich gern informieren.
Gruß Rolf
Wissenschaftler um Werner Curdt haben erstmals den Spektrografen SUMER (Solar Ultraviolet Measurements of Emitted Radiation) des SOHO-Satelliten benutzt, um die chemische Zusammensetzung eines Kometen zu entschlüsseln.
Das ist möglich, weil "Ison" bei der Wechselwirkung mit der heißen Korona seine spektralen Fingerabdrücke hinterlassen hat. Mit den Messungen betreten die Forscher Neuland: "Von einem so frischen Kometen, der zudem so nahe an die Sonne herangekommen ist, sind nie zuvor Spektren aufgenommen worden."
Die Beobachtungen fanden in einem kritischen Moment statt, als "Ison" für alle anderen Teleskope unsichtbar war. Denn das Sonnenlicht wird üblicherweise durch eine Blende im Strahlengang abgeschirmt. Curdt: "Genau zur größten Sonnennähe, als der Komet in anderen Teleskopen hinter der Blende verschwand, trat SUMER in Aktion."
Hunderte Spektren konnten die MPS-Forscher aufzeichnen, bevor nach 50 Minuten "Ison" aus ihrem Blickfeld gerast war. Die Auswertung wird noch einige Zeit dauern. Die Daten werden wohl einige Geheimnisse über den Urstoff aus der Geburtsstunde des Sonnensystems preisgeben.
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