Heute hatte ich das Fernrohr wegen der Sonne aufgebaut. Leider fiel mir erst weit nach 16 Uhr ein, dass ich bei dieser Gelegenheit auch einen Blick auf Venus werfen könnte. Gedacht, getan: das Herschelprisma raus, den Dunkelrotfilter (685 nm) in die Kamera rein. (Aber zuvor einen Blick durchs 5-mm-Okular getätigt, da konnte man schon gut die "Dreiviertelvenus" erkennen.)
Das Seeing war, wie soll man sowas nennen, ziemlich funky. Das hatte ich mir mit dem Rotfilter besser erhofft. Aus der herumspringenden Venus wurde dank Autostakkert (10% der Bilder verwendet) und Schärfung in Registax folgendes Bild:
Ganz schlechtes Ergebnis, aber man hat ja nicht immer Glück mit der Luftunruhe.
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Zweiter Teil:
Vor einigen Tagen hatte ich mir für Venus einen UV-Filter bestellt. Der lag dann im Paketshop, ich konnte ihn erst heute abholen. Eigentlich stand Venus am späteren Nachmittag schon zu tief, aber ich wollte wissen, ob durch den Refraktor mit 123 mm Öffnung und dem UV-Filter überhaupt etwas zu sehen ist. Ergebnis: es dringt *sehr* wenig Licht durch bzw. auf den Chip der Kamera ASI 183 MM. Macht also keinen Sinn. Trotzdem musste ich ja irgendwas mit dieser Situation anfangen und habe mit 200 ms (!) und Gain 400 (!) eine Video von 300 Sekunden Länge gemacht. Das ist schon fast Deep-Sky-Fotografie. Ihr wollt wissen, was dabei heraus gekommen ist?
Also kein Refraktor für Venus im UV, das nächste Mal nehme ich den Mak.
Grüßle
Sven