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 Betreff des Beitrags: Flusskalibration
BeitragVerfasst: 06. Januar 2016, 11:26:24 AM 
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Meister

Registriert: 01. August 2006, 16:20:19 PM
Beiträge: 839
Wohnort: Neumarkt i.d. Oberpfalz
Hallo Gemeinde,

ich würde gerne mal wissen, wie die (relative) Flusskalibration im Prinzip funktioniert.

Ich stelle mir also vor, dass ich ein spectrum(Object) und ein spectrum(Referenzstern) gemacht habe. Beide sind in der Wellenlänge kalibriert, vom Dunkelstrom befreit und meinetwegen auch mit einem Flat korrigiert.

So, wie geht es dann weiter? Theoretisch. ich will nicht wissen, welche Menueeinträge ich in welchem Programm anklicken muss, oder welche Befehle auf der Kommandozeile ausgeführt werden müssen. Sondern ich will wissen, was dahinter steckt, welche Bearbeitungsschritte dann gemacht werden müssen und wie ich zB vermeiden kann das S/N zu verschlechtern, oder Artefakte bei meinen schönen Object-Linien zu erzeugen.

kind regards

guenter

_________________
Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Kriege. (Jean Paul)


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 Betreff des Beitrags: Re: Flusskalibration
BeitragVerfasst: 06. Januar 2016, 13:44:48 PM 
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Meister

Registriert: 31. Juli 2006, 16:43:32 PM
Beiträge: 3468
Hallo Günter!
Zitat:
ich würde gerne mal wissen, wie die (relative) Flusskalibration im Prinzip funktioniert.
Die Klammer ist m.E. unnötig. Wenn Du gegen einen Standardstern kalibrierst, ist die Referenz bekannt und dann kannst Du auch einen Absolutwert ermitteln. Das entsprechende Prinzip hat Christian Buil korrekt beschrieben. http://www.astrosurf.com/buil/calibrati ... ion_en.htm

Man darf jedoch ein prinzipielles Problem nie außer Acht lassen. Die Aufnahmen von Ziel- und Standardstern müssen nacheinander und an unterschiedlichen Positionen am Himmel erfolgen. Damit hat man jedoch keine Informationen zu Fluktuationen, die den Sternfluss beeinflussen können (z.B. Seeing, Wasser). Buil versucht dies in seiner „Note“ unter Step 5 anzusprechen. Das heißt, ein Fehlerbalken des Flusses kann nicht angegeben werden und die Messung verliert massiv an Wert, insbesondere, wenn sie nicht an perfekten Orten durchgeführt wird. Daher ist dieser Ansatz weit weniger erfolgreich als Amateure oft denken.

Weil Profis das wissen, werden m.W. Absolutmessungen an Schwarzkörpern durchgeführt und dann entsprechend mit den Sternmessungen verglichen. Das Problem haben Klaus und ich auch in unserem Buch in Kapitel 12.3.9 „Remarks on the Response Function“ erläutert. Ob es mittlerweile etwas Besseres gibt als Messungen an Schwarzkörpern, kann vielleicht Otmar sagen.

Gruß, Thomas


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