Hallo,
wir hatten hier ja schon einige Diskussionen zu Stabilitätsproblemen mit dem LHires.
Z.B. =>
viewtopic.php?f=2&t=4994
Das aktuelle Projekt erfordert nun genauere rv-Messungen und so habe ich mich der alten Idee noch mal angenommen mit den tellurischen Linien zu Arbeiten.
Dazu habe ich ein MIDAS-Skript geschrieben, welches Teil einer ganzen Reduktions-Pipeline ist. Nicht verschweigen möchte ich natürlich die tatkräftige Unterstützung seitens Otmar und Günter. Riesen Dank, für die immer schnelle Hilfe!!!
Für das Skript ist im Arbeitsordner ein Dokument mit dem Namen telluric_lines erforderlich. Dort müssen (in einer "Spalte" untereinander) die Ruhewellenlängen enthalten sein, die genutzt werden sollen.
Gestartet wird das Skript in MIDAS per
(==>)(==>) autrecal "Dateiname.fts". Anschließend wird man nach der telluric_lines Datei gefragt. Ist diese nicht vergessen worden, wird der Wellenlängenbereich in Angström abgefragt, der geplottet werden soll.
Anschließend wird jede Linie aus der Datei abgefragt. Ob man diese nutzen möchte oder nicht, je nach Qualität der Linie. Zusätzlich wird die Ruheposition der tell. Linie mit einem Pfeil markiert (Dies ist natürlich nur hilfreich, wenn die Linie nicht zu weit weg ist).
Möchte man diese Linie nun nutzen, muss man sie händisch per Gauss fitten.
Sind alle Linien abgearbeitet, wird die mittlere Abweichung zur Ruhe ausgegeben und das Spektrum automatisch verschoben.
Danach werden die genutzten Linien noch einmal abgefragt und man muss sie erneut fitten. Diesmal wird keine erneute Verschiebung des Spektrums vorgenommen. Statt dessen wird ein Vergleich Vorher und Nachher ausgegeben und der übrig gebliebende Fehler in den Midas-Descriptor WAVERROR geschrieben.
Ein weiterer Descriptor für den Kalibrationsfehler aus dem Fit an die Kalibrationslampenstützpunkte aus der Pipeline wird auch noch ausgelesen und angezeigt. Dies wird natürlich ohne diese Pipeline nicht funktionieren!
Eventuell hat ja jemand Interesse an dem Skript und/oder noch Verbesserungsvorschläge. In einigen wenigen Tests hat es aber schon einmal gut funktioniert (so ich nichts übersehen habe!).
Das Skript ist mitsamt telluric_lines (nach Hanuschik) im Anhang.
Bei Interesse werde ich dann auch noch Material aus den Tests nachreichen
Interessant finde ich, dass man wohl mit den tell. Linien nach Gray et al, 2006 eine Genauigkeit von 25/ms erreichen kann. Nach Balthasar et al, 1982 sogar 16m/s. Die Kalibrieren aber wohl gleich nur an den tellurischen Linien...
Viele Grüße und CS
Christoph