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| EchelleSpektren mit dem Baches, Sternwarte Dieterskirchen https://forum.vdsastro.de/viewtopic.php?t=4357 |
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| Autor: | Lothar Schanne [ 10. August 2015, 18:30:05 PM ] | ||||
| Betreff des Beitrags: | EchelleSpektren mit dem Baches, Sternwarte Dieterskirchen | ||||
Hallo zusammen, bisher werte ich die Spektren aus, die in Dieterskirchen mit dem Baches-Spektrographen gemessen werden, bis die Jungs das dort gelernt haben. So bleibe ich auch noch etwas in Übung. Daten über die Sternwarte hier: http://www.sternwarte-dieterskirchen.de/ Der Baches ist zwar an das dortige Teleskop nicht optimal angepasst (die Brennweite des 70 cm Spiegels ist 640 cm und erzeugt deshalb ein großes Seeingscheibchen von ungefähr 50 bis 70 um, so dass erheblich Licht am 25 oder 50 um Spalt verloren geht. Aber man kann nicht immer alles haben. Die ersten Aufnahmen zeigen ein erhebliches Potential der spektroskopischen Einrichtung, so dass die Dieterskircher in Sachen Spektroskopie in der spektroskopischen Beobachterszene eine tolle Rolle spielen können, wenn sich ausreichend Beobachter dort finden, um die Einrichtung ausnutzen zu können. Das Spektrum von Deneb habe ich ja schon am 31. Juli im Thread http://spektroskopieforum.vdsastro.de/v ... neb#p27060 vorgestellt. Am gleichen Abend (22.7.) wurde auch eine Aufnahme von Vega gemacht. Die Resultate stelle ich hier vor. Wieder wurde nur eine Aufnahme gemacht (120s, Autodark) und mit einer Flataufnahme korrigiert. Die mittlere Auflösung beträgt wieder ca. 21.000. 1130 ThAr-Linien wurden im ThAr-Spektrum gefunden, 66% davon zur Kalibrierung verwendet. Die mittlere Abweichung der Kalibrierlinien-Kalibrierfunktion (Polynom 4ten Grades) vom Sollwert beträgt rund 0,019 Angström (siehe Anhang calib.txt). Das aus 24 Ordnungen gemergte Spektrum siehe Anhang (als fit). Die Normierung und das mergen (Nahtstellen der Ordnungen) lassen zu wünschen übrig.
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| Autor: | Lothar Schanne [ 10. August 2015, 18:33:07 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: EchelleSpektren mit dem Baches, Sternwarte Dieterskirche |
Hallo Berthold, du verwendest für die Auswertung deiner Spektren ISIS. Könntest du zum Vergleich das Vega-Spektrum damit auswerten, wenn ich dir die Dateien zuschicke (Objekt, Thar und Flat) ? |
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| Autor: | Berthold Stober [ 10. August 2015, 18:55:03 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: EchelleSpektren mit dem Baches, Sternwarte Dieterskirche |
Hallo Lothar, Leider nein, das kann ich nicht. Es Spielen im Hintergrund da verschiedene nicht so einfach einzurichtende Dateien eine Rolle, die ich nicht ohne Weiteres anpassen kann. Außerdem ist ISIS für ein Prisma als CD ausgelegt. Der Baches hat ein Gitter als CD! Nach meiner Meinung könnte sowas Martin Dubs, aber der hatte mir mal gesagt, dass das mit ziemlich viel Arbeit verbunden sei....... hG Berthold |
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| Autor: | Lothar Schanne [ 11. August 2015, 15:18:33 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: EchelleSpektren mit dem Baches, Sternwarte Dieterskirche |
Hallo Berthold, schade, dann werde ich mal noch die Auswertung mit der Feros-Routine machen. Oder nur den echelle-Kontext verwenden ohne weitere Skripte. Will einfach mal den Unterschied sehen, welche Routinen das mergen besser bewerkstelligen. |
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| Autor: | Martin Dubs [ 12. August 2015, 18:09:09 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: EchelleSpektren mit dem Baches, Sternwarte Dieterskirche |
Hallo Lothar und Berthold, Berthold hat ganz richtig bemerkt, dass man die Baches Spektren mit ISIS auswerten könnte. Ich habe ISIS nämlich auch für meine Spektren verwendet, mit einem Gitter als Crossdisperser. Worauf man achten muss, ist, dass die Crossdispersionsrichtung parallel zur y-Achse des Chip verläuft. Wir haben das bei der Teide kampagne schon durchgespielt, es gibt auch eine Anleitung dazu (Ist leider etwas zu gross, um hier anzufügen, aber Berthold hat sie sicher, mit weiteren Erläuterungen). Da damals niemand gross Interesse daran gezeigt hat, sehe ich keinen Grund dazu, das Ganze nochmals durchzuspielen. Ich habe aber noch eine bessere Idee, Kürzlich hat Christian Netzel im Schweizer Spektroskopieforum geschrieben: Zitat: ... Bei IRAF muß ich im Standardfall 7 Befehle eingeben und habe bei der Extraktion des 1-dimensionalen Spektrums sowie bei der Kalibration eine excellente graphische Umgebung. Das gleiche gilt, wenn auch sehr eingeschränkt, für MIDAS. Die Rotation entfällt bei IRAF. Die Vorgehensweise ist bei beiden klar in einige wenige Schritte gegliedert (bei IRAF weniger als bei MIDAS) und daher sehr klar.
Da IRAF auch Echelle Routinen enthält (http://iraf.net/irafdocs/ech.pdf) und ähnlich wie MIDAS aufgebaut ist, sollte es also keine grosse Sache sein, die Spektren mit IRAF auszuwerten. Dazu hätte man erst noch eine professionelle Lösung, auch für Publikationen Daher gibt es für Programme wie Iris, Vspec und BASS keine Existenzberechtigung außer daß sie unter Windows laufen und die Hemmschwelle für Anfänger anscheinend niedriger ist als bei einem professionellen Programm. Einfacher sind die auf gar keinen Fall. Gruss, Martin |
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