Liebe Beobachter,
Daniel Fischer rief am 30. April in seinem Blog Skyweek dazu auf, die Zwergnova imPerseus zu beobachten. 6m2 zu diesem Zeitpunkt wäre sie unter guten Bedingungen sogar etwas für das freie Auge gewesen. Ich war an mehreren Abenden draußen. Jedesmal dasselbe: In der späten Dämmerung klarer Himmel. Nach 22°°, wenn der Sonnenstand eine Beobachtung zugelassen hätte, zogen Wolken auf.
Gestern (3. Mai) hat es aber geklappt. Ich war der Meinung, dass die Nova ein leichtes Ziel für mein 7x50-Fernglas war: Ein Irrtum. Der Stern ist inzwischen schon wieder schwach geworden, das ging sehr rasch. Ich schätzte ihn auf ca. 9 mag mit dem rasch herbeigeholten 16x70-Fernglas. Eigentlich wäre es etwas für das Teleskop gewesen, dann hätte ich auch mehr Vergleichssterne gesehen und könnte das genauer bestimmen. Morgen fahre ich zu den Sübrandenburger Sternfreunden und versuche es erneut.
Interessant an diesem Stern: Er ist als Zwergnova bekannt, dessen Leuchten von der Akkretionsscheibe ausgeht. Der Stern hat immer mal Ausbrüche von 17 auf 13 mag. Jetzt agiert er als klassische Nova, gekennzeichnet durch ein explosionsartiges Wasserstoffbrennen auf der Oberfläche des Sterns. Das ist noch nie beobachtet worden, dass eine Zwergnova auch als klassische Nova wirkt. Trotz der gesunkenen Helligkeit ist der Stern immer noch viel heller als bei den Zwergnova-Ausbrüchen und freilcih viel, viel heller als im Ruhezustand, wo er wohl visuell nur von Instrumenten jenseits der Halbmeterapertur erreichbar ist.