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 Betreff des Beitrags: Wood's Anomalien
BeitragVerfasst: 21. August 2013, 21:40:30 PM 
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Hallo,

kennt jemand dieses Problem?
Habe ein 1200 Linien Gitter (Holographisch) eingebaut und habe mir damit
scheinbar "Wood's Anomalien" eingehandelt, und das ausgerechnet neben Ha in Form einer Überhöhung. Wie nachzulesen ist können die Anomalien in Form einer Dämpfung oder Überhöhung auftreten. Ob durch Änderung der Geometrischen Anordnung des Kolispiegels der "Störbereich zu verschieben ist, wäre zumindest einen Versuch wert.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 22. August 2013, 09:28:07 AM 
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Hallo Siegfried,

ich kenne den Begriff "Wood's Anomalien" nicht. Kannst du mal zeigen, wie dieses Auswirkung aussieht?

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 22. August 2013, 09:47:58 AM 
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Hallo Lothar,

siehe Kapitel 4.4
Eigene Aufnahmen reiche ich heute Abend nach!

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 22. August 2013, 09:56:18 AM 
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Kapitel 4.4 in welchem Text???


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BeitragVerfasst: 22. August 2013, 09:58:47 AM 
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File ist zu groß!
Kann in auf die schnelle nicht finden, er heisst "Spektrale_Geraete.pdf"

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 22. August 2013, 10:01:21 AM 
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So, da ist er!
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ep2/deuts ... eraete.pdf


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BeitragVerfasst: 22. August 2013, 13:17:09 PM 
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Siegfried! Dieses Phänomen ist auch mir neu. Warum bist Du sicher, das es das ist. Es geht da doch wohl zunächst um poalrsiertes Licht.

Thomas


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BeitragVerfasst: 23. August 2013, 09:53:49 AM 
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Hallo Siegfried,

die Gittereffizienz hängt neben den Reflexionseigenschaften des Metalls über die Grooveform davon ab, wie die Intensität auf die verschiedenen Ordnungen aufgeteilt wird. Reflexionssprünge, z. B. verursacht durch Ausfallwinkel nahe 90° in einer Ordnung sind deshalb in anderen Ordnungen sichtbar, ebenfalls Maxima und Minima beim Blazewinkel. Die gerechneten Kurven (und auch die Spezifikationen der Hersteller) beziehen sich meistens auf die Littrowanordnung. Bei anderen Einfalllswinkeln verschieben sich die Effizienzkurven speziell bei feinen Gittern stark, ebenso die Anomalien.
Falls Du es genauer wissen willst, hier gibts ein Programm (Demoversion) zum Berechnen Deiner Anordnung:
http://www.gsolver.com/downloads/DownLoadPage.html
(Normalerweise nur mit Registrierung zugänglich).
Eine gute Beschreibung findest Du auch im Diffraction Grating Handbook:
http://gratings.newport.com/information ... ndbook.asp

Ist sicher einen Versuch wert, sonst kannst Du ja immer noch über die Instrument Response korrigieren.

Gruss, Martin


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BeitragVerfasst: 23. August 2013, 20:17:27 PM 
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Hallo Thomas,

bin auf der Suche nach "Spekralen Abbildungsfehlern" auf diese Anomalien gestoßen. Zuvor habe ich alles überprüft und keine Erklärung gefunden. Durch Tausch des 1800er Gitters gegen ein 1200er ist dieses Phänomen aufgetaucht.

Martin, danke für die interessanten Hinweise.


Durch drehen des Kollimator-Spiegels ist die helle Kante etwas Richtung blau gewandert. Allerdings ist die Beweglichkeit nicht allzu groß. Mit diesem Gitter muss ich in 1. Ordnung mit Instrument Response korrigieren, wie Martin oben erwähnt hat (oder ein anders Gitter einbauen). Die 2. Ordnung ist schön flach, zumindest im Bereich Ha.
Scheinbar sind diese Anomalien bei holographischen Gittern stärker ausgeprägt, jedenfalls wieder was dazu gelernt.

Viele Grüße
Siegfried


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flat-Vega.png [ 49.76 KiB | 6607 mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: 23. August 2013, 20:48:39 PM 
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Hallo Siegfried,

liegt denn dieser Intensitätssprung bei rund 200 Pixel im Bereich, wo die nächste Ordnung gerade unter dem Horizont des Gitters verschwindet?

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 23. August 2013, 21:15:32 PM 
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Hallo Lothar,
Zitat:
Hallo Siegfried,

wo die nächste Ordnung gerade unter dem Horizont des Gitters verschwindet?
das Verstehe ich nicht so richtig!


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BeitragVerfasst: 24. August 2013, 10:51:17 AM 
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Zitat:

das Verstehe ich nicht so richtig!
Hallo Siegfried,

ich verstehe diese Anomalie so, dass für den Grenzfall einer Beugung einer Wellenlänge in einer Ordnung n über den Horizont des Gitters (also seine Ebene) hinaus, also mehr als 90°, deren Energie/Intensität auf die anderen Ordnungen <n zurück-verteilt wird.
Nehmen wir an, dein Spektrograph beugt in der gegebenen Anordnung/Gitterneigung in der Ordnung 2 Licht von 580 nm 80 ° von der Gitternormalen weg und 600 nm rechnerisch 100°. Dann sollte diese Anomalie in der ersten Ordnung zwischen 580 und 600 nm auftreten.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: 24. August 2013, 15:10:09 PM 
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Hallo Lothar,

das würde heißen, eine Änderung der geometrischen Anordnung der optischen Elemente würde diese Anomalie verschieben!

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 24. August 2013, 17:24:46 PM 
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Zitat:
das würde heißen, eine Änderung der geometrischen Anordnung der optischen Elemente würde diese Anomalie verschieben!
Wenn ich mich nicht irre, ja.

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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