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 Betreff des Beitrags: Mars
BeitragVerfasst: 23. August 2024, 06:54:18 AM 
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Seit ein paar Wochen schaue ich in der Morgendämmerung schon mal nach Mars. Der hat gerade so einen Durchmesser von 6" überschritten und so konnte ich heute bei ruhiger kühler Morgenluft erstmals einige Oberflächendetails wieder-erkennen. Ich habe eine kleine Skizze gemacht,

Dateianhang:
23aug24_297°.jpg
23aug24_297°.jpg [ 33.53 KiB | 30986 mal betrachtet ]
die zeigt die kleine NPC, Syrtis maior im 3. Quadranten sowie eine Andeutung von Sinus sabaeus zentral und das aufkommende mare Erythraeum am rechten Rand.
Beobachtet wurde mit dem langen fünfzölligen Achromaten f/14 und 200fach mit dem Ortho ohne Filter.

Grüße vom Berg - Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 07. September 2024, 16:00:24 PM 
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Heute, also am 7. September, hat es mich wieder "gerissen" und ich habe den taunassen fünfzölligen langen Achromaten auf Mars gerichtet. Die Luft war dermaßen ruhig, daß ich ohne weiteres die 3oo-fache visuell nutzen konnte. Obschon der Durchmesser noch unter 7" liegt, lassen sich bei guter Luft bereits einige der markanten Details erkennen; hier zunächst die Zeichnung:
Dateianhang:
7sept24_141°.jpg
7sept24_141°.jpg [ 29.54 KiB | 26614 mal betrachtet ]
Die gestreckte dunkle Schattierung im 1. Quadranten: mare sirenum. Das Ding ist etwas "nach rechts" verrutscht, aber so wie dargestellt war der Eindruck in meinem nicht mehr taufrischen rechten Auge (das "Planetenauge"; das linke ist das "Galaxienauge"...). Überrascht hat mich die wiederholte und eindeutige Wahrnehmung des dunklen Schattens oberhalb des Nordpols: das kann eigentlich nur Propontis sein, keine sehr markante Struktur. Der Schatten "links" an der Grenze zwischen 3. und 4. Quadranten entzieht sich aktuell einer Einordnung; eigentlich ist dort außer den Tharsis-Vulkanen nicht viel.
Von einer NPH habe ich nichts bestimmtes gesehen, allenfalls einen blickweisen hellen Schimmer bemerkt.

Vielleich hat ja jemand mit der CCD-Kamera draufgehalten und Besseres zu bieten. Für mich ist CCD nichts, ich bin zu alt und zu altmodisch.

Grüße vom Berg - Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2024, 11:29:49 AM 
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Inzwischen... hat das Planetenscheibchen einen Durchmesser von 8" erreicht. In den frühen Morgenstunden des 12. Oktober konnte ich mal wieder einen Blick darauf werfen - bei einigermaßen ruhiger Luft, 2 von 5. Beobachtet wurde mit dem alten C8, Bino-Ansatz und zwei 10mm Orthos vom Baader, kein Filter. Hier die Skizze:

Dateianhang:
12okt24_185°.jpg
12okt24_185°.jpg [ 30.45 KiB | 15216 mal betrachtet ]

Auffällig war die ausgedehnte und hellweiße Dunsthaube über N. Ein wenig verschmierter Spreckel vom 3. Quadranten zur Mitte hin; das könnten mare Boreum und Protontis sein. Aber da mag ich mich nicht festlegen, die Unsicherheiten sind bei dem Durchmesser zu groß... Der dunkle Saum im 4. und 1. Quadranten sind mare Sirenum im 4. mit dem Übergang zum mare Cimmerium im 1.

Das zuverlässige visuelle Beobachten von Oberflächenstrukturen wird erst möglich werden, wenn der Scheibe >10" erreicht hat, also ab Mitte November. Hoffen wir auf beständiges Wetter mit klaren Morgenden.

Grüße vom Berg - Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 29. Oktober 2024, 10:00:34 AM 
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In den Allgäuer Alpen gibt es endlich, endlich klare Nächte mit ruhiger Luft und geringer Luftfeuchtigkeit. Das konnte ich in den frühen Morgenstunden für eine weitere Marsbeobachtung nutzen; der Planet hat inzwischen einen Durchmesser von 9" erreicht und bei den guten Bedingungen lassen sich bereits Strukturdetails und eine grobe Übersicht übers Mars-Wetter feststellen.

Hier die kleine Zeichnung:
Dateianhang:
29okt24_25°.png
29okt24_25°.png [ 118.73 KiB | 12071 mal betrachtet ]
Die NPH ist deutlich zu erkennen, dazu ein heller Saum am aufkommenden Rand. Im S mare Erythraeum mit mattem Kontrast. Die dunkle Marke in 1 aufkommend sollte solis Lacus sein. In 2 und 3 das mare Acidalium, deutlich dunkler als die Strukturen in S. Eindeutig abgesetzt erkennbar die zum Äquator weisende „Zunge“, das ist Niliacus Lacus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 01. November 2024, 10:06:25 AM 
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Hier der Mars vom 1. November. Beobachtet wurde wieder mit dem Bino am C8, 2x10mm Orthos angesetzt, kein Filter. Die Luft wurde mit zunehmender Dämmerung immer besser. Ohnehin habe ich seit langem den Eindruck, daß die Detailwahrnehmung am Planeten sich bei aufgehelltem Hintergrund steigert.

Dateianhang:
1Nov14_5°.jpg
1Nov14_5°.jpg [ 42.98 KiB | 11856 mal betrachtet ]

Was ist zu sehen? Der Dunst über Nord zeichnet ein helles Weiß. Im 1. Quadranten kommt das mare Erythraeum auf. Ein helles Oval symmetrisch zum Äquator zwischen 1 und 2: das sollte Chryse sein. Im 2. prominent: Mare Acidalium und die dunkle Marke von Niliacus Lacus. Im 3. läuft das mare Boreum über der NPH und der 4. schließlich zeigt den "langen Arm" von Meridiani, zentral, und Sabaeus Sinus zum Westrand hin.
Allerhand Detail für etwas über 9" Durchmesser.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 10. November 2024, 09:53:06 AM 
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Noch herrscht schönes spätherbstliches Wetter mit guter Luft in den frühen Morgenstunden. Hier die Marsbeobachtung vom 10. kurz nach 6:oo MEZ.

Dateianhang:
10nov24_278°.png
10nov24_278°.png [ 142.42 KiB | 11472 mal betrachtet ]

Beobachtet wurde wieder mit dem langen 5" Fraunhofer f/14 mit 6mm Ortho ohne Filter. Der Einblick ist trotz Zenithspiegel etwas unbequem: Mars kulminiert und der lange Tubus nötigt mich zu einer bodennahen Sitzposition. Ist die erstmal eingenommen, ergibt sich allerdings ein detailreicher Eindruck:

Prominent ist Syrtis maior, dazu die von einem dunklen Kragen begrenzte Nordregion mit heller Haube. Fast zentral: Syrtis minor, am Ostrand kommt Sinus Sabaeus auf - die dünne Marke an der Grenze vom 1. zum 2. Quadranten. Interessant ist die recht scharf begrenzte Helligkeit im hohen Süden über Hellas, das könnten Wolken oder besser Dunst sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 16. November 2024, 16:23:04 PM 
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Mars in den frühen Morgenstunden am 16. November. Beobachtet wurde bei brauchbarem Seeing mit dem alten C8, Binokularansatz und zwei 10mm Orthos angesteckt, also rund 220-facher Vergrößerung:
Dateianhang:
16nov24_232°.png
16nov24_232°.png [ 142.95 KiB | 11268 mal betrachtet ]

Der dunkle Fleck mittig zwischen 1 und vier: Syrtis Minor. Die dunkle zwischen 1und 2 aufkommende Marke: Syrtis maior. Mare Cimmerium ist das dunkle Band von Syrtis minor hin zum wegdrehenden Rand. Über S ein heller nicht scharf begrenzter Fleck, das könnte Zen Lacus bzw Dunst über dieser Region sein.

Die NPH ist nicht mehr so hellweiß wie zu Beginn der Beobachtungen, indessen führt sie jetzt ständig einen dunklen umlaufenden Kragen.

Mit dem Sprung über einen Durchmesser von 10" werden jetzt auch zartere Details sichtbar: der zentrale "Zapfen" auf der Südkalotte ist der erste Eindruck von Utopia und in der Spitze: Casius.

Einstweilen hält das Wetter, Wolken sind ab morgen und Schnee ab Donnerstag vorhergesagt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 01. Dezember 2024, 10:25:48 AM 
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Mars hat jetzt einen Durchmesser von über 11", das Seeing ist in den frühen kalten Morgenstunden wieder gut geworden, die Luft ist kalt und sehr trocken. Ich habe wieder mit dem C8 beobachtet, monokular mit Filtern orange und hellblau im Filterrad. Hier die Zeichnung:
Dateianhang:
1dez24_93°.png
1dez24_93°.png [ 136.62 KiB | 10912 mal betrachtet ]
Prominent im N ist die weiße Wolkenhaube, dazu etwas heller Dunst am aufkommenden Rand. Die Bildmitte wird beherrscht von der strukturarmen Tharsis-Ebene. Vom Vulkanberg Olympus Mons ist unter gegebenen Umständen natürlich nichts zu erkennen... Auf der Südkalotte dreht das Mare Erythraeum zum Westrand weg; die dunkle Marke am rechten oberen Rand sollte der Übergang von Solis Lacus zum aufkommenden Mare Sirenum hin sein. Der nach Westen hin wegdrehende Schatten oberhalb der NPH: Mare Acidalium.

Grüße vom frostigen Berg, Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 29. Dezember 2024, 10:09:09 AM 
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Guten Morgen,
zwar haben wir in den Allgäuer Bergen "schönstes Wetter", indessen war die Luft in den vergangenen Nächten schaurig schlecht. Diverse Ansätze in der kalten Morgenfrühe waren vergebene Mühe, denn von Mars war gerade einmal festzustellen, daß es sich irgendwie um ein flächiges Objekt handeln müsse...

Heut früh habe ich zwar nur bescheidene Bedingungen vorgefunden, indessen reichte es, um einiges grobe Detail festzuhalten. Bei einem inzwischen erreichten Durchmnesser von gut 14 Bogensekunden sollte mehr drin sein. Wie auch immer, hier die Zeichnung. Beobachtet wurde mit dem C8, 22ox Ortho sowie Orange- und Hellblau-Filter.

Dateianhang:
29dez24_200°.png
29dez24_200°.png [ 124.44 KiB | 10131 mal betrachtet ]

Ins Auge sticht als dunkel umsäumter heller Fleck die NPH. Der Kragen weist eine Ausbuchtung nach Süden hin auf: Utopia. Der dunkle lange Streifen im Süden ist das, was ich vom Mare Cimmerium bemerken konnte. Der ist schwach an detaillierter Struktur, aber hebt sich recht kontrastiert von der Umgebung ab. Die zentrale Tharsis erweist sich ohnehin als struktur- und detailarm.

Grüße vom Berg - Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 11. Januar 2025, 10:53:02 AM 
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Bei kalter (-7°) trockener und solala brauchbarer Luft eine Beobachtung am 11. Januar um 6:oo MEZ früh. Mit dem C8, 9mm Ortho und angesetztem Filterrad. Außer orange und hellblau erwies sich auch das Gelbfilter als nützlich. Hier die Zeichnung:
Dateianhang:
11jan25_73°.jpg
11jan25_73°.jpg [ 38.02 KiB | 9684 mal betrachtet ]



Die NPC ist nicht mehr brillant, sie zeigt den umlaufenden Kragen. Darüber im 3. Quadranten: die trübe Marke ist das mare Acidalium, der nach O weglaufende Zapfen Idacus fons. Die Südkalotte wird dominiert vom mare Erythraeum, leider sehr detailarm, eigentlich gibts da mehr zu sehen... Der dunkle Knoten mittig im 1. ist solis lacus, daran anschließend der Übergang ins mare Sirenum. Am aufkommenden Rand ein wenig heller Dunst.

Grüße vom kalten Berg - Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 22. Januar 2025, 10:24:42 AM 
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Nach einer ganzen Serie von fruchtlosen Versuchen an Mars - brillante Transparenz bei schauderhafter Luftunruhe - konnte ich heute am 22. Januar einen einigermaßen zufriedenstellenden Blick auf den Planeten werfen. Zwar bei ruhiger Luft, aber mäßiger bis opaker Transparenz. Der Mond zeigte ein deutliches Halo, auch Mars war im Sucher "eingerahmt". Trotz eines inzwischen wieder abnehmenden Durchmessers von etwas über 14" war Struktur feststellbar, von Detailwahrnehmung will ich lieber nicht sprechen...

Hier die Zeichnung, gefertigt am C8 monokular mit Orthoskopischem und Filtern hellblau und - gelb!. Das obligatorische Orangefilter brachte weniger Wahrnehmung.
Dateianhang:
22jan25_327°.jpg
22jan25_327°.jpg [ 40.27 KiB | 9221 mal betrachtet ]

Syrtis maior ist im 3. und 4. Quadranten prominent. Vom Sinus Sabaeus habe ich nur den auslaufenden "Knoten" im 2. wahrnehmen können, von Deltoton Sinus - nichts. Die NPC präsentiert sich mit umlaufenden Kragen, im 3. scheint ein Ansatz von Utopia/Protonilus auf.

Am vorangegangenen Abend hatte ich einen vergeblichen Ansatz auf Mars, die Luft war turbulent. Indessen konnte ich noch die NPC wahrnehmen - und zweifelsfrei einen auffällig hellen Bereich am Westrand in Höhe des Äquators. Dieser helle Bereich übertraf in der Brillanz die NPC, war noch N und S hin begrenzt und reichte etwa ein Viertel in die Fläche hinein. Künftige Nachschau erfolgt, wenn es das sich in den kommenden Tagen verschlechternde Wetter zuläßt...

Grüße vom Berg - Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 30. Januar 2025, 13:31:44 PM 
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Guten Morgen,
30. Januar um Kurz nach zwei MEZ
Mars bei ruhiger, trockener Luft in der zweiten Nachthälfte. Beobachtet wurde mit dem langen FH bei 18o und 2oo x. Ein sehr ruhiges und kontrasthartes Bild, es stört gelegentlicher Luftzug aus Ost. Hier die Zeichnung, leider nur von der detailarmen Hälfte:
Dateianhang:
30jan25_212°.jpg
30jan25_212°.jpg [ 33.35 KiB | 9071 mal betrachtet ]
NPC mit Kragen, wie gewohnt…

Die dunkle Marke in 1 und 4: Wegdrehend das mare Sirenum, aufkommend in O das Mare Cimmerium. Dessen nach N äquatorwärts auslaufende Spitze: Tritonis Sinus.
Südlich darüber die dunkle Marke ist die eindrehende Syrtis minor.

Der Durchmesser des Planeten ist inzwischen wieder unter 14" gesunken, die Detailwahrnehmung wird mir - im 75. Lebensjahr stehend - damit nicht einfacher.

Grüße vom Berg - Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 31. Januar 2025, 16:22:19 PM 
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Ich habe hier einmal meine Zeichnungen nach Datum und auf den jeweiligen Durchmesser skaliert zusammengestellt:

Dateianhang:
Zusammenstellung.png
Zusammenstellung.png [ 524.83 KiB | 9038 mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 04. Februar 2025, 07:01:31 AM 
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Sehr schöne Übersicht! Ich hatte dieses Mal nicht so viel Glück und es sind viel weniger Zeichnungen.

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Uwe Pilz, Fachgruppen Kometen und Astrophysik/Algorithmen.
Oft benutzte Instrumente: Fujinon 16x70 FMT-SX-2, TMB Apo 105/650, Skywatcher Evostar 120/900 ED, Ninja Dobson 320/1440, Smartscope Dwarf-3


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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 05. Februar 2025, 13:56:45 PM 
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Und hier der Mars vom 3. Februar. Beobachtet wurde mit dem - ich wiederhole mich... - vorzüglichen fünfzölligen Achromaten. Dessen altmodisches Öffnungsverhältnis f/14 einerseits einen höchst unpraktisch langen Tubus bedingt und dementsprechend eine vergleichsweise überdimensionierte Montierung verlangt, andererseits kontrastharte Bilder liefert. Die Nacht war klar und kalt, die Luft trocken und windstill, das seeing hervorragend. Ich konnte ohne weiteres bis 3oox vergrößern bei sparsamem Gebrauch des Orangefilters. Hier die Zeichnung:

Dateianhang:
3feb25_95°.jpg
3feb25_95°.jpg [ 35.07 KiB | 8941 mal betrachtet ]

Die NPC mit umlaufendem Kragen fällt sofort ins Auge. Oberhalb davon, wegdrehend: Nilokeras auslaufend in die Strukturen Idacus und Achillis fons. Die Südhälfte wird dominiert vom mare Erythraeum, im 4. wegdrehend. Die äquatorseitige Zunge: Juventae fons. Mittig zwischen 4. und 1. Quadranten Solis lacus, im Osten kommt das mare Sirenum auf.

Nun wird man - zu Recht - einwenden, daß trotz kontrastharter Optik und idealen Bedingungen sooo furchtbar viel an Detail auch nicht rumgekommen ist. Richtig; das liegt zum einen an dem Durchmesser der Planetenscheibe mit etwas über 13". Zum anderen und zu meinem Kummer: an den trüber werdenden Augen, das Lebensalter kennt da kein Erbarmen.

Trotz allem - muntere Grüße vom Berg, Robert

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 Betreff des Beitrags: Re: Mars
BeitragVerfasst: 04. März 2025, 18:20:57 PM 
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Und hier ein Abschieds-Mars vom 3. März. Der Planet misst jetzt nur noch etwas über 10" im Durchmesser, die Oberflächenstrukturen sind nur noch grob zu erkennen. Die NPC ist erheblich verkleinert und ich hatte in dieser Opposition offenbar überwiegend freien Blick auf die Zentralmeridiane um 200°: Maria Cimmerium/Sirenum sind wieder präsent, dazu die strukturarmen Regionen auf der Nordkalotte... Hier die Zeichnung:
Dateianhang:
3mrz25_199°.jpg
3mrz25_199°.jpg [ 40.38 KiB | 8354 mal betrachtet ]
Grüße vom Berg - Robert

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