Die Helligkeit von Mars ist einerseits von seiner Entfernung zur Erde und Sonne und vom Phasenwinkel abhängig. Da die Mars-Albedo durch die dunklen "Meere" bzw. die hellen Polkappen sowie weitere atmosphärische Erscheinungen (Sandstürme, Wolken usw.) mit der Rotationsperiode schwankt ist auch die Helligkeit um etwa 0,15 Größenklassen veränderlich.
Mars ist in dieser Opposition die meiste Zeit nicht weit von Aldebaran zu finden. So können Fotos mit einem Objektiv 1:2,8 f=28mm die beiden ähnlich gefärbten Objekte gleichzeitig abbilden. Das Objektiv ist sehr deutlich unscharf eingestellt (auf 2,5-3m Entfernung) um einerseits Mars nicht überzubelichten und andererseits genügend Signal für eine genaue Helligkeitsmessung auf den Grünauszügen der DSLR Canon 600D zu bekommen. Die Lichtkurve zeigt in Rot die berechnete Helligkeit nach der JPL Horizons Ephemeride. Meine Messungen sind Mittelwerte aus jeweils 10 Einzelfotos als blaue Kreuze eingezeichnet. Es sieht so aus als ob die Ephemeride die Beobachtungen ganz gut wiedergibt und daß der Rotationslichtwechsel von Mars in den Messungen erkennbar ist.
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Bearbeitetes Beispielfoto; für jeweils 10 Bilder wird der Grünkanal herausgezogen und die Helligkeitsdifferenz Mars-Aldebaran mit der Software Muniwin gemessen.
Viele Grüße
Wolfgang